Sonntag, 31. Juli 2011

[Rezension] Katie Kacvinsky - Die Rebellion der Maddie Freeman ****

Autorin: Katie Kacvinsky
Titel: Die Rebellion der Maddie Freeman
Originaltitel: Awaken
Genre: Jugendbuch/Dystopie
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Seiten: 366
Verlag: Boje
Veröffentlichung: 22. Juli 2011
ISBN: 978-3414823007
Preis: 15,99 Euro

Ausstattung: Das Cover ist völlig in Pink gehalten und das Mädchen, das vorne zu sehen ist, passt eigentlich keineswegs zu der Maddie, die der Leser dann im Buch kennen lernt. Es ist ein Lesezeichen-Bändchen vorhanden, was ich sehr zu schätzen weiß. Dieses ist farblich äußerst stimmig. Der Titel klingt vielversprechend, aber er passt keineswegs so gut zum Inhalt wie der Originaltitel „Awaken“ – also „Aufwachen, Erwachen, Erwecken“

Klappentext: Eine Stadt in den USA, wenige Jahre in der Zukunft: Maddie, 17, lebt wie alle um sie herum ein digitales Leben. Schule und Verabredungen - das alles findet im Netz statt. Doch dann verliebt sie sich in Justin - für den nur das wahre Leben offline zählt. Gemeinsam mit seinen Freunden kämpft Justin gegen die Welt der sozialen Netzwerke, in der alles künstlich ist. Dieser Kampf richtet sich gegen die ganz oben - und damit auch gegen Maddies Vater, der das System der Digital School gesetzlich verankert hat. Maddie wird für die Bewegung zu einer Schlüsselfigur. Und sie muss sich entscheiden: Auf welcher Seite will sie stehen? In welcher Welt wollen wir leben - und uns verlieben?

Meine Meinung:
Durch den Buchtrailer, der wirklich äußerst überzeugend war, wurde die Erwartung an dieses Buch ziemlich hochgeschraubt. So ist es im ersten Moment nicht allzu verwunderlich, dass es nicht alles halten kann.
Wir befinden uns ungefähr 50 Jahre in der Zukunft und lernen zu Beginn Maddie und ihren Alltag kennen. So wird dem Leser sehr schnell klar, dass sich in diesen fünfzig Jahren einiges geändert hat. Gleichzeitig wird auch bald deutlich, dass Maddie sich nur schwer in dieser digitalen Welt einfindet.
An einigen Punkten denke ich, geht das Buch zu weit. 50 Jahre sind keine so lange Zeit, als dass sich wirklich alles so völlig drastisch ändern wird oder kann. So wirkt diese Dystopie immer wieder deutlich surrealer als sie eigentlich müsste, wenn sie manchmal einen Gang zurückschalten würde.
Mit Justin taucht der männliche Hauptcharakter auf, der derzeit so beliebt ist. Ein scheinbar allwissender, überaus mächtiger und äußerst geheimnisvoller Typ, der Maddie von der Welt offline, unverkabelt, ohne Computer und ähnliches überzeugen will.
An dieser Stelle entstehen mehrmals hochphilosophische Gespräche. Gerade Justin äußerst sich sehr gesellschaftskritisch und vieles lässt sich auch auf die heutige Welt übertragen. Dies hat mich zum Nachdenken angeregt und sind sicherlich Fragen, mit denen sich das Zielpublikum (14-17jährige) einmal beschäftigen sollten – auch damit es nicht so weit kommt wie es in dieser Geschichte beschrieben wird.
Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Maddie und Justin entwickelt, könnte aber für die älteren Jugendlichen schon etwas zu anspruchslos sein. Wir haben es mit einem schwärmenden Mädchen zu tun und dem Helden, der sich vor Freunden abschottet, der nur für die Arbeit leben will. Hier reicht es leider nicht für mehr als kurzweilige Unterhaltung. 

Fazit: Ein Buch, von dem ich deutlich mehr erwartet habe. Es schwankt zwischen Teenager-Kitsch und hochphilosophischen Überlegungen zu unserem Umgang mit der Welt, mit anderen Menschen und dem hochtechnologisiertem Zeitalter.
Ich vergebe 3 von 5 Punkte.


Quelle
Über die Autorin: Katie Kacvinsky lebt in Oregon in den USA. Sie modelte und ist Lehrerin. Hier gibt es viele private Informationen zur Autorin. „Awaken“ ist ihr Debütroman, aber weitere Veröffentlichungen sind geplant.  Eine Fortsetzung der Geschichte mit den bekannten Charakteren ist geplant und eine Herbst 2012 ist für die englische Version als Erscheinungstermin ins Auge gefasst.

Donnerstag, 28. Juli 2011

[Rezension] Mark Lawrence - Prinz der Dunkelheit ****

Autor: Mark Lawrence
Titel: Prinz der Dunkelheit
Originaltitel: Prince of Thorns
Reihe: Trilogie – Band 2 und 3 sind in Arbeit
Genre: Fantasy
Seiten: 381
Verlag: Heyne
Veröffentlichung: 9. Mai 2011
ISBN: 978-3453528253
Preis: 13,00 Euro

Ausstattung: Die Anlehnung des Covers an „Das Lied der Dunkelheit“ ist durch den Kapuzenmann, als der der Protagonist hier dargestellt wird, nicht zu übersehen. Ebenfalls sehe ich die Anlehnung an das „Der Name des Windes“ durch die Zierde im Hintergrund des Titels. Obwohl der Titel auf den ersten Blick einen eher unscheinbaren Charakter hat, weist er sehr gut auf das Geschehen hin, denn der „Prinz der Dunkelheit“ ist hier der Protagonist und keineswegs sein Gegenspieler, wie man im ersten Moment annehmen könnte.

Kurzbeschreibung(nach Amazon):
Sag uns kurz, wie du heißt.
Jorg. Eigentlich Kronprinz Jorg von Ankrath, aber das war einmal.
Du siehst jung aus. Wie alt bist du, fünfzehn?
Knapp daneben. Mit fünfzehn werde ich König sein!
Du bist die meistgehasste Person im ganzen Land. Warum?
Nun ja, wenn man mit einer Horde Gesetzloser ganze Dörfer niederbrennt, löst das Unmut aus. Aber was würdest du tun, wenn die Königin, also deine Mutter, und dein Bruder vor deinen Augen getötet werden? Dieser Hass ist erst der Vorgeschmack auf meine Rache – denn die wird tödlich sein!

Meine Meinung: Es war die Kurzbeschreibung auf Amazon und nicht der eigentliche Klappentext, der mich dazu gebracht hat dieses Buch zu kaufen. Prinz Jorg musste mit ansehen wie sein kleiner Bruder und seine Mutter brutal ermordet wurden und er schwört Rache. Mit kaum zehn Jahren nimmt er Reißaus und schließt sich einer Gruppe Gesetzloser an. Bald darauf erlangt er ihren Respekt und wird ihr Anführer. Bei allem, was er tut, geht er äußert listig und äußerst brutal vor.
Die Geschichte an sich ist hier nicht das Besondere. Der Prinz will Rache, nutzt die Gegebenheiten, hasst seinen untätigen Vater und nimmt die ganze Sache selbst in die Hand. Dabei kommt er mit dem Tod in Berührung und versucht auch diesen für sich auszunutzen. Selbst vor den höheren Mächten macht Jorg keinen Halt.
Das ist es auch, was diese Geschichte besonders macht: Die Charaktere und insbesondere der Protagonist, der genauso gut ein Antagonist hätte sein können. Man findet an ihm sicherlich viel mehr dunkle Seiten als man sonst von einem „Helden“ gewöhnt ist. Rücksicht ist für ihn ein Fremdwort. Themen wie Liebe oder Freundschaft werden zwar gestreift, spielen aber eine untergeordnete Rolle.
Die Handlung ist nun noch aus der Ich-Perspektive geschrieben, das heißt, der Leser erhält Einblicke direkt aus dem verdrehten, von Hass, Zorn und Vorwürfen zerfressenem Geist des jungen Prinzen. Das macht die Geschichte äußerst unterhaltsam, denn Jorg versteht es durchaus Spaß zu haben und mit Sarkasmus umzugehen.
Sehr spannend finde ich auch, dass vieles nicht einfach erklärt wird. Man sieht beim Lesen die Welt aus Jorgs Augen und muss sie zu verstehen lernen, muss nach und nach die Informationen zu einem Gesamtbild zusammensetzen, um zu verstehen, was passiert. Das gilt für das hier und jetzt ebenso, wie für den hin und wieder auftretenden Zeitsprung vier Jahre in die Vergangenheit  - in die Zeit, die Jorg zu dem gemacht hat, was er heute ist. 

