Mittwoch, 30. November 2011

Monatsrückblick November 2011

Obwohl ich derzeit zwei Bücher angefangen habe, werde ich keins von beiden heute noch beenden. Für "Kriegsklingen" brauche ich meine Konzentration, weil es High-Fantasy mit verschlungenen politischen Aktivitäten ist und "Venuspakt" habe ich im Prinzip gerade erst begonnen. Lässt sich zwar leicht lesen, aber das Schokoladenfestival fordert schon am zweiten Tag seinen Tribut von mir. ;-)
So komm ich auf 10 gelesene Bücher und auf 125 Seiten am Tag. Deutlich besser als letzten Monat und das ist auch gut so. Außerdem habe ich viel Hörbuch gehört. So kann es für den Dezember gerne auch weiter gehen. Mal sehen, ob das klappt. :-) 

November 2011
Gelesene Bücher: 10
Gelesene Seiten: 3755
Das sind 125 Seiten/Tag

1. Brigitte Melzer: Die Rebellion der Engel
2. Sabine Ebert: Das Geheimnis der Hebamme
3. Kai Meyer: Das Wolkenvolk 2 - Lanze und Licht (aktuell ohne Rezension)
4. Jackson Pearce: Drei Wünsche hast du frei
5. Jennifer Benkau: Phoenixfluch
6. G.E Lessing: Miss Sara Sampson (aktuell ohne Rezension)
7. Brigitte Melzer: Seelenglanz
8. Lessing: Emilia Galotti (aktuell ohne Rezension)
9. Kai Meyer: Die Alchimistin
10. Sabine Ebert: Die Spur der Hebamme (Rezension folgt)

Hörbücher: 2
Minuten: 3294

1. Christopher Paolini: Eragon - Der Auftrag des Ältesten
2. Brandon Sanderson - Der Weg der Könige

Die Highlights diesen Monat waren ganz klar Sandersons "Der Weg der Könige" und Meyers "Alchimistin", wobei "Die Alchimistin" noch stärker war. Sanderson beeindruckt durch die Erschaffung der neuen Welt und es fehlt etwas an Handlung. Meyer präsentiert eine vollständige Geschichte, die den Leser sofort fesselt.
Die anderen Büchern waren größtenteils Liebesgeschichten, die sich leicht lesen ließen und vollkommen okay waren, aber mich auch nicht begeistern konnten. Die Hebammen-Saga ist ganz nett, bringt aber auch in Band 2 nichts Unerwartetes. Die Rezension dazu schreibe ich in den nächsten Tagen. 

SuB Ende November: 36 Bücher
Wunschzettel Ende November: 121 Bücher *grins*

Ich werde ab sofort am Ende der Statstik immer notieren wieviele Bücher mein SuB und mein Wunschzettel am Anfang und am Ende des Monats umfassen, um selbst einen besseren Überblick zu haben und mich besser kontrollieren zu können. ;-)  
Wie lief es bei euch vergangenen Monat? Seid ihr zufrieden oder hättet ihr lieber mehr gelesen?
Waren die gelesenen Bücher eher gut oder eher schlecht?

Montag, 28. November 2011

[Neuzugänge 11/???] Nein, keine Bücher ;-)

Vergangene Woche gab es doch tatsächlich keine Bücherneuzugänge bei mir. Kann man es glauben? Ich bin richtiggehend stolz auf mich. ;-)

Keine Bücher und trotzdem dieser Post? Diese Frage wird nun wohl einigen durch den Kopf gehen. Es gibt einen anderen Neuzugang, den ich euch gerne vorstellen möchte:


Nein, den Hund habe ich schon länger. ;-) Der ist es nicht. 
Es ist das Kuscheltier. Schon seit Wochen oder Monaten schleiche ich um dieses Spielzeug herum, da ich es so süß finde und ich auch wusste, dass meine Süße es lieben würde. Am Wochenende war es nun soweit. Es durfte im Hause Asaviel einziehen. ;-) 



Sie genießt nicht nur mit geschlossenen Augen das Kuscheltier draußen in der Sonne, sondern schmust auch abends in ihrem Bettchen. Hach, ist es nicht süß? ;-) Die Bilder sind übrigens nicht gestellt. :-) 

So, da merkt man mal wieder. Nicht nur beschenkt werden, sondern auch andere beschenken macht immer wieder Spaß!

Aber trotzdem - oder gerade deswegen? - wurde auch ich vergangene Woche beschenkt. Diese fünf Schätze durften bei mir einziehen: 

Ja, und es sind wirklich Geschenke *smile*. Toll oder? Danke an dieser Stelle noch einmal. :-)
Es gibt nur eine Serie, die ich wirklich gerne und ausdauernd schau. Und das ist Supernatural. Nun gehören mir alle fünf Staffeln und ich kann sie mir nochmal in Ruhe zu Gemüte führen. :-D 

Sonntag, 27. November 2011

[Rezension] Bradon Sanderson - Der Weg der Könige ****

Autor: Brandon Sanderson
Titel: Der Weg der Könige
Originaltitel: The Way of Kings - The Stormlight Archive, Book 1 (Part 1)
Reihe: Die Sturmlicht-Chorniken
1. Der Weg der Könige
2. Der Pfad der Winde
(weitere Bände in Planung)
Genre: Fantasy
Seiten: 896
Länge: 27 Stunden 54 Minuten
Verlag: Heyne; Hörbuch exclusiv bei Audible
Veröffentlichung: 25. April 2011
ISBN: 978-3453267176
Preis: 21,99 Euro

Klappentext: Roschar ist eine sturmumtoste Welt, die über Jahrtausende von übermenschlichen Kriegern regiert wurde, deren Schwerter jedes Leben auslöschen konnten. Doch die Krieger sind verschwunden und Roschar droht zu zerfallen. Das Schicksal der Welt liegt nun in den Händen derer, die es wagen, die magischen Schwerter zu ergreifen . . . Mit „Der Weg der Könige” eröffnet Brandon Sanderson das große Fantasy-Epos des 21. Jahrhunderts und zieht seine Leser in eine Welt, wie sie noch nie zuvor in der Literatur erschaffen wurde.
Dies ist die Geschichte von Dalinar, Heerführer von Alethkar und Bruder des ermordeten Königs. Seit dem Tod des Königs sind die Fürsten des mächtigsten Reiches von Roschar zerstritten, und der Krieg mit dem Barbarenvolk im Osten zieht sich länger hin als erwartet. Dabei trägt Fürst Dalinar nicht nur schwer an dem Vermächtnis seines toten Bruders, sondern auch an den unheimlichen Visionen, die ihn des Nachts überfallen: Visionen aus einem vergangenen Zeitalter, als die Völker von Roschar vereint waren, als die Menschen noch Seite an Seite mit den Göttern kämpften und die magischen Schwerter dem Schutz des Lebens dienten. Visionen, die in Fürst Dalinar nicht nur eine neue Hoffnung auf Einheit unter den Menschen wecken, sondern auch eine tiefe Furcht. Denn noch weiß keiner, welches Schicksal die Zukunft von Roschar für all jene bereithält, die das Rätsel der Vergangenheit lösen können . . .

