Montag, 31. Oktober 2011

[Neuzugänge 10/3] Hoch lebe Tauschticket ;-)

Ich hatte ja vor einigen Tagen schon einmal erwähnt, dass ich doch im Besitz einiger Tauschtickets bin, daher komme ich nicht umhin, nicht auch das ein oder andere Buch anzufordern, wenn es mich da so anlacht. Einige sind noch auf dem Weg zu mir. Drei haben es diese Woche bis zum Briefkasten und bis aufs Foto geschafft: 

Kurzbeschreibung: »Wer bist du?«, flüstert sie. »Ich habe keinen Namen«, antworte ich. »Aber können wir die Förmlichkeiten überspringen und das hier beschleunigen?« »Was beschleunigen?« »Das mit den Wünschen. Ich bin hier, um dir drei zu erfüllen.« Als Viola von ihrem Freund verlassen wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Gerade noch war sie verliebt und beliebt, nun ist sie nur noch die Ex vom coolsten Typ der Schule. Viola wünscht sich nichts mehr, als wieder glücklich zu werden – und beschwört so versehentlich einen Dschinn herbei. Er ist jung, er sieht gut aus … und er ist furchtbar schlecht gelaunt, denn er hält Menschen für ungemein nervtötend. Aber bevor er in seine Heimat zurückkehren kann, muss er Viola drei Wünsche erfüllen. Und das ist nicht so einfach, wie es sich anhört … 
 
 
 
 
 
Es gab schon viel Positives zu lesen über dieses Buch. Mir war zwar nicht klar, dass es ein so dünnes Bändchen ist, trotzdem bin ich gespannt. Und ich werde es wohl auch bald lesen, denn der Buchstabe "D" fehlt mir noch in der ABC-Challenge. ;-)

 Kurzbeschreibung: Die Geschichte von Marthe und Christian geht weiter Hoftag in Magdeburg 1179: Kaiser Friedrich Barbarossa ist entschlossen, Heinrich dem Löwen den Prozess zu machen. Das bedeutet Krieg. Christian und Marthe müssen damit rechnen, dass er auch ihr Dorf in der Mark Meißen erreicht. Bald darauf nimmt Markgraf Otto von Wettin Christian als einen seiner Heerführer mit in den Kampf. Währenddessen steht Marthe in Christiansdorf vor einer ganz anderen Herausforderung: Otto hat für die Zeit des Kriegszuges seinen machtbesessenen ältesten Sohn das Kommando über die Christiansdorfer Burg übertragen. Diesem sind Christian, Marthe und ihre Anhänger schon lange ein Dorn im Auge. Mit Mut und Schläue versuchen die Dorfbewohner, sich gegen den gnadenlosen Albrecht zu behaupten. Doch viel muss geschehen, bis Christians Traum wahr wird und aus dem Dorf eine Stadt: Freiberg. 


 Dies ist der dritte Teil der Hebammen-Saga. Band 2 und 4 habe ich ja von meiner Chefin ausgeliehen. Mit Band 1 habe ich heute begonnen und hoffe jetzt darauf, dass es so gut ist, dass ich die nächsten Teile auch lesen will, daher liegen jetzt schon alle Teile hier auf Vorrat ;-) 

Kurzbeschreibung:
Trix, Erbe des Herzogtums Solier, wird Opfer eines gemeinen Putschs. Trix schwört Rache. Bloß wie? Die wilde Welt jenseits der Schlossmauern ist nichts für zarte Jünglinge. Grässliche Untote, verwirrte Feen und minderbemittelte Minotauren machen Trix das Leben schwer. Aber dann entdeckt er ein ungeahntes Talent: Ist er vielleicht zum Magier berufen? Mit neuem Mut versucht sich Trix als Retter der schönen Fürstin Tiana, die zwangsverheiratet werden soll. Dafür verspricht Tiana, ihm zu helfen, den Thron zurückzuerobern. Die beiden schmieden einen tollkühnen Plan.






Seit ich dieses Buch in der Buchhandlung das erste Mal in den Händen hielt, habe ich das Gefühl: Das musst du haben. Das kann doch nur gut sein. Jetzt habe ich endlich die Chance mich selbst davon zu überzeugen. ;-)

Was sagt ihr zu meiner aktuellen Ausbeute? Sind Bücher dabei, die ihr schon gelesen habt und wenn ja, wie ist eure Meinung zu ihnen?

Sonntag, 30. Oktober 2011

Monatsrückblick Oktober 2011 und kleine Erinnerung

Ich zeige euch heute schon den Monatsrückblick, weil ich morgen ganz sicher kein Buch mehr beende. ;-)

Oktober 2011:


Gelesene Bücher: 6
Gelesene Seiten: 2748
Das sind 89 Seiten/Tag

-. Andreas Saumweber: Schattenkrieg (200 Seiten, abgebrochen)
1. Maria V. Snyder: Yelena und die Magierin des Südens
2. J.K Rowling: Harry Potter und die Kammer des Schreckens
3. Leslie Parrish: Was kostet der Tod
4. Stephen R. Bellem: Wächter Edens
5. Markus Heitz: Die Legenden der Albae 1 - Gerechter Zorn
6. Sarah Pinborough: Die Farben der Finsternis (Rezi folgt)

Begonne Bücher:
- Brigitte Melzer: Rebellion der Engel
- Sabine Ebert: Das Geheimnis der Hebamme

Uh...
die "schlechteste" Statistik seit ich mit dem Bloggen begonnen habe. Knapp 90 Seiten am Tag und nur 6 Bücher. Woran lags?
1. Die Uni hat begonnen, wie schon mehrfach erwähnt, daher war eindeutig weniger Zeit zum Lesen da und
2. Das abgebrochene Buch von Saumweber zu Beginn des Monats hat mich in eine Leseflaute gerissen, die ich erst während bzw. nach der Buchmesse ablegen konnte. Seitdem habe ich eigentlich noch ganz gut was geschafft und ich bin auch guter Dinge, dass ich nächsten Monat wieder eindeutig mehr lese. Ich habe ja auch noch so viele schöne Bücher auf dem SuB. :-)

Hier noch die kleine Erinnerung:
Zur Lesezeichen-Wichtelaktion mit der Chance auf euer Wunschbuch könnt ihr euch noch bis zum 4. November anmelden! Das ist der kommende Freitag. Bisher sind wir mit mir 18 Teilnehmer und ich würde mich freuen, wenn sich noch der ein oder andere findet, der Lust hat mitzumachen. 
Für nähere Infos einfach auf das Banner klicken: 

Samstag, 29. Oktober 2011

[Rezension] Markus Heitz - Die Legenden der Albae 1: Gerechter Zorn *****

Autor: Markus Heitz
Titel: Die Legenden der Albae – Gerechter Zorn
Reihe: Die Legenden der Albae
1. Gerechter Zorn
2. Vernichtender Hass
Genre: Fantasy
Seiten: 584
Verlag: Piper
Veröffentlichung: April 2009
ISBN: 978-3492701549
Preis: 15,95 Euro

Klappentext: Dsôn Faïmon, das Reich der Albae plant einen Feldzug gegen alte Feinde. Die Albae Caphalor und Sinthoras sollen einen mächtigen Dämon auf ihre Seite ziehen, um die Schlagkraft des Heers noch zu verstärken. Doch die beiden Krieger könnten unterschiedlicher nicht sein: Während Caphalor lediglich die Grenzen des Reichs verteidigen möchte, giert der ehrgeizige Sinthoras nach mehr. Er ist darauf aus, das gesamte Geborgene Land endgültig zu unterwerfen …

