Samstag, 30. April 2011

Monatsrückblick April 2011

Obwohl am 11.4. das neue Semester begonnen hat, bin ich mit dem Lesemonat trotzdem äußerst zufrieden.
Insgesamt 17 Bücher und über 6500 Seiten ist auf jeden Fall ein super Wert und viel mehr ist wohl kaum möglich, denk ich.
Hier noch ein kurzer Überblick:


Gelesene Bücher: 17
Gelesene Seiten: 6588
Das sind 220 Seiten/Tag

1. Kai Meyer - Die Wellenläufer
2. Adolf Muschg - Das gefangene Lächeln
3. Nina Blazon - Ascheherz
4. Sven Regener - Herr Lehmann
5. Elfriede Jelinek - Die Klavierspielerin
6. Uwe Timm - Am Beispiel meines Bruders
7. Brent Weeks - Der Weg in die Schatten
8. Bernhard Schlink - Das Wochenende
9. Carlos Ruiz Zafón - Marina
10. Kai Meyer - Herrin der Lüge
11. Bernd Perplies - Magierdämmerung-Für die Krone
12. Heinrich Böll - Ansichten eines Clowns
13. Terry Pratchett - Das Erbe des Zauberers
14. Kai Meyer - Die Muschelmagier
15. Kai Meyer - Die Wasserweber
16. Christine Johnson - Jägerin des Mondlichts
17. Janet Clark - Ich sehe dich

Und wieviel habt ihr im vergangenen Monat gelesen? Seid ihr zufrieden damit oder hättet ihr euch mehr Zeit zum Lesen gewünscht? 
Auf jeden Fall wünsche ich euch allen einen schönen sonnigen Mai!

Neuzugänge #12

Heute war Büchermarkt beim Buchhandel meines Vertrauens. Das heißt viele Hardcover stark reduziert, weil Restposten oder Mängelexemplar und jedes Taschenbuch (aus gleichen Gründen) für 3,50 Euro.
Ihr ahnt sicher schon, was das heißt, oder?
Ich hatte fünf Bücher in der Hand und habe mich dann auf zwei beschränkt. Finde ich eigentlich einen guten Kompromiss oder nicht?

Yasmine Galenorn - Schwestern des Mondes 1: Die Hexe
Klappentext: Weil ihre Mutter nur ein Mensch war, haben es die Schwestern Camille, Delilah und Menolly in der Anderwelt nie leicht gehabt. Daran ändert sich wenig, als die drei von ihrem Arbeitgeber, dem Anderwelt Nachrichten Dienst, auf die Erde strafversetzt werden. Doch dann findet der Dämonenfürst Schattenschwinge einen Weg, um die Grenzen seines unterirdischen Reichs zu überwinden – und auf einmal liegt das Schicksal der Menschheit und der Feenvölker in den Händen der Schwestern … 







 
Ich finde das klingt eigentlich ganz nett für zwischendurch mal. Die Meinungen auf Amazon sind sehr gespalten, aber ich werd mir mal mein eigenes Bild machen.

Rachel Ward - Numbers: Den Tod im Blick
Klappentext: Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird.












Das klingt für mich super interessant. Ich bin mal gespannt, wie es sich dann in der Geschichte macht.
Beide Bücher sind wohl eher Jugendbücher, aber das macht ja nichts. ;-)

So, außerdem hat sich mein Freund heute noch Band 3 der Nightangel-Trilogie gekauft und das packe ich (wie schon Band 2) auch schon einmal frech auf meinen SUB:

Brent Weeks - Jenseits der Schatten
Klappentext: Kylar Stern war der wahrscheinlich beste Assassine der Welt – bis er dem Töten für immer abschwor. Doch nun werden seine besonderen Talente wieder benötigt. Denn Kylars Heimat steht unter Belagerung, und die Hoffnung seiner Freunde ruht auf ihm genauso schwer wie das Vertrauen seines Königs. Ihm allein kann es jetzt noch gelingen, das Reich zu retten. Doch Kylars Plan ist selbstmörderisch und nahezu unmöglich durchzuführen – die Ermordung eines Gottes!

[Rezension] Christine Johnson - Jägerin des Mondlichts *(*)


Autorin: Christine Johnson
Titel: Jägerin des Mondlichts
Originaltitel: Claire de Lune
Reihe: ja; Band 2 „Nocturne“ erscheint am 23.8.11 in Amerika
Seiten: 313
Verlag: Ullstein
Veröffentlichung: April 2011
ISBN: 978-3-548-28317-3  
Preis: 8,99 Euro

Titel und Cover: Das Cover wird geziert durch einen großen Vollmond im Hintergrund, was den Betrachter gemeinsam mit dem Titel sofort an Werwölfe denken lässt. Soweit ist dies also sehr passend. Die blutroten Blumen im Vordergrund sind aber leider nicht durch den Inhalt des Buches zu erklären.  Die weiteren Blumenornamente wirken verspielt und deuten darauf hin, dass wir es mit einem Jugendroman zu tun haben. 

Klappentext: Seit Wochen hat sich Claire auf ihre Geburtstagsparty gefreut. Endlich würde auch sie einmal im Mittelpunkt stehen. Doch dann kommt alles ganz anders: Claire erfährt, dass sie einer sagenumwobenen Dynastie von Werwölfinnen angehört, die seit Jahrhunderten in den dunklen Wälder Nordamerikas leben. Als ob das nicht schon verwirrend genug wäre, hat sich Claire auch noch verliebt und das ausgerechnet in Matthew, den Sohn eines berühmten Werwolfjägers. Kann sie ihm trotzdem vertrauen?

Inhalt: Claire ist ein ganz normales Mädchen, das gerade 16 geworden ist. Sie ist zwar nicht sonderlich beliebt, hat aber eine beste Freundin und schwärmt für einen Jungen, der an ihrem Geburtstag auch tatsächlich Interesse an ihr zeigt. Wenig später eröffnet Claires Mutter ihr jedoch, dass sie ein Erbe in sich trägt. Ihre Familie besteht aus Werwölfen. Während Claire sich den Veränderungen anpassen muss, gibt es in ihrer Stadt jedoch immer mehr Tote durch Werwolfangriffe. Und mit Matthew, der Sohn des Werwolfjägers, beginnt sie eine Beziehung. Kann dies gut gehen?

Meine Meinung: Ich war von Anfang an etwas skeptisch, so wie ich allen Werwolf und Vampirbüchern derzeit gegenüber stehe. Und leider wurde mein ungutes Gefühl dann im Verlauf auch bestätigt.
Die Geschichte ist vorhersehbar. Die Autorin versucht zwar eine falsche Fährte zu legen, aber dies wird so offensichtlich gemacht, dass ich nur ungefähr zwanzig Seiten lang darauf hinein gefallen bin. Danach hat sich dann alles so entwickelt, wie ich es erwartet habe und das hat natürlich jegliche Spannung verhindert.
Schade war auch, dass die Charaktere sehr stereotypisch waren. Claires Mutter ist zu Beginn sehr unsympathisch und versucht damit lediglich zu überdecken, dass sie eigentlich die sorgenvolle Mutter ist. Matthew ist der perfekte Liebhaber. Er stellt Claire nie in Frage, wenn sie plötzlich merkwürdig ist. Er ist super verständnisvoll und auch, dass sie ein Werwolf ist, nimmt er viel zu gelassen hin. Die Liebesgeschichte wirkt sehr unauthentisch.
Das Einzige, was mir wirklich ganz gut gefallen hat, war die Sprache, in der der Roman geschrieben ist. Die Geschichte um Claire liest sich flüssig, in einem jugendlichen Stil. Gleichzeitig gibt es noch einen in kursiv gehaltenen Handlungsstrang, der dem Geschehen des Prologs folgt. Dieser ist sehr geheimnisvoll und ansprechend.
Für Jugendliche, die sich gerade mitten im Werwolffieber befinden, ist das sicherlich eine ganz nette Lektüre für zwischendurch, aber mehr auch nicht. 

Fazit: Leider konnte Christine Johnson mich nicht von ihrer Werwolf-Geschichte überzeugen. Die Charaktere konnten mich genauso wenig begeistern, wie die Geschichte mich fesseln. Es wird Folgebände geben, jedoch werde ich diese nicht lesen.
Ich vergebe 1 1/2  von 5 Sternen, denn es wird sicherlich den ein oder anderen geben, der sich in dieses Buch verlieben kann.

Jägerin des Mondlichts - bei Amazon

Über die Autorin: Nach mehreren Jahren in Chicago und vielen unterschiedlichen Jobs lebt Christine Johnson inzwischen mit Mann und Kindern in Indianapolis und widmet sich ganz dem Schreiben. Jägerin des Mondlichts ist ihr erster Roman. Zur Autorinwebsite.

