Dienstag, 31. Januar 2012

[Rezension] Rebecca Gablé: Die Hüter der Rose

Autor: Rebecca Gablé
Titel: Die Hüter der Rose
Reihe: Waringham-Reihe
1. Das Lächeln der Fortuna
2. Die Hüter der Rose
3. Das Spiel der Könige
4. Der dunkle Thron
Genre: historischer Roman
Seiten: 1113
Verlag: Bastei Lübbe
Veröffentlichung: 19. Januar 2006
Neuauflage: 25. Januar 2012
ISBN(Neuauflage): 978-3404156832
Preis (Neuauflage): 9,99 Euro

Klappentext: England, 1413: Der dreizehnjährige John of Waringham leidet darunter, im Schatten seiner ruhmreichen erwachsenen Brüder zu stehen. Als er glaubt, sein Vater wolle ihn in eine kirchliche Laufbahn drängen, reißt er aus und macht sich allein auf den Weg nach Westminster, um in den Dienst des jungen Königs Harry zu treten. An dessen Seite erlebt er die Wiederbelebung des hundertjährigen Krieges und die legendäre Schlacht von Agincourt. Doch Johns Gefangennahme setzt dem fröhlichen Ritterdasein ein jähes Ende. Kardinal Beaufort, des Königs Onkel und trickreichster Diplomat, kann ihn schließlich freikaufen. Der mächtige Kardinal ist seit jeher Johns väterlicher Freund, und selbst als John mit dessen Tochter Juliana durchbrennt und somit unerlaubt eine Lancaster heiratet, überdauert diese Freundschaft. König Harrys plötzlicher Tod auf dem Höhepunkt seines Ruhms schafft jedoch ein gefährliches Machtvakuum, sodass niemand mehr sicher ist, der einen Tropfen Lancaster-Blut in den Adern hat. Und während auf den Schlachtfeldern Frankreichs eine Jungfrau auftaucht, die die englischen Besatzer aus dem Land jagen will, beginnt John zu begreifen, dass er nicht nur um das Leben des kleinen Thronfolgers Henry bangen muss, sondern auch um das seiner eigenen Kinder ...

Meine Meinung:
Obwohl die Waringham-Bücher natürlich eine Reihe bilden und im Idealfall auch in der richtigen Reihenfolge gelesen werden sollten, ist es nicht unbedingt notwendig den vollständigen Inhalt von Band 1 (Das Lächeln der Fortuna) zu kennen, um die Handlung des zweiten Bandes gut zu verstehen und mit Spannung zu verfolgen.
Unser Protagonist ist der jüngste Spross der Waringham-Familie – John. Er soll im Prinzip ganz ähnlich wie sein Vater in eine kirchliche Laufbahn gedrängt werden, nimmt reiß aus und landet damit am Hofe des Königs. Und wie es für die Waringhamgs üblich ist, erlebt er dort eine ganze Menge.
Spannung bietet diese Geschichte von der ersten Seite an. John war mir auf Anhieb sympathisch, ebenso wie die andere wichtigen Charaktere der Geschichte. Genauso waren mir die Antagonisten sofort unsympathisch. Das erleichtert die Leseridentifikation mit dem Protagonisten ungemein.
Durch die sehr detailreiche Beschreibung der Charaktere, die sehr fein herausgearbeitet wurde und nur sehr wenige Stereotypen aufweist, erhält der Leser das Gefühl gute Freunde, die man schon lange kennt, auf ihrem Lebensweg zu begleiten.
Über weite Teile wird uns die Handlung aus Johns Sicht beschrieben, es gibt lediglich immer mal wieder kurze und wechselnde Einschübe anderer Personen, hierzu zählt zum Beispiel sein älterer Bruder Raymond, der am ehesten als das komplette Gegenteil zu dem pflichtbewussten John beschrieben werden kann.
Immer wieder liest man die Kritik, dass den armen Kindern dieser frei erdachten Familie einfach zu viel passieren würde in ihren Leben. Sie erleben und überstehen einen Schicksalsschlag nach dem anderen. Eher normale und ruhigere Jahre werden galant mit einem Zeitsprung abgedeckt. Tatsächlich ist es so, dass diese Bücher nicht die Menge an begeisterten Lesern anlocken würden, wenn sie weniger Handlung, weniger Spannung zu bieten hätten. Und darauf würde es zwangsläufig hinauslaufen. Wenn den Charakteren weniger zustößt, weniger passiert, kann es nur weniger spannende Szenen geben.
Unbedingt notwendig und vorhanden ist das Personenregister zu Beginn des Buches. Es treten eine ganze Menge Charaktere auf und da es zu den Zeiten, zu denen die Geschichte spielt, noch nicht die Namensvielfalt gab, wie wir es heute gewöhnt sind, gibt es mehrere Johns, mehrere Harrys. Da hilft eine Dramatis Personae immer den Überblick zu behalten.

Fazit: Mit diesem Buch folgt der Leser der zweiten Generation an Waringhams ins mittelalterliche England und wird damit in eine uns nicht mehr bekannte Welt entführt. Man kämpft an der Seite von Lords und Königen und leidet mit jungen Männern und Frauen. Wunderbare Geschichte, wunderbare Handlung. Ein fantastisches Buch!

Gesamtnote: 1
Charaktere: 1
Handlung: 1-2
Lesespaß: 1

Quelle
Über die Autorin: Rebecca Gablé wurde 1964 am Niederrhein geboren. Sie absovlierte das Abitur und eine Bankkauffraulehre. In diesem Beruf hat sie auch einige Jahre gearbeitet. 1990 hatte sie ihren ersten Roman geschrieben und widmete sich nun ganz dem Schreiben. Sie begann ein Literaturstudium und suchte einen Verlag für ihren Kriminalroman. Dieser erschien dann 1995. Ihr erster historischer Roman („Das Lächeln der Fortuna“) erschien 1997 und wurde ihr großer Durchbruch. Seitdem erscheint ungefähr alle zwei Jahre ein historischer Roman aus ihrer Feder. Sie alle wurden Bestseller. Außerdem ist die Autorin schon mehrfach durch Preise ausgezeichnet. Der vierte Teil der Waringham-Reihe erhielt vergangenes Jahr den Lovelybooks-Leserpreis. Zur Website der Autorin.

1 Kommentar:

  1. Du hast so recht!!! Ich habe die ersten drei Bände der Waringham-Saga gelesen (Dunkler Thron fehlt noch, ich warte aufs TB) und würde ALLEN die Note 1 geben. Für mich ist Gablé die Königin der historischen Romane!
    Drück,
    Damaris

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