Meine Meinung:
Von Beginn an muss dem Leser eins klar sein, das geht schon aus der Widmung des Buches hervor: Wir haben hier als Protagonisten keine strahlenden Helden, wie zum Beispiel große Elbenkrieger, treue Menschenfürsten, stämmige Zwergenmänner. Nein, unsere Helden sind die wahren Schurken. Unsere Helden sind Albae, die sich rechtlose Sklaven halten und mit ihnen genauso respekt- und skrupellos umgehen wie mit jedem ihrer Feinde. Albae sind auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Mögliche Verluste auf dem Weg dahin sind Bauernopfer, die sie nicht einmal mit der Wimper zucken lassen. Vielmehr genießen sie das Leid, den Schmerz eben jener Opfer noch zusätzlich.
Ich gestehe hiermit ein, dass ich die Zwerge nicht gelesen habe. Warum? Weil ich mit den Zwergen als Rasse so noch nie etwas anfangen konnte. Wenn sie in einer Gruppe als einzelne Mitglieder dabei sind, wie in Tolkiens Klassiker beispielsweise, ist es für mich kein Problem. Aber eine ganze Geschichte und dann noch vier Bände über dieses Volk? Ich hab es versucht, bin auf Seite 200 gescheitert und habe mich jetzt den Schurken der Geschichte zugewandt, die mich persönlich viel mehr begeistern konnten. Und die Geschichte der Albae, die ausziehen, um die Elben endgültig zu vernichten, lässt sich auch wunderbar ohne das Hintergrundwissen aus den Zwergenbüchern, in denen dieses Volk das erste Mal erscheint, verstehen.
Wie nicht anders zu erwarten war, liegt hier ein High-Fantasy-Roman vor. Markus Heitz hat eine eigene Welt geschaffen, mit eigenen fremdartigen Völkern und mit der klassischen Schwierigkeit der oft unaussprechbaren Namen. Das muss man mögen oder lieben wie ich es tue. Hilfreich ist hierbei trotzdem, dass es neben einer Karte des Landes und der Stadt auch ein Personenverzeichnis gibt, das ich auf den ersten Seiten doch ab und an zu Rate gezogen habe, um die Charaktere den richtigen Lagern zuzuordnen und niemanden zu vertauschen.
Wir wechseln also den Blickwinkel mit dieser Geschichte. Wir sehen die Welt nun aus der Sicht der klassischen Feinde, man könnte sagen des Bösen und ich war erstaunt wie wunderbar es dem Autor gelingt, diese fremde Mentalität, fremde Moral, das Kunstverständnis und die Gesellschaftsform so zu vermitteln, dass man trotz aller Unterschiede zu uns selbst oder auch zu den sonst fiktiv erschaffenen Völkern versteht, was die Albae antreibt und nach einiger Zeit trotz allen Widerwillens ihre Denkweise zu akzeptieren, sogar mit ihnen fühlt.
Besonders spannend wird die Situation noch dadurch, dass unsere beiden Protagonisten Sinthoras und Caphalor von Beginn an Feinde sind. Ihre erste Begegnung innerhalb des Buches sagt schon nichts Gutes voraus und als sie von ihren Herrschern auf eine gemeinsame Mission geschickt werden, ist keiner von beiden darüber begeistert. Gleichzeitig haben sie beide ihren Charme. Die Geschichte wird wechselnd aus der jeweiligen Perspektive der beiden erzählt – mit kurzen Einschüben anderer Charaktere. Und dieses Mal war es tatsächlich so, dass ich keinen Liebling hatte, wie es sonst oft der Fall ist, wenn Handlungsstränge aufgeteilt werden. Sie sind beide faszinierende und interessante Figuren, die das Lesen zu einem ganz neuen Abenteuer machen.
Nach und nach scheint sich auch das Verhältnis der beiden Protagonisten zueinander etwas zu verändern. Und trotz aller Unterschiede zwischen ihrem und unserem Denken, dem Verständnis davon wie Leben miteinander funktionieren kann und soll, ist auch diese Rasse zu Gefühlen fähig, nicht nur Gefühl von Wut und Zorn oder Hass, auch Freundschaft und Liebe können ihr Herz erreichen, auch wenn sie sich das manchmal selbst nicht eingestehen wollen.
So gibt es zum einen etliche Kampfszenen mit und gegen die verschiedensten Rassen, die in dieser Geschichte auftauchen und die Markus Heitz selbst entworfen hat, zum anderen auch gefühlsbetone Szenen, wobei das Thema Liebe hier keine übergeordnete und einnehmende Rolle spielt, sondern lediglich ein Rädchen im inneren des Räderwerks der Handlung ist. 

Fazit: Wie Markus Heitz sich das in der Widmung wünscht, begegnet der Leser hier den Schurken mit dem „gewissen Etwas“. Es ist erfrischend anders, wie die Geschichte der Bösen erzählt wird, ohne dass sie dabei gleichzeitig verharmlost werden. Nein, sie sind so brutal und skrupellos wie sie sein sollen und trotzdem oder gerade deshalb entwickelt sich eine hochspannende Handlung,
die ich nur mit 5 von 5 Sternen bewerten kann.


Über den Autor: Markus Heitz wurde 1971 in Homburg geboren. Er absolvierte das Gymnasium und den Wehrdienst. Danach begann er auf Lehramt an der Universität des Saarlandes zu studieren, entschied sich dann aber für den Magister Artium. Inzwischen schreibt er hauptberuflich und äußerst erfolgreich. Er ist einer der bekanntesten deutschen Fantasyautoren.

Freitag, 28. Oktober 2011

Wochenrückblick Oktober #3

Gesehen:
Ich habe diese Woche nichts so wirklich Besonderes gesehen. Zumindest ist es mir nicht aufgefallen, darum habe ich euch einfach ein paar selbst fotografierte Herbstimpressionen mitgebracht (werden beim Anklicken größer):  


Gehört:
Diese gab es wenig Musik bei mir. Irgendwie war es mir auch ohne Musik immer und überall schon laut und hektisch genug. So habe ich zu Hause eher die Ruhe oder gute Hörbücher genossen. Als Hörbücher höre ich gerade:

Gekauft:
Klein Asaviel war diese Woche äußerst sparsam. Ich habe nur Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel und sowas gekauft. *stolz*

Genossen:
Mir ist es zweimal gelungen mir eine kleine Auszeit zu nehmen und mitten im Alltagsstress zwischen Uni, Einkaufen, Arbeiten, Lernen etc. mich einfach eine halbe Stunde mit einem guten Buch in ein Café zu setzen, dort ein Milchkaffee zu trinken und zu lesen. Das ist wunderbar und ich würde das gerne jede Woche machen!

Gelernt:  Eigentlich war es ja eher eine Wissensauffrischung, dass es nach zwei Wochen Uni erstens wieder ruhiger wird und man sich zweitens auch wieder an den Ablauf gewöhnt hat. Ich bin nicht mehr so müde, lass mich schon nicht mehr stressen und habe akzeptiert, dass ich alle Unitexte lese, soweit ich es schaffe. Sollte ich es nicht schaffen, müssen eben Prioritäten her, die ich mir diese Woche auch gesetzt habe. 

Geklickt: www.fictionfantasy.de Seit dieser Woche darf ich stolz verkünden, dass alle meine Rezensionen über Fantasy-, Horor-, oder Si-Fi-Bücher (wobei ich die beiden letzteren ja kaum lese) auch auf Fictionfantasy erscheinen werden. „Die Wächter Edens“ dürfen dort bereits bewundert werden.

Erfolg: Seit meinem Urlaub Ende September bzw. Anfang Oktober hing ich mit meinen Rezensionen hinterher. Das heißt, hier lagen einige gelesene und gleichzeitig unrezensierte Bücher. Ich wollte, dass das gar nicht erst einreißt, weil ich weiß, dass  einige Bloggerkollegen beinahe ellenlange Listen mit ausstehenden Rezensionen haben. Ich kenne mich und weiß, dass ich, wenn die Liste zu lang wird, keine Lust mehr habe überhaupt noch eine zu schreiben, weil es dann so sehr nach Arbeit aussieht.
Gleichzeitig fiel es mir aufgrund der ganzen Uniarbeit schwer mich selbst mit den Rezensionen wieder einzuholen. Gestern ist es mir nun endlich gelungen. Jetzt steht zwar wieder eine aus „Die Legenden der Albae – Gerechter Zorn“, weil ich es gestern Abend beendet hab, aber das ist ja halb so wild. Sie folgt am Wochenende.