Freitag, 29. April 2011

Neuzugänge #11

Irgendwie bin ich gestern gar nicht dazu gekommen, euch von meiner Bücherpost zu erzählen. Es hat mich gestern ein Testelese-Exemplar für eine Test-Leserunde erreicht. Also werde ich damit auch gleich heute beginnen. Ich weiß gar nicht wie schnell die anderen der Leserunde so lesen, daher mal sehen, ob ich nicht noch gleichzeitig ein zweites Buch zur Hand nehme.
Ich wünsche hiermit allen ein schönes Wochenende und hier kommen die Infos zum Buch:

Janet Clark - Ich sehe dich

Kurzbeschreibung (nach Amazon):
Bis dass der Tod uns scheidet

Grausame Morde erschüttern München. Die Opfer: Männer, die ihre Frauen terrorisiert und gequält haben. Als Saras Schwester unter Mordverdacht gerät, beginnt ein erbarmungsloser Wettlauf mit der Zeit. Kann Sara die Unschuld ihrer Schwester beweisen, bevor der Täter seinen teuflischen Plan vollendet? Und welche Rolle spielt die Selbsthilfegruppe Frauenwehr und deren geheimnisvolle Leiterin Valeska? Zu spät bemerkt Sara, dass auch sie längst ins Visier des Mörders geraten ist…

Freitags-Füller #8

Schon wieder ist eine Woche rum, daher ist es jetzt wieder Zeit für den



1. Au weia, es  kommt in der nächsten Woche ganz schön viel Arbeit auf mich zu .
2. Ich hab leider nicht so den grünen Daumen für Blumen .
3. Im Grunde genommen ist es egal, dass mir das heute alles nen bisschen viel ist - ich muss da ja so oder so durch.
4.  Nudelsalat mit Tomaten und Mozzarella, dieses Rezept gehört für mich zum Sommer.
5.  Ich war im Kino vor einigen Wochen und der Film war wirklich nicht so gut.
6. Manchmal sind die Regelungen an der Uni ganz schön dumm.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einfach nur noch auf mein Bett - der Tag wird anstrengend, morgen habe ich einkaufen, lernen und lesen geplant und Sonntag möchte ich vielleicht mal etwas länger schlafen!

Falls ihr auch beim Freitags-Füller mitmachen wollt, klickt hier.

Donnerstag, 28. April 2011

[Rezension] Kai Meyer - Die Wasserweber *****

Autor: Kai Meyer           
Titel: Die Wasserweber
Reihe:
Wellenläufer-Trilogie 
3. Die Wasserweber
Seiten: 437
Verlag:    1. Loewe ("erwachsenes Cover"
     2. Heyne (Kinderbuch )
ISBN:     1. 978-3785565445
                2. 978-3453533226
Preis: broschiert 9,95 Euro (beide Ausgaben) 

Achtung! Rezension kann Spoiler zu Die Wellenläufer und Die Muschelmagier enthalten!

Titel und Cover: Auch den dritten Band gibt es in einer Kinder- und einer Erwachsenenversion. Letztere enthält collagenähnlich einige Hinweise auf den Inhalt des Buches. Auf der Kinderversion sehen wir Flugrochen mit Jolly und ihren Freunden. Einerseits passt es sicherlich ganz gut. Andererseits gibt es im Buch selbst keine Szene, in der Jolly tatsächlich alleine einen Flugrochen reitet.
Klappentext: Ein gewaltiger Mahlstrom überzieht die Karibische See. Noch kann die schwimmende Stadt Aelenium ihm trotzen. Doch Heere von Klabautern rücken näher. Der Kreis um Aelenium schließt sich. Nur die Wellenläufer können den Untergang aufhalten: Jolly und Munk tauchen hinab zur Wurzel des Mahlstroms. Während ihre Freunde in Aelenium den Kampf aufnehmen, wandern die beiden Quappen über den Grund der Tiefsee. Durch bizarre Felslabyrinthe und Vulkanschluchten führt sie ihr Weg bis zu den Trümmern einer versunkenen Stadt.

Inhalt: Gleich zu Beginn dieses letzten Bandes brechen Jolly und Munk auf zu ihrer langen Reise, um den Mahlstrom zu verschließen. Dabei treffen sie in einer versunkenen Stadt das Quappenmädchen Aina. Sie hat vor tausenden Jahren versucht sich gegen das Mare Tenebrosum zu stellen. Munk und Jolly sind erst skeptisch, ob ihre Geschichte der Wahrheit entspricht, doch dann lassen sie sich von ihr führen und geraten direkt am Mahlstrom in eine Falle. Nur gemeinsam können sie jetzt noch ihr Ziel erreichen.
Zur gleichen Zeit tobt der Kampf um die Seesternstadt. Jollys Freunde sind zurückgeblieben und versuchen erst die Klabauter und dann die Piraten aufzuhalten. Während Griffin auf den Rochen fliegt, taucht Soledad an der Ankerkette der Stadt, um diese zu verteidigen. Walker und der Hundemann kämpfen an den Barrikaden. Doch ihre Feinde scheinen endlos und nach und nach brechen die ersten Verteidigungsanlagen.
Keiner weiß wo jetzt noch Hilfe herkommen kann. Sind die Quappen vielleicht längst tot? Hat der Geisterhändler die Macht die Feinde zurückzuschlagen? 

Meine Meinung:
„Falls sie ihn besiegten, dann nur, weil sie nicht vergaßen, was sie waren. Wer sie waren.“ 
Wasserweber Seite 36

Jolly kann sich immer noch kaum mit ihrem Schicksal und ihrer Aufgabe abfinden, als die beiden Quappen aufbrechen und zwischen ihr und Munk steht noch immer ein unausgesprochener, gärender Streit, der den beiden beinahe zum Verhängnis wird.
Im zweiten Band teilen sich die Handlungsstränge noch weiter auf und der Leser verfolgt abwechselnd die Reise auf dem Meeresgrund und die Geschehnisse bei der Seesternstadt. Obwohl der Kampf um die Stadt beinahe die gesamte Länge des Buches umfasst, wirkt dieser weder langweilig noch übertrieben. Kai Meyer gelingt es immer wieder neue Spannungselemente einzubauen.
Zugleich gibt es nun Wendungen in der Geschichte, mit denen der Leser nicht rechnen kann, die sich aber trotzdem problemlos in das Bild fügen, sodass keine Brüche in der Logik entstehen.
Durch diese Wendungen entstehen neue, fantastische Elemente in der Geschichte, die das Herz jedes Fantasyfans höher schlagen lassen. Besonders die Entwicklungen um den Geisterhändler, Urvater und den Holzwurm sind atemberaubend und doch so gut vom Autor vorbereitet, dass die Geschichte am Ende stimmig ist.
Der Abschluss dieser Trilogie beendet die Geschichte mit einem würdigen Ende, das alle wichtigen Frage beantwortet und gleichzeitig Raum lässt, um sich Jollys weiteren Weg zu erträumen. Es bleibt eine gewisse Trauer, dass man sie und ihre Freunde nun in der Welt dieser Geschichte zurücklassen muss und nicht gemeinsam mit ihnen über das Wasser laufen kann.

Fazit: Kai Meyer ist mit der Wellenläufer-Trilogie ein fantastisches Werk gelungen, das nicht nur junge Erwachsene ab 12 in seinen Bann zieht. Äußerst stimmig führt der Autor im letzten Band alle Hinweise und Handlungsfäden zusammen und kreiert dabei ein spannungsgeladenes Ende der Geschichte.
Ich vergebe 5 von 5 Punkten

Über den Autor:
Kai Meyer wurde 1969 geboren. Er studierte Film und Theater und war zeitweise Redakteur bei einer Tageszeitung für Kultur und Vermischtes. Seit 1995 konzentriert er sich aber nur noch aufs Schreiben. Er hat inzwischen über 50 Bücher veröffentlicht.  Diese wurden in bis zu 28 Sprachen übersetzt.
Seine neusten und auch sehr erfolgreichen Werke sind Arkadien erwacht und Arkadien brennt .
Hier geht es zur Homepage von Kai Meyer

Mittwoch, 27. April 2011

[Tag] Freundschaftsbuch

Viele von uns hatten früher Freundschaftsbücher und/oder Poesiealben. In diesen Freundschaftsbüchern musste man ja immer ganz viele Details zu sich niederschreiben. Und genau diese Frage nach den Details geht grad in der Bloggerwelt um
Wieder war es Nica, die mich getaggt hat.


Geburtstag: 19.09.1988

Sternzeichen: Jungfrau

Haarfarbe: regulär dunkles Blond. In Wahrheit aber häufig wechselnd: Derzeit sehr dunkles violett mit kupferfarbenen Strähnen.

