Donnerstag, 23. Februar 2012

[Erfahrungsbericht] Post Packstation

Bevor hoffentlich morgen (endlich) mal wieder eine Rezension erscheint, gibt es heute einen Erfahrungsbericht. Die letzten Tage kam ich kaum zum Lesen, daher auch so wenig Rezensionen. Aber es wird bald wieder besser. 

So sehen sie aus. Die Packstationen der Post. Sie sind vor einiger Zeit plötzlich aus dem Boden geschossen und ich gehörte lange Zeit zu denen, die sich fragten: Was soll das? Was macht man da? Wofür ist das gut?
Inzwischen nutze ich diese Packstationen selbst und möchte euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Blogger, Büchernarren, Internetnutzer - bei allen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass relativ häufig Post ins Haus kommt. In Form von Büchersendungen, kleinen Päckchen von Amazon, von Verlagen, von anderen Versandshops im Internet. Aber wer ist schon immer zu Hause, wenn der Postbote kommt? Und wie ist das mit dem Postboten? Klingelt er wirklich oder lässt er es bleiben, füllt einen Zettel aus und behauptet, man war nicht da und soll das Päckchen am nächsten Tag in der Filale abholen? Soll es ja geben. 
Bei all diesen Möglichkeiten hilft nun die Packstation. 

Was kann die Packstation?

Man kann bei allen Büchersendungen, Päckchen und Paketen, die man sich zuschicken lassen möchte und die mit der Post oder mit DHL verschickt werden eine Packstationsadresse angeben. Dann wird die Sendung nicht zu einem  nach Hause gebracht, sondern eben zur Packstation. Dafür muss man sich dort anmelden (unten dazu mehr).
Wenn dann Post eingetroffen ist, bekommt man eine E-Mail oder SMS - je nach Einstellung - und man kann sofort mit der Kundenkarte die Sendung abholen. Sie liegt dann neun Tage lang in einem dieser Fächer, die man oben sieht, bereit.
Man braucht auch nicht immer dieselbe Packstation nutzen. Es wird an die Packstation geliefert, die man als Adresse angibt. Die kann auch 500 Kilometer entfernt bei Freunden sein. Bestimmt ganz praktisch, wenn man dort zum Beispiel Urlaub macht.
Außerdem kann ich von der Packstation aus Päckchen und Pakete verschicken. Ich kann Paketmarken dort kaufen mit der eigenen EC-Karte und diese Marken am Automaten auch ausdrucken lassen. Außerdem kann ich mein Paket dann in einem der Fächer hinterlegen und es wird sobald wie möglich verschickt. Übrigens ist die Paketmarke an der Poststation 1 Euor billiger als in einer Filiale.

Wie melde ich mich an?

Auf der Seite von DHL kann man sich anmelden. Mit der eigenen Adresse und dem üblichen Drum und Dran. Wenige Tage später erhält man von DHL ein Einschreiben. Darin ist die Kundenkarte, die PIN und alle nötigen Informationen zum Umgang mit der Packstation. Ab dem nächsten Tag soll man sie nutzen können.

Was kann die Packstation nicht?

Die Packstation nimmt (natürlich) keine Briefe an. Diese sollte man also weiter zu sich nach Hause schicken lassen. Außerdem werden Einschreiben wieder zum Absender zurückgeschickt, die an eine Packstation adressiert sind. Auch diese müssen an die Hausanschrift des Empfängers verschickt werden. 
Wenn die Packstation voll ist, passiert das, was auch passiert, wenn man nicht zu Hause ist, wenn der Postbote klingelt: Das Päckchen wird an die nächste Filiale umgeleitet und kann dann dort abgeholt werden.