Meine Meinung:
Dies ist nicht nur die Geschichte des Großprinzen Dalinars, von dem der Klappentext spricht. Es ist auch die Geschichte des ehemaligen Soldaten und jetzigen Sklaven Kaladin, der als Brückenmann in der Armee unweigerlich dem Tod geweiht ist. Und die Geschichte der jungen Frau Schalan, die von der Schwester der Königs Jasnah als Mündel angenommen wird. Doch Schalan hat diese Stelle nur ersucht, um der Prinzessin das Wertvollste zu stehlen, das diese besitzt und dann ihre Familie vor dem Untergang zu retten.
Diese drei Hauptcharaktere sind in eine völlig neue, faszinierende und fantastische Welt eingebettet. Diese Welt hat nichts mit der uns bekannten gemein. Nicht nur die Gesellschaftssysteme funktionieren anders, auch Sonne und Mond, selbst die Jahreszeiten nehmen ihren eigenen Lauf. Wie sieht das nun aus? Die Alethkar trennen strikt nach Mann und Frau. Dabei ist es aber nicht so, dass die Frauen nichts zu sagen hätten. Sie ziehen zwar nicht in den Krieg, soweit kennen wir das, aber sie sind die Schreiberinnen, die Wissenschaftlerinnen. Männer können im Allgemeinen weder schreiben noch lesen. Das ist auch nicht gewollt. Es ist eine weibliche Tätigkeit. So wie das Krieg führen eine männliche Aufgabe ist.
Roschar lebt ganz im Zeichen der Großstürme, die unregelmäßig, aber meistens vorhersagbar über die Welt hinwegziehen. Diese Großstürme sind so mächtige, dass jeder Mensch, jedes Tier und jede Pflanze davor Schutz suchen muss. Tun sie das nicht, sind sie mit höchster Wahrscheinlichkeit des Todes. Auch die normalen Jahreszeiten wechseln sich nicht so regelmäßig, wie wir das kennen. Jahreszeiten dauern nur wenige Wochen und werden dann recht zufällig von einer anderen Jahreszeit abgelöst. So kann Winter auf Frühling folgen, Frühling auf Sommer, Herbst auf Winter. Es ist nicht vorhersehbar.
Auch die Magie ist von den Stürmen abhängig, denn sie funktioniert nur über in Edelsteinen gesammeltes Sturmlicht, das dann Magiern eingesetzt werden kann.
Man sieht also auf den ersten Blick, dass man als Leser hier etwas Großes vor sich hat. Eine gut durchdachte, andersartige Welt. Selbst die Flüche der Menschen sind auf ihre eigene Denkweisen, ihre religiösen Vorstellungen und insbesondere oft auf die Großstürme bezogen, was der Geschichte große Authentizität verleiht.
So fein ausgearbeitet die Welt ist, so vielschichtig sind auch die darin handelnden Charaktere. Natürlich die drei Hauptcharaktere, deren Entwicklung der Leser wechselnd verfolgt, aber auch andere wichtige Personen oder Nebencharaktere werden gründlich eingeführt und dargestellt, wodurch der Leser sich mit beinahe jedem von ihnen identifizieren kann.
Die Charaktere sind durch verschiedene Charakterzüge gekennzeichnet. Schlagfertigkeit und ein berechnender Verstand bei Jasnah, dasselbe gepaart mit einer naiven Art des Denkens, die an Unschuld glauben lässt bei Schalan. Präzision, Ehrenhaftigkeit und Entschlossenheit stellen Dalinar dar. In meinen Gedanken läuft er immer hoch erhobenen Hauptes durch die Geschichte. Kaladin ist verbittert, aber gleichzeitig äußerst ehrenhaft, zielstrebig und hat einen sarkastischen Humor. Dieser wird noch durch meinen absoluten Lieblingscharakter unterstützt. Das kleine Windsprengsel namens Syl. Sprengsel sind so etwas wie Geister. In den verschiedensten Arten bevölkern sie ganz Roschar. Syl begleitet Kaladin, ohne dass er geschweige denn sie selbst, weiß warum sie es tut. Außerdem ist dieses Verhalten völlig untypisch für ein Sprengsel. Es sind die Gespräche zwischen diesem ungleichen Paar, die den Leser immer wieder schmunzeln lassen:
„Wieso kennst du meinen Namen?“ [fragt Kaladin das Windsprengsel]
„Wieso kennst du ihn?“
„Weil es meiner ist, weil meine Eltern ihn mir gegeben haben… ach, ich weiß auch nicht…“
„Ich auch nicht!“ und sie nickte, als hätte sie ein wichtiges Streitgespräch gewonnen
Neben den drei Haupthandlungssträngen gibt es immer mal wieder Rückblenden in Kaladins Kindheit, die sein Verhalten und seine Einstellung näher beleuchten. Zusätzlich gibt es sogenannte Zwischenspiele, die teils bekannte, teils unbekannte Charaktere in den Mittelpunkt setzen und das Geschehen an anderen Orten in Roschar darstellen. Das fordert natürlich die Aufmerksamkeit des Lesers und insbesondere des Hörers eines Hörbuches.
Dieses Buch ist der erste Teil einer Geschichte die auf ungefähr 10 Bände ausgelegt ist. Dabei ist es im Deutschen der erste Teil des ersten Bandes. Denn das englische Buch „The Way of Kings“ wurde geteilt in „Der Weg der Könige“ und „Der Pfad der Winde“. Ich selbst hatte am Ende das Gefühl, dass wir jetzt erst an einem Punkt sind, an dem die Handlung beginnt.
Es wirkt so, als wären die knapp 900 Seiten des Buches der knapp 28 Stunden des Hörbuches einzig und allein dazu da gewesen, um die Welt und die Charaktere vorzustellen und dass jetzt, wo im Deutschen das erste Buch endet, die Handlung anfangen sollte. Obwohl ich generell gegen die Teilung von Büchern bin, muss ich sagen, dass sie hier an einer gelungen Stelle platziert ist. Es sind erste Entscheidungen gefallen, erste wichtige Handlungen geschehen. Man kann erahnen, was jetzt passieren wird und freut sich darauf bald Buch Nummer 2 in die Hände zu nehmen. Bis jetzt habe ich die Handlungen der Charaktere zwar mit Spannung verfolgt, habe sie beinahe alle lieb gewonnen, aber ich kann die einzelnen Stränge noch immer nicht zu einem großen Ganzen sortieren. Ich weiß nicht worauf alles im Endeffekt hinauslaufen soll.
Oliver Bierstedt, der diese Geschichte exclusiv für Audible gelesen hat, macht seine Sache gut. Er leiht jeder Person seine Stimme und es gelingt ihm, dass man beim Zuhören die Charaktere voneinander unterscheiden kann. Dabei gibt er der Geschichte aber nicht noch das besondere Etwas durch seine Art des Sprechens mit. Das ist also okay, aber keine überragende Leistung, die mich in Begeisterung stürzen würde. 

Fazit: Es ist beinahe unglaublich, was Brandon Sanderson hier gelingt. Er schafft eine völlig neue Welt, die dem Leser fremd ist, in der er sich erst zu Recht finden muss. Und ohne langweilige Erklärungen, seitenlange langweilige Beschreibungen, gelingt es dem Autor den Leser mit allem bekannt zu machen und dabei seine Charaktere in jedem Detail vorzustellen. Auch wenn sich natürlich Lieblinge herausbilden, so ist mir doch jeder Charakter ans Herz gewachsen. Es fehlte lediglich etwas an großer, übergeordneter Handlung, um zu verstehen, wohin die Reise uns führen soll. Aber umso begieriger bin ich nun Band 2 zu hören.
So vergebe ich 4 von 5 Punkten.

Über den Autor: Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit phantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und unterrichtet Kreatives Schreiben. Sein Debütroman »Elantris« avancierte in Amerika auf Anhieb zum Bestseller. Seit seinen Jugendbüchern um den jungen Helden Alcatraz und seiner großen Saga um die »Kinder des Nebels« gilt der junge Autor auch in Deutschland als einer der neuen Stars der Fantasy. Er wurde auserwählt, Robert Jordans großen Fantasy-Zyklus »Das Rad der Zeit« fortzuschreiben. Brandon Sanderson lebt mit seiner Familie in Provo, Utah. (Quelle Amazon)

Donnerstag, 24. November 2011

[Hilfe/Umfrage] Inhaltsangaben - ja oder nein?