Augenfarbe: blau

Besondere Kennzeichen: 2 Milchkaffeeflecken ;-) und ich trag ne ziemlich auffällige Brille mit hellgrünen Bügeln

Lieblingsfarbe: Wenn es Kleidung betrifft ist meine Lieblingsfarbe schon seit Jahren khaki. Ansonsten gibt es so viele schöne Farben: dunkles rot, helles blau, intesives gelb... das lässt sich ewig fortführen ;-)

Lieblingstier: Hunde, ganz klar. Ich hab ja auch selbst einen. Aber ich mag auch Katzen, Pferde, früher wollte ich immer Frettchen haben, vielleicht erfüll ich mir den Wunsch auch irgendwann noch ;-)

 
Lieblingsgericht: Curry (von meinem Freund gekocht), italienische Pasta

 
Lieblingssong: Ich hab tatsächlich ein einzelnes Lieblingslied: "Die toten Hosen - Der letzte Kuss"


Hobbys: Lesen und Schreiben, mein Hund, Computerspiele,

Das kann ich besonders gut: Nachdenken, ich denke viel zu viel nach ;-)

Was ich nicht mag: Unehrlichkeit, Putzen, Unpünktlichkeit

Bestes Erlebnis: Da musste ich schon ne Weile grübeln, aber das beste Erlebnis der letzten Jahre ist wohl das Konzert von den toten Hosen in Ludwigsburg, auf dem ich zusammen mit meinem Freund war. Es war so ein klasse Abend :-)



So, nun gebe ich die Fragen weiter an: 

und Euphie

Dienstag, 26. April 2011

Neuzugänge #10

Nach einer ziemlich langen Wartezeit, weil bei der Vesendung der Bücher wohl der Wurm drin war, konnte ich heute "Jägerin des Mondlichts" von Christine Johnson in meinem Briefkasten begrüßen.
Es kommt von vorablesen.de und ich werde es als nächstes in Angriff nehmen, wenn ich mit "Wasserweber" durch bin. :-)
Hier noch mehr Infos zum Buch:

Klappentext: Seit Wochen hat sich Claire auf ihre Geburtstagsparty gefreut. Endlich würde auch sie einmal im Mittelpunkt stehen. Doch dann kommt alles ganz anders: Claire erfährt, dass sie einer sagenumwobenen Dynastie von Werwölfinnen angehört, die seit Jahrhunderten in den dunklen Wälder Nordamerikas leben. Als ob das nicht schon verwirrend genug wäre, hat sich Claire auch noch verliebt und das ausgerechnet in Matthew, den Sohn eines berühmten Werwolfjägers. Kann sie ihm trotzdem vertrauen?

[Rezension] Kai Meyer - Die Muschelmagier ****(*)

Autor: Kai Meyer
Titel: Die Muschelmagier
Reihe:
Wellenläufer-Trilogie
2. Die Muschelmagier 
3. Die Wasserweber
Seiten: 359
Verlag: 1. Loewe (die Ausgabe mit dem eher "erwachsenen" Cover
ISBN:  1. 978-3785565438
2. 978-3453533219
Preis: broschiert 9,95 Euro (beide Ausgaben)

Achtung! Rezension enthält Spoiler zu Band 1: Die Wellenläufer

Titel und Cover: Wie auch schon beim ersten Band gibt es wieder zwei Cover. Auf den eher kindlich gehaltenem Cover steht wieder Jolly im Mittelpunkt, was für mich noch eher zum Inhalt passt, als das Cover mit Globus und Ankerkette, obwohl die Bezüge zum Inhalt des Buches ohne weiteres gegeben sind.
Der Titel Muschelmagier passt gut in die Reihe, denn die Wellenläufer sind gleichzeitig die Muschelmagier der Geschichte.
Klappentext: Eine Nebelwand schützt Aelenium vor den Blicken der Welt. Die schwimmende Stadt in der Karibik ist Wächter des gefährlichen Mahlstroms, der in der Tiefe des Meeres lauert. Aber Aelenium hat versagt. Während hinter dem Horizont der Mahlstrom die See verschlingt, ruht die letzte Hoffnung auf den Wellenläufern. Jolly und Munk werden in den Korallenpalästen der Stadt auf den Kampf gegen den Mahlstrom vorbereitet. Doch Jolly sehnt sich zurück nach ihrem Leben als Piratin. Als Klabauterheere vor Aelenium aufmarschieren, beginnt für sie eine abenteuerliche Flucht. 

Inhalt: „Manche Legenden erzählen erfundene Geschichten, die trotzdem wahr sind. Andere wiederum lügen nur, wenn jene, die sie hören, die Ohren vor der Wahrheit verschließen. Und manche Geschichten – mögen sie noch so unwahrscheinlich, noch so verrückt und abwegig erscheinen – malen ein Bild von der Wirklichkeit, das diese an Schärfe und Wahrhaftigkeit um ein Vielfaches übertrifft.“
Die Muschlmagier – Seite 184

Jolly und Munk müssen nun den Kampf gegen den Mahlstrom und seine Bewohner aufnehmen. Doch Jolly wäre keine Piratin und nicht sie selbst, wenn sie zulassen würde, dass Fremde über ihren Kopf hinweg bestimmen. So macht sie sich auf ihren eigenen Weg und versucht ihren Ziehvater Bannon zu finden. Was sie entdeckt, entsetzt sie mehr, als sie ahnen könnte.
Zur gleichen Zeit versucht die Piratenprinzessin Soledad nicht nur ihren rechtmäßigen Platz als Kaiserin der Piraten einzunehmen, sondern die Piraten der gesamten Karibischen See davon zu überzeugen, dass sie einen gemeinsamen Feind haben. 

Meine Meinung:
Band 1 endet überaus spannend. Die beiden Quappen werden getrennt und Jolly bleibt mit Griffin auf offener See zurück. Etwas bedauernswert finde ich, dass der zweite Band diese Spannung nicht aufgreift, sondern einige Tage später einsetzt. Es folgt zwar schnell eine neue Situation, die den Kindern beinahe das Leben kostet, trotzdem war ich im ersten Moment etwas enttäuscht, dass es so einfach war, die Gefährten in Aelenium wieder zu vereinen.
Spannend und äußerst gelungen ist auch in diesem Band unsere kleine Jolly. Im Gegensatz zu Munk lässt sie sich nicht von ihrer Position als Retterin der Welt blenden. Sie möchte ihren eigenen Weg gehen und kann nicht zulassen, dass andere über sie bestimmen. Dabei geht sie auch keinem Streit aus dem Weg. Besonders zu nennen ist hier natürlich auch der Konflikt zwischen Munk und Griffin, der sich naturgemäß ausweitet. Ansprechend ist, dass Jolly ihre Entscheidung für die Liebe relativ früh im zweiten Band trifft. Oft zieht sich der Handlungsstrang um die Liebe bis zum Ende einer Reihe. Das scheint hier nicht so zu sein und gibt der Geschichte etwas Erfrischendes.
Wenn der Leser in Band 1 noch dauerhaft Jolly folgt, teilt sich der Handlungsstrang im zweiten Buch nun auf, sobald die Gefährten getrennt werden. So folgt der Leser Soledad zum Treffen der Piraten, Jolly, die ihren Ziehvater suchen will und Griffin, der ihr heimlich folgt und dabei eine beinahe unglaubliche Entdeckung macht. Trotzdem fühlt sich der Leser zu keinem Zeitpunkt verwirrt aufgrund vieler Handlungsstränge, denn diese werden rech zügig wieder zusammengelegt und da die Charaktere bekannt sind, hat man kaum Mühe sich in sie hineinzuversetzen.
Die Magie dieser Welt, die Kai Meyer erschaffen hat, ist etwas ganz Besonderes und ich habe mich sehr gefreut zu erfahren, dass die Quappen noch mehr können als über das Wasser zu laufen und etwas Magie zu wirken. Wasser ist ihr Element wie für uns Luft und so können sie damit auch ganz anders umgehen als der normale Mensch, doch hier soll nicht zu viel verraten werden.
Was mir in Band 1 etwas gefehlt hat, hier jetzt aber voll zum Tragen kommt, ist eine sehr ausdrucksstarke Sprache. Zu dem Beispiel das ich oben genannt habe, soll hier nun noch eines folgen: 

„Jolly spürte salzige Tränen auf den Lippen, und ihr fiel zum ersten Mal in ihrem Leben auf, dass Trauer genauso schmeckte wie die See.“
Die Muschelmagier S. 325

Fazit:
Alles in allem gelingt Kai Meyer mit diesem Roman eine gelungene Fortsetzung der Wasserläufer-Trilogie. Die Charaktere bleiben sich treu und entwickeln sich gleichzeitig weiter und die gefühlvolle und angepasste Sprache zieht den Leser in die Geschichte, wie es der Mahlstrom selbst wohl nicht besser könnte. Nur für den etwas enttäuschenden Anfang ziehe ich einen halben Stern hab.
So vergebe ich 4,5 von 5 Sternen.

Bild von: http://www.kaimeyer.com
Über den Autor:
Kai Meyer wurde 1969 geboren. Er studierte Film und Theater und war zeitweise Redakteur bei einer Tageszeitung für Kultur und Vermischtes. Seit 1995 konzentriert er sich aber nur noch aufs Schreiben. Er hat inzwischen über 50 Bücher veröffentlicht.  Diese wurden in bis zu 28 Sprachen übersetzt.
Seine neusten und auch sehr erfolgreichen Werke sind Arkadien erwacht und Arkadien brennt .
Hier geht es zur Homepage von Kai Meyer


Sonntag, 24. April 2011

Frohe Ostern!

Hallo zusammen,

19 offizielle Leser habe ich jetzt und sicherlich den ein oder anderen, der ohne Google-Account mal auf der Seite stöbert. Ich freue mich über jeden einzelnen! Ich hoffe es gefällt euch hier gut und möchte noch einmal darauf hinweisen, dass ich für jede Anregung oder Kritik offen bin. Soll ich irgendetwas anders machen? Felt etwas? Einfach ein Kommentar hinterlassen oder eine Mail schreiben! Ich freu mich!