Fazit: Eine interessante Geschichte mit einem sehr ungewöhnlichen Protagonisten, dem ich lieber nicht über den Weg laufen möchte, denn er ist unberechenbar. Das macht die Geschichte auch zu etwas außergewöhnlichem und durchaus lesenswert, auch wenn die Handlung selbst mich nicht vollständig überzeugen konnte.
Ich vergebe 4 von 5 Punkten. 


Über den Autor: Mark Lawrence lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in England. Neben der Schriftstellerei ist er Wissenschaftler und beschäftigt sich mit künstlicher Intelligenz. Neben dem Schreiben und der Arbeit beschäftigt er sich gerne mit seinen Kindern, in seinem Kleingarten, braut Bier und spiel Computerspiele.
Prinz der Dunkelheit ist sein Debütroman und der Auftakt zu seiner Fantasytrilogie um den Prinz Honorous Jorg von Ankrath. Hier geht es zur Webseite des Romans. Dort ist auch Kartenmaterial zu finden.

Dienstag, 26. Juli 2011

[Ich] Ganz stolz

Mein Lesetempo und Konsum ist im Ganzen in den letzten Wochen ziemlich zurückgegangen. Ich lese immer noch, aber bei weitem nicht so viel wie von März bin Juni. Das ist eventuell dem ein oder anderen aufgefallen. Ich hatte es ja auch schon angesprochen. ;-)
Jetzt stellt sich die Frage: Was macht die Asaviel in der ganzen freien Zeit?
Nun ja, zum einen ist da gar nicht sooo viel Zeit aufgrund von Klausuren, mehr Sport, arbeiten und so weiter. 

Zum anderen: Ich hab die Handarbeit wieder für mich entdeckt und vor wenigen Tagen angefangen zu stricken. Bisher reichten meine Künste kaum über rechte Maschen hinaus. Entstanden sind also vorher einige Schals stur rechts (hin und rück) gestrickt. Naja, kein großes Kunststück. ;-)

Das reicht mir jetzt aber nicht mehr und ganz stolz kann ich nun mein erstes Tuch präsentieren:
Die Lichtverhältnisse sind etwas bescheiden auf dem Bild, weil es draußen schon dunkel ist. ;-) Es ist ein Frangiflutti. Die Anleitung gibts kostenlos im Netz. Und ich bin ganz stolz, dass ich das geschafft habe. 
Im Nachhinein gefällt mir die Farbe nicht so gut, weil ich es mir mehr grünlich vorgestellt habe als ich das Knäuel in der Hand hatte, aber trotzdem: DAS habe ich gemacht. *grins*

Derzeit arbeite ich jetzt noch an einem Top in einem kräftigen Beere-Ton.

So, nachdem ich meine Freude mit euch geteilt habe, meine Frage: Interessiert euch das? Ich wäre froh über Kommentare dazu.
Soll ich ruhig hier auf diesem Blog auch von meiner Strickerei berichten? Gehört das hier nicht hin? Sollte es dafür lieber einen eigenen Blog geben? Oder interessiert es euch so wenig, dass ich das einfach im Ganzen für mich behalten soll?
Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt und nehme euch natürlich nichts übel. Seid bitte ehrlich!

Viele Grüße
Asaviel

Samstag, 23. Juli 2011

Neuzugänge Juli #4

Zwei neue Bücher erreichten mich diese Woche:

Sandra Todorovic: Wächter der Unterwelt - Schlüssel der Ewigkeit
Kurzbeschreibung: Als Sara Davis die Tür zum Musikzimmer an ihrer Schule öffnet und Dante Craven begegnet, ahnt sie nicht, dass sich ihr scheinbar normales Leben verändern wird. Seltsame Ereignisse offenbaren, dass er kein gewöhnlicher Mensch ist. Dante ist ein Unsterblicher. Seine Heimat, Atlantis, mussten er und seine Familie verlassen, denn nach einem Krieg zwischen den Dämonen der Unterwelt und den Wächtern schickte der König sein Volk durch ein Portal zu den Menschen. Seit 200 Jahren suchen sie nach dem Schlüssel, um nach Hause zurückkehren zu können. Trotz Verbot, sich mit einer Sterblichen einzulassen, verliebt Dante sich in Sara und bricht dadurch die Regeln des Rats. Als Sara herausfindet, dass Dante heilende Kräfte besitzt, ist nichts mehr so wie es war. Sie gerät mitten in den Kampf zwischen Wächter und Dämonen und ihr wird bewusst, dass sie sich in größter Gefahr befindet.

Vor einiger Zeit schrieb mich die junge Autorin Sandra Todorovic an und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte ihren Debütroman zu rezensieren. Fantasy, Dämonen, Liebesgeschichte. Das klingt doch nach allem, was ein gutes Buch braucht. ;-) So habe ich also nicht lange gefackelt und heute kam das Buch - samt Widmung - bei mir an. Ich freu mich schon drauf!

Katie Kacvinsky: Die Rebellion der Maddie Freeman
Kurzbeschreibung: Eine Stadt in den USA, wenige Jahre in der Zukunft: Maddie, 17, lebt wie alle um sie herum ein digitales Leben. Schule und Verabredungen ═ das alles findet im Netz statt. Doch dann verliebt sie sich in Justin - für den nur das wahre Leben offline zählt. Gemeinsam mit seinen Freunden kämpft Justin gegen die Welt der sozialen Netzwerke, in der alles künstlich ist. Dieser Kampf richtet sich gegen die ganz oben ═ und damit auch gegen Maddies Vater, der das System der Digital School gesetzlich verankert hat. Maddie wird für die Bewegung zu einer Schlüsselfigur. Und sie muss sich entscheiden: Auf welcher Seite will sie stehen? In welcher Welt wollen wir leben ═ und uns verlieben?

Über BloggdeinBuch bin ich an dieses Leseexemplar gekommen. Der Trailer war einfach nur klasse. So sind die Erwartung wohl bei uns allen ziemlich hoch. Die ersten sehr schlechten Rezensionen gibt es aber auch schon. Ich lass mich überraschen und werde hier bald über meine Meinung zu dem Buch berichten. 

Freitag, 22. Juli 2011

[Rezension] Patrick Ness & Siobhan Dowd - Sieben Minuten nach Mitternacht *****

Autoren: Patrick Ness & Siobhan Dowd
Titel: Sieben Minuten nach Mitternacht
Originaltitel: A Monster Calls
Illustrator: Jim Kay
Genre: Jugendbuch
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
Seiten: 214 mit zahlreichen Illustrationen
Verlag: cbj
Veröffentlichung: 29.August 2011
ISBN: 978-3570153741
Preis: 16,99 Euro

Ausstattung: Die wunderbare Ausstattung dieses Buches überzeugt auf ganzer Linie. Das Hardcover-Buch hat ein ungewöhnliches Format, liegt aber trotzdem sehr gut in der Hand. Und den zahlreichen Illustrationen wird so genug Raum zur Entfaltung gegeben. Es gibt ganze Doppelseiten, die nur für die Bilder der Geschichte freigehalten sind und so den Leser in eine andere Welt entführen.
Titel und Coverbild sind sehr treffend gewählt und geben einen ersten Vorgeschmack auf den Inhalt, den der Leser erwartet.

