Mittwoch, 9. November 2011

[Rezension] Sabine Ebert - Das Geheimnis der Hebamme ***

Autor: Sabine Ebert
Titel: Das Geheimnis der Hebamme
Reihe: Hebammen-Saga
1. Das Geheimnis der Hebamme
2. Die Spur der Hebamme
3. Die Entscheidung der Hebamme
4. Der Fluch der Hebamme
5. Der Traum der Hebamme
Genre: historischer Roman
Seiten: 672
Verlag: Knaur
Veröffentlichung: November 2006
ISBN: 978-3426634127
Preis: 10,99 Euro

Klappentext: Deutschland zur Zeit von Kaiser Barbarossa: Weil sein Sohn tot geboren wurde, will Burgherr Wulfhart der jungen Hebamme Marthe Hände und Füße abschlagen lassen. Nur mit knapper Not gelingt ihr die Flucht aus dem Dorf. Um zu überleben, schließt sich das Mädchen einer Gruppe Siedler an, die ostwärts ziehen, um sich in dem noch unerschlossenen Gebiet ein neues, freies Leben aufzubauen. Angeführt werden sie von dem edlen Ritter Christian, der sofort von Marthe fasziniert ist. Doch ihre Schönheit und ihre besondere heilende Gabe haben auch die Aufmerksamkeit von Randolf erregt, Christians erbittertstem Feind…

Meine Meinung:
„Das Geheimnis der Hebamme“ ist einer dieser historischen Romane, die einem hauptsächlich von begeisterten und schwärmenden Frauen ans Herz gelegt werden. Generell weiß ich, dass jeder historische Roman es schwer hat, gegen Rebecca Gablé anzukommen. Jeder historische Roman muss sich in meinem Kopf damit messen und bisher ist es kaum einem gelungen Stand zu halten.
Marthe, unsere Protagonistin flieht also aus ihrem Dorf und schließt sich den Siedlern an. Dort verliebt sich nicht nur Ritter Christian Hals über Kopf in sie. Nein auch dessen Knappe und jeder andere Mann, der mit ihnen zieht. Okay, die meisten davon wollen sie nur im Bett haben, aber es gibt kaum zwei Männer im ganzen Roman, die sie nicht entweder aufrichtig lieben oder zumindest ein, zwei oder auch drei Nächte mit ihr verbringen wollen. Das ist anstrengend, denn unser Mädchen Marthe ist gerade mal 14 und hat kaum Mittel sich gegen all diese Männer zu wehren. Ihr Retter ist dann natürlich Christian. Ihr Ritter auf dem weißen… ehm grauen Ross.
Die Sprache ist dabei sehr einfach und eingängig, was ein sehr schnelles Lesen garantiert. Man stolpert über keine langen oder verschlungenen Sätze, die man entwirren muss, aber eben auch über keine Abschnitte, die dem Leser zeigen könnten, wie schön die deutsche Sprache sein kann. Deswegen eignet sich das Buch gerade für zwischendurch ganz gut, um abzuschalten, wenn der Kopf den ganzen Tag mit komplizierteren Dingen beschäftigt war.
Dies wird noch von der Handlung unterstützt, die im Prinzip von Beginn an vorhersehbar ist. Es gibt einen Punkt, den man einfach im Voraus nicht wissen kann, der das Leben der Siedler im neuen Dorf grundlegend verändert, aber die zugrunde liegende Geschichte ist völlig klar, was natürlich einen Großteil der möglichen Spannung gar nicht erst aufkommen lässt.
Wissen sollte man noch, dass es in diesem Roman auch ein fantastisches Element gibt. Marthe hat nämlich sowohl heilende Hände, als auch eine Gabe der Vorhersehung, was nur mit magischen Kräften zu erklären ist.
Trotz alledem gelang es Sabine Ebert, dass ich mit den Charakteren mitgefühlt habe und der Geschichte nicht ungerne gefolgt bin. Es ist zwar nicht die Art von Büchern, die ich gerne jeden Tag und ausschließlich lese, aber immerhin ein gutes und solides Buch für zwischendurch und ich werde auch den Folgebänden eine Chance geben. 

Fazit: Das Buch weckt keine Begeisterungsstürme bei mir, aber es ruft auch kein Entsetzen oder Ablehnung hervor. Wer eine nette Liebesgeschichte in historischem Umfeld, genauer in Deutschland zu Zeiten von Barbarossa sucht, wird hier fündig und liest einen Roman, den man schnell innerhalb von zwei Tagen beenden kann.
Ich vergebe 3 von 5 Sterne


Über die Autorin: Sabine Ebert wurde 1958 in Sachsen-Anhalt geboren, wuchs aber in Berlin auf. Sie absolvierte ein journalistisches Volontariat und studierte Lateinamerika und Sprachwissenschaften. Sie hat Freiberg in Sachsen zu ihrer Wahlheimat erklärt und gründete dort die erste unabhängige Zeitung der Stadt.
Ihr Debütroman „Das Geheimnis der Hebamme“ erschien 2006 und war ein Überraschungserfolg. Alle vier Fortsetzungen liegen heute bereits vor. Weitere historische Romane sind in Planung.

1 Kommentar:

  1. Huhuuu,

    schöne Rezi! Ich fand die Hebamme zwar damals richtig klasse, habe bei historischen Romanen aber auch nicht viele Vergleiche. Gut unterhalten hat es mich und stimmt, das Buch wurde innerhalb von 2 Tagen fix ausgelesen. :)

    LG Reni

    P. S. klasse übrigens, dass es mit Leipzig bei dir nun auch klappt. Freuen uns schon!

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