Und jetzt wünsche ich allen ein sonniges Osterfest!

Samstag, 23. April 2011

Neuzugänge #9 und Lese-Marathon

Für mich war gestern schon Ostern. :-)
Ich war zusammen mit meinem Freund bei meiner Mutter und habe auch schon Geschenke bekommen. Und - wie soll es auch anders sein - es waren Bücher.

Kai Meyer - Die Muschelmagier
Klappentext: Eine Nebelwand schützt Aelenium vor den Blicken der Welt. Die schwimmende Stadt in der Karibik ist Wächter des gefährlichen Mahlstroms, der in der Tiefe des Meeres lauert. Aber Aelenium hat versagt. Während hinter dem Horizont der Mahlstrom die See verschlingt, ruht die letzte Hoffnung auf den Wellenläufern. Jolly und Munk werden in den Korallenpalästen der Stadt auf den Kampf gegen den Mahlstrom vorbereitet. Doch Jolly sehnt sich zurück nach ihrem Leben als Piratin. Als Klabauterheere vor Aelenium aufmarschieren, beginnt für sie eine abenteuerliche Flucht. 
Die Muschelmagier - bei Amazon kaufen





Kai Meyer - Die Wasserweber
Klappentext: Ein gewaltiger Mahlstrom überzieht die Karibische See. Noch kann die schwimmende Stadt Aelenium ihm trotzen. Doch Heere von Klabautern rücken näher. Der Kreis um Aelenium schließt sich. Nur die Wellenläufer können den Untergang aufhalten: Jolly und Munk tauchen hinab zur Wurzel des Mahlstroms. Während ihre Freunde in Aelenium den Kampf aufnehmen, wandern die beiden Quappen über den Grund der Tiefsee. Durch bizarre Felslabyrinthe und Vulkanschluchten führt sie ihr Weg bis zu den Trümmern einer versunkenen Stadt. 
Die Wasserweber - bei Amazon kaufen
 







Das sind Band 2 und 3 von der Wellenläufer-Trilogie. Band 1 habe ich ja schon gelesen und  hier überaus positiv rezensiert. Es war also nur eine Frage der Zeit bis ich auch den Rest der Trilogie haben musste. :-)

Brent Weeks - Am Rande der Schatten
Klappentext: Die Ausbildung zum Assassinen hat sich für den ehemaligen Gassenjungen Azoth als überaus schmerzhaft erwiesen, denn sein einstiger Lehrer Durzo Blint und sein bester Freund Logan sind den Machenschaften des Gottkönigs von Khalidor zum Opfer gefallen. So ist es kein Wunder, dass Azoth seiner Profession den Rücken gekehrt hat. Doch dann hört er das Gerücht, dass Logan noch am Leben sein soll und sich versteckt. Und so muss Azoth sich der Frage stellen, ob die Schatten einen jemals wieder loslassen, wenn man sich erst einmal in sie hineinbegeben hat … 
Am Rande der Schatten - bei Amazon kaufen







Um ehrlich zu sein: Dieses Buch habe nicht ich geschenkt bekommen, sondern mein Freund. Aber nachdem er es gelesen hat, wird es mir sicherlich auch erlaubt sein, dieses Buch zu lesen und zu rezensieren. Ich freu mich schon drauf, denn der erste Teil hat mir gut gefallen.


Dann möchte ich noch einige Worte zum Lese-Marathon verlieren. Dieser wird ja anlässlich des "Tag des Buches" von LovleyBooks veranstaltet. Viele Blogger machen mit, habe ich gesehen. Einige auch nur stundenweise, denn Ostersamstag ist nun nicht der beste Tag, um sich einmal 24 Stunden aus dem Weltgeschehen auszuklinken.
Ich habe auch lange überlegt, ob ich zumindest einige Stunden mitmache, mich aber jetzt im Endeffekt schweren Herzens dagegen entschieden. Ich muss ab 14 Uhr arbeiten und vorher werde ich zwar ganz normal zwischendurch lesen, muss aber auch noch meinen Unikram (Aufsätze für die Uni lesen, ein Exposé schreiben...) erledigen. So hoffe ich dann auf nächstes Jahr und markiere mir da schon einmal den 23.4.12 als freien Tag, an dem ich nicht ans Telefon gehe und schon gar nicht arbeiten kann. ;-)

Freitag, 22. April 2011

[Rezension] Heinrich Böll - Ansichten eines Clowns ***

Genre: Nachkriegsliteratur; Seiten: 302; Preis 8,90 Euro; erschienen bei dtv

Kurzbeschreibung (nach buecher.de):
"Ich bin ein Clown, im Augenblick besser als mein Ruf."
Hans Schnier, einst ein gefragter Pantomime und Spaßmacher, sitzt, nachdem ihn seine Frau verlassen hat, zum Bettler degradiert auf den Stufen des Bonner Bahnhofs.
Inhalt: Hans Schnier, Pantomime und Spaßmacher beziehungsweise Clown, wurde von seiner Frau für einen anderen verlassen und nun findet der Verlassene sich nicht mehr in der Welt zurecht. Eine Flucht in den Alkohol verhindert eine weitere erfolgreiche Karriere und fördert die schon vorhandene Melancholie.
Während Hans nun versucht von seinen Freunden und Bekannten Geld zu bekommen, erhält der Leser einen Rückblick auf sein Leben und auch seine Liebe zu Marie. Sie ist seine einzige große Liebe und er spürt, dass es ohne sie für ihn nicht weiter geht.
Nachdem auch seine letzte Hoffnung, seine letzte Rettung, sein Bruder ihm nicht helfen kann, nimmt er sich seine Gitarre und setzt sich auf die Stufen des Bahnhofs, um etwas Geld zu erbetteln.

Meine Meinung: Ein Gefühl ist diesem Roman omnipräsent und oft so stark, dass es kaum zu ertragen ist. Dem Autor ist es gelungen die Melancholie des Protagonisten so mit Worten einzufangen, dass der Leser mehr als einmal kummervoll seufzen muss. Von Anfang an ist deutlich, dass diese Geschichte kein gutes Ende nehmen kann und wenn es dem Leser gelingt, dies auch nicht zu erhoffen, kann er sich gut auf die Geschichte einlassen.
Mit einer deutlichen Kritik an seinen Eltern äußert der Protagonist seine Meinung zur Nachkriegsgesellschaft. Diese wird mehrmals als heuchlerisch und verlogen dargestellt. Aber ebenso wird der Katholizismus degradiert. Hans Schnier ist Protestant und hat auch kein Verständnis für die andere Konfession, also auch kein Verständnis für seinen Bruder, der konvertiert ist.
So entsteht ein starkes Konfliktfeld innerhalb der Familie und keiner der beiden Söhne kann einen guten Kontakt zu den Eltern halten. Die einzige Tochter ist im Krieg umgekommen. Hans hat dies seinen Eltern nie verziehen.
Dieser Roman regt über diese Konflikte hinaus zum Nachdenken an. Der Leser wird animiert auch über das eigene Leben, den eigenen weiteren Weg und den Umgang mit Familie und Freunden nachzudenken. Das macht den Roman zu einem starken Buch, das aber sicherlich nicht als reine Unterhaltungslektüre zu lesen ist.

Fazit: Dieser Roman bietet mehr als nur eine traurige Liebesgeschichte. Zusammen mit einer Kritik an der Nachkriegsgesellschaft und am Katholizismus, beinhaltet die Geschichte des Hans Schnier viel Stoff zum Nachdenken und in Frage stellen.
Ich möchte 3 von 5 Punkten vergeben

Über den Autor:
Heinrich Böll wurde 1917 in Köln geboren und starb 1985. Er gilt bis heute als einer der bedeutendsten Schriftsteller nach 1945.
1939 begann er ein Studium der Germanistik, wurde aber noch im selben Jahr zur Wehrmacht einberufen.  1945 geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft, wurde aber im September hieraus entlassen.
Die Liste seiner Werke und Auszeichnungen ist sehr lang. Der Höhepunkt war sicherlich 1972 der Nobelpreis der Literatur.  Sein Hauptwerk entstand in den Jahren von 1951 bis 1971 und beinhaltet neben „Ansichten eines Clowns“: Wo warst du, Adam? (1951), Und sagte kein einziges Wort (1953), Haus ohne Hüter (1954), Irisches Tagebuch (1957), Doktor Murkes gesammeltes Schweigen und andere Satiren (1958), Billard um halbzehn (1959) und Ende einer Dienstfahrt (1966).

Freitags-Füller #7

Es ist schon wieder Freitag. Sogar Karfreitag, aber Ostern Hin oder Her, jetzt ist es Zeit für den:

Natürlich ist wieder alles fett geschriebene von mir.