Klappentext: Das Monster taucht kurz nach Mitternacht auf. Wie Monster das so machen. Conor war wach, als es kam. Er hatte einen Albtraum gehabt. Na gut, nicht irgendeinen. Den Albtraum. Den einen, den er in letzter Zeit ziemlich oft hatte. Den mit der Dunkelheit und dem Wind und dem Schrei. Den mit den Händen, die er irgendwann nicht mehr festhalten konnte, egal wie sehr er sich bemühte. Den der immer damit endete, dass…

Meine Meinung:
Es gibt mehrere Faktoren, die dieses Buch zu etwas ganz Besonderes machen. Das beginnt schon mit der Vorgeschichte, das heißt, der Entstehung dieses Buches. Die Grundidee stammt von Siobhan Dowd, die schon mehrere erfolgreiche Jugendbücher veröffentlicht hatte. Ihr war aber leider nicht die Zeit vergönnt, die neue Idee als Geschichte festzuhalten. Patrick Ness nahm dann die Idee auf und verknüpfte das, was von Siobhan Dowd begonnen wurde, mit seinem eigenen Ton und schrieb die vorliegende Geschichte, die der Schöpferin dieser Idee gewidmet ist.
Unser Protagonist ist ein Teenager, der über die normalen Probleme des Erwachsenwerdens hinaus nicht nur mit einem immer wiederkehrenden Alptraum zu kämpfen hat, sondern auch mit einer Mutter, die schwer krank ist. Dies verändert sein Leben, obwohl er das so gar nicht wollte. Er wird nun anders behandelt, von seinen Freunden, in der Schule, von Mitschülern und Lehrern.
Dieses nicht einfache Thema behandelt der Autor mit einer Eindringlichkeit und Ernsthaftigkeit, die mich von Beginn an sehr berührt hat. Die Themenauswahl, die in diesem Buch angesprochen werden, ist vielschichtig. Und das Monster, das auftaucht, um… ja, um was zu tun? Ist es wirklich da, um zu erschrecken oder um zu helfen? Dieses Monster hat zwar einige Lehren mit im Gepäck, doch dabei wird nicht der Zeigefinger erhoben.
Die Entwicklung, die Conor im Laufe der Geschichte verändert, ist äußerst bewegend und zum Schluss habe ich einige Tränen vergossen. Trotzdem wird der Leser mit einem Gefühl der Wärme und des Trostes zurückgelassen. 

Fazit: Mit wunderschönen und äußerst gelungenen Illustrationen wird in diesem Büchlein eine sehr bewegende und ernste Geschichte erzählt, die sicher dafür geeignet ist, Jugendlichen und auch Erwachsenen ein sehr schwieriges Thema nahe zu bringen, ohne dass die Lehren, die jeder für sich daraus ziehen kann, zu moralisch oder aufdringlich wirken.
Ein bewegende Handlung und ein Muss für jeden Buch-Liebhaber! Ich vergebe ganz klare 5 von 5 Sterne.

Über die Autoren:
Siobhan Dowd hat britische und irische Wurzeln. Sie wurde 1960 geboren und wuchs in London auf und studierte in Oxford. Die meiste Zeit ihres Lebens verbrachte sie in ihrem Studienort. 2006 veröffentlichte sie ihren Debütroman „Ein reiner Schrei“. Seitdem sind noch einige Bücher von ihr erschienen. Sie selbst verstarb leider 2007 nach dreijähriger Krankheit an Brustkrebs.




Patrick Ness wurde 1971 in Virginia in den USA geboren. Er studierte englische Literatur. Seit 1999 lebt er in London, unterrichtet dort Kreatives Schreiben und rezensiert für die britische Zeitung „The Guardian“. 2003 veröffentlichte er seinen Debütroman „Crash of Hennington“ und seit erscheint eine Science-Fiction-Reihe für Jugendliche von ihm. Diese Reihe wird auch ins Deutsche übersetzt.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Matt Whyman - Inside the Cage *****

Autor: Matt Whyman
Titel: Inside the Cage
Originaltitel: Inside the Cage
Genre: Jugendbuch
Altersempfehlung: 13-16 Jahre
Seiten: 381
Verlag: Beltz
Veröffentlichung: 18. Juli 2011
ISBN: 978-3407742506
Preis: 8,95 Euro

Ausstattung: Mit einem Bild, das einen Jugendlichen vor unbestimmten Hintergrund zeigt, der hinter stilisiertem Maschendrahtzaun scheinbar gefangen ist, greift das Cover sehr schön den Titel „Inside the Cage“ – „Innerhalb des Käfigs“ auf. Das Format ist passend gewählt und liegt gut in der Hand. Ebenso ist die Gestaltung der Kapitelanfänge ansprechend. 

Klappentext: Ein Gefangenenlager am Polarkreis. Schwerverbrecher, Terrorverdächtige, Serienmörder und mittendrin – Carl. Brutale Verhöre, unmenschliche Bedingungen. Doch Carls ist davon überzeugt, dass er unschuldig ist. Er will diesem Albtraum ein Ende machen und fasst einen ristkanten Entschluss: Flucht…
 
Meine Meinung: Der Klappentext stellt nur unzureichend dar, was wirklich in diesem Buch geschieht. Der Fluchtversuch wird tatsächlich gewagt, aber erst nachdem es dramatische und unvorhersehbare Entwicklungen gab, die nicht nur Carls Vergehen, sondern auch seine Mithäftlinge in völlig neues Licht tauchen.
Mich hat diese Thematik aber sofort angesprochen. Im Jugendbuchgenre lese ich sehr gerne die Geschichte, die brisante Themen anpacken, wie es die Reihe 21century trhill von Gulliver macht. Hier stehen nicht die typischen Pubertätsprobleme wie Frauen, der eigene Körper oder die besten Freunde im Mittelpunkt, sondern spannende und teils auch haarsträubende Geschichten.
„Inside the Cage“ schickt der Autor voraus, dass dieses Geschehen auf einer wahren Begebenheit beruht. Nachzuprüfen ist dies natürlich nur schwer, aber dieser Hinweis verstärkte in mir während des Lesens oft noch das Grauen.
Matt Whyman gelingt es von Beginn an, dass sich der Leser immer genauso fühlt, wie der Protagonist Carl. Die Geschichte wird vollständig aus seiner Sicht erzählt, jedoch nicht im Ich-Erzähler, was mir persönlich den Einstieg sogar noch erleichterte. Zu Beginn ist also nicht nur Carl völlig unwissend und verunsichert, sondern auch der Leser. Dies steigert sich nach und nach zu einer Panik, dann zu Entsetzen und purer Verzweiflung.  In dieser Phase kann man das Buch dann kaum noch zur Seite legen.
Die Geschichte nimmt Wendungen an, die überhaupt nicht vorhersehbar sind. Zwar stehen von Beginn an, alle wichtigen Personen immer wieder im Mittelpunkt des Interesses, aber die Verbindung zwischen diesen, ist dann überraschend, doch gut erklärt und kommt ohne jegliche logischen Brüche aus.
Der einzige Punkt, der mir etwas negativ ins Auge gefallen ist, ist das Ende. Dies ist doch sehr offen und klärt für mich sehr wichtige Fragen nur unzureichend. Die Handlung innerhalb des Lagers wird zwar zu einem Höhepunkt und einem Ende gebracht, doch wie es mit Carl genau weitergeht, wird nicht geklärt. 

Fazit: Ein äußerst spannendes Jugendbuch, das mich von der ersten Seite in seinen Bann zog. Es sollte jedoch auf jeden Fall die Altersempfehlung beachtet werden. Einige Szenen sind äußerst brutal und ziemlich harte Kost, die nicht für jüngere Leser geeignet ist. Allen anderen möchte ich dieses Buch über einen Teenager, der die schlimmsten Tage seines Lebens erlebt, sehr ans Herz legen. 
Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Über den Autor: Matt Whyman wurde 1969 in Berkhamsted geboren. Er studierte an der University of East Anglia. Dort machte er seinen MA in „Creative Writing“ (Kreatives Schreiben). Er schreibt nicht nur Bücher sondern auch für Zeitschriften, Webseiten und Zeitungen. Seine ersten Romane waren an erwachsene Leser gerichtet und im Genre Liebeskomödie angesiedelt.  Sein erstes Jugendbuch erschien 2003. Es folgten bisher noch einige weitere. Davon wurden manche für diverse Literaturpreise nominiert.