Hallo zusammen,


Ich hatte die Frage schon einmal aufgeworfen, dort gab es aber keine Reaktion, vermutlich war es einfach der falsche Ort dafür. Also nun der zweite Versuch. 
Auf Nicas Bücherblog kam vor einigen Wochen die Frage auf, ob es eine Internetseite mit Buchzusammenfassungen gibt, die eben auch spoilert, das Ende verrät und ähnliches. Eine Lösung zu dieser Frage wurde nicht gefunden. 
Ich selbst schreibe gerne. Ich schreibe auch gerne Inhaltsangaben und wäre bereit das für die Bücher, die ich lese zu machen.
Nur die Frage ist: Habt ihr daran Interesse?

Was bringen uns diese Inhaltsangaben überhaupt? 
Besonders interessant ist es sicherlich für Reihen. Wenn man Band 2 nun dann lesen möchte, Band 1 liegt aber schon beispielsweise 6 Monate oder auch länger zurück. Man kann sich kaum noch an alles erinnern. Da würde eine Inhaltsangabe sicherlich weiterhelfen. 
Auch bei Einzelbüchern kann man mit Inhaltsangaben sich wieder das vollständige Geschehen ins Gedächtnis rufen.

Natürlich würden die Inhaltsangaben immer zusätzlich zu den weitesgehend spoilerfreien Rezensionen erscheinen. Das bedeutet aber auch, dass es für mich ein Mehraufwand ist und manchmal sicherlich ein gutes Stück Arbeit. Gerne mache ich es, wenn Interesse besteht. 
Also: Nun seid ihr gefragt! Hinterlasst mir einen Kommentar mit eurer Meinung und stimmt rechts in der Leiste bei der Umfrage ab. 
Inhaltsangabe zu Büchern? Ja oder Nein?
Ich bin gespannt auf eure Meinung!

Mittwoch, 23. November 2011

[Rezension] Kai Meyer - Die Alchimistin *****

Autor: Kai Meyer
Titel: Die Alchimistin
Reihe:
1. Die Alchimistin
2. Die Unsterbliche
3. Die Gebannte (erscheint März 2012)
Genre: Fantasy
Seiten: 510
Verlag: Heyne
Veröffentlichung: 11. Oktober 2011
ISBN: 978-3453471115
Preis: 12,99 Euro

Klappentext: Director's Cut - vom Autor vollständig überarbeitete Neuausgabe
Im düsteren Schloss ihrer Ahnen wächst Aura Institoris inmitten eines Labyrinths endloser Gänge und Säle heran. Als ihr verhasster Vater, ein Alchimist, getötet wird, verliebt sie sich ausgerechnet in seinen Mörder – den mysteriösen Gillian. Gemeinsam geraten die beiden zwischen die Fronten eines Krieges zwischen Unsterblichen, deren Hass die Jahrhunderte über dauert hat.

Meine Meinung: Vor über 10 Jahren wurde „Die Alchimistin“ veröffentlicht und es ist eines der erfolgreichsten Bücher von Kai Meyer. Es folgte ein Band 2 und jetzt im Frühjahr 2012 folgt Band 3. Welch eine gute Gelegenheit die beiden ersten Bände einmal komplett zu überarbeiten und in neuem aktuellem Gewand wieder auf den Markt zu bringen. Kai Meyer hat die Bücher seinem Stil, seiner Sprache, die sich ganz natürlich in den letzten Jahren gewandelt hat, angepasst. Dazu findet der Leser am Ende des Buches noch Informationen über die Entstehung des Romans und Wissenswertes in Bezug auf die Alchimie.
Ich kann nicht sagen, ob es sich für all diejenigen lohnt, die die alte Version gelesen haben, nun auch die neue Version zu kaufen. Ich kannte „Die Alchimistin“ bisher nicht. Nun habe ich sie auf knapp 500 Seiten kennen und lieben gelernt.
Der Leser muss sich zu Beginn der Geschichte so dreißig bis vierzig Seiten Zeit nehmen, um in die Geschichte hineinzufinden, die Charaktere kennen zu lernen, um dann mit ihnen ein Abenteuer zu erleben. Die Alchimie ist ein Thema, das die Menschen schon seit Jahrhunderten interessiert, Wünsche weckt und träumen lässt. Aber der Wunsch nach dem ewigen Leben oder nach Gold in Hülle und Fülle kann die Menschen auch verändern. Das zeigt dieser Roman ganz deutlich.
In seinem Mittelpunkt steht die Familie Institoris, bestehend aus sechs Mitgliedern. Diese werden noch ergänzt durch ungefähr eine Handvoll weitere Charaktere. Es gibt also einige Figuren, die man kennen lernen muss. Außerdem darf der Leser an keiner von ihnen hängen. Kai Meyer hat keine Skrupel Charaktere, die vielleicht für die Geschichte noch wichtig erscheinen, umzubringen. Mord spielt von Beginn an eine große Rolle und passiert auch nicht nur einmal.
Ich darf hier nicht zu viel verraten, denn ich möchte nicht spoilern, aber es muss gesagt sein, dass das Thema des Buches, das heißt die Art und Weise wie die Alchimisten versucht haben die Unsterblichkeit zu erlangen, unter die Haut geht und mich manchmal kopfschüttelnd und fassungslos zurückgelassen hat. Natürlich ist es nur eine Geschichte, aber sie wird so gut, so glaubwürdig dargestellt, dass ich mir vorstellen kann, dass es wirklich Menschen gab, die es probiert haben.
Kai Meyer eröffnet schon zu Beginn der Geschichte einige Handlungsfäden. Diese nehmen immer mehr zu und ich habe mich zwischendurch wirklich gefragt, ob es ihm überhaupt noch gelingen kann, das Ganze zu einem sinnvollen Ende zu führen. Er kann! Am Ende greifen alle Fäden wie selbstverständlich ineinander. Es ergibt sein ein großes Bild, das in meinem Augen völlig ohne Logikfehler daherkommt.
Stark sind auch die Bilder, die Kai Meyer mit seinen Worten malt. Darunter blühen natürlich insbesondere die Schauplätze auf. Ich glaube, ich würde mich sofort zurecht finden im Schloss Institoris, das der Küste vorgelagert in der Ostsee liegt. Auch wenn mir selbst durch die Beschreibung schon etwas mulmig zu Mute ist. Genauso ging es mir mit Wien oder auch an den anderen Schauplätzen, die die Charaktere später besuchen.
Die Handlung wird von Seite zu Seite rasanter, nimmt immer mehr Fahrt auf und findet dann einen grandiosen Abschluss. Es gibt also keine Längen innerhalb des Buches, nur der Anfang kann sich für manche eventuell etwas ziehen, aber das lässt nach den ersten zwei oder drei Dutzend Seiten auf jeden Fall nach. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, wird dann aber – wie wir wissen – in Band 2 und dann auch 3 fortgeführt. Somit wird der Leser nicht mit einem nerv tötendem Cliffhanger zurückgelassen, kann sich aber trotzdem auf weitere Abenteuer mit Aura Institoris freuen.  

Fazit: Eine wunderbare Geschichte verpackt in zwei Buchdeckel, die ich kaum noch aus der Hand legen konnte. Mit ausdrucksstarken Worten werden Schauplätze beschrieben und der Leser mit Charakteren bekannt gemacht, die in eine Handlung verstrickt sind, die lange Zeit scheinbar immer komplizierter wird und dann hervorragend aufgelöst wird. Wie üblich ist Kai Meyers Sprache fesselnd und das Zusatzmaterial lässt die Herzen der Fans höher schlagen, denn man kann dem Autor gewissermaßen über die Schulter schauen und erfährt einiges über die Entwicklung dieses Romans. Ich kann gar nicht anders als die vollen 5 von 5 Punkte zu vergeben. 