1. Auf meiner To Do Liste  steht derzeit wieder extrem viel und so wird es das ganze Semester immer sein.
2. Aber da mir beinahe alles auf der To-Do-Liste Freude macht, ist das egal.
3. Unbedingt zu Ostern gehört für mich  eigentlich gar nichts - Ostern hatte noch nie einen so großen Stellenwert bei uns in der Familie.
4.  Langweilig wird mir jedenfalls nicht in der nächsten Zeit.
5. Für mich war die vergangene Woche klasse, obwohl jeder Tag anstrengend war.
6. Ist denn schon wieder die erste Woche des Semesters rum? Die Zeit rennt...
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend Nachmittag freue ich mich auf Grillen mit einem Teil meiner Familie , morgen habe ich mal wieder arbeiten geplant und Sonntag möchte ich etwas entspannen und meine Unisachen für die kommende Woche vorbereiten!

Ihr wollt auch beim Freitags-Füller mitmachen? Alle Informationen dazu findet ihr hier.

Donnerstag, 21. April 2011

[Rezension] Bernd Perplies - Magierdämmerung - Für die Krone ***(*)

Genre: Steampunk; Seiten: 440; Preis: 12,95 Euro; erschienen bei Egmont-Lyx

Klappentext: London 1897. Eines Nachts findet der junge Reporter Jonathan Kentham in einer Gasse einen sterbenden Mann. Dieser übergibt ihm einen Ring, der Jonathans Leben grundlegend verändern soll. Unfreiwillig wird er in den Kampf rivalisierender Magier hineingezogen. In den Ruinen des untergegangenen Atlantis wurde ein uraltes Siegel gebrochen und die Wahre Quelle der Magie geöffnet. Die ganze Welt droht im Chaos zu versinken...
Inhalt: Atlantis wird entdeckt und die Wahre Quelle der Magie offen gelegt. Durch dieses Geschehen will der Magier Wellington seine Macht vermehren und endlich nicht mehr im Verborgenen leben. Denn Magie ist zwar allgegenwärtig, doch nichtmagiebegabte Menschen wissen davon nichts.
Als der erste Lordmagier Londons brutal ermordet wird, werden seine Freunde und Vertrauten hellhörig und vermuten einen Verrat. Gemeinsam versuchen sie dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Zur gleichen Zeit beginnt die Welt sich aufgrund der erhöhten magischen Aktivität zu verändern und so wissen alle beteiligten recht bald, dass Eile geboten ist. 

Ausstattung: Das Cover zeigt ein Tauchboot, vermutlich in Anspielung auf das Boot, das auch gleich im Prolog eine wichtige Rolle spielt. Im unteren Teil zeigt auf einem Zahnräderwerk der erste von drei Teilen eines zerbrochenen Bildes. Im Ganzen ist das Cover für die Zeit des viktorianischen Englands wunderbar herausgeputzt und stimmig.
Im Inneren findet der Leser vorne eine Karte Europas und hinten eine Karte von London. Zu großen Teilen spielt die Geschichte in eben dieser Stadt. 

Meine Meinung:
Um ehrlich zu sein, muss ich sagen, dass der Prolog mich etwas enttäuscht hat. Die Spannung kann hier kaum aufgebaut werden, da dem Leser von Anfang an bekannt ist, was notwendigerweise geschehen muss. Der Klappentext verrät ja, dass Atlantis entdeckt wird. Erst mit dem Beginn des ersten Kapitels konnte wirklich mein Interesse geweckt werden.
Der Leser findet sich in einer Welt wieder, in der Magie für alle Magiebegabten ganz alltäglich ist. Diese Magie ist nun aber etwas Besonderes. Sie wird über Fäden gewirkt, die alle Lebewesen und auch die unbelebten Gegenstände miteinander verbindet und sie umgibt. Dies ist Fadenmagie und sie kann von Magieanwendern manipuliert und benutzt werden.
Es wird dem Leser leicht gemacht, sich in diese neue Form der Magie einzufinden, da es zwei Charaktere gibt, die ebenfalls neu in diesem Geschäft sind. So wird man Stück für Stück an die Möglichkeiten und die Grenzen des Magischen herangeführt. Die Welt, wie sie sich den Magiern darstellt, wird so treffend beschrieben, dass ich oft das Gefühl hatte, ich könnte all das Fadenwerk ebenfalls vor mir sehen.
Obwohl ein Großteil der Handlung in London spielt, gibt es einen zweiten Handlungsstrang in Schottland, der erst am Ende des Buches mit dem ersten zusammengeführt wird. Hier machen sich die magiebegabte Kendra und ihr Großvater auf dem Weg nach London. Sie sind aufgeschreckt durch die neue spürbare Magie und wollen mit dem – inzwischen toten – ersten Lordmagier ein weiteres Vorgehen gegen das Chaos besprechen.
Etwas gewöhnungsbedürftig waren immer wieder die kurzen Einschübe mit Personen, die der Leser nicht kennt und auch nicht kennen muss, die ihm nur zeigen sollen, wie sich die Welt um die Protagonisten herum, verändert.
Nach einiger Detektivarbeit, die am Ende auch erfolgreich ist, machen sich die Protagonisten Jonathan, Randolph und Holmes auf dem Weg um Kendra und ihren Großvater vor einem Anschlag zu retten. Doch die Feinde sind schneller und nach einem großen Kampf einige Seiten vor Schluss, endet dieses Buch auf dem vorläufigen Höhepunkt der Geschichte.

Fazit: Obwohl ich tatsächlich mehr erwartet hatte und die ganz große Spannung bis zum Ende dieses ersten Bandes oft ausgeblieben ist, werde ich an der Geschichte dran bleiben und auch die nächsten Bände lesen. Ich vermute, dass unter den Männern aus London die weibliche Note gefehlt hat und diese ist im Ende in der Hauptstadt angekommen.
So möchte ich 3,5 von 5 Punkten geben und setze meine Hoffnung auf Buch zwei und drei.

Über den Autor: Bern Perplies wurde 1977 in Wiesbaden geboren.  Er studierte Filmwissenschaft, Buchwissenschaft, Germanistik und Psychologie in Mainz. Im Anschluss gelangte er durch ein Praktikum beim Heel-Verlag in die Welt des Schreibens. So veröffentlichte er erst Zeitschriftenartikel, übersetzte dann, um zum Schluss seiner Leidenschaft dem Schreiben eines großen ersten Romans zu folgen.
Tarean: Sohn des Fluchbringers“, 2008 im Egmont/Lyx Verlag erschienen, war eben dieser erste Roman, der den Auftakt zu einer Trilogie bildet.  Anders als in der Magierdämmerung-Geschichte hat Perplies hier seine ganz eigene Welt erschaffen und der Leser kann somit in ein High-Fantasy Roman abtauchen. Hier gehts zur Website des Autors.

Reiheninfo:
"Magierdämmerung – Für die Krone" ist der Auftakt zu einer Trilogie. Bereits erschienen ist Band zwei: „Magierdämmerung - Gegen die Zeit“. Für September 2011 ist der Abschluss dieser Geschichte angekündigt: „Magierdämmerung - In den Abgrund“.

Dienstag, 19. April 2011

Neuzugänge #8

Heute hat mich ein Buch erreicht, das ich mit Nica getauscht habe - gegen Engel der Nacht, welches mir ja nicht so gut gefallen hat.
Dieses Buch stelle ich hier nun kurz vor. Auch auf die Gefahr hin, das ein weiteres sehnsüchtig erwartetes Buch heute auch noch eintrudelt. Das wird dann morgen hier erscheinen.

Klappentext: Jack Kerouac, Idol der Beat Generation, war zeit seines Lebens fasziniert vom Buddhismus. In Lebendiger Buddha erzählt er nicht nur das Leben und die Wandlung des Prinzen Siddhartha Gautama zum Buddha, sondern schreibt gleichzeitig über den Weg zur Erleuchtung und gibt eine faszinierende Einführung in die buddhistische Lehre. 
Das Buch bei Amazon










Ich finde Religionen im Allgemeinen ein sehr spannendes Thema. Ich selbst fühle mich keiner Religion zugehörig -  bin zwar getauft, aber nicht konfimiert - aber habe meinen ganz eigenen Glauben an das, was es zwischen Himmel und Erde noch geben sollte.
Spannend ist es immer etwas über "fremde" Religionen zu erfahren. Besonders dann wenn es nicht in einen langweiligen Lexikonartikel oder ähnliches gefasst ist. Daher verspricht dieses Buch einerseits Information, andererseits Lesespaß, wenn man dem Leben von Siddhartha Gautama folgen kann.

Montag, 18. April 2011

[Ich] Völlig platt…

Oh man, es war jetzt neun Monate her, dass ich am „normalen“ Studentenleben teilgenommen habe: Seminare und Vorlesungen besuchen, 90 Minuten ohne Unterbrechung konzentriert sein, zwischendrin zum nächsten Gebäude tingeln, um zur nächsten Veranstaltungen zu kommen.
Man sagt den Studenten ja immer nach, dass sie ein ach so angenehmes Leben haben… ich bin jetzt aber so platt, das glaubt mir kein Mensch.
Ein Seminar und zwei Vorlesungen habe ich heute besucht. Zumindest zwei der drei Veranstaltungen waren sehr interessant, Nummer drei stehe ich noch skeptisch gegenüber.
Jetzt bin ich wieder zu Hause, hundemüde und hab Kopfschmerzen. Ich hätte nicht gedacht, dass es so anstrengend wird. 

