Dienstag, 14. Juni 2011

[Rezension] Francis G. Hill - Sturm im Elfenland *****

Autorin: Francis G. Hill
Titel: Sturm im Elfenland
Genre: Fantasy/Jugendbuch
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
Seiten: 458
Verlag: arsEdition
Veröffentlichung: 16. Februar 2011
ISBN: 978-3760763736
Preis: 19.95 Euro

Ausstattung: Ein wunderschönes Cover stimmt den Betrachter auf eine magische Geschichte ein. Die Türkistöne mit den Ornamenten und der goldenen Schrift wirken schon für sich alleine magisch und dann sehen wir noch ein Mädchen, eine Elfe, die sicherlich die Protagonistin darstellen soll.
Die Ornamente, die Blumenranken oder Äste mit Blättern darstellen, werden im Inneren zu Beginn jedes Kapitel wieder aufgenommen und verschönern somit auch die Textseiten.
Der Titel ist das einzige, was mich nicht auf Anhieb anspricht. „Sturm im Elfenland“ klingt mir etwas zu abgegriffen und nach einer 0815-Geschichte, vielleicht ist dies aber auch dem Umstand zu schulden, dass wir es mit einem Jugendbuch zu tun haben und ich nicht mehr ganz in die richtige Werbegruppe gehöre.
Es gibt ein Lesebändchen, in passendem Türkis. Dies würde ich jedem Lesezeichen immer vorziehen. Auch das Format ist angenehm. Beim Lesen liegt das Buch gut in der Hand und das recht dicke Papier ermöglicht schnelles umblättern, was bei der Geschichte auf jeden Fall von Vorteil ist. 

Klappentext: Im Elfenland herrscht Unruhe. Seit König Auberon die Ausübung von Magie verboten hat, regt sich im ganzen Reich Widerstand. Das Leben der jungen Elfe Alana verläuft jedoch unbeschwert - bis eines Tages unerwarteter Besuch auf das Gut ihres Vaters kommt. Die Eltern ihres Cousins Ivaylo wurden als Aufrührer verurteilt und verbannt, darum soll der junge Elf nun in Alanas Familie eine neue Heimat finden. Ivaylo ist still und verschlossen; doch bald erkennt nicht nur Alana, dass der geheimnisvolle Junge in den alten magischen Künsten sehr bewandert ist. Was ist das Geheimnis des Sternensteins, den Ivaylo bei sich trägt? Und warum öffnen sich plötzlich überall im Elfenland gefährliche Dämonentore? Tiefer und tiefer gerät Alana in einen Strudel mysteriöser Ereignisse... doch wie kann sie ihren Gefühlen trauen, wenn sie dabei ist, sich in einen Verräter zu verlieben?

Inhalt:  Alana und Ivaylo können sich zu Beginn ihrer Bekanntschaft nicht riechen. Ivaylo ist gegen seinen Willen bei der Familie seines Onkels gelandet und lässt das auch alle um ihn herum spüren. Er ist Alana unsympathisch und sie ist selbst am meisten erstaunt, als sie merkt, dass sie sich nach und nach doch näher kommen. Der Grund dafür ist einerseits die Magie, die ihnen beigebracht wird, obwohl der König die Ausübung verboten hat. Andererseits der Zwerg, der bei ihnen lebt und Alana zu seiner Steinnichte macht, so wie Ivaylo der Steinneffe des Königs der Zwerge ist. Aber nach und nach stellt sich heraus, dass es eben mit den Sternensteinen etwas auf sich hat und sie dazu genutzt werden, die Dämonentore zu öffnen, doch wie und warum und vor allem von wem?

Meine Meinung:
Diese Geschichte hat mich wirklich sehr begeistert und ich möchte auch erzählen warum:
Die ganze Geschichte wird in einer sehr schönen Sprache erzählt. Immer wieder gelingt es der Autorin mit metaphorischen Bildern, das Geschehen ganz nah an den Leser heranzuholen.  So hatte ich oft nicht nur das Gefühl, alles vor mir zu sehen, sondern mitten drin und dabei zu sein. Die Sprache lädt zum Träumen ein und hat großes Potenzial zu verzaubern.
Gleichzeitig wird eine wunderschöne Geschichte erzählt, in der Menschen nur Nebenrollen spielen. Die Protagonisten sind Elfen und Zwerge, zwar altbekannte Gestalten aus vielen anderen Büchern, doch trotzdem hatte ich hier nie das Gefühl, dass etwas lediglich aufgewärmt wurde. Eine neue Idee mit neuen Charakteren ist mir gegenüber getreten und durch die große Spannung konnte ich das Buch nur selten aus der Hand legen.
Es gibt insgesamt zwei Handlungsstränge, die auch sichtbar voneinander getrennt werden. Die Geschichte um Alanna und Ivaylo, die auch wechselnd aus der Sicht von den beiden, erzählt wird gibt es auf der einen Seite. Auf der anderen steht der Zauberer des Elfenkönigs Munir, dessen Geschichte in kursiver Schrift erzählt wird. Nach und nach werden beide Handlungsstränge geschickt miteinander verwoben, bis am Ende die Charaktere beider Seiten zusammentreffen und das fulminante Ende gemeinsam bestreiten.
Das Ende löst alle wichtigen Fragen auf und bieten dem Leser somit ein befriedigendes, passendes Ende. Durch einige Andeutungen für die Zukunft laden die letzten Seiten aber auch ein zu träumen, ohne das Gefühl zu vermitteln, dass jetzt noch ein Buch kommen müsste, was nach meinem Wissen auch nicht geplant ist.

Fazit: Der Autorin ist es gelungen eine wunderbar magische Geschichte zu schaffen, die einerseits von Elfen und Zwergen erzählt, dabei aber neuartig und keineswegs überladen ist. Ein absoluter Lesergenuss und jedem Fantasy-Fan – auch denen über 15 Jahren – wärmstens ans Herz zu legen!
Ich vergebe 5 von 5 Punkte.


Quelle
Über die Autorin: Francis G. Hill ist das Pseudonym von Susanne Gerdom. Sie wurden 1958 in Düsseldorf geboren und ist auch am Rhein aufgewachsen. Die Begeisterung für Bücher war schon immer hoch, daher hat sie auch eine Ausbildung im Buchhandel abgeschlossen.
Nicht nur die Kunst des Schreibens, sondern auch die des Spielens hat es Susanne Gerdom angetan. Sie hat auf der Theaterbühne selbst gespielt und inszeniert.
Ihre Bücher sind bisher bei Heyne, Überreuter und arsEdition erschienen.

Kommentare:

  1. Gut das ich das Buch doch mitgenommen habe. Nach der tollen Rezi, kanns ja nur gut werden. :) Und es stimmt, das Cover ist wirklich wunderschön und ein richtiger Blickfang, was mich auch dazu verleitet hatte einen Blick auuf das Buch zu werfen.

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  2. Mir hat das Buch genauso gut gefallen, weswegen es mich sehr freut, dass es dich auch fesseln konnte. Und im Regal ist es auf jeden Fall ein echter Hingucker, der auch gern immer wieder aufgeschlagen wird^^
    Tolle, ausführliche Rezension!

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  3. Von dem Buch höre ich auch nur gutes. Ich glaube ich sollte es mir umbedingt zulegen. Schöne Rezension. Lg Diti

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  4. Oha, gute Bewertungen, die ich da höre. Ich soll eine schriftliche Buchvorstellung machen und ich hoffe, dass dieses Buch gut dafür geeignet ist.
    Vg
    Lulu

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