Montag, 18. Juli 2011

Ana Alonso & Javier Pelegrin: Vision - Das Zeichen der Liebenden ***(*)

Autor: Ana Alonso & Javier Pelegrin
Titel: Vision – Zeichen der Liebenden
Originaltitel: Tatuaje
Reihe:
1. Vision – Das Zeichen der Liebenden
2. Illusion – Das Zeichen der Nacht (Januar 2012)
3. Imagination – Das Zeichen der Wächter (Juni 2012)
Genre: Jugendbuch/Urban-Fantasy
Altersempfehlung: 14-16 Jahre
Seiten: 464 Seiten
Verlag: ArenaVerlag
Veröffentlichung: Juni 2011
ISBN: 978-3401066554
Preis: 17,99 Euro

Ausstattung: Dieses Buch besticht von Anfang an mit seinem wunderschönen Cover, das sofort zum Träumen einlädt und den Leser noch vor der erste Seite in eine fremde Welt zu entführen scheint. Es gibt eine Kapiteleinteilung in Zahlen, nur die großen Sinnabschnitte sind noch mit Untertiteln versehen.
Am Ende findet sich eine Liste der verschiedenen Klane und auch der Wächter. Ich würde aber jedem empfehlen sich diese Liste NICHT vor dem Lesen anzuschauen, denn sie kann doch einiges der Geschichte vorweg nehmen. 

Klappentext: Als Alex nach einer Party der geheimnisvollen Jana folgt, trifft er damit eine Entscheidung, die sein Leben verändert: Noch in derselben Nacht sticht Janas Bruder ihm ein Tattoo, von dem es heißt, es habe magische Fähigkeiten. Von nun an kann Alex Janas Empfindungen spüren, wann immer sie in seiner Nähe ist. Doch wenn er versucht, sie zu berühren, verbrennt ihn ein alles verzehrendes Feuer. Denn Jana ist kein gewöhnliches Mädchen. Und in ihrer Welt wäre die Liebe zu Alex unverzeihlich.

Meine Meinung: Der Klappentext geht eigentlich nur unzureichend auf den Inhalt des Buches ein. Lediglich die ersten hundert Seiten werden dort angerissen. Die grundlegende Handlung, um die sich diese Geschichte dreht, beginnt aber gerade erst auf Seite 100.
Die Idee hinter der Geschichte konnte mich von Beginn an überzeugen. Ein Tattoo, das magische Fähigkeiten hat und den Träger verändert, ihm Kräfte gibt, aber auch Nachteile mit sich bringt. Überrascht wurde ich durch die gesamte Geschichte mit den verschiedenen Klanen, den verschiedenen magischen Fähigkeiten und der ganzen verzwickten kriegerischen Situation.
Es fällt etwas schwer sich in die Geschichte einzufinden, denn die Autoren haben darauf verzichtet, ihre Wesen tatsächlich zu klassifizieren. Alle von ihnen sind ziemlich menschlich und keiner kann genau in Worte fassen, was sie von Menschen unterscheidet. Das lässt den Leser mit einem Fragezeichen zurück.
Trotzdem entwickelt sich eine recht spannende Geschichte um Alex, Erik, Jana und David. Diese vier Charaktere stehen im Mittelpunkt der Entwicklung. Leider sind ihre Beweggründe und weiteren Vorgehensweisen oft schon im Voraus zu durchschauen, so werden viele mögliche Überraschungen vorweg genommen.
Zum Ende hin gibt es nicht nur den obligatorischen Endkampf mit einem Flüchtigen, der dann vermutlich den Grund für den zweiten Band liefert, sondern auch eine große Portion Philosophie mit dem Hinterfragen der menschlichen Lebensweise. Ich kann mir gut vorstellen, dass nicht jeder Jugendliche mit diesen Lebensweisheiten etwas anfangen kann und sie eher langweilig findet. Für mich persönlich war es aber ein Highlight des Buches, denn es regt zum Nachdenken an.
Das Ende ist prinzipiell in sich geschlossen, lässt aber durchaus die Möglichkeiten einige offene Fäden in Band zwei wieder aufzugreifen. Unbedingt notwendig wäre dies jedoch nicht. 

Fazit: Obwohl die große Begeisterung für mich ausgeblieben ist, findet der Leser hier doch eine kurzweilige Urban-Fantasy-Geschichte, die einige neue Ideen in sich vereint. An manchen Punkten wäre weniger sicher mehr gewesen und eine Steigerung nach oben ist in Band zwei durchaus möglich.
Ich vergebe 3 1/2 von 5 Punkten


Über die Autoren:
Ana Alonso wurde 1967 in Barcelona geboren, lebte aber schon als Kind in Leon. Sie ist gelernte Biologin, arbeitet aber schon seit einigen Jahren als Übersetzerin und Schriftstellerin.
Javier Pelegrin ist Ana Alonsos Ehemann. Er ist studierter Philologe und besitzt besonders im literarischen Bereich ein breites Allgemeinwissen.
„Vision – Das Zeichen der Liebenden“ ist das erste Buch, das die beiden zusammen geschrieben haben und auch das erste in Deutsch veröffentlichte Buch von Ana Alonso.

Samstag, 16. Juli 2011

Neuzugänge Juli #3

Bevor ich euch die zwei  Neuzugänge dieser Woche präsentiere, möchte ich in diesem Post noch kurz darüber informieren, dass ich meinen "Leseplan im Juli" über den Haufen werfe. Ich lese derzeit viel zu wenig, um so einen Plan abarbeiten zu können. Ich entscheide jetzt vorerst immer spontan welches Buch ich lese werde, wenn ich eins der aktuellen fertig habe. Die nächsten beiden stehen schon fest, stehen aber eben auch nicht auf dem alten Juliplan *grins* 
"Vision - Zeichen der Liebenden" würde ich gern noch dieses Wochenende beenden, mal schauen, ob das klappt. Ich hab meine kreative Seite gerade wiederentdeckt und dafür geht auch sehr viel Zeit drauf. ;-) Aber das wird sich bestimmt auch wieder ändern.

Nun zu den Bücher:
Matt Whyman - Inside the Cage
Kurzbeschreibung: Damit hat er nicht einmal im Albtraum gerechnet! Der 17jährige Carl Hobbes ist angeklagt, sich am Goldbarren-Raub von Fort Knox, Amerikas berühmter Schatzkammer, beteiligt zu haben. Grund: Carl, leidenschaftlicher Hacker, hat von zu Hause per Internet den Code zum Goldbarrentresor geknackt. Eine Tat mit verheerenden Folgen: Im Glauben, den Amerikanern nur ein paar Fragen beantworten zu müssen, fliegt Carl mit zum militärischen Camp Twilight - und findet sich am Polarkreis in einem Gefangenenlager für Terroristen wieder. Wie ein Tier wird er in einem Käfig unter widrigsten Umständen gehalten. Doch Carl gibt nicht auf. Ein scheinbar auswegloser Kampf gegen Erniedrigungen, Folter und Kälte beginnt ... 

Dieses Buch ist gerade gestern in einer Neuauflage beim Beltz-Verlag erschienen, wo ich es vor einigen Wochen angefragt hatte. Ich hatte schon kaum noch damit gerechnet, dass ich es noch zugeschickt bekomme. Umso größer war die Freude über das "Überraschungspaket" von Beltz letzte Woche. :-) Ich hab die ersten 100 Seiten schon gelesen und bisher gefällt es mir sehr gut, auch wenn ich das Gefühl habe, dass Klappentext und Kurzbeschreibung viel zu viel vorweg nehmen.  