Heiß herbeigesehnt: Das Ende des heutigen Freitags. Warum? Ich habe nachher noch einen Zahnarzttermin, weil „da was gemacht werden muss“. *seufz*

Ärger der Woche: -gab es nicht- 

Zitat der Woche:
Nur in einem ruhigen Teich spiegelt sich das Licht der Sterne.
Chinesisches Sprichwort

Für mich ist und war es schon immer schwierig mich nicht verrückt zu machen, mir nicht zu viele Gedanken zu machen, sondern erst einmal ruhig und gelassen an die Dinge heranzugehen. Ich werde besser, denk ich, aber ich habe auch noch einiges zu lernen. ;-)

Donnerstag, 27. Oktober 2011

[Rezension] Stephan R. Bellem - Die Wächter Edens ****

Autor: Stephen R. Bellem
Titel: Wächter Edens
Genre: Fantasy
Seiten: 309 Seiten
Verlag: Otherworld
Veröffentlichung: September 2011
ISBN: 978-3800095483
Preis: 14,95 Euro


Klappentext: Die junge Journalistin Arienne stößt auf eine grauenerregende Mordserie an Obdachlosen. Die Opfer sind immer bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Doch die Polizei will der Sache nicht nachgehen. Je mehr Nachforschungen Arienne anstellt, desto mehr wird ihr bewusst, dass die Morde Teil einer uralten Fehde sind. Und plötzlich gerät sie zwischen die Fronten eines Krieges, der schon seit Ewigkeiten tobt. Als der Schweizergardist Antonio plötzlich in eine kleine Kirche mitten in Deutschland geschickt wird, ahnt er nicht, dass sich dahinter das größte Abenteuer seines Lebens verbirgt. Doch schon bald nagt die Frage an ihm, ob er dem charismatischen Vincent wirklich vertrauen kann, oder ob der Mann nicht einer eigenen, dunklen Agenda folgt.

Meine Meinung:
Mit „Die Wächter Edens“ trifft der Autor Stephan R. Bellem genau einen gewissen Zeitgeist. Engel sind gerade groß im Kommen und lösen scheinbar den Vampirhype langsam ab und zugleich schlägt er in eine Kerbe die ungefähr mit „Sakrileg“ von Dan Brown begonnen hat. Man stellt sich in fiktiven Geschichten die Frage, was die Kirche ihren Anhängern bis heute alles verschwiegen haben könnte. Dieses Grundgerüst, dass sich der Leser aus Titel und Kurzbeschreibung zusammensetzen kann, wird vom Verlag mit einem starken Cover noch unterstützt.
Nun folgt der Leser also der Geschichte um die Journalistin Arienne und dem ehemaligen Schweizer Gardisten Antonio. Es lässt sich schnell erkennen, wo die Schnittpunkte zwischen beiden Handlungssträngen liegen und es ist erfrischend, dass nie die Möglichkeit aufkommt, dass sich zwischen unseren beiden Protagonisten eine Liebesgeschichte anbahnen könnte, wie es sonst oft üblich ist bei dieser Konstellation.
Stephan R. Bellem schafft gleich zwei mysteriöse Charaktere, deren Hintergründe und Motive erst am Ende aufgelöst werden. Das sind Nathan und Vincent, die seit Ewigkeiten in einem Zwist, beinahe einem Krieg zu liegen scheinen.
Es ist schade, dass man über keinen der Charaktere ausreichend Information erhält, um sich wirklich direkt in sie hineinzuversetzen. Es ist einzig Ariennes Vergangenheit, die etwas mehr herausgearbeitet wird. Sie ist mir persönlich aber von Beginn an unsympathisch. Dies ist aber ein sehr subjektiver Eindruck, der niemand davon abhalten soll, das Buch zu lesen. Ich konnte mich eher mit Antonio anfreunden und hier kommt auch die positive Seite der wenigen Informationen über ihn zum Tragen: Man kann sich vorstellen, man sei selbst in seiner Situation. Dadurch fragte ich mich schnell, wie ich mich den Verhalten und fühlen würde, wenn ich plötzlich einem „Wächter Edens“ gegenüberstünde.
Gewöhnungsbedürftig war für mich, dass der Autor sich mit Details Zeit lässt, die die Geschichte nicht voranbringen und stattdessen eben die Charaktere so etwas im luftleeren Raum hängen. Hier sei als Beispiel zu nennen, dass mir immer noch völlig unklar ist, warum immer wieder so beharrlich davon geschrieben wird, dass bei Arienne dauernd die Heizung ausfällt. Es nachts also sehr kalt wird und sie immer wieder mit kaltem Wasser duschen muss. Das ist zwar nicht schön für sie, aber ich sehe nicht wieso dieses Detail mehrmals breit ausgeführt werden muss.
Ab ungefähr der Hälfte des Buches war für mich absehbar, worauf die Geschichte hinausläuft. Welche Person am Ende welche Rolle hat und wie das Ganze enden muss. Obwohl ich mit meiner Vermutung auch richtig lag, stellte sich ab diesem Zeitpunkt trotzdem keine Langeweile ein, denn der Weg dahin war noch mit Schwierigkeiten gesäumt und es ist ja trotzdem noch der Gedanke da, dass der Autor einen vielleicht doch noch überraschen könnte. Außerdem gelingt es Stephan R. Bellem mit einem knappen und klaren Schreibstil den Leser mitzuziehen, sodass das Buch kaum aus der Hand gelegt werden kann.
Eine nette Dreingabe sind die vielen Songtitel mit Interpreten, die immer wieder erwähnt werden. Ich stelle es mir nur schwierig für diejenigen, die eben jene Interpreten nicht kennen, die Stimmung der Situation einzufangen, wenn sie nicht wissen mit welcher Musik hier Stimmung erzeugt wird. 

Fazit: Ich hätte mir gewünscht, dass der Autor sich vielleicht 100 oder 150 Seiten mehr Zeit lässt, um die Charaktere auszuarbeiten. Jeder einzelne von ihnen, nicht nur die hier in der Rezension erwähnten, sind grundsätzlich sehr interessant und ich hätte sehr gerne mehr über sie erfahren.
Trotzdem gelingt es Stephan R. Bellem, insbesondere durch einen hervorragenden, mitreißendem Schreibstil, dass ich an der Geschichte dranbleiben musste und das Buch kaum zur Seite legen konnte. Trotz einiger Kritikpunkte kann ich daher ruhigen Gewissens sagen:
Ich vergebe 4 von 5 Sternen. 


Über den Autor: Stephan R. Bellem wurde 1981 in Heidelberg geboren und wuchs auch in der näheren Umgebung auf. Nach einem abgebrochenen VWL-Studium, schloss er eine Bankkaufmann-Lehre ab und hängte dann ein Soziologie-Studium an.

Zum Schreiben kam Stephan R. Bellem über die Rollenspiel-Welt. Als Meister einer DSA (Das schwarze Auge)-Runde konnte er seiner Kreativität beim Erschaffen einer eigenen Geschichte freien Lauf lassen. Später wollte er sein eigenes Rollenspiel-Szenario erschaffen. Die Regeln hat er nie aufgestellt, aber die Welt bildet den Hintergrund für einige seiner Geschichte. So für die Tirlogie „Die Chroniken des Paladins “ und „Bluttrinker "
Stepan R. Bellem führt neben einer Homepage auch einen Blog.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Leslie Parrish: Was kostet der Tod? ****(*)

Autor: Leslie Parrish
Titel: Black CATs 1 - Was kostet der Tod?
Originaltitel: Black CATs 1: Fade to Black
Reihe: Black CATs
1. Was kostet der Tod?
2. Im Netz des Todes
3. Dem Tod versprochen (erscheint im März 2012)
Genre: Thriller
Seiten: 360
Verlag: Lyx-Egmont
Veröffentlichung: 8. April 2011
ISBN: 978-3802583759
Preis: 9,99 Euro
Black CATS 01. Was kostet der Tod? - bei Amazon

Klappentext: FBI-Agent Dean Taggert schließt sich einer neuen Spezialeinheit an dem Cyber Action Team. Aufgabe dieses Teams ist es, Mordfälle zu lösen, die mit dem Internet in Verbindung stehen. Taggert wird sofort mit einem äußerst brisanten Fall betraut: Er soll einen Serienmörder aufspüren, der auf einer Internetseite namens "Satan's Playground" per Webcam live Frauen umbringt. Seine Ermittlungen führen ihn in die Kleinstadt Hope Valley, wo ihm die äußerst fähige und attraktive Polizistin Stacey Rhodes zur Seite steht. Gemeinsam verfolgen sie die Spur des Täters. Und sie müssen sich beeilen, denn der Mörder hat bereits sein nächstes Opfer im Visier ...

