Freitag, 21. Oktober 2011

[Rezension] Juliet Marillier: Sevenwaters 2 - Der Sohn der Schatten *****

Autor: Juliet Marillier
Titel: Sevenwaters 2 – Der Sohn der Schatten
Originaltitel: Son of Shadows
Reihe: Sevenwaters
2. Der Sohn der Schatten
3. Das Kind der Stürme
4. Die Erben von Sevenwaters
5. Seer of Sevenwaters (englisch)
6. Return to Sevenwaters (englischer Arbeitstitel)
Genre: Fantasy-Sage
Seiten: 704
Hörbuchlänge: 24 Std 37 Min
Verlag: Knaur TB
Veröffentlichung: 2. Mai 2011
ISBN: 978-3426509074
Preis: 10,99 Euro


Dies ist der zweite Band einer Reihe und kann Spoiler für den ersten Band enthalten!

Klappentext: Mit ihrer abenteuerlichen Reise durch das Irland des 9. Jahrhunderts hat die willensstarke Sorcha eine große Leserschaft begeistert. Nun geht die Saga um Liebe, Macht und Magie weiter! Sorchas Tochter Liadan ist inzwischen erwachsen, und wie ihre Mutter muss sie in einer Zeit, in der Frauen eigentlich ein Leben lang friedlich in ihrem Dorf bleiben, kühne Abenteuer bestehen: Sie wird von einer Söldnergruppe verschleppt, muss sich gegen Machtspiele und Intrigen behaupten, und im Hintergrund spinnt die Hexe Oonagh weiterhin ihre Fäden ...

Meine Meinung:
Mit diesem zweiten Band der Sevenwaters-Reihe befinden wir uns nun schon einige Jahre später. Die nächste Generation, also Sorchas Kinder sind nun beinahe erwachsen. Die jüngste Tochter Liadan ist die Protagonistin dieser Geschichte. Aus ihrer Sicht sehen wir den Verlauf der Welt.
Obwohl sie einige Charaktereigenschaften ihrer Mutter mit auf den Weg bekommen hat, wird schnell klar, dass sie eine eigene Persönlichkeit ist. Sehr fein hat Juliet Marillier hier nicht nur die Abgrenzung zwischen Mutter und Tochter, sondern auch die Unterschiede zu ihren Geschwistern oder ihren Onkeln herausgearbeitet.
Früh wird Liadan verschleppt und muss sich plötzlich selbst durchschlagen. Hier hat mich einige Zeit lang irritiert wie selbstverständlich sie diesen Umstand hinnimmt. Sie geht dann dort ihrer neuen Aufgabe nach und obwohl sie ab und an an ihre Familie denkt, hat man oft das Gefühl, dass es ihr nicht im Mindesten schwer fällt, das erste Mal länger von ihr getrennt zu sein.
Um Liadans Leben herum entwickelt die Autorin eine Geschichte, die ganz große Kreise zieht, die Geschehnisse aus Band 1 wieder aufgreift  und weiterführt, Fäden ausarbeitet, die bei mir schon beinahe in Vergessenheit geraten waren. Am Ende entwickelt sich daraus ein stimmiges Muster, das einem beim Lesen oder Hören ein bezaubertes Lächeln auf das Gesicht zaubert.
Auch in dieser Geschichte geht es, ähnlich wie in Band 1, um die Liebe. Die Liebe, die in Liadan entbrennt, zu einem Mann den sie nicht lieben darf, der von allen und besonders von ihr nicht geliebt werden will. Auch auf den Leser übt dieser Mann von Beginn an eine große Faszination aus und ich tappte lange Zeit im Dunkeln, was seine Geheimnisse und seine Verknüpfung mit der Familie von Sevenwaters betrifft.
Manchmal ist es, wie auch schon in Band 1, sehr erstaunlich wie stark die Protagonistin ist. Immer wieder dachte ich mir: Das kann doch kein Mensch tatsächlich aushalten. Ein Schicksalsschlag nach dem anderen, schlechte Informationen prasseln förmlich auf sie ein. So wirkt diese Stärke an manchen Stellen etwas unrealistisch.
Unrealistisch ist die Geschichte natürlich auch aufgrund der Fantasyelemente, die Juliet Marillier geschickt mit der Handlung verknüpft. Nicht nur das Feenvolk tritt auch in diesem Buch wieder in Erscheinung, auch ein noch älteres Volk, das Liadans Schritte zu lenken versucht. Außerdem vereint sie zwei Gaben, die uns schon aus dem ersten Band bekannt sind. Mehr soll hier nicht verraten werden. 


