Donnerstag, 19. Mai 2011

[Rezension] Stephan R. Bellem - Portal des Vergessens ***(*)

Autor: Stephan R. Bellem
Titel: Portal des Vergessens
Genre: mystische Fantasy
Seiten: 285
Verlag: Otherworld
Veröffentlichung: Januar 2011
ISBN: 978-3800095339
Preis: 14,95 Euro


Ausstattung: Die Geschichte findet sich in einer broschierten Ausgabe wieder. Im Innenteil sieht der Leser vorne wie hinten ein großes schwarzes Portal, wie man es sich vorstellen würde.
Das Titelbild wird ebenfalls von einem Portal geziert, auf dessen andere Seite man zwei Menschen erkennen kann. Vermutlich Peter und Nora, oder aber Peter und Netyra, ganz klar ist das nicht. Im Ganzen weckt das Bild aber eine mysteriöse Grundstimmung, die gut zur Geschichte passt.
Der Titel nimmt leider schon etwas von der Geschichte voraus, worunter die Spannung im Buch etwas leidet.
Klappentext: Jede Nacht wird Peter von Albträumen aus dem Schlaf gerissen. Träume, in denen das Schicksal einer fremden Welt auf dem Spiel steht. Und mit jedem neuen Traumbild verblasst die Erinnerung an seine tote Familie mehr und mehr. Als die Grenzen zwischen Traumwelt und Realität immer weiter verwischen, vertraut Peter sich seiner Therapeutin, Dr. Wünschler, an. Doch kann sie ihn jetzt noch retten? Der Kampf um Peters Wirklichkeit hat begonnen.
 
Inhalt: Über den Klappentext hinausgehend kann hier nur wenig gesagt werden, denn sonst wäre beinahe zu viel verraten. In Peters Träumen treten Menschen auf, so wirklich, dass er kaum glauben kann, dass es Träume sind. Ebenso fühlt er sich Vryn, aus seinen Träumen, nicht nur verbunden. Ihn lässt das Gefühl nicht los, dass er selbst dieser Vryn ist. 

Meine Meinung:
Die Idee von Träumen, die wirklicher erscheinen als die Realität selbst, ist äußerst faszinierend und schnell ist der Leser in die Frage verwickelt, welchen Zusammenhang es zwischen Peter und den Menschen aus seinen Träumen gibt.
Leider ist das Buch so kurz, dass man kaum Einblicke in die Welt von Vryn und Vorlokk erhalten kann. Es gibt sehr große Zeitsprünge und besonders während seiner Ausbildung hätte der Leser Vryn näher kennen lernen können. Diese wird aber beinahe gänzlich übersprungen. Damit verwehrt die Handlung einen tieferen Zugang zur Geschichte, was ich äußerst bedauernswert finde. Denn die Züge und der Grundgedanke auf dem die Fantasywelt fußt, hat auf jeden Fall seinen Reiz.
Ebenso reizvoll ist der Grundgedanke der Geschichte. Zwei Welten prallen hier aufeinander und werden vermischt. Und die Charaktere, die auf beiden Seiten agieren oder agiert haben, haben Schwierigkeiten diese Welten auseinander zu halten.
 Dass Dr. Wünschler mehr ihre Finger im Spiel hat, als sie zu Beginn zugeben will, ahnt der Leser sehr früh und doch gelingt es dem Autor die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Gerade das Ende hält einige Überraschungen parat, die keinesfalls vorhersehbar sind. 

Fazit: Die Geschichte und die Idee dahinter ist fabelhaft. Ich hätte mir nur gewünscht, dass sie vielleicht doppelt so lang ist, damit ich mich besser einfinden kann. Dann hätte man Vryn und seine Welt und Peter in seiner jetzigen Situation besser verstanden und es wäre mir noch eher möglich gewesen mich von der Geschichte entführen zu lassen.
Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen. 


Über den Autor: Stephan R. Bellem wurde 1981 in Heidelberg geboren und wuchs auch in der näheren Umgebung auf. Nach einem abgebrochenen VWL-Studium, schloss er eine Bankkaufmann-Lehre ab und hängte dann ein Soziologie-Studium an.
Zum Schreiben kam Stephan R. Bellem über die Rollenspiel-Welt. Als Meister einer DSA (Das schwarze Auge)-Runde konnte er seiner Kreativität beim Erschaffen einer eigenen Geschichte freien Lauf lassen. Später wollte er seine eigenes Rollenspiel-Szenario erschaffen. Die Regeln hat er nie aufgestellt, aber die Welt bildet den Hintergrund für einige seiner Geschichte. So für die Tirlogie „Die Chroniken des Paladins“ und „Bluttrinker"
Stepan R. Bellem führt neben einer Homepage auch einen Blog mit überaus lesenswerten Einträgen, die mich schon mehr als ein Mal schmunzeln ließen. ;-)

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