Jeanine Krock - Der Venuspakt 
Kurzbeschreibung: Nuriya ist ein Feenkind, eine Tochter des Lichts, doch sie will mit der Magie ihrer Vorfahren nichts zu tun haben. Als sie den Blick eines Fremden spürt, ahnt sie sofort, dass diese Begegnung ihr Leben auf den Kopf stellen wird.
Kieran ist sinnlich, sexy und sehr gefährlich. Seine Welt ist die Dunkelheit. Seit Jahrhunderten arbeitet der Vampirkrieger als Auftragskiller und tötet jeden, der es wagt, die magische Ordnung zu stören. Aber dann verstößt er selbst gegen die Regeln, denn die widerspenstige Feentochter hat längst sein Herz geraubt ...

Dieses Buch habe ich für nur ein Ticket bei Tauschticket bekommen. Es sieht aber auch schon ziemlich mitgenommen aus. Naja, was solls. Zum Lesen reicht es ja. Feen sind im Moment ja ziemlich der Renner und auch ich interessiere mich für sie. Außerdem bin ich noch immer auf der Suche nach Büchern für die Lyx-Challenge. ;-) Ich bin gespannt wie es wird. "Wind der Zeiten" von der gleichen Autorin war ja leider nur durchschnittlich.

Donnerstag, 14. Juli 2011

[Rezension] Ernst-Christian Demisch: Benjamin Franklin - Von einem, der auszog die Welt zu verändern

Autor: Ernst-Christian Demisch
Titel: Benjamin Franklin – Von einem, der auszog die Welt zu verändern
Genre: Biographie
Seiten: 173
Veröffentlichung: 25. Mai 2011
ISBN: 978-3772517280
Preis: 15,90 Euro

Klappentext: Ernst-Christian Demisch berichtet in seinem Buch über das außergewöhnliche Leben von Benjamin Franklin (1706 1790), eine der eindrücklichsten Persönlichkeiten der amerikanischen Geschichte. Eine spannende Lebensbeschreibung für Jugendliche und alle an Biografien interessierte Leser.

Meine Meinung:
Benjamin Franklin ist eine der wichtigsten Personen der amerikanischen Geschichte, denn er war maßgeblich daran beteiligt, dass die USA, wie wir sie heute kennen, entstehen konnte. Trotzdem kommt er im allgemeinen Schulunterricht oft zu kurz und wird nur in knappen Sätzen erwähnt.
Außerdem hat er über seine Tätigkeit während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges hinaus, viele weitere Interessen gehabt und Werke vollbracht. Er ist nicht nur der Erfinder des Blitzableiters, sondern auch die Frühform der heute bekannten Gleitsichtbrille stammt von ihm.
In diesem Büchlein wird das gesamte 84jährige Leben von Benjamin Franklin sehr anschaulich und gut verständlich dargestellt. Der Sprachstil befindet sich auf einem sehr hohen Niveau ohne dabei zu anspruchsvoll zu sein. 
Mit vielen Bildern wird der Fließtext aufgelockert und auch unterstützt. Der Leser findet nicht nur einige Portraits Benjamin Franklins in verschiedenen Lebensaltern, sondern auch Ansichten seiner Heimat Boston, der Wahlheimat Philadelphia oder auch verschiedene wichtige Persönlichkeiten der Zeit.
Die Biographie ist nicht rein chronologisch angeordnet, sondern zusätzlich in Themenbereiche wie Politik, Wissenschaft, Familie und ähnliches. Das erleichtert den Lesefluss. 


Fazit: Ernst-Christian Demisch ist es gelungen eine sehr informative und gut lesbare Biographie des Politikers und Wissenschaftlers Benjamin Franklin gelungen, das nicht nur Jugendlichen zu empfehlen ist, um sich näher zu informieren. 
Ich vergebe 4 von 5 Punkten.

Danke an BloggdeinBuch für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Dienstag, 12. Juli 2011

[Nachgedacht] Einen Lebensplan entwerfen?

Derzeit ist es hier ziemlich still. Das liegt einfach daran, dass ich deutlich weniger lese, weil ich nicht so richtig dazu komme. Dadurch dass ich weniger lese, gibt es weniger Rezensionen. Also ist es hier sehr still. 
Nun habe ich mir überlegt, was kann ich dagegen tun. Herausgekommen ist dabei, dass ich etwas aus einem der beiden Bücher, die ich gerade lese, aufgreifen will, was mich zum Nachdenken angeregt hat. Es ist aus Ernst Christian Demisch: Benjamin Franklin - Von einem, der auszog, die Welt zu verändern. Dort gibt es ein Zitat von dem zwanzigjährigen Benjamin Franklin, das ich hier erst einmal wiedergeben möchte: 
"Diejenigen, die über die Dichtkunst schreiben, lehren uns, dass, wer etwas Lesenswertes schreiben weill, einen genauen Plan und Entwurf seiner Arbeit machen soll, sonst läuft er Gefahr, dass die Teile nicht zusammenpassen. Ich glaube, dass dasselbe für das Leben gilt."

Das hat mich persönlich zum Nachdenken gebracht. Wer etwas lesenwertes schreiben will, braucht einen Plan. Braucht also auch derjenige einen Plan, der ein lebenswertes Leben leben will?
Ich selbst habe keinen genauen Plan von meinem Leben. Ich weiß, wo ich in 3 Jahren, in 5 Jahren ungefähr stehen will. Ich weiß aber nicht, wo ich in 20 oder gar 40 oder sogar 60 Jahren sein möchte. 

In 5 Jahren ist mein Studium vorbei und ebenso auch schon das Refrendariat. Zu diesem Zeitpunkt bin ich Junglehrerin und habe hoffentlich einen Job mit 100%iger Arbeitszeit und darf mir langsam aber sicher über eine Verbeamtung Gedanken machen. Das ist die Realität. Der Wunschtraum wäre es, dass ich in der Zwischenzeit auch ein Buch veröffentlicht habe - das bleibt sicherlich ein Wunschtraum. Aber darüber hinaus? Alles weitere Berufliche oder gar Private? Da gibt es bei mir sicher keinen Plan...
Ich frage mich nun, ob ich mir nicht vielleicht mehr Gedanken machen sollte, mehr planen sollte... hm und habe bisher keine Antwort gefunden.

Wie ist das bei euch? Habt ihr einen Lebensplan oder zumindest eine Ahnung für die nächsten Jahre? Oder lasst ihr alles auf euch zu kommen?

Das ist natürlich kein reines Literaturblog-Thema. Aber ich wurde durch ein Buch zum Nachdenken angeregt und denke doch, dass dieses Thema einige interessieren könnte. 
Sehr würde ich mich über Kommentare freuen oder - wenn ihr das Thema auf eurem Blog aufgreifen wollt - über die Links zu euren Einträgen. :-) Haut in die Tasten

Samstag, 9. Juli 2011

[Ich] Leseflaute?

Es ist ja nichts Ungewöhnliches, dass nach einer Phase sehr intensiven Lesens irgendwann mal eine Phase kommt, in der nicht mehr ganz so viel gelesen wird. So geht es mir gerade. Das hat sicher mehrere Gründe. Ich habe sehr viel anderes im Kopf und versuche mein Leben neu zu strukturieren - Ernährung und Sport sind da große Punkte. Da fällt es mir gerade schwer nicht nur die Zeit für die Bücher zu haben, sondern auch den Kopf dafür.

Zudem kann mich "Der Schatten des Windes" nicht begeistern. Ich habe hohe Erwartungen gehabt, krebse nun aber seit über zwei Tagen bei zirka 200 Seiten herum. Es ist nicht schlecht, aber wie gesagt: Mich begeistert es nicht. 
Weil so viele da anderer Meinung sind, möchte ich das Buch jedoch nicht abbrechen, sondern werde einfach eine Pause einlegen und es in einigen Tagen oder Wochen noch einmal probieren.