Quelle
Über den Autor: Kai Meyer wurde 1969 in Lübeck geboren, wuchs aber im Rheinland auf. Er studierte Film und Theater und war zeitweise Redakteur bei einer Tageszeitung für Kultur und Vermischtes. Seit 1995 konzentriert er sich aber nur noch aufs Schreiben. Er hat inzwischen über 50 Bücher veröffentlicht.  Diese wurden in bis zu 28 Sprachen übersetzt.
Hier geht es zur Homepage von Kai Meyer.

Dienstag, 22. November 2011

[Neuzugänge 11/3] Und der SuB wächst...

In den letzten Tagen ist es etwas ruhiger hier geworden. Das liegt daran, dass ich in der Uni ziemlich viel zu tun und auch zu schreiben habe. So habe ich kaum noch den Kopf dafür auch noch Rezensionen zu schreiben. Dabei lese ich aber derzeit relativ viel. Auf Rezensionen könnt ihr euch also freuen. Ruhig wird es hier mindestens noch bis Ende nächster Woche bleiben. Nächste Woche ist Schokoladenmarkt. Ja, richtig gelesen. Ein Markt, auf dem es ausschließlich um Schokolade geht. Die gesamte Stadt ist voller Stände aus aller Herren Länder und überall wird Schokolade verkauft. Ein Traum nicht wahr?
Natürlich verkaufen wir dort auch Gummibärchen (mit Schokolade!!!). Ich werde viel arbeiten und muss ja auch noch zur Uni. ;-) Aber danach wird es wieder stressfreier. Dann gibts wieder regelmäßiger Posts von mir.

Ich habe heute einige Wichtelgeschenke organisiert. An alle Teilnehmer: Denkt bitte daran bis spätestens 10. Dezember eure Wichtel-Lesezeichen abzuschicken!

Und nun zum eigentlich Inhalt des Posts. Die Neuzugänge vergangener Woche:

Die Soldaten und Der Hofmeister von Lenz sind beides Unibücher. Sie werden wir im Seminar in den nächsten zwei Wochen besprechen. Darum sollte ich sie besitzen und natürlich auch lesen. ;-)










Markus Heitz: Sanctum 
Kurzbeschreibung: Rom, Ewige Stadt, Hort uralter Geheimnisse. Hierhin führen die Spuren einer Verschwörung, in deren Mittelpunkt Eric von Kastell steht, der Werwolfjäger. Immer wieder trifft er auf das Vermächtnis einer Frau, die im 18. Jahrhundert um ihr Leben kämpfte: Gregoria, die Äbtissin eines entweihten Klosters. Eric und Gregoria sind untrennbar verbunden durch die heiligste Substanz, die sich auf Erden findet: Das Sanctum kann Wunder wirken – oder den Tod bringen

Brauche ich inzwischen wohl nicht mehr viel zu sagen. Ich will alle Bücher, die "Pakt der Dunkelheit" gerhören, lesen. Nun habe ich alle bis auf das letzte beisammen und es kann losgehen. ;-)

Cassandra Clare: City of Bones
Kurzbeschreibung: Die fünfzehnjährige Clary lebt mit ihrer Mutter in New York. Als diese entführt wird, lüftet Clary das Familiengeheimnis: Ihre Mutter gehörte einst der Bruderschaft der Shadowhunter an, einer Gruppe, die seit über tausend Jahren Dämonen jagt. Nach und nach beginnt auch Clary in diese Welt einzudringen. Doch die Welt der Dämonenjäger ist zerrissen. Werden Clary und ihre Freunde es schaffen, ihre Mutter zu retten.


Eines dieser Bücher, bei dem ich das Gefühl habe, dass alle es schon gelesen haben, nur ich nicht. Ich bin die einzige Unwissende auf dieser Welt *grins* Dank dem Gewinnspiel von Diti darf ich es nun mein Eigen nennen, denn dort durfte ich mir ein Wunschbuch aussuchen.


 Kai Meyer: Die Alchimistin
Kurzbeschreibung:
Im düsteren Schloss ihrer Ahnen wächst Aura Institoris inmitten eines Labyrinths endloser Gänge und Säle heran. Als ihr verhasster Vater, ein Alchimist, getötet wird, verliebt sie sich ausgerechnet in seinen Mörder – den mysteriösen Gillian. Gemeinsam geraten die beiden zwischen die Fronten eines Krieges zwischen Unsterblichen, deren Hass die Jahrhunderte über dauert hat.

Dieses Buch ist oben auf dem ersten Bild gar nicht dabei, weil ich beinahe vergessen hätte, es euch als Neuzugang vorzustellen. Warum? Es kam zwar erst letzte Woche (Mittwoch glaub ich), aber ich bin damit schon fertig. Ich habe es im Rahmen einer Lovleybooks-Leserunde gelesen und es hat mir wirklich sehr, sehr gut gefallen. Die Rezension kommt dann in den nächsten Tagen.


Außerdem sind ganz viele Hörbücher bei mir eingezogen. Einige kenn ich schon in Buchform, andere sind mir fremd, manche sind gekürzt. Ich werde sie nicht auf den offiziellen SuB packen, da ich noch nicht entschieden habe, welche ich hören möchte und welche eventuell nicht oder erst irgendwann in ferner Zukunft. Mal sehen. ;-)

Und ich war verdammt stark. Ich bin gestern zweimal und heute gefühlte fünfmal am neuen Eragonband vorbeigelaufen. Habe es aber nur gestreichelt und nicht mitgenommen. Seit Wochen schleich ich nun auch schon um "Die Furcht des Weisen 1" herum. "Die Unsterbliche", also den Nachfolger von "Die Alchimistin" hatte ich heute auch in den Händen, aber wieder brav zurück ins Regal gestellt... Mein SuB wächst mir so über den Kopf, dass ich stark bleiben muss und erstmal keine weiteren Bücher kaufen werde. Das muss doch irgendwie funktionieren. ;-)

Samstag, 19. November 2011

[Buchgedanken] Christopher Paolini: Eragon - Der Auftrag des Ältesten

Autor: Christopher Paolini
Titel: Eragon – Der Auftrag des Ältesten
Reihe: Eragon
2. Der Auftrag des Ältesten
3. Die Weisheit des Feuers
4. Das Erbe der Macht
Genre: High-Fantasy

Buchgedanken zu Eragon 2. Teil

Na? War heute einer schon in der Buchhandlung?
Heute erscheint schließlich offiziell Eragon – Das Erbe der Macht in Deutschland! Ist jemand dabei, der es unbedingt sofort haben musste? Ich hab es noch nicht. Schließlich will ich auch noch Teil 3 hören, bevor ich mit Teil 4 anfange, damit ich mein Kenntnisstand aufgefrischt habe bis dahin. ;-)

Zu Beginn des zweiten Teils der Eragon-Reihe gibt es – wie bei den nachfolgenden Bänden auch – eine Synopsis aus Band 1. Hier erzählt uns der Autor auf einigen wenigen Seiten in knappen Worten, was in im ersten Teil geschehen ist. Das erleichtert den Einstieg in Band 2 ungemein. Wenn es so ist, dass man alle Bücher in einem Rutsch liest, braucht man das natürlich nicht und kann die Seiten einfach überblättern oder aber die Titel, wenn man – wie ich – das Hörbuch hört. Liest man nicht am Stück sondern jeweils bei Erscheinen der Bücher können Jahre dazwischen liegen. Da hilft es sehr, wenn es zu Beginn noch einmal einen kleinen Überblick gibt.
Auf Nicas Bücherblog kam letztens die Frage auf, ob es nicht irgendwo gute Bücherzusammenfassungen gibt. Für all jene Bücher, die Teil einer Reihe sind, dabei aber eben keine Zusammenfassung am Anfang haben. Bisher hat sich so etwas nicht aufgetan und in den Rezensionen versuchen wir ja eben nicht alles zu verraten.
Hättet ihr Interesse an solchen Zusammenfassungen? Gerade seit Nica das Thema aufgeworfen hat, überlege ich, ob ich nicht zusätzlich zur Rezension so eine Zusammenfassung verfasse und auf meinem Blog veröffentliche. Was sagt ihr dazu? Würdet ihr sie lesen, um zum Beispiel für den zweiten Band wieder auf dem Laufenden zu sein?

