Mittwoch, 31. August 2011

[Rezension] Lori Handeland: Die Phoenix-Chroniken 1 - Asche ***

Autorin: Lori Handeland
Titel: Die Phoenix-Chroniken 1 - Asche
Originaltitel: Phoenix Chronicles - Any given Doomsday
Reihe: Die Phoenix-Chroniken
1. Asche
2. Glut
3. Blut
4. Fluch
Genre: Fantasy
Seiten: 332
Verlag: Lyx-Egmont
Veröffentlichung: 15. August 2009
ISBN: 978-3802582349
Preis: 12,95 Euro

Ausstattung: Lediglich zwei Augen – weibliche, wenn mich nicht alles täuscht – sind auf dem Cover zu sehen. Die rötliche Iris schlägt den Betrachter in seinen Bann. Der Blick wirkt beinahe stechend. Das restliche Gessicht ist nicht zu erkennen, stattdessen sehen wir Titel und den Autorennamen. Phoenix ist zwar im ersten Band „nur“ der Nachname der Protagonistin, lässt den Leser aber sofort an das magische Tier denken, dass immer wieder aus der eigenen Asche aufersteht. Passenderweise ist auch Asche der Titel. Asche spielt noch eine zweite wichtige Rolle in diesem Buch, ist also auch hervorragend ausgewählt.
Zu Kapitelbeginn findet sich neben der Nummer auch immer ein kleiner stilisierter Phoenix. Solche kleinen Verzierungen gefallen mir immer sehr gut.

Kurzbeschreibung: Die letzten Tage der Menschheit sind angebrochen und nur eine Frau kann die Mächte der Finsternis besiegen. Faszinierend, erotisch und packend erzählt! Einst nutzte Elizabeth Phoenix ihre übersinnlichen Kräfte, um der Polizei von Milwaukee zu helfen. Doch eines Tages wird ihre Pflegemutter Ruthie auf bestialische Weise ermordet und Liz selbst bewusstlos am Tatort aufgefunden. Danach plagen sie merkwürdige Träume von rätselhaften Ungeheuern und finsteren Dämonen. Doch was bedeuten diese grauenhaften Bilder? Und was haben sie mit ihrem ehemaligen Geliebten, dem Fotografen Jimmy Sanducchi, zu tun, der überraschend wieder aufgetaucht ist? Ohne es zu ahnen, gerät Liz zwischen die Fronten eines Krieges übernatürlicher Mächte, in dem das Überleben der ganzen Menschheit auf dem Spiel steht.

Meine Meinung:
Die aus der Ich-Persepktive erzählte Geschichte beginnt nach einer kurzen Einführung, die den Leser etwas mit der Protagonistin vertraut macht, gleich mit dem ersten Todesfall, der dann alle weiteren Geschehnisse ins Rollen bringt. Dieser Todesfall verändert Elizabeth. Sie war schon immer eine Hellseherin, doch jetzt hat sie noch ganz andere Kräfte. Die wird sie auch brauchen.
Von Beginn an ist klar: Elizabetz hat eine große Klappe und die Autorin scheut nicht davor zurück, der Geschichte damit einen ganz eigenen Ton zu geben. Weite Passagen sind umgangssprachlich geschrieben. Der Leser wird eins zu eins mit den Gedanken der Protagonistin konfrontiert, die sich nicht an Regeln halten, was die normale Schriftsprache angeht.
Es gibt nur drei, vielleicht vier, wirklich wichtige Personen in dieser Geschichte. Besonders die beiden männlichen Charaktere bleiben aber düster und auch undurchschaubar. Sie sind geheimnisvoll, was einerseits einen gewissen Reiz ausmacht, andererseits erschwert das auf Dauer das Abtauchen in die Geschichte, denn man hat das Gefühl die Männer wurden nicht sauber ausgearbeitet.
Etwas schwierig war es auch, weil Elizabeth mich immer mal wieder genervt hat mit ihrem Verhalten. Ich stand eher auf der Seite ihres Ex-Geliebten Jimmy, was kontraproduktiv ist, da die Geschichte wie gesagt aus ihrer Sicht geschrieben hat und sie einen gewissen Hass auf ihn verspürt.
Das hindert sie nicht daran, sich körperlich von ihm angezogen zu fühlen. Mit Jimmy aber auch mit dem zweiten männlichen Charakter kommt es zu diversen Erotik-Szenen. Die Fantasyidee, die dahinter steckt und etwas mit den Gaben der Männer zu tun hat, ist zwar wirklich originell und konnte mich auch überzeugen, doch diese Szenen werden unnötig in die Länge gezogen. Oft spielen nur die Körperlichkeiten eine Rolle, Gefühle bleiben außen vor. Dabei kommen Szenen, in denen wirklich etwas passiert, etwas zu kurz.
Fazit: Eine Geschichte um den möglichen Untergang der Welt, die an einigen Stellen zu erotisch aufgeladen ist, um tatsächlich zu überzeugen. Etwas mehr echte Gefühle und etwas mehr Action anstelle der langen Erotikszenen hätten diesem Buch gut getan. Trotzdem bringt es Lesespass mit sich und
verdient sich so 3 von 5 Sterne. 


Über die Autorin:  Lori Handeland wurde 1961 geboren. Sie arbeitete vor dem Beginn ihrer Schriftstellerkarriere als Buchhalterin und Managerin. Sie hat ihren größten Erfolg mit ihrer Werwolf-Serie, schreibt aber auch weitere historische und zeitgenössische Liebesromane.
Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Wisconsin

Kommentare:

  1. das wollte ich auch mal lesen, aber ich hatte mir schon gedacht, das es mir nicht so gefallen würde...aber schöne rezi! :-)

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  2. Die Folgebände sind wesentlich besser ;) Mich hatte der erste Band auch nicht ganz so umgehauen, aber weiterlesen lohnt sich wirklich!
    LG

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