In der Zwischenzeit widme ich anderen Büchern. Mein aktuelles Lesevorhaben findet ihr wie immer rechts in der Leiste. :-)

Viele Grüße
Asaviel

Freitag, 8. Juli 2011

Neuzugänge Juli #2

Ich kann einige Neuzugänge verzeichnen und möchte sie euch gesammelt vorstellen. Das werde ich in Zukunft immer in einem Sammelpost am Wochenende machen. Also irgendwann zwischen Freitag und Sonntag *hihi* Je nachdem wie ich Lust und Zeit habe. :-)

Ja, seit heute gehört die Asaviel zu den "LOGIanerin", wie es so schön heißt. Ich habe - wie man sieht - keine Kosten gescheut, um mich zu informieren und auch Rezeptideen zu organisieren. Die drei großen Bücher gab es aber im praktischen Schuber, der alles in allem günstiger war, als die Bücher einzeln zu kaufen. Das kleine Buch ist noch Zugabe oben drauf. ;-)
Mit diesem Thema werde ich euch aber hier nicht belästigen. Abnehmen, Ernährung und alles, was damit zusammenhängt, gehört nicht auf einen Bücherblog. Wer sich trotzdem dafür interessiert, mit mir darüber quatschen möchte, Infos, Erfahrungsberichte (demnächst dann ;-) ), darf sich natürlich gerne an mich wenden: asaviel@web.de





Nun zu den "richtigen" Büchern. ;-)

Kurzbeschreibung: Ernst-Christian Demisch berichtet in seinem Buch über das außergewöhnliche Leben von Benjamin Franklin (1706 1790), eine der eindrücklichsten Persönlichkeiten der amerikanischen Geschichte. Eine spannende Lebensbeschreibung für Jugendliche und alle an Biografien interessierte Leser. 

Ich studiere ja Geschichte und warum tue ich so etwas? Weil es mir Spaß macht und ich mich für Geschichte interessiere und begeistern kann. Dieses Buch lacht mich auch schon länger an und so konnte ich nicht "Nein" sagen, als es auf BloggdeinBuch als Leseexemplar angeboten wurde. Ich freu mich drauf und hoffe Spannendes zu erfahren und dass diese Info gleichzeitig angenehm aufbereitet wurde. :-)

Die meisten werden jetzt sagen: "Heinrich von Morungen? Wer ist das und warum soll man von dem etwas lesen?" Naja, ich studiere ja nicht nur Geschichte, sondern auch Deutsch. ;-) Und da mein Prüfungsthema im mündlichen Staatsexamen (wenn denn alles so klappt, wie ich mir das vorstelle) "Minnelyrik" ist, führt für mich kein Weg an Heinrich von Morungen vorbei. Denn eben dieser ist ein Minnesänger gewesen. 
Gerne berichte ich etwas mehr über Minne bzw. Lyrik im Mittelalter im Allgemeinen, sollte das hier überhaupt jemanden interessieren. Also schreibt mal in den Kommentaren, ob da Interesse besteht mehr zu erfahren. :-)

Kurzbeschreibung: Dies ist die atemberaubende Geschichte von Logen, dem Barbarenkrieger, der eigentlich nur seine Ruhe haben will – wenn er nicht ständig um sein Leben kämpfen müsste. Und die Geschichte von Großinquisitor Glokta, der eigentlich durch nichts zu erschüttern ist – bis er auf eine lebende Legende trifft, die in seiner Stadt eine magische Intrige spinnt, und die das ganze Reich zu erschüttern droht …

Ich bin immer auf der Suche nach neuen guten Fantasygeschichten. Joe Abercrombie ist ja inzwischen auf diesem Gebiet eine wahre Größe. Bisher habe ich nichts von ihm gelesen. Dieses Buch habe ich ungelesen für nur 2 Tickets bei Tauschticket bekommen. Wer kann da schon "Nein" sagen?

Kurzbeschreibung: Als Alex nach einer Party der geheimnisvollen Jana folgt, trifft er damit eine Entscheidung, die sein Leben verändert: Noch in derselben Nacht sticht Janas Bruder ihm ein Tattoo, von dem es heißt, es habe magische Fähigkeiten. Von nun an kann Alex Janas Empfindungen spüren, wann immer sie in seiner Nähe ist. Doch wenn er versucht, sie zu berühren, verbrennt ihn ein alles verzehrendes Feuer. Denn Jana ist kein gewöhnliches Mädchen. Und in ihrer Welt wäre die Liebe zu Alex unverzeihlich.

Das Cover ist doch soo wunderschön! Da kam ich einfach nicht dran vorbei. Ich habe vorsichtig beim Arena-Verlag angefragt, ob sie mir das Buch vielleicht als Rezensionsexemplar zuschicken und freue mich über die schnelle Zusage. Nun hoffen wir mal, dass das Buch hält, was es verspricht. ;-)

Donnerstag, 7. Juli 2011

[Rezension] Bernd Perplies - Magierdämmerung - Gegen die Zeit ****(*)

Autor: Bernd Perplies
Titel: Magierdämmerung – Gegen die Zeit
Reihe: Magierdämmerung-Trilogie
2. Gegen die Zeit
3. In den Abgrund (erscheint im September 2011)
Genre: Steampunk
Seiten: 419
Verlag: Egmont-Lyx
Veröffentlichung: 11. Februar 2011
ISBN: 978-3802582653
Preis: 12,95 Euro 

Ausstattung: Auch auf dem Cover von Band 2 erblickt der Leser ein technisches Meisterwerk des futuristischen viktorianischen Zeitalters, das ganz klar Bezug zum Inhalt nimmt. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Der Titel „Gegen die Zeit“ wird zum Ende des Buches noch einmal aufgegriffen und stellt schon die Überleitung zu Band drei dar.
Vorne im Buch findet der Leser wieder eine Karte Europas, hinten die Karte Londons. Hinten befindet sich außerdem auch eine Auflistung aller Personen, die mir gerade zu Beginn von Band 2 geholfen hat, mich wieder in der Geschichte zurecht zu finden. 

Dies ist der zweite Teil einer Trilogie! Spoiler zu Band 1 sind möglich.

Klappentext: London 1897. Das Leben von Jonathan Kentham ist nicht mehr das, was es mal war. Als unfreiwilliger Erbe der Macht des verstorbenen Lordmagisters Albert Dunholm wird er in einen Kampf zwischen zwei Magierfraktionen verstrickt. Der Usurpator Wellington hat mit seinen Gefolgsleuten die Macht an sich gerissen und die Anhänger Dunholms eingesperrt, darunter Jonathan und dessen dandyhaften Magierfreund Jupiter Holmes. Den beiden läuft die Zeit davon, denn sie müssen unbedingt das Siegel von Atlantis schließen, bevor die Magie die Welt ins Chaos stürzt. Doch Hilfe naht von unerwarteter Seite…

Meine Meinung:
Mit einem kurzen Prolog holt der Autor den Leser sehr erfolgreich zu Hause ab und bringt ihn schnell in die Welt der Magierdämmerung. Schon nach den ersten Seiten des ersten Kapitels habe ich mich wieder mühelos zurecht gefunden, denn ohne noch einmal alle Geschehnisse des ersten Bandes in einem ermüdenden Monolog darzustellen, gelingt es Bernd Perplies mit kurzen Hinweisen und Kommentaren an all das zu erinnern, was für Band zwei von Bedeutung ist.
So treten von Anfang an keinerlei Längen auf und es entwickelt sich von Seite eins an eine überaus spannende Geschichte. Während dieser verfolgt der Leser die Handlung verschiedener Protagonisten, was den Lesespaß keineswegs trübt. Ich habe mich auf jeden einzelnen von ihnen immer gefreut, denn tatsächlich hatte ich hier keinen Liebling – was sonst bei mir eher üblich ist, wenn das Buch aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt wird. Jeder hat seinen Reiz, sodass ich ihnen gerne gefolgt bin.
Dabei lernt der Leser völlig unterschiedliche Charaktere kennen, die aber jeder für sich fein ausgearbeitet sind und alle ihre Handlungen sind schlüssig und gut nachzuvollziehen, sei es die von Jonathan, der sich erst in der Welt der Magie zurecht finden muss, die von Holmes, der seine ganz besondere Sicht der Dinge hat oder die von Mister McKellen, der bis zum Ende hin etwas mysteriös bleibt und doch so wichtig ist, für das fulminante Finale des zweiten Bandes.
Mit Spannung verfolge ich in allen Romane, die Magie beinhalten, wie es den Autoren gelingt, dieses Magiesystem schlüssig zu vermitteln und auch umzusetzen. Die Fadenmagie, wie sie bei Perplies erscheint, ist dabei sehr schön gelungen, denn sie wird soweit wie möglich äußerst realistisch dargestellt. Und für mich ist es gut vorstellbar, dass alle Lebewesen, Gegenstände und ja sogar Gedanken durch ein unsichtbares Fadenwerk miteinander verbunden sind. Dass es auch Menschen gibt, die darauf Einfluss nehmen können, ist dann nur noch ein kleiner Schritt in der eigenen Phantasie.