Aber hier abwärts sind nun Spoiler zu Band 1 und 2 von Eragon zu erwarten!
So, damit bin ich jetzt etwas vom eigentlichen Thema „Eragon“ weggekommen, aber es passt hier so schön und ich bin gespannt auf eure Antworten.
Kommen wir zu dem jungen Drachenreiter zurück. Hier in Band 2 erhält er den zweiten Teil seiner Ausbildung. Den ersten hat ja Brom, während der Reise übernommen. Den zweiten übernimmt nun Oromis mit seinem Drachen. Naja, es war ja schon vorher klar, dass es weitere Drachen geben muss, oder? Nur Shrukan und Saphira wäre wirklich langweilig gewesen.
Ich habe mich beim Anhören des Hörbuches nun gefragt: Ist mir Eragon sympathisch? Generell ist es hilfreich, wenn der Protagonist einer Geschichte auch sympathisch ist. Es gibt andere Ansätze wie bei „Prinz der Dunkelheit“ oder der „Albae-Reihe“, aber generell versuchen Autoren ihren Protagonisten zum Sympathieträger zu machen. Schon in den Buchgedanken zum ersten Teil habe ich geäußert, dass mich Eragon häufiger genervt hat. Das ändert sich im zweiten Teil kaum. Die Entwicklung um ihn habe ich immer nur mit halben Ohr verfolgt. Er wird mir zu oft als jugendlicher Narr dargestellt.
Wer sind aber meine Sympathieträger? Zum einen wäre da Saphira. Ihr Humor wird in diesem Band noch ausgeweitet und auch wenn sie sich auch etwas sehr „blöde“ verhält manchmal, mag ich sie lieber als ihren Reiter. Sie kann sich auch meines aufrichtigen Bedauerns sicher sein, als Glaedr sie scharf zurecht weist, nachdem sie ihm mehr als einmal Avancen gemacht hat.
Der zweite wichtige Charakter, auf dessen Seite ich stehe, ist Roran. Roran ist Eragon Cousin. Er macht sich mit seiner gesamten Dorfgemeinschaft auf, um sich gegen den König zu stellen und die Frau zu befreien, die er liebt. Romantisch oder? Dabei wird er beinahe wider Willen zum Krieger und ich hatte viel Freude daran seine Entwicklung zu verfolgen. Einzig seine Rolle am Ende der Schlacht finde ich etwas unglaubwürdig. Er tötet zwei der mächtigsten Feinde, in dem er sich anschleicht und sie erschlägt. Theoretisch ist es völlig unwahrscheinlich, dass ihm das gelingt, aber naja, deswegen ist es ja eine Geschichte…
Dann musste ich mir unweigerlich noch die Frage nach den weiblichen Drachenreiterinnen stellen. Gibt es weibliche Drachenreiter? Wir haben eine Königin, eine Anführerin. Frauen ihn Führungspositionen sind in dieser Geschichte kein Problem. Mit Angela übernehmen auch die niedergestellten Frauen wichtige Rollen. Aber es wird nie ein Wort über mögliche Drachenreiterinnen verloren. Warum? Oder hab ich es einfach nur übersehen und sie werden erwähnt, aber Klein-Asaviel ist zu vergesslich und/oder unaufmerksam?
Ansonsten bleibt zu sagen, dass Teil 2 für mich stärker ist als Teil 1. Die Handlungsstränge werden aufgefächert. Waren wir erst nur auf Eragon konzentriert, werden Teile der Geschichte nun aus Rorans oder Nasuadas Sicht geschildert, was mir sehr gut gefällt.
Nun gilt es also noch in den nächsten Wochen Teil 3 ein weiteres Mal zu hören, damit ich mir dann den Abschluss der Geschichte zu Gemüte führen kann. Auch zum dritten Teil wird es natürlich Buchgedanken geben.

Donnerstag, 17. November 2011

[Ich] Handstulpen die zweite ;-)

Wie beim ersten Paar Stulpen schon angedroht, habe ich noch ein Paar gemacht. Dieses Mal mit Muster. Und ich finde es sooo schön. *freu*
Sie sind schon seit einigen Tagen fertig, aber wie die meisten Stickerinnen bin ich auch nicht die fleißigste. *unschuldig pfeif*
Aber seht nun selbst die fertigen Handwärmer:



 

Ihr seht also ein Lochmuster, auf beiden Seiten. Das Muster habe ich hier gefunden. Da ich mit dünnerer Wolle und kleineren Nadeln gestrickt habe, habe ich insgesamt vier rechte Maschen ins Muster eingefügt, damit sie nicht zu klein werden. Das wäre aber zwar gar nicht unbedingt nötig gewesen, aber sie passen ganz gut. :-)

Die Wolle ist dieselbe wie bei den ersten Stulpen. Und ich habe hier immer noch genug davon liegen. Sie gefällt mir immer noch sehr gut, auch wenn meine Begeisterung für die Wolle von Tausenschön ungebrochen ist. Ich könnte sie immer noch jeden Tag anschauen und bewundern. *smile* Mit der "Venus" habe ich nun auch schon angefangen. Also die schwarz-purpurfarbene. 

Ach ja... ich habs in einem der Kommentare geschrieben: Ich überlege Stulpen zu stricken und sie bei Tauschticket anzubieten. Nun wollte ich euch fragen: Würdet ihr bei Tauschticket so etwas ertauschen? 
Ich würde auch auf Wunsch stricken und dann tauschen. Stulpen und Socken, eventuell sogar Tücher. Gerne gegen Bücher, Wolle, Amazongutscheine oder ähnliches. Hätte jemand an so etwas Interesse? Hinterlasst mir doch einen Kommentar oder schickt eine Mail an asaviel[at]web.de. Ich würde mich freuen. :-)

Mittwoch, 16. November 2011

[Rezension] Brigitte Melzer: Seelenglanz ****(*)

Autor: Brigitte Melzer
Titel: Seelenglanz
Reihe:
2. Seelenglanz
Genre: Fantasy
Seiten: 431
Verlag: Otherworld
Veröffentlichung: September 2011
ISBN: 978-3800095445
Preis: 16,95 Euro

Achtung! Dies ist ein zweiter Band. Spoiler zu „Rebellion der Engel“ sind möglich!

Klappentext: Durch einen Trick hat der gefallene Engel Kyriel es geschafft, rehabilitiert zu werden. Niemand ahnt, dass hinter seiner plötzlichen Wandlung der Auftrag Luzifers steckt, die Pläne seiner Gegner auszuspionieren. Statt jedoch nach Oben abberufen zu werden, sitzt Kyriel als Schutzengel auf der Erde fest. Sein neuer Vorgesetzter verabscheut ihn und legt ihm Steine in den Weg, wo er nur kann, und seine Kollegen zeigen sich ihm gegenüber misstrauisch. Als er dann ausgerechnet seinem Erzrivalen das Geschäft vermasselt und verhindert, dass dieser die Seele einer jungen Frau bekommt, die für die Schutzengel von großem Wert ist, findet er sich plötzlich zwischen allen Fronten wieder. Verfolgt von alten und neuen Feinden und mit der Frau an seiner Seite, die schon bald mehr als ein bloßer Auftrag für ihn ist, nimmt er den Kampf auf. Aber wohin gehört er wirklich zu den Engeln, die auf ihn herabsehen, oder zu Luzifer, der womöglich nicht der Freund ist, für den er ihn all die Jahre gehalten hat?