Leider musste ich nun feststellen, dass mein Briefkasten leer ist. Ich erwarte diese Woche mindestens drei Pakete und mit zwei von ihnen habe ich fest heute gerechnet. Falsch gerechnet. :( Naja, hoffen auf morgen und hoffen, dass ich nicht jeden Tag in Zukunft so k.o. bin.
Aber alles ist ja nur Gewöhnung, oder?

Sonntag, 17. April 2011

[Rezension] Kai Meyer - Herrin der Lüge **

Genre: historischer Roman; Seiten: 822; erschienen bei Bastei Lübbe

Kurzbeschreibung nach Amazon: 5000 Mädchen unter Waffen - auf dem Weg in die Hölle Sie brechen auf, weil sie einer Lüge vertrauen: Tausende Jungfrauen, bewaffnet als Armee, Opfer einer teuflischen Verschwörung. Durch ein verwüstetes Land, über ein Meer voller Gefahren, ziehen sie in ihr Verderben. Piraten, Sklavenhändler, Schergen der allmächtigen Kirche sie alle wollen, dass keines der Mädchen sein Ziel erreicht. Nur eine steht zwischen ihnen und ihren gnadenlosen Feinden Saga, die Herrin der Lüge.
Inhalt: Der Herr der Lügen ist seit jeher ein anderer Name für den Teufel und das, was da in Saga haust, hat durchaus dämonisches Potenzial. Wenn in dem Menschen, den sie belügt, auch nur der kleinste Wunsch besteht, das zu glauben, was das Mädchen erzählt, müssen sie es ihr glauben.
Die Gräfin von Lerch will diese Macht ausnutzen und mit Sagas Hilfe ein Heer von Jungfrauen ins Heilige Land führen. Dafür hat die Gräfin ihre ganz eigenen Gründe und sie schreckt nicht davor zurück Saga zu zwingen, die Mädchen anzuführen. Dutzende, hunderte junger Frauen sterben auf dem Weg, doch für Saga gibt es längst kein zurück mehr.
Gleichzeitig folgt ihr Zwillingsbruder nach und versucht mühsam sie einzuholen, um endlich zu verstehen, was hinter der Sache steckt. So kommen die beiden einer Verschwörung auf die Spur, die weitaus größer ist, als sie sich je erträumt hätten.
Meine Meinung:
Der Beginn dieses historischen Romans ist vielversprechend. Der Leser befindet sich sofort mitten im Geschehen und läuft mit Saga über ein Hochseil während einer Gauklervorstellung. Wenige Zeit später befindet das Mädchen sich schon in der Gewalt der Gräfin Violante und die Geschichte beginnt sich jetzt das erste Mal zu ziehen. Wochenlang ist Saga eingesperrt ohne zu wissen warum.
Zu Beginn ihrer Reise kommt wieder Spannung auf, die auch dann wieder abebbt und man folgt dem Weg der Kutsche eher mühsam und schleppend. Dieses Auf und Ab zieht sich leider durch das gesamte Buch. Immer wieder gibt es Phasen großer Spannung und die Seiten fliegen nur so dahin, dann passiert wieder gefühlte Ewigkeiten nichts außer Alltäglichkeiten und Landschaftsbeschreibungen.
Interessant eingewoben in das historische Setting, das an einigen Stellen angepasst wurde, aber für einen Unterhaltungsroman trotzdem für mich noch nah genug und der damaligen Wirklichkeit bleibt, sind einige fiktive Elemente. Dazu gehört der Lügengeist, der in Saga wohnt und der auch teilweise ein Eigenleben führt, aber auch einige Knochenfunde, die auf Drachen schließen lassen, die einmal die Alpen bewohnt haben. Diese Prise Fantasy bringt etwas Würze in die Geschichte ohne die Historie allzu sehr durcheinander zu wirbeln.
Leider konnten mich die meisten Charaktere nicht überzeugen. Sagas Beweggründe im Verlauf der Geschichte sind nicht nur ihr selbst, sondern auch mir als Leser bis zum Schluss schleierhaft geblieben. Violante ist so fixiert auf ihr Ziel, dass sich in ihr kaum Gefühlsregungen ergründen lassen.
Dann tauchen immer wieder sehr stereotypische Charaktere auf. Violantes Sohn ist der unerzogene Rotzbengel, der nur weil es ihm so passt Sagas Zwillingsbruder Faun köpfen lassen will. Eine Söldnerin ist die typische Amazone, die am Ende heldenhaft im Kampf stirbt. Leider zu 0815. Nur der Söldnerführer Zinder konnte mich wirklich begeistern und überzeugen. Hier ist Kai Meyer ein konfliktreicher und authentisch wirkender Charakter gelungen.
Etwas irritierend war dann noch, dass die Geschichte um Sagas Zwillingsbruder und seine Begleitung oftmals viel interessanter und spannender war. Spätestens nachdem Zinder hier die Seiten gewechselt hat, mochte ich von Saga kaum noch lesen.

Fazit: Leider konnte mich das Buch alles in allem nicht überzeugen. Viel zu langatmig und ermüdend sind die meisten Szenen. Die guten Abschnitte konnten diesen Eindruck leider auch nicht mehr allzu sehr verbessern.
So kann ich leider nur 2 von 5 Sternen vergeben. 

Über den Autor: Kai Meyer wurde 1969 geboren. Er studierte Film und Theater und war zeitweise Redakteur bei einer Tageszeitung für Kultur und Vermischtes. Seit 1995 konzentriert er sich aber nur noch aufs Schreiben. Er hat inzwischen über 50 Bücher veröffentlicht.  Diese wurden in bis zu 28 Sprachen übersetzt.
Seine neusten und auch sehr erfolgreichen Werk ist die Arkadien-Reihe.
Hier geht es zur Homepage von Kai Meyer

Samstag, 16. April 2011

[Rezension] Carlos Ruiz Zafón - Marina ****

Seiten: 350; Preis: 19,95; erschienen bei S.Fischer

Klappentext: Als Óscar Drai das Mädchen Marina trifft, ahnt er nicht, dass sie sein Leben für immer verändern wird. Mit ihrem Vater lebt sie in einer alten Villa wie in einer vergangenen Zeit. Marina bringt Óscar auf die Spur einer mysteriösen Dame in Schwarz, und bald befinden sich die beiden mitten in einem Albtraum aus Trauer, Wut  und Größenwahn, der alles Glück zu zerstören droht.
Inhalt: Oscar lebt in einem Internat in Barcelona und mehr durch Zufall lernt er Marina kennen, die ihn auch gleich zu Beginn ihrer Freundschaft auf die Spur des großen Rätsels setzt. Eine schwarz verschleierte Frau legt einmal im Monat Blumen an einem namenslosen Grab nieder. Nach und nach verstricken die beiden sich immer mehr in das düstere Geheimnis und werden dann selbst Zielscheibe, sodass sie um ihr Leben fürchten müssen.
Cover: Das Bild zeigt dem Betrachter ein altes Steingebäude mit einem kleinen Türmchen und einem Garten mit Mauer. Einerseits passt dieses schwarz/weiß Bild hervorragend in die Atmosphäre des Buches. Andererseits ist hier kein Gebäude abgebildet, das wirklich auch im Roman selbst eine Rolle spielt beziehungsweise den Häusern im Gebäude ähnelt.

Meine Meinung: Ich kannte bis dato noch kein Werk von Zafón und bin gleich auf den ersten Seiten seiner wunderschönen Sprache und den Bildern mit denen er spielt verfallen. Der Autor wechselt zwischen messerscharfer genauer Sprache und neuen, nie gelesenen Bildern mit denen er die Oscars Welt vor dem inneren Auge des Lesers aufbaut.
Etwas erstaunt war ich über den Verlauf der Handlung. Nach dem Lesen des Klappentextes erwartete ich eine zwar spannende Geschichte um eine Freundschaft zweier Jugendlicher, doch der Roman selbst offenbart ein Barcelona voller Grusel, teilweise sogar Horror. Scheinbar lebendig gewordene Puppen verfolgen Óscar und Marina, Menschen mit denen sie über ihre Vermutungen gesprochen haben, sterben noch in derselben Nacht.
So spinnt sich ein Rätsel, das die beiden nach und nach lösen. Etwas schade ist, dass diese Lösung für mich recht früh vorhersehbar war. Aufmerksame Leser können bald die einzelnen Hinweise zusammenführen und kennen die Lösung. Damit war die recht lange Auflösung der Geschichte, die uns dann von der Dame in Schwarz präsentiert wird, für mich ziemlich langatmig.
Das Vorhersehbare haftet leider auch dem Geheimnis um Marina an. Hier ist das Ende jedoch weiterhin spannend. Mit einer beinahe grenzenlosen Melancholie wird es erzählt und ich musste mehrmals ergriffen schlucken.
Zwei Punkte kamen mir, während dem Lesen etwas merkwürdig vor: Auch von Óscars Vergangenheit, von seiner Geschichte, erfährt der Leser nichts, abgesehen von einem lapidaren: „Meine Eltern reisen viel.“ Obwohl es natürlich nicht maßgeblich ist für die Handlung, hätte ich es doch nett gefunden, da ja auch Marinas Rätsel gelüftet wird, auch mehr von ihm zu erfahren. Unglaubwürdig finde ich, dass es Óscar jedes Mal, jeden Tag ob mittags oder abends, gelingt aus dem Internat zu entwischen. Das sorgt zwar dafür, dass die Handlung nicht ins Stocken kommt, aber die Erklärung für diesen ständigen Erfolg bleibt aus.