Fazit: Bernd Perplies gelingt es sich im Vergleich zu Band eins um einiges zu steigern. Die Geschichte ist von Beginn an mitreißend und es gibt keinerlei Längen. Auch von den Startschwierigkeiten, die ich noch bei Band 1 empfunden habe, ist hier überhaupt nichts mehr zu spüren. Überaus empfehlenswerte Lektüre!
Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.


Über den Autor: Bern Perplies wurde 1977 in Wiesbaden geboren.  Er studierte Filmwissenschaft, Buchwissenschaft, Germanistik und Psychologie in Mainz. Im Anschluss gelangte er durch ein Praktikum beim Heel-Verlag in die Welt des Schreibens. So veröffentlichte er erst Zeitschriftenartikel, übersetzte dann, um zum Schluss seiner Leidenschaft dem Schreiben eines großen ersten Romans zu folgen.
Tarean: Sohn des Fluchbringers “, 2008 im Egmont/Lyx Verlag erschienen, war eben dieser erste Roman, der den Auftakt zu einer Trilogie bildet.  Anders als in der Magierdämmerung-Geschichte hat Perplies hier seine ganz eigene Welt erschaffen und der Leser kann somit in ein High-Fantasy Roman abtauchen. Hier gehts zur Website des Autors.

Dienstag, 5. Juli 2011

[Kurzreview] Patrick Rothfuss - Der Name des Windes *****

Autor: Patrick Rothfuss
Titel: Der Name des Windes
Originaltitel: The Name of the Wind
Reihe: Königsmörder-Chronik
Genre: High-Fantasy
Seiten: 860
Verlag: Klett-Cotta
Veröffentlichung: September 2008
ISBN: 978-3608938159
Preis: 24,95 Euro

Klappentext: »Vielleicht habt ihr von mir gehört« ... von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot - »sie haben einfach die falschen Lieder gesungen«. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken.
Im Mittelpunkt dieses Leseabenteuers steht ein großer Magier und leidenschaftlicher Wissenschaftler, ein Musiker, dessen Lieder die Sänger zum Weinen bringen ... und ein schüchterner Liebhaber. 

Kurzreview: Es kann wohl kaum noch etwas über dieses Buch gesagt werden, was noch nicht x-mal geschrieben wurde. Daher folgt von mir hier nur ein Kurzreview über meinen Eindruck.
Ich gehe natürlich mit bei der beinahe einheitlichen sehr positiven Meinung über dieses Buch. Es ist wunderbar zu lesen und ich konnte es kaum aus der Hand legen.
Der Leser folgt sehr nah dem Leben von Kvothe, denn es wird direkt aus seiner Sicht erzählt und er ist ein äußerst spannender aber auch emotionaler Charakter. Mit einer Sprache, die mich weit aus der Realität fortgeführt hat, wird die Geschichte dieses jungen Mannes erzählt, der seine Familie verloren hat und sich am Ende zur Aufgabe macht, die Mörder der Familie aufzuspüren.
Obwohl wir uns in einer fantastischen Welt befinden, ist diese nicht überladen mit Gestalten, Zaubersprüchen und Übernatürlichen. Das meiste wir als völlig gewöhnlich wahrgenommen, was die Leseerfahrung zusätzlich noch sehr angenehm macht.
Die Geschichte wird als Trilogie erzählt, in Teil eins lernen wir Kvothe als Magier, Wissenschaftlicher, Musiker und verliebten Jüngling kennen. Ob er die Mörder seiner Familie findet, ist auch zum Ende hin noch unklar, trotzdem ist man gefangen genommen von diesem jungen Mann und möchte so schnell wie möglich weiterlesen.

Über den Autor: Patrick Rothfuss wurde 1973 in Wisconsin geboren. 1991 begann er ein Studium. Während diesem wechselte er oft das Studienfach, aber graduierte 2001 dann schlussendlich zum Master of Arts. In der Zeit seines Studiums nahm er viele Gelegenheitsjobs an. Die „Königsmörder-Chronik“ legte er mehrmals erfolglos Verlagen vor. Erst 2007 wurde er veröffentlicht und gleich mehrfach als Buch des Jahres ausgezeichnet.

Montag, 4. Juli 2011

Neuzugänge Juli # 1

In den letzten Tagen haben mich einige Neuzugänge erreicht.
Beginnen wir mit dem Hörbuch:


Kurzbeschreibung:
Tarean weilt als Gast der Vogelmenschen in den Wolkenbergen, als er einen Hilferuf erhält, der ihn gemeinsam mit dem Irrlicht Moosbeere und Prinz Iegi zurück zu den Ruinen von At Arthanoc bringt. Dort finden die Gefährten in einer von Magie verborgenen Höhle einen eingekerkerten Kristalldrachen. Um ihn und seinesgleichen zu befreien, muss Tarean in die fernen Glutlande aufbrechen, wo sich der Eingang zu den sagenhaften Dunkelreichen befinden soll. In dieses Reich haben der Herr der Tiefe und sein Schüler, der Hexenmeister Calvas, vor hundert Jahren die Kristalldrachen verbannt. Tarean steht eine weitere Reise voller Gefahren bevor ...



Von Band 1 war ich ja schon sehr begeistert. Da war es eine Frage von sehr kurzer Zeit, wann es mit Band 2 weitergeht. Ich habe am Freitag auch schon begonnen. Die ersten 100 Minuten habe ich schon gehört und bisher hält auch der zweite Band, was er verspricht.
Natürlich passt dieses Hörbuch sehr schön zur Lyx-Challenge UND in die deutschprachige Autorenchallenge. ;-)


Und drei Bücher darf ich bei mir begrüßen: 

Rebecca Gablé: Hiobs Brüder
Klappentext: »Hatte Gott sich überlegt: Ich schlage dich mit einem Gebrechen, das dich zum Außenseiter macht, und dann schaue ich tatenlos zu, wie die Menschen Schindluder mit dir treiben, um zu sehen, wie fest dein Glaube ist? Waren sie alle, die von der Insel entkommen waren, Hiobs Brüder?« Er weiß nicht, wer er ist, und so nennen sie ihn Losian. Mit einer Handvoll anderer Jungen und Männer lebt er eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung vor der Küste Yorkshires. Als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet, wagen sie die Flucht zurück aufs Festland. Ein Abenteuer beginnt und eine Suche ═ und Losian muss fürchten, dass er den grauenvollen Krieg verschuldet hat, unter dem ganz England leidet.

Dies ist eine Leihgabe von meiner Mutter. Sie ist völlig begeistert von diesem Buch und daher hoffe ich, dass das nun endlich meinen bescheidenen Erfolg der letzten Monate was historische Romane angeht, herausreißt und ich endlich wieder einen guten Schmöker in der Hand habe. 900 dicht und klein bedruckte Seiten, die eine englische Geschichte beinhalten aus Gablés Feder. Eigentlich kann da doch nichts schief gehen...
Und schon wieder ein Buch für die deutschsprachige Autoren Challenge. 