Meine Meinung:
Die erste Überraschung war für mich, dass ich hier kein Fantay-Roman vorgefunden habe. Im Nachhinein muss ich sagen: Ja, im Klappentext steht auch nichts von Fantasy. Aber ich habe nur den Verlag „Lyx“ gesehen und war mir vorher gar nicht bewusst, dass es dort auch Veröffentlichungen gibt, die sich nicht mit dem phantastischen beschäftigen.
Nach gut 50 Seiten war ich dann davon überzeugt, dass dies ein Thriller ist, keine Fantasy und längst hatte mich eine Geschichte in ihren Bann gezogen, die ich unter anderen Vorzeichen vielleicht niemals zu lesen begonnen hätte.
Der gesuchte Serienmörder ist äußerst brutal und wahnsinnig. Was er tut, wie er es tut und warum er es tut wird nach und nach aufgedeckt und zusammen mit dem Ermittlerteam versucht man ihm auf die Spur zu kommen, denn weitere Menschenleben sind in Gefahr. Sehr schön ist, dass der Leser einige Verdächtige hat, die am Ende aber ein wasserdichtes Alibi haben. Nicht ganz so gut gelöst finde ich dann, wer am Ende tatsächlich der Mörder ist. Um hier nicht zu viel zu verraten und niemandem den Lesespaß zu nehmen, belasse ich es bei diesem Kommentar zum Mörder.
Kommen wir aber zum Ermittlerteam. FBI-Agent Dean Taggert und die Dorfpolizistin Stacey Rhodes. Man kann es sich denken: Mann und Frau im Lyx-Verlag. Das kann nur eine Liebesgeschichte werden. Ja, wird es auch, aber diese Liebesgeschichte ist so geschickt um den eigentlich spannenden Inhalt angeordnet, dass es für mich einfach hervorragend war. Dean und Stacey sind äußerst erfrischend, wodurch auch die schmachtenden Szenen kaum zu finden sind. Oft hat man eher ein Schmunzeln auf dem Gesicht, wenn die beiden alleine sind:
„‚Dein Timing ist ungewöhnlich.‘
‚Deins ist beschissen.‘
Eine Augenbraue schoss in die Höhe.
‚Ich meine, du bist nun schon mehrere Tage hier und hast dich immer noch nicht dazu durchringen können, den ersten Schritt zutun.‘
Er lachte laut. Ein tiefes, männliches Lachen. ‚Wir überspringen also den Teil, bei dem wir uns langsam näher kennen lernen und herausfinden, ob wir mehr voneinander wollen, richtig?‘
‚Jau.‘
‚Nicht gerade subtil.‘
‚Subtil zu sein habe ich nie gelernt.‘“
Die Handlung wird auch wechselnd aus Deans und aus Stacey Sicht der Dinge erzählt. Manchmal gibt es kurze Sprünge zum Mörder, in denen dem Leser aber nicht seine Identität verraten wird, sondern nur was gerade in dessen Kopf vorgeht. Erschreckendes, muss ich sagen.
Am Ende ist dieser erste Band in sich abgeschlossen. Die Mordfälle sind aufgeklärt und es gibt keine großen Cliffhanger, die einen förmlich zwingen würden auch Band 2 zu lesen. Mir haben die Protagonisten und die spannende Geschichte so viel Spaß gemacht, dass für mich das Lesen der weiteren Bände ein Muss ist.

Fazit: Leslie Parrish gelingt mit dem Auftakt zu dieser Trilogie ein wahrer Pageturner, den ich in kürzester Zeit gelesen habe. Zu einer spannenden Geschichte, die einen äußerst brutalen Serienmörder beinhaltet, gesellen sich zwei liebenswerte und erfrischende Protagonisten. 
Ich vergebe 4,5 von 5 Sterne.

Black CATS 01. Was kostet der Tod? - bei Amazon
 
Über die Autorin: Leslie Parrish ist das Pseudonym für die Romance-Autorin Leslie Kelly. Ein Pseudonym wurde notwendig, da ihre erfolgreichen Bücher völlig in dem leichten Romantikgenre aufgehen und die Brutalität des neuen Genres damit nicht vereinbar wäre.
Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Töchtern in Maryland.

Dienstag, 25. Oktober 2011

[Buchgedanken] Christopher Paolini: Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter

Autor: Christopher Paolini
Titel: Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter
Originaltitel: Inheritance Trilogy 1: Eragon
Reihe: Eragon
1. Das Vermächtnis der Drachenreiter
2. Der Auftrag des Ältesten
3. Die Weisheit des Feuers
4. Das Erbe der Macht (erscheint am 19.11)
Genre: Fantasy
  
Buchgedanken zu Eragon 1. Teil

In wenigen Wochen – am 19. November – erscheint der vierte Teil der Eragon-Reihe. Im Zuge dessen habe ich beschlossen alle drei bereits erschienen Teile noch einmal als Hörbuch zu hören.
Andreas Fröhlich liest die Romane in ungekürzter Fassung vor und es ist eine Freude ihm dabei zu lauschen. Nun kannte ich die Handlung ja schon und konnte dieses Mal also ein Blick auf die Details werfen.
In dieser Geschichte folgen wir also einem unbedeutenden Bauernjungen auf seinem Weg zu Ruhm und Ehre. Er findet ein Drachenei und wird damit ein Drachenreiter, denn Saphira wählt ihn als ihren Reiter aus.
Zum Glück weilt Brom, der nicht nur ein Geschichtenerzähler ist, in der Nähe und er ist es auch, der ihm den ersten Unterricht erteilt und von der Geschichte der Drachen erzählt. Hier habe ich mich dann doch stark gefragt, was eigentlich in Galbatorix Hirn vorgeht. Er ist der despotische König der Welt und war schon früher einer der Drachenreiter. Bis ein Urgal oder eine ganze Horde davon seinen Drachen töteten, was Galbatorix in den Wahnsinn trieb. Aus letzterem Grund ist es vielleicht müßig nach den Gedanken des Herrschers zu fragen, aber: Da töten orkähnliche Viecher meinen Drachen, also im Endeffekt meinen Seelengefährten, später schwinge ich mich zum Herrscher auf und mache mir eben diese Viecher Untertan und zu meinen Handlangern? ICH würde ja nichts mehr mit denen zu tun haben wollen, aber naja… ich bin manchmal etwas verrückt, aber vielleicht doch nicht so wahnsinnig wie Galbatorix. ;-)

Ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass Eragon kaum selbst Entscheidungen fällt? Zumindest hier im ersten Teil? Jedes Mal, wenn eine Entscheidung getroffen werden müsste, fragt er andere, was er tun soll. Mal ist es Brom, mal Saphira, später Murtagh. Natürlich ist es gut, dass er nicht allzu viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus fällt, aber zum Ende hin hat mich dieses ewige „Was soll ich nur tun?“ doch ein bisschen genervt muss ich sagen.