Fazit: Trotz der Vorhersebarkeit konnte mich Carlos Ruiz Zafón ins Barcelona Ende der 70er Jahre entführen.  Óscar als Ich-Erzähler überzeugt mit seiner oft naiven Art und die subtile Spannung, die der Autor von Anfang an erzeugt, kann den Leser in Atem halten. Und die Sprache dürfte eigentlich nicht am Schluss stehen, denn sie übt in diesem Werk die größte Macht aus.
So möchte ich 4 von 5 Sternen vergeben. 

Über den Autor:
Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und wuchst dort auch auf. Vor 1994 war er in Barcelona in einer Werbeagentur tätig, danach ging er nach Los Angeles und konzentrierte sich ganz aufs Schreiben. 1993 erschien „Der Fürst des Nebels“ für den Zafón im selben Jahr den Jugendliteraturpreis erhielt.
2002 wurde Zafón nach dem Erfolg seines Buches „Der Schatten des Windes“ als literarische Sensation gefeiert.  In vielen Bestseller-Listen wurde es lange Zeit gesichtet. 
Hier gehts zur deutschen Webseite des Autors. 

Freitag, 15. April 2011

[Rezension] Bernhard Schlink - Das Wochenende

Genre: zeitgenössische Literatur; Seiten: 225; Preis: 9,90; erschienen bei Diogenes

Klappentext: Nach 20-jähriger Haft hat ihn der Bundespräsident begnadigt. Zum ersten Wochenende in Freiheit lädt seine Schwester die alten Freunde ein. Für sie ist das Leben weitergegangen. Und für ihn? Was bleibt von der Zeit der Gewalt? Legenden? Bewältigung? Sprachlosigkeit?

Inhalt: Nach über 20-jähriger Haft wird der RAF-Terrorist Jörg entlassen. Diese Entscheidung des Bundespräsidenten kam überraschend, er hatte keinen Hafturlaub und keinen offenen Vollzug vorher. Um ihm den Start ins Leben zu erleichtern, lädt seine Schwester alte Freunde übers Wochenende ein.
So kommen Freunde zusammen, die sich seit 20 Jahren nicht gesehen haben und sie müssen sich fragen, wie sie mit Jörg, einem mehrfachen Mörder, umgehen sollen. Denn, obwohl sie damals auch den Traum der Befreiung geträumt hatten, sind sie inzwischen im Leben angekommen, haben ehrenwerte Berufe: Zahnarzt, Anwalt oder Bischöfin. Sie hoffen Jörg würde zur Ruhe kommen, doch einer ist dabei, der will, dass Jörg da weiter macht, wo er damals aufhören musste.
Wie wird Jörg sich entscheiden und endet das Wochenende unter Freunden in einer großen Katastrophe?

Cover:  Auf dem Bild, das das Cover ziert sehen wir einen Garten und ein älteres Herrenhaus. Wunderbar passt diese Abbildung zu dem Gebäude, in dem die alten Freunde das Wochenende verbringen und gerade bei den Landschaftsbeschreibungen habe ich merhmals ein Blick darauf geworfen, um noch tiefer in die Geschichte abzutauchen.

Meine Meinung: Die Geschichte beginnt freitags und der Leser begleitet Christiane, während sie ihren Bruder am Gefängnis abholt. Schon im ersten Kapitel werden einige Konflikte deutlich und das Interesse an Jörg, dem Protagonisten, wird geweckt.
Dann begann für mich erst einmal der verwirrende Teil der Geschichte. Auf dem Gehöft, auf dem die alten Freunde das Wochenende verbringen wollen, finden sich ungefähr zehn verschiedene Personen ein. Während dem ersten Drittel des Buches hatte ich immer wieder Schwierigkeiten die Namen zuzuordnen und mit dem Gesagtem oder dem Geschehenem einige Seiten vorher in Verbindung zu bringen. Beinahe hundert Seiten musste ich dann Hin und Her blättern, um die Bezüge zwischen den Charakteren zu verstehen.
Trotzdem gibt es von Anfang an eine Spannung. Man kann anfangs überhaupt nicht abschätzen, in welche Richtung Jörg sich entwickeln wird. Wird er wieder in alte Muster verfallen und zum Terrorist werden oder nimmt er ein bürgerliches, „normales“ Leben an, wie seine Schwester es sich wünscht. Verstärkt wird die Spannung noch, da es immer wieder innerhalb des Freundeskreises Konflikte gibt, die das Potenzial haben, in einer völligen Katastrophe zu enden.
Ilse, eine unscheinbare Freundin früher wie heute, erzählt uns gleichzeitig eine zweite Geschichte über Jan. Jan, ebenfalls Terrorist, ist gestorben oder hat es genauso aussehen lassen. Darüber schreibt Ilse eine Geschichte und führt den Leser so auf einem Umweg an das Leben heran, das auch Jörg vor über zwanzig Jahren geführt hat. Auch ihr innerer Zwist weckt Spannung.
Und unweigerlich stellt sich der Leser eben jene Fragen, die sich die Charaktere im Roman stellen. Das beginnt damit, wie man sich verhalten würde, wenn ein guter Freund erst des Mordes verurteilt und nun begnadigt wurde. Könnte ich diesem Menschen verzeihen und ihn wieder akzeptieren? Würde ich ihn über das Leben im Gefängnis ausfragen oder versuchen das Thema tot zu schweigen? Die handelnden Personen stellen aber nicht nur ihr Gegenüber in Frage, sondern an diesem Wochenende denkt jeder von ihnen auch über das eigene Leben nach. Habe ich mir meinen Lebenstraum erfüllt? Und wenn nicht, bin ich trotzdem glücklich?
Natürlich hinterlässt das im gesamten Werk eine melancholische Stimmung, die durch Eindrücke der Natur noch verstärkt werden. Mit schnörkelloser und präziser Sprache beschreibt Bernhard Schlink das erste Wochenende in Freiheit dieses Terroristen auf ergreifende Weise. Am Schluss bleibt das Ende offen, jeder der Freunde geht seinen Weg, doch es gibt für jeden von ihnen Grund zur Hoffnung. 

Fazit: Trotz anfänglicher Schwierigkeiten konnte ich mich nach und nach in jede der Personen hineinversetzen und die aufgeworfenen Fragen regen zum Nachdenken an, auch wenn man sich nicht mit der Zeit des RAF-Terrorismus auseinandersetzen will.
Ich vergebe somit 3,5 von 4 Sternen.

Über den Autor: Bernhard Schlink wurde 1944 in der Nähe von Bielefeld geboren.  Seine Kindheit verbrachte er in Heidelberg.  Dort und in Berlin studierte er Jura. 1975 promovierte er in Heidelberg, 1981 habilitierte er in Freiburg.  Er war Professor in Bonn und Berlin.
2005 vertrat er die deutsche Bundesregierung vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Klage gegen die Entscheidung des Bundespräsidenten den Bundestag aufzulösen und Neuwahlen anzusetzen.
Sein erster Kriminalroman erschien 1987 unter dem Namen Selbs Justiz. Es folgten weitere Werke in diesem Genre. Mit „Der Vorleser“ erschienen 1995, erlangte er Weltruhm, besonders für diesen Roman wurde er vielfach ausgezeichnet. Dieses Werk wurde zwischenzeitlich auch verfilmt.
Er lebt heute in Berlin und New York.

Freitags-Füller #6

 Es ist schon wieder Freitag. Das heißt, es ist Zeit für den Freitagsfüller.
Später folgt dann auch die versprochene Rezension zu Schlink "Das Wochenende".



1. Ich muss unbedingt  disziplinierter werden und mehr Sport machen, aber es ist so schwer .
2. Ich habe mir vorgenommen weniger Süßes zu essen und das schon seit einiger Zeit.
3. Mein Lieblingsfrühstück am Wochenende besteht aus leckeren Brötchen, einem weichgekochtem Ei, heißem Kaffee und es sollte am besten draußen stattfinden.
4.  Ich fühle mich ganz wohl in meiner Haut - bis auf weiteres.
5.  Es ist immer schön, wenn man sich auf die kommenden Aufgaben freuen kann.
6. Am Strand an der Ostsee,  da wäre ich jetzt gerne.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf wie so oft auf mein Buch, morgen habe ich einen freien Tag geplant und Sonntag möchte muss ich schon wieder arbeiten!

Ihr wollt auch mitmachen? Hier gibt es alle Infos.

Donnerstag, 14. April 2011

Neuzugang #8

Heute hat mich ein Buch von vorablesen.de erreicht.
Es ist das zweite Buch, das ich in den letzten Wochen dort gewonnen habe. Beim ersten gibt es leider eine Lieferverzögerung, aber ich rechne jetzt auch spätestens Anfang der Woche damit.

