Dienstag, 28. Juni 2011

[Rezension] Fred Ink - Strange Days 1 ***(*)

Autor: Fred Ink
Titel: Strange Days 1
Reihe: Strange-Days Trilogie
Genre: Fantasy
Seiten: 217
Verlag: Books on Demand
Veröffentlichung: 25. Mai 2011
ISBN: 978-3842351554
Preis: 13,90 Euro

Ausstattung: Wie so oft bei Büchern von Books on Demand ist das Format im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, doch man gewöhnt sich rech schnell daran und es ist auf jeden Fall auch so noch gut lesbar.
Zusätzlich zu einer Kapiteleinteilung gibt es auch noch Großabschnitte, die für den Leser gut erkennbar Sinnabschnitte abtrennen.
Der Titel „Strange Days“ spielt auf ein Lied von „The Doors“ an, das auch im Lauf der Geschichte von dem Protagonisten gehört wird. Das Cover lässt nicht viel erkennen. Der Leser kann nur einen ersten Blick auf eine der ungewöhnlichen Gestalten dieses Buches werfen. 

Klappentext: Was tust du, wenn dich geflügelte Killer jagen, die niemand außer dir sehen kann? Und was denkst du, wenn sich die deinem Kater entsprungene Einbildung als real entpuppt?
Alex Vendigs Leben scheint eine Gratwanderung zwischen Wahnsinn und Halluzination zu sein: Eine Verflossene, gegen die aller Alkohol der Welt nichts hilft, ein blaues Äffchen namens Mojo, das schreckliche Gefahren prophezeit, ein durchgeknallter Polizist, der ihn umbringen will ...
Aber alles ist real, selbst die Monster, die ihn bis in die Wohnung seines Freundes David verfolgen. Die beiden Jungs müssen verschwinden, und es gibt nur einen Ort, an den sie fliehen können: die Welt des kleinen blauen Affen. Sie ahnen nicht, dass dort noch viel größere Schrecken auf sie lauern ...
Folge Alex und David in den Beginn einer Fantasy-Trilogie voller Action, Humor, Parallelwelten, Sex, Drogen und Ge

Inhalt: An Alex scheint viel mehr dran zu sein, als man auf dem ersten Blick glaubt. Denn die gesamte Bevölkerung einer fremden Parallelwelt hat Interesse an ihm. Er weiß nicht warum und was das alles zu bedeuten hat, doch er kommt schnell dahinter, dass er nun in größter Gefahr schwebt. Zusammen mit seinem Freund David versucht er sich durchzuschlagen und muss dann seinem kleinen Helfer Mojo in dessen Welt folgen, wo noch viel größere Gefahren auf ihn warten.

Meine Meinung:
Der Anfang dieser Geschichte ist wirklich überaus geglückt. Ich konnte mich sofort in den Protagonisten Alex hineinversetzen und mir auch ein schmunzeln nicht verkneifen. Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr die Augen öffnet und über euch hängt ein blaues, affenähnliches Wesen? Wirklich äußerst amüsant und es weckt sofort das Interesse an der gesamten Geschichte.
Im weiteren Verlauf werden die verschiedensten Genres ziemlich wild miteinander vermischt. Fantasy, Horror, Thriller und humoristische Einlagen ergeben zusammen eine ziemlich irre Geschichte, der man manchmal nur mit Mühe folgen kann. Trotzdem bleibt die Spannung, die sich auf Seite eins aufgebaut hat, durchweg erhalten und verhindert, dass der Leser das Buch allzu oft aus der Hand legt.
Etwas ungewohnt ist die Sprache, denn oft bewegt sich diese in einer Alltags- oder Umgangssprache, die kaum noch etwas mit der gewohnten Schriftlichkeit, in der die meisten Bücher verfasst sind, zu tun hat. Besonders bei David fällt dies stark auf und für mich wurde an diesen Stellen der Lesefluss auch etwas gestört. Zeitgleich gibt es sehr viele Anspielungen auf Musik, Filme, Bücher, Alltagssituationen. Um die humoristischen Szenen zu verstehen, müssen viele dieser Anspielungen verstanden werden, was auch mir nicht immer gelungen ist.
Ich hatte – ganz allgemein gesprochen – mehr Humor erwartet. Besonders Alex ist mir in seiner Verzweiflung und Lethargie manchmal etwas zu langweilig gewesen, eine Prise Zynismus oder Galgenhumor mehr hätte ihm meiner Meinung nach sehr gut getan. Dafür gab es für mich Szenen, die zu blutig waren. Fred Ink hat erreicht, was er plante: Auf zwei Ebenen ist dieses Buch nicht jugendfrei. Als der Polizist Alex angreift, musste ich schon mehrmals schlucken, aufgrund der Bilder, die der Autor dort mit Worten zeichnte.
Nach gut 200 Seiten folgt ein ziemlich abruptes Ende. Ich hatte nicht das Gefühl vor einem Cliffhanger zu stehen, sondern eher vor einer Werbepause im Fernsehen. Mitten in der Geschichte hört diese plötzlich auf, auf einem sehr hohen Spannungsniveau. Das trägt natürlich dazu bei, dass das Interesse an Band zwei geweckt ist, ist aber für den Leser auch ziemlich frustrierend. 

Fazit: Tatsächlich gelingt es Fred Ink mit diesem Buch die Genres zu vermischen und eine spannende und actionreiche Geschichte zu erzählen, die an vielen Punkten aber keinesfalls jugendfrei ist. Ich bin neugierig wie es mit Alex, David und Mojo weitergeht.
So vergebe ich 3,5 von 5 Punkten. 


Quelle
Über den Autor: Fred Ink ist ein Pseudonym. Er wurde 1980 in Tübingen geboren. Nach einer Ausbildung beschloss er doch noch zu studieren. Inzwischen wohnt er in Berlin und befindet sich am Ende eines Biologiestudiums. Hier geht es zu Website.

Kommentare:

  1. Was ist denn der 2. Punkt, auf dessen Ebene das Buch nicht jugendfrei ist? ;) Oder hab ich den jetzt überlesen?

    Schöne Rezension, vielleicht schaue ich mich auch mal nach dem Buch um, mal sehen. Die Geschichte ist ja interessant und so richtig schlecht scheint es ja auch nicht zu sein^^
    Danke!

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  2. @Sonne

    *hihi* Ich dachte, dass wäre von sich aus verständlich schon aus dem Klappentext: Es gibt noch eine Sexszene, die meiner Meinung nach nicht mehr ganz jugendfrei ist.
    Außerdem ist der Umgang der Protagonisten mit Drogen auch nicht so, wie man es Jugendlichen gerne vermitteln würde. ;-)

    Nein, schlecht ist das Buch auf keinen Fall. :-)

    Viele Grüße
    Asaviel

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