Der Endkampf, gleichzeitig der Höhepunkt der Geschichte, ist wunderbar und äußerst detailreich geschrieben und ich war erstaunt, dass wir dort ja tatsächlich mehr über Durzas Geschichte erfahren. Wir erfahren wie es aus dem Menschen Carsaib dieser schreckliche Schatten geworden ist. Gruselig muss ich sagen. Aber es ist schön, dass man sich so etwas bei einem zweiten Mal lesen oder hören noch ins Gedächtnis rufen kann.
Wiederum irritiert hat mich dieses maßlose Entsetzen Eragons über die Narbe an seinem Rücken. Klar, die ist nicht unbedingt schön, aber dass er so davon mitgenommen wird, finde ich dann etwas übertrieben. Ich mein jetzt nur die Narbe, nicht diese Schmerzanfälle, die er immer mal wieder hat, nach dem Kampf mit dem Schatten. 

Kommen wir zum Schluss noch zu einem erfreulichen Punkt: Saphiras Humor. Sobald sie das erste Mal spricht ist dieser Humor vorhanden und wird im Verlauf des ersten Bandes und, wenn ihr ein kleiner Ausblick erlaubt ist, im Verlauf der gesamten Geschichte immer weiter ausgebaut. Diese leicht ironische Note gepaart mit dem latenten Unverständnis mancher menschlicher Verhaltensweisen ist oft einfach zu köstlich.
Alles in Allem hat mir aber auch der zweite Durchgang mit Eragon durch seine ersten Abenteuer Spaß gemacht und mit Freude mache ich mich inzwischen über Band 2 her.
Auch diese Buchgedanken sind natürlich nicht vollständig. Ich kann und möchte nicht auf jeden Aspekt der Geschichte eingehen, sondern nur auf die, die mir besonders eingefallen sind. Gerne könnt aber auch ihr in den Kommentaren Weiteres, was zu Eragon Teil 1 zu bemerken ist, beitragen.

Montag, 24. Oktober 2011

Einkaufsflatrate zu gewinnen!

Ja, richtig gelesen.
Anlässlich des Weltspartages am 27. Oktober wird eine Einkaufsflatrate verlost. Nicht hier bei mir, sondern bei Kaufda. 

Was heißt Flatrate? 
186 Euro braucht der Mensch im Durchschnitt im Monat für Lebensmittel. Kaufda verlost für mindestens 6 Monate 200 Euro monatlich. Je mehr mitmachen, desto länger gilt das. Bis zu 1 Jahr lang erhält der Gewinner 200 Euro monatlich. 200 Euro sind eine Menge Geld. Was man damit alles machen könnte... *träum*

Ihr möchtet auch mitmachen, dann schaut mal hier:


Je mehr Blogger mitmachen, desto mehr gibt es zu gewinnen. Also auf gehts. ;-)

Sonntag, 23. Oktober 2011

[Rezension] Maria V. Snyder: Yelena und die Magierin des Südens ***

Autorin: Maria V. Snyder
Titel: Yelena und die Magierin des Südens
Originaltitel: Poison Study
Reihe: Study-Reihe (benannt nach den Originaltiteln)
1. Yelena und die Magierin des Südens
2. Yelena und der Mörder von Sitia
3. Yelena und die verlorenen Seelen
Genre: Fantasy
Seiten: 444
Veröffentlichung: 10. November 2006
ISBN: 978-3899413601
Preis: 7,95 (neue Auflage)

Klappentext: Kurz vor ihrer Hinrichtung wird Yelena ein außergewöhnliches Angebot gemacht: Sie bekommt das beste Essen, eigene Gemächer im Schloß und riskiert ihr Leben, falls jemand versucht, den Kommandanten von Ixia zu töten.
Und so entscheidet sich Yelena, unter Anleitung des Sicherheitschefs Valek Vorkosterin des Kommandanten zu werden. Aber Valek überlässt nichts dem Zufall: Damit sie nicht flieht, gibt er ihr regelmäßig Schmetterlingsstaub ins Essen. Und nur, wenn sie täglich das Antiserum von ihm erhält, kann sie ihren langsamen und qualvollen Tod verhindern.
Als Rebellen planen, Ixia in ihre Gewalt zu bringen, entwickelt Yelena magische Kräfte, die sie nicht kontrollieren kann. Doch Magie ist in Ixia unter Todesstrafe verboten. Einzig Yris, die Magierin des Südens, kann ihr jetzt noch helfen. Doch wenn Yelena versucht zu fliehen, wird der Schmetterlingsstaub sie langsam aber sicher vergiften.

Meine Meinung:
Das Leben einer Vorkosterin in den Mittelpunkt einer Geschichte zu stellen, war für mich von Beginn an ein sehr spannender Gedanke und konnte meine Neugier wecken. So erwartete ich eine spannende Handlung. Diese nahm mich auch auf Seite eins schon gefangen.
Ab der ersten Seite lässt sich dieses Buch sehr schnell und flüssig lesen. Das liegt zum einen an der einfachen Sprache, zum anderen an dem einzelnen Handlungsstrang, dem der Leser folgt. Es gibt zwar Rückblenden in Yelenas schreckliche Vergangenheit, aber es gibt keinen zweiten Protagonisten, der uns auch noch aus seiner Sicht die Geschichte erzählt.
Es lässt sich gut lesen, wie Yelena lernt mit den Giften umzugehen und wie skrupellos sie behandelt wird. Sobald aber klar wird, dass unsere Protagonistin eine Magierin ist, die nichts von ihrer Gabe weiß, läuft diese Geschichte in bekannten Bahnen. Verschiedene Mächte wollen ihre Kraft für sich nutzen, sie auf ihre Seite ziehen. Gleichzeitig muss sie um ihr Leben fürchten.
Über allem schwebt noch eine normale Liebesgeschichte, zu einem geheimnisvollen Mann, der eigentlich keinen Grund hat, dieses Mädchen zu lieben. Für mich als Leserin sind die großen Gefühle ausgeblieben, selbst wenn über Yelenas schreckliche Kindheit und Jugendzeit berichtet wurde und auch im Bezug auf die Liebe.
Die Autorin macht alles in allem wirklich nichts falsch und ich hatte auch einige Stunden Lesespaß, gleichzeitig begegnete mir hier aber leider auch nichts Neues, was ich nicht schon vorher kannte. Damit trete ich zwar den vielen sehr positiven Stimmen entgegen, aber ein Lieblingsbuch-Status kann es hier für mich nicht geben. 

Fazit: Hier findet sich eine gute und solide Fantasygeschichte, in der viele bekannte Elemente aufgegriffen und neu, aber auch in bekannten Mustern, zusammengesetzt werden. Für zwischendurch ist dieses Buch sicher ganz nett, aber Yelena wird mir leider nicht lange im Gedächtnis bleiben.
Ich vergebe 3 von 5 Punkte. 


Über die Autorin: „Posion Studys“ war Maria V. Snyders Debütroman. Er wurde 2005 zuerst veröffentlicht. Inzwischen ist die Trilogie abgeschlossen und die Autorin hat weitere Fantasyromane und auch Kurzgeschichten verfasst.
Sie lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern und einer Katze in Pennsylvania, wo sie sich inzwischen vollständig dem Schreiben widmet.

Samstag, 22. Oktober 2011

[Neuzugänge 10/2] Meine guten Vorsätze werden untergraben ;-)

Ja, gestern am Freitag kam ich völlig unbedarft auf die Arbeit, habe da mein Tagewerk verrichten. Irgendwann klingelte das Telefon und meine Chefin meinte: "Ach, ich hätte es beinahe vergessen. Hinten steht eine Stofftüte für dich. Da sind ein paar Bücher drin."
Ja sie hatte mal angekündigt, dass sie mir das eine oder andere Buch mitbringen würde. Hier sind sie nun also. Uff, mein SuB wächst und wächst... 