Meine Meinung:
„Seelenglanz“ von Brigitte Melzer ist der Nachfolger von „Rebellion der Engel“, wobei aber die Handlung aus Band 1 vollständig abgeschlossen ist. Mit Band 2 wendet sich die Geschichte einem neuen Protagonisten zu, den man zwar schon kennen gelernt hatte, aber die nur eine Nebenfigur war. Die Rolle der Nebenfiguren nehmen jetzt die Hauptcharaktere aus Band 1 ein. Hierzu gehört also Akashiel, aber auch Rachel. Schade ist, dass die Bücher was die Aufmachung angeht nicht zusammenpassen. Teil 1 war ein Hardcover, Teil 2 ist nun broschiert und auch die Größe ist verschiedenen.
Es ist sinnvoll vor „Seelenglanz“ die „Rebellion der Engel“ zu lesen, auch wenn es nicht unbedingt notwendig ist, um den Ablauf zu verstehen. Aber gerade um die Hintergründe im Verhältnis zwischen dem Protagonisten Kyriel und Akashiel zu verstehen, bietet sich an, die Reihenfolge einzuhalten. Die vorangegangenen Geschehnisse werden erwähnt, aber nicht vollständig erklärt.
Kyriel ist „der Böse“ aus Band 1 und wird am Ende der ersten Geschichte zum Schutzengel gemacht. Etwas, das so gar nicht zu ihm passt. Nun will er aber die Engel im Auftrag Luzifers unterwandern. Hierbei kommt Kyriels Humor zum Tragen. Schon im Vorgänger war der sarkastische Humor eine große Stärke und auch hier gelingt es Brigitte Melzer dem Leser das eine oder andere Lachen zu entlocken.
Ein Garant für eben jenes Lachen sind die Dialoge zwischen den beiden Schutzengeln Akashiel und Kyriel. Sie sind beide mit einer großen Portion Humor ausgestattet und so macht es Spaß ihre Gespräche zu verfolgen, denn sie gehen mit zwei sehr verschiedenen Einstellungen ans Leben. Gleichzeitig ist Akashiel gewissermaßen Kyriels direkter Vorgesetzter, was sich in Dialogen wie diesen niederschlägt:
„Kyriel stöhnte. ‚Halt mir jetzt bloß keinen Vortrag über Dummheit, sonst muss ich dir den Kopf abreißen.‘
Akashiel grinste. ‚Wie wäre es mit einem Vortrag über Selbstlosigkeit?‘
‚Spar es dir. Ich bin nicht deine Zielgruppe.‘"
(„Seelenglanz“ – Seite 373)
Schnell merkt der Leser, dass Kyriel jedoch lange nicht so böse ist, wie er oft tut oder wie er es auch gerne wäre. Die letzten Jahrtausende haben ihn verändert. Ihn und seine Vorstellungen von dem, was gut und richtig ist. So trägt dieser Engel als Zweifel mit sich herum. Zweifel an sich, Zweifel an Luzifer und Zweifel an Gott. Das lässt ihn sehr menschlich wirken und greift eine Thematik auf, die insbesondere beim jugendlichen Zielpublikum immer interessant ist: Kyriel versuche seine Zugehörigkeit zu finden, sein Selbstverständnis gerät ins Wanken und er weiß nicht mehr, mit wem er sich identifizieren soll.
Dabei spielt – wie soll es anders sein – natürlich die Liebe eine Rolle. Und es ist die Liebe zu einem Menschen. Dieser Mensch ist Jules, die zweite Hauptperson des Romans. Auch aus ihrer Sicht wird die Geschichte erzählt, wobei die Perspektive wechselt. Kyriel erzählt aus der Ich-Perspektive. Vor Jules wird ein Erzähler geschaltet, der ihre Empfindungen und Gefühle personal, also aus der Er-Perspektive schildert. Schön ist hier, dass die Liebe deutlich mehr Tiefgang hat als in Band 1. Sie kommt nicht plötzlich und die einzige Unsicherheit, die bleibt ist, ob der andere einen auch liebt. Nein, auch Kyriel und Jules selbst können kaum glauben, was sie da empfinden.
Diese Zweifel und Konflikte, die entstehen, erhöhen die Spannung. Beide, Kyriel und Jules, zweifeln nicht nur an der Liebe, sondern auch am Leben und an sich selbst, was die Spannung deutlich erhöht und die Handlung über eine schlichte Liebesgeschichte hinaushebt.
Der Schluss von Band 2 klärt die Handlung selbst zwar auf und lässt den Leser auch befriedigt zurück, doch meiner Meinung nach ist schon alles vorstrukturiert für einen dritten Band. Man darf also gespannt sein.
Kommen wir am Ende noch zum Titel. „Seelenglanz“ klingt schon sehr verheißungsvoll. Um Spoiler zu verhindern kann und möchte ich hier nicht auflösen, was der Seelenglanz ist. Aber soviel sei gesagt: Er ist ein wunderbarer Gedanke, der mich zum Nachdenken angeregt hat und ein Lächeln auf mein Gesicht zaubert.
Aber an alle, die das Buch schon gelesen haben: Morgens um 8 in der Schule, im Studium, auf der Arbeit. Sucht mal den Seelenglanz. Ich habe es getan und mich gefragt: Muss ich mir Sorgen machen? ;-) 

Fazit: Brigitte Melzer kann im Vergleich zu Band 1 noch eine Schippe drauflegen und erschafft hier eine Geschichte, die nicht nur lustig und voller Liebe ist, sondern sich auch mit wichtigen Fragen beschäftigt, die von ihr mit einer großen Portion Fantasy versehen werden. Mir hat der Ausflug mit Kyriel und Jules sehr gut gefallen und so vergebe ich 4,5 von 5 Punkte.

Über die Autorin: Brigitte Melzer wurde 1971 geboren. Ihr fulminanter Debütroman „Whisper – Königin der Diebe“ gehörte zu den drei besten Manuskripten, die für den „Wolfgang-Hohlbein-Preis 2003“ eingereicht wurden. Seitdem hat die Autorin mit zahlreichen weiteren Romanen ihr Publikum begeistert. Ob magische Abenteuer in fantastischen Welten oder fesselnder Vampirroman – Brigitte Melzer ist sowohl in der High Fantasy als auch in der Dark Fantasy zu Hause. Die Autorin lebt und arbeitet in München.