Fazit: Dieses Buch weiß zu begeistern. Mit Spannung verfolgt man eine Liebesgeschichte, der anderen Art. Auch hier ist der Mann geheimnisvoll, aber es ist nicht der typische Lovertyp oder gar ein Vampir. Außerdem wird es der Liebe kaum gewährt, sich zu entfalten, sie ist vielen Gefahren ausgesetzt. So entstehen keine Längen, sondern man taucht tief ab in den Wald von Sevenwaters und fühlt mit Liadan mit, Kummer, Leid, Freude und Glück.
Ich vergebe 5 von 5 Punkte.

Über die Autorin: Juliet Marillier wurde 1948 in Neuseeland geboren. Ihre Familie stammt ursprünglich aus Schottland und aus Irland.
Sie unterrichtete Musik an der High-School. in Neuseeland und Australien. Inzwischen lebt sie im Westen Australiens. Sie hat vier Kinder und ebenso viele Enkelkinder.
„Die Tochter der Wälder“ ist ihr erster Roman und wurde 1999 in Australien veröffentlicht.

Über die Sprecherin: Tanja Geke wurde 1981 in Berlin geboren. Sie arbeitet in den Bereichen Schauspiel für Film und TV, Theater, Synchron (Kino und TV), Sängerin und Sprecherin (TV und Hörbuch).

Kommentare:

  1. Yipieee! Eine tolle Rezi, zu einem Buch, das ich vergöttere. Mein absoluter Favorit der Sevenwaters-Saga. Ich habe es bisher zweimal gelesen und kann dir in Bezug auf Liadan und Bran nur zustimmen. Schön finde ich, dass die beiden in den Folgebänden gelegentlich erwähnt werden, wenn auch nur kurz... da weiß man, dass ihre Liebe auch Bestand haben wird. Ich bin mal gespannt, was du zu "Das Kind der Stürme" zu sagen hast. :)

    LG Reni

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  2. @Reni

    Es ist auch wirklich wunderschön. Teilweise hatte ich wirklich Tränen in den Augen. *seufz* Hach...
    Mit "Das Kind der Stürme" geht es wohl nächsten Monat als Hörbuch weiter. :-)

    Grüße

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  3. Gleich noch ein Kommentar von mir:

    WAS? Ich hab bei Knaur angefragt wie es denn mit Band 5 und 6 aussieht und die haben mir gerade geantwortet:
    Es werden keine weiteren Bücher von Juliet Marillier veröffentlicht. Ich bin entsetzt. Das können die doch nicht machen. o.O

    Gibts nen Ersatzverlag, weiß jemand was?

    Grüße

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  4. Und ich hab letzte Woche ALLE auf meine WuLi gepackt. Weil Reni auch immer so gelobt hat ;-)

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  5. Wie jetzt? Das ist mir auch neu. Bisher habe ich stets gehört, dass es Fortsetzungen geben wird. Wie das mit einem Ersatzverlag ausschaut, weiß ich nicht. Das wäre dann wohl mal eine günstige Gelegenheit mein Englisch aufzupolieren (wie lange vorgenommen). Den 5. Band "Seer of Sevenwaters" gibt es nämlich bereits im Original. Der 6. Band soll wohl noch etwas dauern. Hoffentlich ergibt sich da noch was. Sonst ... :-(

    LG Reni

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  6. Hey Reni,
    ich hab das Gefühl, dass das Englisch von Frau Marillier eher nicht so einfach ist. Kann mich natürlich täuschen, denn ich habe es mir noch nicht angeschaut, aber...
    Hm, ich bin auch enttäuscht, obwohl ich noch gar nicht bei Band vier bin...

    Ich werd mal schauen, dass ich mal die Autorin anschreibe. Mal sehen, ob ich jemanden mit guten Englisch-Kenntnissen finde, der mir da behilflich ist. ;-)

    Grüße
    Asaviel

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  7. Oh nein, hattest das ja auch auf meinem Blog geschrieben...ich will dass die weitere Bücher auf Deutsch übersetzen!! Vielleicht findet sich ja wirklich noch ein anderer Verlag, der sich bereit erklärt die Bücher zu veröffentlichen...

    Bran ist der zweit tollste Mann der Sevenwaters Reihe. Der tollste ist ja Finbar ;)

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  8. @Nanni

    Du und Reni, ihr seid diejenigen, von denen ich wusste, dass ihr auch so begeistert seid. Daher dachte ich mir, dass ich euch mal informieren sollte.
    Wie gesagt: Mal schauen, ob ich in dne nächsten Wochen mal dazu komme die Autorin anzuschreiben. Vielleicht weiß die was. :-)

    Mit Bran und Finbar hast du natürlich vollkommen Recht. :-)

    Viele Grüße
    Asaviel

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