Sabine Ebert: Die Spur der Hebamme - Hebammen Saga 2
 Kurzbeschreibung: Mark Meißen im Jahre 1173: Marthe und ihr Mann Christian könnten glücklich und zufrieden im durch den Silberbergbau erblühten Christiansdorf leben, doch da erreichen sie schlimme Neuigkeiten: Heinrich der Löwe ist von seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land zurückgekehrt, und mit ihm Christians ärgster Feind. Erneut ist der Meißner Markgraf Otto von Wettin in die Kämpfe gegen den mächtigen Herzog von Sachsen und Bayern verwickelt. Und er ernennt ausgerechnet Christians Feind zum Vogt des Silberdorfes. Christian will seine Frau in Sicherheit bringen. Doch sie wird von einem fanatischen Medicus denunziert und muss sich vor einem Kirchengericht verantworten. Verzweifelt sucht Christian nach ihr, aber sie scheint spurlos verschwunden … Die Fortsetzung von »Das Geheimnis der Hebamme«! 

Kurzbeschreibung: Freiberg 1189: Fast fünf Jahre sind seit Christians Tod vergangen. Marthe und Lukas leiden immer noch unter dem Verlust des Geliebten und Freundes und müssen ihre Gefühle füreinander neu bestimmen. Doch das ist nicht die einzige Sorge, die ihr Leben überschattet, denn es naht der Tag, an dem der grausame Albrecht, der älteste Sohn des Markgrafen Otto, die Regentschaft über die Mark Meißen übernehmen wird. Marthe und Lukas können nicht fliehen: Sie müssen Christians Vermächtnis erfüllen – und sich um die mittlerweile fast erwachsenen Kinder kümmern. Die sechzehnjährige Clara soll heiraten, obwohl sie heimlich in den jüngeren Sohn des Markgrafen verliebt ist, und Thomas träumt davon, sich Kaiser Barbarossas Kreuzzug ins Heilige Land anzuschließen …   

Band 1 besitze ich ja bereits selbst. Ich hoffe, dass es mir heute mitgebracht wird. Ich hatte es ja entliehen. Naja, was denken jetzt die findigen Leser unter euch? Band 3 fehlt da aber. Jap. Was macht Aasaviel? Gibts doch bestimmt bei Tauschticket oder? Jap. Gab es. Es ist auf dem Weg zu mir. ;-) Zu TT später noch mehr...

Sabine Ebert: Blut und Silber
Kurzbeschreibung:
Der neue große historische Bestseller der Autorin der »Hebammen-Romane« Deutschland 1296: König Adolf von Nassau setzt eine gewaltige Streitmacht gegen Freiberg in Bewegung, um die reiche Silberstadt in die Knie zu zwingen. Unter den Bürgern entbrennt ein heftiger Streit: Dürfen sie sich ihrem König widersetzen? Zu den Freibergern, die die belagerte Stadt mutig verteidigen, gehören auch Änne, eine Nachfahrin der Hebamme Marthe, und die Gauklerin Sibylla. Entsetzt müssen sie miterleben, wie Freiberg blutig erobert wird – durch Verrat! 

Ja, richtig erkannt: Meine Chefin ist begeistert von Sabine Ebert. Ich hoffe, dass alle Bücher von ihr überzeugen können.
Kurzbeschreibung: Die unbeugsame junge Brillenmacherin im Kampf zwischen Kirche und Ketzern: Ein dramatischer Roman über die Macht des Lesens
England im Jahr 1387. Nur wenige Meister in Europa beherrschen die Kunst des Brillenmachens, das schwierige Linsenschleifen aus unregelmäßigem Glas und das kunstvolle Schnitzen feiner Holzgestelle. Courtenay, der Erzbischof von Canterbury, weiß um die Bedeutung der Brillenmacher. Als Herren über die Sehkraft und damit über die Schrift haben sie dort noch Macht, wo mit Schwertern nichts mehr auszurichten ist. Um den Geheimbund der Bedeckten Ritter zu zerschlagen, die für Vernunft und Wissenschaft kämpfen und den vogelfreien Bibelübersetzer Hereford verstecken, will sich Courtenay diese Macht zunutze machen. Doch Elias Rowe, der beste Brillenmacher weit und breit, ist nicht willens, seine Sache zu unterstützen. Eines Morgens findet ihn seine junge Frau Catherine tot in der Werkstatt. Um dem Mörder ihres Ehemanns auf die Spur zu kommen, eignet sich die junge Witwe sein Handwerk an und gerät mitten in den Machtkampf zwischen dem Erzbischof und den Geheimbündlern. Am Ende muß Catherine all ihr optisches Können aufwenden, um sich und Ritter Latimer, den Mann ihres Herzens, zu retten. 

Und ein vierter historischer Roman. Dieser sogar signiert vom Autor. Ich bin gespannt, was mich erwartet. 
Ja, historische Romane soweit das Auge reicht, dabei kann ich nicht so viele davon am Stück lesen und Gable wartet ja auch noch. Da wollte ich ja Das Lächeln der Fortuna eigentlich "Re-readen". Ich komme nur stockend vorwärts. Es gibt so viele andere Bücher, die mir neu sind und gelesen werden wollen. Eventuell leg ich den Re-Read aufs Eis, frische meine Kenntnisse anders auf und mache dann bald mit dem 2. Waringham weiter. ;-) 

Noch einige Worte zu TT:
In den letzten Tagen habe ich 7 (!) Büchersendungen zur Post gebracht. Heute alleine fünf. Dementsprechend besitze ich einige Tickets. Dann fällt es immer besonders schwer "nein" zu sagen, wenn Wunschbücher vorhanden sind. Neben dem 3. Hebammen-Band sind nun noch 2 weitere Bücher auf dem Weg zu mir und ich habe immer noch 19 Tickets. Was mache ich nur damit... *grins*

Freitag, 21. Oktober 2011

[Rezension] Juliet Marillier: Sevenwaters 2 - Der Sohn der Schatten *****

Autor: Juliet Marillier
Titel: Sevenwaters 2 – Der Sohn der Schatten
Originaltitel: Son of Shadows
Reihe: Sevenwaters
2. Der Sohn der Schatten
3. Das Kind der Stürme
4. Die Erben von Sevenwaters
5. Seer of Sevenwaters (englisch)
6. Return to Sevenwaters (englischer Arbeitstitel)
Genre: Fantasy-Sage
Seiten: 704
Hörbuchlänge: 24 Std 37 Min
Verlag: Knaur TB
Veröffentlichung: 2. Mai 2011
ISBN: 978-3426509074
Preis: 10,99 Euro


Dies ist der zweite Band einer Reihe und kann Spoiler für den ersten Band enthalten!

Klappentext: Mit ihrer abenteuerlichen Reise durch das Irland des 9. Jahrhunderts hat die willensstarke Sorcha eine große Leserschaft begeistert. Nun geht die Saga um Liebe, Macht und Magie weiter! Sorchas Tochter Liadan ist inzwischen erwachsen, und wie ihre Mutter muss sie in einer Zeit, in der Frauen eigentlich ein Leben lang friedlich in ihrem Dorf bleiben, kühne Abenteuer bestehen: Sie wird von einer Söldnergruppe verschleppt, muss sich gegen Machtspiele und Intrigen behaupten, und im Hintergrund spinnt die Hexe Oonagh weiterhin ihre Fäden ...

