Samstag, 2. Juli 2011

[Rezension] Bernd Perplies - Tarean 1 - Sohn des Fluchbringers ***** (Hörbuch)

Autor: Bernd Perplies
Titel: Tarean 1 – Sohn des Fluchbringers
Sprecher: Oliver Siebeck
Reihe: Tarean
1. Sohn des Fluchbringers
2. Erbe des Kristalldrachen
3. Ritter des ersten Lichts
Genre: Fantasy
Seiten: 347
Hörbuchlänge: 11 Std. 37 Min.
Verlag: Lyx, Hörbuch exklusiv bei Audbile
Veröffentlichung: 15. August 2008
ISBN des Buches: 978-3802581809
Preis des Buches: 12,95 Euro

Klappentext:  Sechzehn Jahre sind vergangen, seit die freien Reiche vom Heer des Hexenmeisters Calvas überrannt wurden - und bis heute gilt Ritter Anreon von Agialon als Fluchbringer, weil er dem Bösen ungewollt zum Sieg verhalf. Doch sein Sohn Tarean, der in der Nacht der großen Schlacht geboren wurde, wünscht sich nichts sehnlicher, als den Namen des verstorbenen Vaters reinzuwaschen. Mit dem magischen Schwert Esdurial, dem Irrlicht Moosbeere, der Albin Auril und dem Werbären Bromm bricht er auf, um das Land von der Herrschaft des grausamen Usurpators zu befreien...

Inhalt: Tarean will all das wieder gut machen, was die Menschen seinem Vater als Fehlverhalten anlasten. So begibt er sich auf eine lange Reise, lediglich mit einem Schwert bewaffnet und mit einem Ziel vor Augen: Er will Calvas töten. Mit jeder Wegmeile wird sein Vorhaben schwieriger und gefährlicher, doch er lernt auch neue Freunde kennen, die ihm von nun an treu zur Seite stehen…

Meine Meinung:
Die Geschichte greift viele Einzelstücke aus anderen Fantasybüchern auf, die bis dato begeisterten: eine Quest, die einen jungen Recken in tiefstes Feindesland führt, Schwertkampf und Magie, magische Geschöpfe, die in unserer Welt nicht vorstellbar sind und treue Gefährten, die gemeinsam eine gefahrvolle Reise durchstehen.
Bernd Perplies gelingt es meiner Meinung nach aus diesen Versatzstücken ein eigenes Werk zu kreieren mit seinen eigenen wunderbaren Charakteren, die man einfach lieben muss. Dies gilt insbesondere für das kleine Irrlicht Moosbeere und den Werbären Bromm.
Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch die überaus gelungene Interpretation der Charaktere durch den Sprecher Oliver Siebeck. Jeder Gestalt in dieser Geschichte gibt er eine eigene Stimme, sodass sie allein daran gut zu erkennen sind.
Mir gefiel ebenso Perplies Schreibstil. Natürlich benutzt er nicht die Worte, die wir tagein tagaus auf der Straße hören, sondern er greift auf alte, beinahe vergessene Worte zurück, die der Geschichte etwas außergewöhnliches und erhabenes verleihen, ohne sie dabei unverständlich zu machen. Vielmehr führt er damit die deutsche Sprache zurück zu fast schon vergessene Höhenflüge, die mir mehrmals ein Schmunzeln entlockt haben.
Obwohl Perplies viele Ideen in diesem Roman vereint, wirkt die Handlung damit keineswegs überladen. Dem Leser oder Hörer begegnen Trolle, Irrlichter, Wolflinge, Werbären und doch hat man immer genug Zeit sich an diese Gestalten zu gewöhnen. Doch noch bevor Längen aufkommen können, treibt der Autor die Handlung auch wieder voran. 
Das Ende des ersten Bandes würde nicht unbedingt nach einem Nachfolger verlangen, denn die Geschichte könnte als in sich abgeschlossen gelten, trotzdem gibt es ein Band zwei, der die noch offenen Fragen aufgreift und auf den ich mich sehr freue.

Fazit: Man merkt sicherlich, dass ich sehr begeistert bin. Am liebsten würde ich nun mehr als fünf Sterne verteilen. Dies ist der Auftakt zu einer außergewöhnlichen Geschichte mit liebenswerten Charakteren, einer spannenden Handlung und wird von Bernd Perplies mit jeder Menge Herz erzählt. Zusätzlich liest Oliver Siebeck so fantastisch, dass ich ihm stundenlang zuhören kann.
Ich vergebe verdiente 5 von 5 Punkte. 


Über den Autor: Bern Perplies wurde 1977 in Wiesbaden geboren.  Er studierte Filmwissenschaft, Buchwissenschaft, Germanistik und Psychologie in Mainz. Im Anschluss gelangte er durch ein Praktikum beim Heel-Verlag in die Welt des Schreibens. So veröffentlichte er erst Zeitschriftenartikel, übersetzte dann, um zum Schluss seiner Leidenschaft dem Schreiben eines großen ersten Romans „Tarean: Sohn des Fluchbringers “ zu folgen.
2008 ist dieser im Egmont/Lyx Verlag erschienen. Noch dieses Jahr erscheint der Abschluss einer zweiten Trilogie. Die Geschichte um die „Magierdämmerung“ ist im viktorianischen Zeitalter und im Bereich des Steampunk angesiedelt. Hier geht es zur Website des Autors. 



Über den Sprecher: Oliver Siebeck ist deutscher Synchronsprecher und hat schon vielen Charateren seine Stimme geliehen. Diese sind alle hier einzusehen.

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