Lori Handeland: Die Phoenix-Chroniken -  Asche
Kurzbeschreibung: Die letzten Tage der Menschheit sind angebrochen und nur eine Frau kann die Mächte der Finsternis besiegen. Faszinierend, erotisch und packend erzählt! Einst nutzte Elizabeth Phoenix ihre übersinnlichen Kräfte, um der Polizei von Milwaukee zu helfen. Doch eines Tages wird ihre Pflegemutter Ruthie auf bestialische Weise ermordet und Liz selbst bewusstlos am Tatort aufgefunden. Danach plagen sie merkwürdige Träume von rätselhaften Ungeheuern und finsteren Dämonen. Doch was bedeuten diese grauenhaften Bilder? Und was haben sie mit ihrem ehemaligen Geliebten, dem Fotografen Jimmy Sanducchi, zu tun, der überraschend wieder aufgetaucht ist? Ohne es zu ahnen, gerät Liz zwischen die Fronten eines Krieges übernatürlicher Mächte, in dem das Überleben der ganzen Menschheit auf dem Spiel steht.

Das ist das erste der drei Bücher, die ich mir bei Tauschticket ertauscht habe. Der Klappentext is vielversprechend. Das Cover auch. Ich hoffe, dass meine Erwartungen erfüllt werden.
Noch ein Buch für die Lyx-Challenge. 

Kurzbeschreibung: Wir schreiben das Jahr 1865. Im Ausseer Land, einem österreichischen Landstrich von mystischer Schönheit, entwickelt ein skrupelloser Erfinder mit Unterstützung eines mächtigen Magiers eine schreckliche Waffe. Die Maschine soll magische Energie in militärische Zerstörungskraft umwandeln. Dazu wurde die Jagd auf die mythischen Fey freigegeben, deren Lebenskraft die Waffe antreiben soll.
Charlotte von Sandling, eine junge Frau mit Mut und Prinzipien, befreit einen Feyon aus der Gefangenschaft der Jäger, wodurch sie selbst zur Gejagten wird. Als sie auf der gemeinsamen Flucht im Berg eingeschlossen werden, muß sie feststellen, daß ihr Begleiter nicht so harmlos und nett ist wie bisher gedacht.
Zur selben Zeit suchen der britische Ex-Agent Delacroix und sein Freund, der Magier McMullen, nach einem verschwundenen Jungen. Als die beiden kurze Zeit später ebenfalls wie vom Erdboden verschluckt sind, ruft dies drei äußerst tatkräftige Damen in die Gegend, die ihre Liebsten wiederfinden und retten wollen. Da es in der Vergangenheit des Trios pikante Überschneidungen hinsichtlich der Männer gab, gestaltet sich die Zusammenarbeit der Damen nicht immer reibungslos.
Das Wohl und Wehe der Menschen und der Fey hängt jedoch davon ab, daß es gelingt, gemeinsam das Unheil abzuwenden, das nicht nur die Fey, sondern auch die Ausgewogenheit der Welt an sich bedroht.
Zwischen Intrige und Selbstlosigkeit, Lüge und Ehrlichkeit, Gewalt und Liebe lassen die Mächte der Berge Mensch und Fey ihren Weg suchen, der ins Leben führen kann, aber auch in den Tod. 

Nachdem  von Ju Honisch "Das Obsidianherz" gelesen habe, war recht schnell klar: Obwohl die Geschichte in sich abgeschlossen war, will ich erstens mehr von dieser Autorin lesen und zweitens mehr von diesen Charakteren. Beides gelingt mit "Salzträume". Band 1 und 2 gehören - wie ich gehört habe - untrennbar zusammen, daher habe ich mich immer gescheut sie mir zu kaufen, denn das sind dann insgesamt schon 32 Euro. Nun habe ich erstmal Band 1 bestellt und bei nächster Gelegenheit und wenn der Geldbeutel es zulässt, kommt Band 2 dazu. ;-)
Ju Honisch passt auch in die deutschsprachige Autoren-Challenge.

So, mein SuB wächst also wieder. Derzeit bin ich aber in einer Phase, dass ich mir überlege: Na und? Soll er wachsen. Sind ja alles tolle Bücher. Mit der Zeit lese ich die schon noch. ;-)

[Rezension] George R.R. Martin: Zeit der Krähen **(*)

Autor: George R. R. Martin        
Titel: Das Lied von Eis und Feuer 6 – Zeit der Krähen
Originaltitel: A Fest of Crows
Reihe: Das Lied von Eis und Feuer
1. Die Herren von Winterfell
2. Das Erbe von Winterfell
3. Der Thron der Sieben Königreiche
4. Die Saat des goldenen Löwen
5. Sturm der Schwerter
6. Die Königin der Drachen
7. Zeit der Krähen
8. Die dunkle Königin
- Weitere Bände sind in Vorbereitung
Genre: High-Fantasy
Seiten: 497
Verlag: Blanvalet
Veröffentlichung: 1. Juni 2002
ISBN: 978-3442243501

Klappentext: Der Kampf um den Eisernen Thron ist zum Erliegen gekommen, nachdem die sieben mächtigsten Familien des Landes im Streit um die Herrschaft einen hohen Blutzoll zahlen mussten. Doch schon regen sich neue Machtkämpfe, werden Intrigen gesponnen und Allianzen geschmiedet. Und aus dem Chaos, das die Kriege hinterlassen haben, tauchen Totgeglaubte und Verschollene auf und machen ihre Ansprüche geltend …

Meine Meinung:
Mit Band 7 hat der Autor entschieden die Handlungsstränge aufzuteilen und dem Leser in Band 7 und 8 nur die eine Hälfte der Charaktere zu präsentieren. Erst in den Folgebänden erfährt man dann wieder auch das Schicksal der restlichen. Hauptsächlich spielt dieser Band in King’s Landing und in Oldtown, also im Süden von Westeros. Beinahe alle Charaktere, die ich lieb gewonnen habe, spielen hier nicht mit: Tyrion, Bran, Jon. Arya taucht nur zu Beginn und am Ende ganz kurz auf. Das ist mir wirklich sehr negativ aufgefallen.
Außerdem fehlt es diesem Teil an Spannung. Die meiste Zeit diskutieren die einzelnen Personen – oft in größeren Gruppen – ohne dass wirklich etwas passiert. Person A reitet nach Punkt B um dort mit Personengruppe C das Thema D auszudiskutieren. So läuft das Schema des gesamten Romans ab. Das reicht leider nicht, um mich zu begeistern. Ich habe mich nur durch die 500 Seiten gequält, weil die Vorgänger so überzeugend waren und ich auch trotz dieser Widrigkeiten wissen möchte, wie es mit den Charakteren weitergeht. 

Fazit: Leider kann Band 7 überhaupt nicht mehr mit den vorangegangenen Bänden mithalten und war für mich eine ziemliche Enttäuschung. Viele der Charaktere, die mir besonders ans Herz gewachsen sind, fehlen völlig. Es bleibt nur der Trost, dass man ganz allgemein nach Westeros zurückkehren konnte. Nur echten Fans der Reihe zu empfehlen.
So vergebe ich knappe 2,5 von 5 Punkte. 

Zeit der Krähen - bei Amazon

Quelle
Über den Autor: George R. R. Martin (oft auch nur GRRM) genannt wurde 1948 in New Jersey geboren. 1970 schloss er nicht nur sein Journalismus-Studium mit summa cum laude ab, sondern veröffentlichte auch seine erste Kurzgeschichte. In den 80er – nach Veröffentlichung der ersten Romane – wurde er auch als Drehbuchautor aktiv. Die ersten Bände seiner sehr erfolgreiche Reihe „Das Lied von Eis und Feuer“  erschien 1996. Vier Bände wurden rechtzügig veröffentlicht. 2011 soll nun der langersehnte fünfte Band erscheinen. Nicht nur in Deutschland werden die Bände aufgrund des großen Umfangs in mehrere (oft zwei) kürzere Abschnitte geteilt.  
Seit März 2011 wird Das Lied von Eis und Feuer als Serie in den USA und dem Namen "A Game of Thrones" ausgestrahlt.