Meine Meinung:
Mit diesem zweiten Band der Sevenwaters-Reihe befinden wir uns nun schon einige Jahre später. Die nächste Generation, also Sorchas Kinder sind nun beinahe erwachsen. Die jüngste Tochter Liadan ist die Protagonistin dieser Geschichte. Aus ihrer Sicht sehen wir den Verlauf der Welt.
Obwohl sie einige Charaktereigenschaften ihrer Mutter mit auf den Weg bekommen hat, wird schnell klar, dass sie eine eigene Persönlichkeit ist. Sehr fein hat Juliet Marillier hier nicht nur die Abgrenzung zwischen Mutter und Tochter, sondern auch die Unterschiede zu ihren Geschwistern oder ihren Onkeln herausgearbeitet.
Früh wird Liadan verschleppt und muss sich plötzlich selbst durchschlagen. Hier hat mich einige Zeit lang irritiert wie selbstverständlich sie diesen Umstand hinnimmt. Sie geht dann dort ihrer neuen Aufgabe nach und obwohl sie ab und an an ihre Familie denkt, hat man oft das Gefühl, dass es ihr nicht im Mindesten schwer fällt, das erste Mal länger von ihr getrennt zu sein.
Um Liadans Leben herum entwickelt die Autorin eine Geschichte, die ganz große Kreise zieht, die Geschehnisse aus Band 1 wieder aufgreift  und weiterführt, Fäden ausarbeitet, die bei mir schon beinahe in Vergessenheit geraten waren. Am Ende entwickelt sich daraus ein stimmiges Muster, das einem beim Lesen oder Hören ein bezaubertes Lächeln auf das Gesicht zaubert.
Auch in dieser Geschichte geht es, ähnlich wie in Band 1, um die Liebe. Die Liebe, die in Liadan entbrennt, zu einem Mann den sie nicht lieben darf, der von allen und besonders von ihr nicht geliebt werden will. Auch auf den Leser übt dieser Mann von Beginn an eine große Faszination aus und ich tappte lange Zeit im Dunkeln, was seine Geheimnisse und seine Verknüpfung mit der Familie von Sevenwaters betrifft.
Manchmal ist es, wie auch schon in Band 1, sehr erstaunlich wie stark die Protagonistin ist. Immer wieder dachte ich mir: Das kann doch kein Mensch tatsächlich aushalten. Ein Schicksalsschlag nach dem anderen, schlechte Informationen prasseln förmlich auf sie ein. So wirkt diese Stärke an manchen Stellen etwas unrealistisch.
Unrealistisch ist die Geschichte natürlich auch aufgrund der Fantasyelemente, die Juliet Marillier geschickt mit der Handlung verknüpft. Nicht nur das Feenvolk tritt auch in diesem Buch wieder in Erscheinung, auch ein noch älteres Volk, das Liadans Schritte zu lenken versucht. Außerdem vereint sie zwei Gaben, die uns schon aus dem ersten Band bekannt sind. Mehr soll hier nicht verraten werden. 


Fazit: Dieses Buch weiß zu begeistern. Mit Spannung verfolgt man eine Liebesgeschichte, der anderen Art. Auch hier ist der Mann geheimnisvoll, aber es ist nicht der typische Lovertyp oder gar ein Vampir. Außerdem wird es der Liebe kaum gewährt, sich zu entfalten, sie ist vielen Gefahren ausgesetzt. So entstehen keine Längen, sondern man taucht tief ab in den Wald von Sevenwaters und fühlt mit Liadan mit, Kummer, Leid, Freude und Glück.
Ich vergebe 5 von 5 Punkte.

Über die Autorin: Juliet Marillier wurde 1948 in Neuseeland geboren. Ihre Familie stammt ursprünglich aus Schottland und aus Irland.
Sie unterrichtete Musik an der High-School. in Neuseeland und Australien. Inzwischen lebt sie im Westen Australiens. Sie hat vier Kinder und ebenso viele Enkelkinder.
„Die Tochter der Wälder“ ist ihr erster Roman und wurde 1999 in Australien veröffentlicht.

Über die Sprecherin: Tanja Geke wurde 1981 in Berlin geboren. Sie arbeitet in den Bereichen Schauspiel für Film und TV, Theater, Synchron (Kino und TV), Sängerin und Sprecherin (TV und Hörbuch).

Wochenrückblick Oktober #2

Gesehen:
 Ich hatte diese Woche hier eine regelrechte Marienkäfer-Invasion. Teilweise waren über 20 Stück von den kleinen süßen Viechern in meiner Wohnung. Und einer davon flog direkt auf meine aktuelle Buchseite. Süß oder? Besonders mitten im Oktober. :)
Ach, bevor ihr fragt, was ich da lese. Das hier.

Geschaut:
1 Folgen Supernatural:
Staffel 5:  Folge 6 (Die Kinder sind unsere Zukunft)
Interessiert euch meine Meinung dazu? Sagt Bescheid, ich schreib gerne darüber.

Gehört:

Der Text hat nichts zu sagen. Aber damit wird man selbst Abends wirklich gut wach, wenn man es nochmal laut hört. ;-)

Gekauft:
Dieses Buch, was nicht in den Neuzugängen auftauchen wird, weil ich es niemals vollständig lesen werde. Aber für die Examensvorbereitung äußerst praktisch und von überall empfohlen. ;-)

Außerdem habe ich noch T-Shirts kaufen lassen. Die bekomm ich aber erst morgen überreicht. 





Genossen:

Gelernt: „Für diesen lateinischen Text brauchen Sie doch eigentlich gar kein Latein. Das ist doch wie Deutsch. Lesen sie lateinische Texte, wie sie englisch lesen. Da schlagen sie doch auch nicht jedes Wort nach oder? Und nach zwei Wochen werden sie feststellen, dass überall wo im Deutschen „und“ kommt, ein „et“ steht. In einem Jahr können sie es dann lesen wie ich.“
- Ohne Kommentar –
(Wenn ihr doch einen Kommentar wollt, meldet euch bei mir ;-) )

Geschrieben: 

Geklickt: Noch ein You-Tube-Video. Äußerst gelungen passend zur Buchmesse. Ich musste wirklich schmunzeln. Seht selbst:

Erfolg: Ist es nicht schon ein Erfolg diese Woche überstanden zu haben? Boah, wenn noch irgendjemand behauptet das Studentenleben wäre immer nur angenehm. Es war irre anstrengend die letzte Woche. Ich war abends ab 17 Uhr hundemüde und musste trotzdem wachbleiben, weil noch so viel zu tun war. Und dann versteh mal einer den Philosoph Habermas, wenn man schon Probleme hat die eigenen Gedanken in Schwung zu halten o.O

Misserfolg: Kann mich auch diese Woche an keinen erinnern. *am Kopf kratz*

Heiß herbeigesehnt: Kokosmehl. :-D Warum? Ich esse ja keine/ so gut wie keine Kohlenhydrate mehr. Seit gestern habe ich wahnsinnig Lust auf Brot. Mit Kokosmehl lassen sich kohlenhydratarme hefebrotähnliche Brötchen herstellen. Ich bin gespannt und werde bei Interesse berichten. Das Kokosmehl kaufe ich übrigens heute.
Ach ja: Kokosmehl sind KEINE Kokosraspeln. Da gibt es einen ziemlich großen Unterschied. 

Ärger der Woche: Nein, für mich war es nicht die FAZ bzw. der Bericht über uns Blogger. Da konnte ich irgendwie nur müde lächeln. Das wird auch meine einzige Äußerung zu dem Thema bleiben.
Mein Ärger der Woche war: Rentner in der Schwimmhallte. Mensch, erinnert mich daran, wenn ich mal groß bin…
Halt. Das Argument zählt nicht mehr. Wachsen ist nicht mehr drin. Laut Perso bin ich auch erwachsen. Also nochmal:
Erinnert mich daran, wenn ich mal richtig viel Geld verdiene, dass ich mir mein eigenes Schwimmbad bauen lasse. Mit einer Bahn (oder zwei oder drei) gaaanz für mich alleine. Diese Herren und Damen (hauptsächlich Damen) stellen sich tagtäglich genau dort hin, wo der Nichtschwimmerbereich in den Schwimmerbereich übergeht. Was machen sie da? Quatschen… Quasseln… Klönen… Schnacken… Palavern… Wo ist das Problem?
Sie stehen damit MITTEN in der Bahn. So müssen alle Bahnenschwimmer ausweichen. Das Zickzack schwimmen, wenn einfach zu viele Menschen Bahnen schwimmen, kann ich verstehen, aber dass 10 Schwimmer über eine EINZIGE Bahn am Rand ausweichen müssen, damit die Herren und Damen „schwätzen“ (wie man hier sagt) können, während sie alle anderen Bahnen blockieren….
Ich versteh es nicht… 

Zitat der Woche: 

Ob du glaubst, Du schaffst es,
oder ob Du glaubst, Du schaffst es nicht,
DU HAST IMMER RECHT.
(Henry Ford)

Dieses Zitat hat mich diese Woche beeindruckt. Wenn man drüber nachdenkt, stellt man fest wie wahr diese Wort doch sind…
Somit sei gesagt: Ich schaffe es!