Ich werde aber gleich heute noch anfangen dieses Buch zu lesen:

Carlos Ruiz Zafón - Marina
Kurzbeschreibung (lt. Amazon):
"Wir alle haben im Dachgeschoss der Seele ein Geheimnis unter Verschluss. Das hier ist das meine." So beginnt Óscar Drai seine Erzählung. Der junge Held des Romans sehnt sich danach, am Leben Barcelonas teilzuhaben, und streift am liebsten durch die verwunschenen Villenviertel der Stadt. Eines Tages trifft er auf ein faszinierendes Mädchen. Sie heißt Marina, und sie wird sein Leben für immer verändern.
Gemeinsam werden die beiden in das düstere Geheimnis um den ehemals reichsten Mann Barcelonas gesogen. Schmerz und Trauer, Wut und Größenwahn reißen sie mit sich, eine höllische Verbindung von vernichtender Kraft. Aber auch Marina umgibt ein Geheimnis. Als Óscar schließlich dahinterkommt, ist es das jähe Ende seiner Jugend.
In Marina beschwört Carlos Ruiz Zafón erstmals sein unnachahmliches Barcelona herauf, eine Stadt voller Magie und Leidenschaft, und erzählt in unvergleichlicher Weise die dramatische Geschichte eines jungen Mannes, der um sein Glück und seine große Liebe kämpft. 


Es ist eigentlich kein "vorablesen" mehr, weil das Buch im Handel schon zu erhalten ist. Der Veröffentlichungstermin war der 12.4.11. Ich freue mich schon sehr auf die Lektüre, denn bisher klingt alles, was ich an Klappentext und Rezensionen gelesen habe, viel versprechend.

[Gewinnspiel] Geburtstags- und Ostergewinnspiel bei Euphie

Eventuell schaffe ich es später sogar noch eine Rezension zu Schlinks Roman "Das Wochenende" zu verfassen. Vorher möchte ich euch aber noch auf etwas hinweisen:

Euphie veranstaltet auf ihrem Blog ein Oster- und Geburtstagsgewinnspiel.

Es gibt fünf verschiedene Preise zu gewinnen!

Zwei Bücher, zwei Mangas und eine DVD. Da sollte doch für jeden was dabei sein. Welche Preise es genau sind und was ihr machen müsst, findet ihr hier:

Gewinnspiel bei Euphie

Dienstag, 12. April 2011

[Rezension] Brent Weeks - Der Weg in die Schatten ****

Genre: Fantasy; Seiten: 695; Preis: 15 Euro; erschienen bei Blanvalet

Klappentext: In den Schatten wirst du deine Seele verlieren!

Durzo Blint ist ein gefährlicher Mann, ein unübertroffener Meister in der Kunst des Tötens. Doch für den Gassenjungen Azoth ist der gefürchtete Meuchelmörder die einzige Chance, am Leben zu bleiben – denn der allgegenwärtige Hunger und die Schrecken der Straße würden für Azoth über kurz oder lang den sicheren Tod bedeuten. Doch Durzo Blint ist in der Auswahl seiner Lehrlinge äußerst wählerisch – und es ist gut möglich, dass der Weg in die Schatten einen weit höheren Preis fordert, als Azoth es sich je vorstellen konnte …

Der Auftakt zu einer atemberaubend spannenden Trilogie, die kein Leser je vergessen wird.




Inhalt: Azoth ist ein Straßenjunge und er lebt im ärmsten Viertel der Stadt. Von dem wenigen Geld, das er erbetteln oder ergaunern kann, muss er auch noch Abgaben leisten und dann werden die Kinder auch noch regelmäßig misshandelt.
Der Blutjunge Durzo Blint ist Azoths Ausweg, doch er nimmt nur selten Lehrlinge an. Schließlich gelingt es dem Jungen doch, dass sich Durzo seiner annimmt. Und aus Azoth wird im Laufe seiner Ausbildung Kylar. Doch ein Blutjunge ist nur, wer über seine Magie gebieten kann. Kylar ist dazu nicht in der Lage. Er weiß, dass Blint ihn töten wird, wenn er seine Ausbildung nicht zu einem würdigen Abschluss bringen kann…
Cover und Titel: Im Großen und Ganzen ist das Cover sehr so gehalten, wie es derzeit beliebt ist: Eine dunkle Gestalt, die man kaum erkennt. Eindruck machen die Waffen mit dem diese Gestalt scheinbar den Betrachter bedroht. Die violetten Farbschlieren im Hintergrund sind nett anzuschauen und da es eine Szene im Buch gibt, in der man die Assassinen nur durch Rauchbewegungen sehen kann, gibt es auch einen Bezug zum Buch.
Der Titel deutet an, dass wir es mit einem eher düsterem Szenario und dem Auftakt einer Geschichte zu tun haben. Positiv finde ich, dass das Cover zum Englischen identisch ist und auch der Titel ziemlich genau übersetzt wurde.

Meine Meinung: Von Anfang an gelingt es Brent Weeks seinen Leser zu fesseln. Man erlebt sofort mit dem elfjährigen Jungen Azoth das erste Abenteuer und muss erleben wie er misshandelt wird. Trotz der Erlebnisse passt der Junge auf ein kleines Mädchen auf, was ihn auf Anhieb sympathisch macht.
Ebenso sind die anderen Charaktere in sich schlüssig aufgebaut und interessant, natürlich längst nicht alle liebenswert. Schön zu sehen sind wie immer die Charaktere, die in sich sehr konfliktreich sind. Hierzu gehört nicht nur Azoth, sondern auch – und der besonders  - Durzo Blint. Und immer wenn man der Meinung war, dass man ihn gerade durchschaut hat, macht er doch etwas, womit man nicht rechnen konnte.
Es ist nur leider etwas schwierig die Personen näher kennen zu lernen. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, da aber die meisten eher nur spärlich verfolgt werden, war es mir beim Lesen häufig nicht möglich die Zusammenhänge zu erkennen, hin und wieder musste ich mich fragen, was das Ganz überhaupt soll. Da ich dann auch nur wenig über die Charaktere wusste, waren diese Passagen etwas nervig und unverständlich.
Auf der anderen Seite können verschiedene Handlungsstränge ja auch immer die Spannung fördern. Besonders gelungen ist es, das Wissen oder Unwissen des Lesers und des Protagonisten gegeneinander auszuspielen. An manchen Punkten der Geschichte weiß der Leser mehr als die Charaktere, an anderer Stelle wiederrum weiß der Charakter mehr. So ist man als Leser immer wieder erstaunt über spannende Wendungen der Geschichte.
Es gibt immer wieder, zu Beginn eines Kapitels, größere Zeitsprünge innerhalb der Geschichte. Mal vergehen zwei Jahre, mal sogar ein wenig mehr. So erfährt man von der Ausbildung Azoths im Ganzen relativ wenig. Im Gegenzug ist er aber auch kein Junge mehr, sondern ein junger Mann Anfang 20, wenn die Geschichte wirklich Fahrt aufnimmt. Ein 11jähriger Junge, der in Staatsintrigen verwickelt ist, wäre unglaubwürdig gewesen. Trotzdem muss der Leser aufmerksam sein, um diese Zeitsprünge nicht zufällig zu überlesen. Dies könnte zu erheblicher Verwirrung führen.
Die Sprache ist an die Charaktere angepasst. Diejenigen, die von der Straße kommen, sprechen deutlich weniger gehoben als die Adligen des Landes. Gleichzeitig spielt der Autor nicht mit extravaganten Sprachbildern, was meiner Meinung nach auch nicht zu einem Assassinen-Roman gepasst hätte.

Fazit: Die Geschichte um Kylar konnte mich überzeugen und ich freu mich schon darauf mehr von ihm zu lesen. Einen Punkt muss ich jedoch abziehen, weil die verschiedenen Personen der Handlungsstränge zu Beginn des Buches eher anstrengend, denn ein Genuss waren.
So vergebe ich 4 von 5 Sternen.
Direkt bei Amazon kaufen

Reiheninfo: „Der Weg in die Schatten“ ist der Auftakt zu einer Trilogie. Über Azoth beziehungsweise dann später Kylar erfahren wir in „Am Rande der Schatten“ mehr. „Jenseits der Schatten“ ist dann der Abschluss dieser Geschichte.
Am 19.September 2011 erscheint in Deutschland der Auftakt zu einer neuen Trilogie: „Schwarzes Licht“. Auf Englisch ist dieser Roman schon erschienen - "Black Prism"

Über den Autor: Brent Weeks wurde 1977 in Montana geboren. Heute lebt er mit seiner Frau, die auch seine Jugendliebe ist und seinen Kindern in Oregon.
Obwohl er anfangs ein schwacher Leser war, stand für Weeks schon mit 13 Jahren fest, dass er Romanautor werden wollte. Schon damals hat er viel und leidenschaftlich gern geschrieben. Nachdem er am Hillsdale College Englisch studiert hatte, arbeitete er kurzzeitig als Lehrer. Doch dann begann er sich voll dem Schreiben zu widmen und wurde mit dem großen Erfolg der Nightangel-Trilogie belohnt. Hier geht’s zur Website des Autors.