Montag, 14. November 2011

[Neuzugänge 11/2] Natürlich Bücher, aber nicht nur ;-)

Die Neuzugänge der letzten Woche möchte ich euch nun vorstellen. Wie gewohnt bekommt ihr nun einige Bücher zu sehen. Am Ende des Post kommen aber weitere Neuzugänge, die keine Bücher sind, aber hier vielleicht auch auf Interesse stoßen. ;-)





Kurzbeschreibung: „Mein Name ist Delilah. Ich bin eine Gestaltwandlerin. Leider werde ich nicht zu einem Raubtier, sondern nur zu einer Hauskatze. Das ist okay, wenn man eine Maus fangen will – aber ich bin hinter einem gefährlichen Killer her …“ Unbemerkt von den Menschen lebt in einem abgelegenen Waldgebiet ein Rudel Gestaltwandler. Doch nun hat sie jemand entdeckt – und tötet einen nach dem anderen. Steckt ein fanatischer Jäger dahinter, ein anderer Clan oder doch der Dämonenfürst Schattenschwinge? Auf der Suche nach Antworten müssen die Schwestern Camille, Delilah und Menolly einen Pakt mit einem ebenso mächtigen wie geheimnisvollen Unsterblichen schließen. Sie ahnen nicht, was dies für sie bedeuten wird … 
 
Kurzbeschreibung: „Mein Name ist Menolly. Ich bin ein Vampir. Viele denken: Wow, cool. Aber wie toll würden Sie es finden, lebendig in einem toten Körper gefangen zu sein?“ Dämonenfürst Schattenschwinge hat einen neuen Verbündeten – er verhilft dem brutalen Vampir Dredge zur Flucht aus seinem Kerker und schickt ihn in die Welt der Menschen. Dort fallen der Blutsauger und seine Schergen über ihre hilflosen Opfer her, die sich wenig später als hungrige Untote selbst auf die Jagd machen. Nur Menolly könnte Dredge aufhalten – doch dazu müsste sie sich dem schlimmsten Alptraum stellen, den es für sie gibt
 
Es ist schon eine Weile her, dass ich Band 1 von "Schwestern des Mondes" gelesen habe und obwohl es mich nicht in Begeisterung schwelgend zurückgelassen hat, möchte ich doch wissen, wie es weitergeht mit den drei Schwestern. Darum hier nun Band 2 und 3. Beide von Tauschticket als 2:1 Tausch und beide sehen noch sehr, sehr gut aus!

Kurzbeschreibung: Frankreich im Jahre 1764. Die Menschen leben in Angst und Schrecken – denn ihre Kinder werden gehetzt und getötet. Was ist das für eine Bestie, die kein Jäger stellen kann? Unter den vielen Männern, die sich auf die Jagd begeben, ist auch der Wildhüter Jean Chastel. Er selbst birgt ein dunkles Geheimnis – und niemand ahnt, dass der gnadenlose Ritus der Bestie auch zweihundert Jahre später noch Opfer fordern wird ... 
 
 
 
 
Kurzbeschreibung:  Als die Fechterin Saskia bei einem Turnier gegen den geheimnisvollen -Levantin antritt, ahnt sie nicht, dass er ein Dämon ist und seit Jahrhunderten auf sie wartet – denn tief in ihr schlummert eine Gabe, die nur er erwecken kann. Levantin will, dass Saskia für ihn die Blutportale öffnet, damit er in seine Heimat zurückkehren kann. Doch Saskia ist nicht auf ihr dunkles -Talent vorbereitet. Und so stößt sie unbeabsichtigt Türen auf, die nie geöffnet werden sollten …
 
 
Diese beiden Romane von Markus Heitz habe ich ja schon angekündigt. "Sanctum" ist noch auf dem Weg zu mir und dann fehlt am Ende nur noch Judastöchter, damit ich im Besitz aller "Pakt der Dunkelheit"-Romane bin. Ich hoffe, dass ich bald dazu komme sie zu lesen, denn "Kinder des Judas" hat mir sehr, sehr gut gefallen.
 
Das wars an Büchern diese Woche. Drei sind noch auf dem Weg - hoffe ich. Eins von Tauschticket, ein Buchgewinn und dann noch eins von Lovleybooks, auf das ich sehnsüchtig warte: Alchemistin wo bleibst du?
 
Aber wie versprochen kommt nun noch ein Neuzugang und zwar ist meine Wolle heute eingetroffen:
  
Ich bin völlig begeistert!!! Es ist überhaupt kein Vergleich mit der handgefärbten Sockenwolle von Opal. Diese hier ist sooo wunderschön. Leuchtende, kräftige Farben. So wunderbar, dass ich es kaum glauben kann. 
Bestellt habe ich bei Tausendschön. Von links nach rechts diese Wolle:
"Venus" aus 100% Merino, schwarz/purpur
"Eichelhäher" aus Sockenwolle (75% Schurwolle, 25% Polyamid), Unikat des Monats November
3 Mal "Elfenblume" aus Sockenwolle (75% Schurwolle, 25% Polyamid), lila/brombeer/grasgrün
 
Gerade bei der Elfenblume hab ich elange überlegt, ob ich sie bestellen soll, da ich dachte die Wolle mit der ich die Stulpen gemacht habe, änlich ist. Aber Pustekuchen. Diese hier ist viel, viel schöner!!! Für mich ist klar, dass ich in Zukunft weitesgehend solche Wolle im Interent bestellen werde, anstatt Wolle von Rödel, Opal oder ähnliches zu kaufen. Natürlich: Wenn ich Socken stricken will, tut es auch die normale Wolle, aber für Tücher, Stulpen etc. wird es in Zukunft die schöne sein. 
Ich bin völlig hin und weg und würde am liebsten gleich mit allen drei Strängen beginnen. Kann mich gar nicht entscheiden. *hach*

Samstag, 12. November 2011

[Rezension] Jennifer Benkau: Phoenixfluch ****

Autor: Jennifer Benkau
Titel: Phoenixfluch
Genre: Fantasy
Seiten: 220
Verlag: Sieben Verlag
Veröffentlichung: 1. Dezember 2010
ISBN: 978-3941547117
Preis: 14,90 Euro

Klappentext: Ein Fluch, eine grenzenlose Liebe und Magie Seit Jahrzehnten erträgt Samuel seine verfluchte Existenz. Einst hatte er in seiner Verzweiflung dem Werben des Teufels nachgegeben, der ihn in den Selbstmord lockte. Doch der Schicksalsgöttin Moira, die andere Pläne mit Samuel hatte, gelang ein Handel mit Satan und sie schickte Samuel zurück ins Leben. Aber alles hat seinen Preis einen Preis, den Samuel jeden Tag bezahlen muss. Helena ahnt nicht, wie sehr das zufällige Zusammentreffen mit Samuel ihr Leben verändern wird. Als Nachfahrin einer alten Hexenzunft spürt sie, dass Samuel ihr etwas verheimlicht. Doch so sehr er sich auch sträubt, Helena gibt so schnell nicht auf. Für ihre Liebe zu Samuel ist sie bereit zu kämpfen, auch wenn der Gegner eine unbekannte Größe darstellt.

Meine Meinung:
Diese Fantasygeschichte hat wirklich etwas zu bieten, was ich so noch nicht kannte. Das ist außergewöhnlich, denn vieles hat man in der einen oder anderen Version immer schon vorher an anderer Stelle gelesen. Hier wird nun aber die Phoenixthematik aufgegriffen und auf einen Menschen angewandt. Ja genau: Ein Mensch, der regelmäßig wie ein Phoenix verbrennt und aus der eigenen Asche wieder ersteht. Aus dem Titel können wir schließen, dass das Ganze auch noch ein Fluch ist.
Wir verfolgen diese Geschichte aus dem Blickwinkel zweier Protagonisten, die im Großen und Ganzen die aktuellen Geschehnisse schildern. Es gibt aber auch kurze Rückblicke in die Vergangenheit des männlichen Hauptcharakters.
Die Schicksale von Helena und Samuel sind dabei so miteinander verstrickt, dass der Leser nicht im Voraus absehen kann, was passiert. Dass sich eine Liebesgeschichte entwickelt, ist der einzige Punkt, den man von Beginn an voraussagen kann. Vieles andere kam für mich überraschend, was natürlich ein Pluspunkt ist, denn damit wird die Spannung dauernd aufrecht erhalten.
Etwas irritiert hat mich Helenas Hund. Ich finde das ja prinzipiell gut, wenn die Charaktere noch ein Leben neben dem Hauptstrang der Geschichte haben. Aber dieser Hund ist dauernd penetrant im Vordergrund, seine Anwesenheit wird immer wieder betont, dabei spielt er aber keine große Rolle. Er stört die Geschichte nicht und lockert sie an manchen Stellen etwas auf, aber dieser große Aufwand, der um das Tier gemacht wird, wirkte auf mich etwas fehl am Platz.
Der Schreibstil der Autorin ist schön flüssig und in den meisten Fällen leicht zu verfolgen, aber dabei nicht zu seicht. Sehr schön finde ich, dass beide Protagonisten kein Blatt vor den Mund nehmen und so entwickeln sich humorvolle Dialoge, die auch mit einem Augenzwinkern gelesen werden können. Der Sarkasmus und die Ironie sind sehr erfrischend und machen die Gespräche zu einem wahren Erlebnis.