Donnerstag, 20. Oktober 2011

[Challenge] Wälzer-Challenge 2012 und einige Infos von mir

Es ist erschreckend wie schnell auch dieses Jahr zu Ende geht. Nur noch gute 2 Monate und wir haben schon Weihnachten. Neues Jahr  heißt auch: Neue Challenges. Es geht ja gerade um wie ein Fieber. 

Die Wälzer-Challenge

Auch ich mache mit. Jeder, der in irgendeiner Form Rezensionen veröffentlichen kann, darf mitmachen. Die Regeln? Ein Buch muss über 510 Seiten haben, um als "Wälzer" zu gelten. Ich lese gerne dicke Bücher, aber seit ich den Blog habe, denke ich auch immer wieder: Hm, dann dauert es so lange, bis die nächste Rezension erscheint. Da ist doch eine Challenge der richtige Ansporn sich wieder vermehrt den dicken Schinken zuzuwenden. Am Ende gibt es natürlich auch etwas zu gewinnen. ;-) Weitere Informationen dazu findet hier bei Alexandra.
Meinen Fortschritt kann man wie immer auf der Seite "Challenges" betrachten. ;-) Vorgenommen habe ich mir für nächstes Jahr mal so ca. 20. Ich bin gespannt, ob das zu schaffen ist.

Einige weitere Infos meinen Blog betreffend:

Ich werde keinen Messebericht verfassen. Es war super auf der Messe. Ich hatte ein wunderschönes Wochenende mit all den Büchern und Autoren und den lieben Mädels, die ich kennen lernen durfte. Ich habe jetzt aber schon so viele Messeberichte gelesen, dass ich nicht das Gefühl habe, ich könnte da noch etwas beitragen, was man nicht schon auf x-Seiten findet. Das ganze Feeling vom Wochenende kann ich sowieso irgendwie nicht in Worte fassen. Es war einfach toll. Das soll an dieser Stelle reichen. 
Ach ja, Leipzig ist vorgemerkt! Frankfurt nächstes Jahr mit dickem Fragezeichen, wegen Examensprüfung, aber bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit!

Dann wollte ich noch einmal auf meine aktuelle Aktion hinweisen:


Bei mir wird gewichtelt und gewonnen. Wir wichteln Lesezeichen und am Ende gibt es sogar ein Buch zu gewinnen. Macht doch mit! Ich würde mich über weitere Teilnehmer sehr freuen. Anmeldung ist bis zum 4. November. Weitere Infos hier.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

[Rezension] Paul Coelho - Veronika beschließt zu sterben *****

Autor: Paul Coelho
Titel: Veronika beschließt zu sterben
Originaltitel: Veronika Decide Morrer
Genre: Gegenwartsliteratur
Seiten: 223
Verlag: Diogenes Verlag
Veröffentlichung: 2000
ISBN: 978-3257233056
Preis: 9,90 Euro

Klappentext: Die junge Slowenin Veronika hat ihren Traum, Pianistin zu werden, dem ereignislosen Alltagsleben im Nachkriegs-Ljubljana geopfert. Sie beschließt schließlich, diesem leidenschaftslosen Dasein ein Ende zu bereiten, nimmt eine Überdosis Schlaftabletten - und erwacht in einer Irrenanstalt. Hier teilen ihr die Ärzte mit, sie sei herzkrank und habe nur noch wenige Tage zu leben. Den Tod vor Augen, durchmisst Veronika innerhalb weniger Tage alle Höhen und Tiefen des Daseins. Sie beginnt, für ihr Leben zu kämpfen und verliebt sich zum ersten Mal.

 Meine Meinung:
Dieses Buch gehörte zu denen, die beinahe schon jeder gelesen hatte, nur ich nicht. Das musste sich über kurz oder lang einfach ändern, auch wenn ich nicht zu den klassischen Gegenwartsliteratur-Lesern gehöre. Überall hörte man von der großartigen Geschichte.
Zu Beginn schreckte mich jedoch der Titel. Ich hatte erwartet, dass Veronikas Geschichte bedrückend und deprimierend ist. Dort möchte sich jemand umbringen, sich das Leben nehmen. Vermutlich aus Verzweiflung. Das kann nur bedrückend sein.
Weit gefehlt. Ja, Veronika möchte sich umbringen. Doch dafür hat sie ihre ganz eigenen Gründe und obwohl ich sie von Anfang an verstehen konnte, sind es Gründe, die den Leser nicht in ein tiefes Loch reißen werden.
Natürlich gelingt es Veronika nicht, sich das Leben zu nehmen. Ich hatte schnell durchschaut, was der Arzt der Psychatrie geplant hatte und mit einem Lächeln auf den Lippen konnte ich nun Veronika zusehen, wie sie sich ins Leben zurückkämpft und sie kämpft, obwohl sie das eigentlich gar nicht möchte, obwohl sie glaubt, dass sie doch noch sterben muss.
Diese Geschichte ist nicht nur eine Hommage an das Leben an sich, es ist nicht nur ein Plädoyer weiter zu machen und die schönen Dinge des Lebens zu suchen, um es sich auch lebenswert zu machen. Paul Coelho schreibt auch über das Anderssein, darüber wie gut es ist anderssein zu sein, dass man sich das erhalten soll in einer Welt, in der jeder zweifelnd, ja auch abfällig angeschaut wird, der es sich erlaubt aus der Normalität auszubrechen. Und somit schreibt er auch darüber, dass es nicht einfach ist seinen eigenen Wünschen nach zugehen, wenn diese sich vom allgemeinen Trott unterscheiden.
Gleichzeitig zeigt uns der Autor mit Veronikas Geschichte einen Weg auf, wie es gelingen kann. Damit meine ich nicht ihren versuchten Selbstmord oder die Zeit in der Psychatrie, sondern die innere Einstellung, die sie und einige der anderen Charaktere im Laufe der Zeit entwickeln. Denn nicht nur Veronika ist fein herausgearbeitet, sondern auch einige ihre Mitpatienten in der Klinik. 

Fazit: Paul Coelho geling es auf gut 200 Seiten eine Geschichte zu entwerfen, die an das Herz rührt und jeden Leser zum Nachdenken anregen wird. Es ist kein Buch, das man zwischendurch in der U-Bahn lesen sollte. Nehmt euch Zeit für dieses Buch. Ein Sonntagnachmittag wird reichen, um in die Geschichte abzutauchen und mit einem neuen Lebensgefühl aufzuwachen.
Ich vergebe 5 von 5 Sterne.


Über den Autor: Paul Coelho wurde 1947 in Rio de Janeiro geboren. Von klein auf war er stark religiös geprägt, ging sogar auf die Jesuitenschule. Gegen den Wunsch seines Vaters, der ihn gerne als Nachfolger im Ingenieurberuf gesehen hätte, studierte er Rechtswissenschaften. Dieses Studium brach er aber ab, um eine ausgedehnte Weltreise zu unternehmen. Danach begann er intensiv zu schreiben. Seine weitere Lebensweise wurde von seinen Eltern stark kritisiert. Er war nicht nur Drehbuchautor, sondern auch drogenabhängig. Das führte zu drei Einweisungen in eine psychiatrische Klinik. Eindrücke dieser Zeit finden sich in „Veronika beschließt zu sterben“.
Heute lebt er mit seiner zweiten Frau in Frankreich und ist einer der bekanntesten lateinamerikanischen Schriftsteller. Mit einigen Weltbestsellern hat er sich einen Namen gemacht. Dazu gehören auch „Der Alchemist“ und „Elf Minuten“.
"Veronika beschließt zu sterben" wurde inzwischen auch erfolgreich verfilmt.