Fazit: In dieser Geschichte, die nicht sehr viele Seiten umfasst, werden einige Handlungsstränge eröffnet und trotzdem gelingt es der Autorin sie am Ende zu einer schlüssigen Geschichte zu verweben, die gerade durch einige neuartige Aspekte überzeugt. So habe ich das Buch mit Freude gelesen und vergebe 4 von 5 Sterne. 


Über die Autorin: Jennifer Benkau wurde 1980 in Solingen geboren. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder und zwei Katzen. Alle sechs – Mann, Kinder und Katzen - bringt sie mit dem Schreiben unter einen Hut, obwohl auch die Charaktere oft ihre ganze Aufmerksamkeit fordern. Ein Leben ohne das Schreiben ist für sie jedoch nicht vorstellbar, denn es ist ihr ein Bedürfnis Geschichten zu erzählen.

Freitag, 11. November 2011

[Ich] Handstulpen die erste

Ich bin im Moment fleißig am Stricken. Oft fleißiger als am Lesen. *hust*

Vor einigen Tagen schon sind mir dabei Stulpen von der Nadel gehüpft:

Bilder werden größer beim Anklicken ;-)



Da ich ja mit einer Hand auchnoch das Foto machen muss, gibts kein Bild von beiden Stulpen angezogen. ;-)

Mir gefällt die Farbe sehr gut. Die Sockenwolle ist von Opal aus dem Sortiment "Maskenball" die Farbe "weinrotmoos. So sah einmal das Knäuel aus: 

Gestrickt habe ich durchgängig im Bündchenmuster zwei rechts, zwei links und zwar in Runden. Dabei dann eben ein Loch gelassen für den Daumen.
Jetzt stricke ich mir noch ein zweites Paar Stulpen aus der gleichen Wolle aber dieses Mal mit einem Lochmuster, das so wunderschön aussieht, aber das gibts dann zu sehen, wenn es fertig ist. ;-)

[Rezension] Jackson Pearce: Drei Wünsche hast du frei ***

Autor: Jackson Pearce
Titel: Drei Wünsche hast du frei
Originaltitel: As You Wish
Genre: Fantasy
Seiten: 288
Verlag: PAN
Empfohlenes Alter: 12-13 Jahre
Veröffentlichung: 10. September 2010
ISBN: 978-3426283363
Preis: 12,99 Euro

Klappentext:  »Wer bist du?«, flüstert sie. »Ich habe keinen Namen«, antworte ich. »Aber können wir die Förmlichkeiten überspringen und das hier beschleunigen?« »Was beschleunigen?« »Das mit den Wünschen. Ich bin hier, um dir drei zu erfüllen.« Als Viola von ihrem Freund verlassen wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Gerade noch war sie verliebt und beliebt, nun ist sie nur noch die Ex vom coolsten Typ der Schule. Viola wünscht sich nichts mehr, als wieder glücklich zu werden – und beschwört so versehentlich einen Dschinn herbei. Er ist jung, er sieht gut aus … und er ist furchtbar schlecht gelaunt, denn er hält Menschen für ungemein nervtötend. Aber bevor er in seine Heimat zurückkehren kann, muss er Viola drei Wünsche erfüllen. Und das ist nicht so einfach, wie es sich anhört …

Meine Meinung:
Mit diesem Buch findet der Leser eine typische Liebesgeschichte, die hier ein wenig neuen Anstrich erhält, in dem die unglücklich Verliebte eben einen Dschinn an die Seite gestellt bekommt. Und ein Dschinn kann, soll und muss dem Menschen drei Wünsche erfüllen.
Dabei wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Rachel, die von ihrem Freund verlassen wurde, weil er schwul und jetzt nur noch ihr bester Freund ist und Dschinn erzählt. Es gibt mehr als nur einen Dschinn auf dieser Welt beziehungsweise in der Parallelwelt, in der sie leben, doch keiner von ihnen trägt einen individuellen Namen. So nennt Rachel ihn schlicht Dschinn.
Die Stimmung der Charaktere wird von Beginn an sehr eindrücklich vermittelt und dabei in nicht geringen Teilen auf Humor, Sarkasmus und Ironie zurückgegriffen. Interessant wird die Geschichte dadurch, dass Dschinn eigentlich nur so schnell wie möglich das Ganze hinter sich bringen möchte. Je schneller Rachel ihre Wünsche äußert, desto schneller kann Dschinn wieder verschwinden.
Aber so leicht macht Rachel es ihm und sich selbst und auch Dschinn nicht. In ihr herrscht einfach zu großes Chaos, als dass sie auf die Schnelle Herzenswünsche äußern könnte, die sie wirklich glücklich machen. Es ist wirklich die Gefühlswelt der Charaktere, die ununterbrochen im Mittelpunkt steht. Auch wenn zum Ende hin ein wenig Spannung in Form von Action aufkommt, ist dies nur ein Bruchteil der Geschichte und vernachlässigbar.
Die Idee mit dem Dschinn und insbesondere mit dem Dschinn, der es eigentlich gut meint, aber so schnell wie möglich wieder verschwinden will, gefällt mir gut. Sie bietet etwas Neues und ließ mich doch das eine oder andere Mal schmunzeln. Man hätte aber sich auch mehr daraus machen können. Eine Geschichte, die mehr bietet als das Thema Liebe und Herzschmerz.
Das ist bei einem dünnen Bändchen von weniger als 300 Seiten nicht möglich. Außerdem wird in der Kürze der Zeit auch keine Geschichte aufgebaut, die Spannung mit sich bringt. Schon nach dem Klappentext kann man sich ziemlich mühelos zusammenreimen, was passieren wird. 

Fazit: So hat Jackson Pearce also einen kurzen Liebesroman mit fantastischer Note geschrieben, der zwei oder drei Stunden seichten Lesespaß mit sich bringt. Es gelingt ihr gut die Gefühle und den – oft sarkastischen – Humor der Figuren zu vermitteln, was auch das Highlight der Geschichte ist. In den anderen Punkten ist sie nur für Mußestunden zwischendurch oder aber für junge Teenager zu empfehlen.
Ich vergebe 3 von 5 Punkten.

Über die Autorin: Die amerikanische Autorin Jackson Pearce, geboren 1984 in North Carolina, lebt in Atlanta. Sie studierte Englisch und Philosophie und arbeitet als Tanzcoach an einer High School. Als Jackson Pearce zwölf Jahre alt war, setzte sie sich in den Kopf, unbedingt ein Buch lesen zu wollen, in dem ein schlaues Mädchen, Pferde, Tierbabys und Magie eine Rolle spielen - und da sie ein solches nirgendwo finden konnte, begann sie, sich die Geschichte selbst auszudenken und aufzuschreiben. 2009 wurden ihre ersten beiden Romane bei renommierten amerikanischen Verlagen veröffentlicht.