Meine persönliche Erfahrung mit der Packstation

Ich habe mich dort kurz vor Weihnachten angemeldet, weil in der Zeit wirklich viele Pakete und Päckchen hier eingetroffen sind. Zusätzlich zu den Büchersendungen, auch bestellte Weihnachtsgeschenke für andere, Weihnachtsgeschenke, die mir zugeschickt wurden und so weiter. Ich bin oft nicht da, wenn der Postbote gegen 11 Uhr bei mir vorbeikommt. Der DHL-Wagen kommt um 14 Uhr. Auch da bin ich ziemlich oft nicht zu Hause. Die Sendungen werden dann bei einem Nachbarn abgegeben, der mir gegenüber zwar nie unfreundlich war, aber ich hatte inzwischen das Gefühl, dass er etwas gestresst ist, wenn in Spitzenzeiten vor Weihnachten an 3 Tagen die Woche Post für mich bei ihm landet. 
Die nächste Packstation ist für mich zu Fuß 10 Minuten entfernt, mit dem Fahrrad sind es 2. Also im Prinzip um die Ecke, daher wollte ich es ausprobieren. Also gut. Ich habe mich angemeldet.
Am 23.12 kam auch tatsächlich das Einschreiben an. Ich habe mir das über die Feiertage alles angeschaut, war von der Kundenkarte begeistert. Sie ist golden und wenn man es nicht besser weiß, kann man auf dem ersten Blick glauben, es wäre eine goldene Kreditkarte. <3
Nach den Feiertagen wollte ich - vorsichtig wie ich bin - mal testen, ob es funktioniert. Also auf zur Packstation und mich versucht anzumelden. Ging nicht. PIN sei falsch oder noch nicht freigegeben. Okay, dann eben nicht. Ich habe mich bis Anfang Januar geduldet und bin dann nochmal hin. Funktionierte wieder nicht. Inzwischen war ich leicht gefrustet, weil ich jetzt schon wieder Pakete zu mir nach Hause adressieren musste, denn wenn ich mich nicht anmelden kann, kann ich ja auch kein Päckchen abholen. 
Also habe ich als nächstes dem Kundenservice eine Mail geschrieben. Die haben sich auch gleich am nächsten Tag gemeldet und meinten, dass es eigentlich gehen müsste. Meine Geduld wurde deutlich strapaziert. Die Dame am Telefon hat mir dann aber angeboten mir eine neue PIN zuzuschicken. Besser als nix. Also: neue Pin per SMS aufs Handy. Einige Stunden später ich wieder zur Packstation: Yay! Dieses Mal hat es funktioniert. 
Also habe ich auch gleich die nächste Amazonbestellung dorthin geordert. Voll Vorfreude habe ich auf die E-Mail gewartet, die ich dann automatisch aufs Handy bekomme. Und was ist? Die erste Bestellung an die Packstation und ich bekomme eine Mail, dass das Päckchen an die nächste Filiale umgeleitet wurde. Na toll. Vermutlich war die Packstation voll. 
Die Freundschaft zwischen mir und der Packstation stand also nicht unter einem guten Stern, aber ich habe weitere Chancen vergeben und siehe da: Jede Büchersendung, die ich bisher dorthin bestellt habe, ist auch dort angekommen. 
Zwischen 8:30 und 10:00 bekomme ich eine Mail, dass Post da ist, dann schnapp ich mir baldmöglichst meinen Hund und einen Rucksack, stiefel zur Packstation und hole die Sendung heraus. Sehr einfach und unkompliziert und gerade für die schmalen Sendungen ist auch mehr als genug Platz. Keine Büchersendung wurde bisher umgeleitet.
Schön ist auch die Vorfreude, die man nun oft hat: Es kommt eine Mail. Manchmal weiß man ja gar nicht genau, was da in der Packstation wartet oder man weiß es und freut sich umso mehr. Und dann habe ich das Päckchen, muss aber noch nach Hause laufen, bevor ich es aufmache. Das steigert die Vorfreude dann umso mehr. 
Genial ist, dass die Packstation einfach keine Öffnungszeiten hat. Dort könnte man morgens um 6 stehen und die Sendung rausholen oder abends um 23 Uhr, wenn man das möchte. Es spricht nichts dagegen. Die Bedienung ist kinderleicht. 
Trotz des durchwachsenen Anfangs bin ich inzwischen sehr begeistert und lasse, wenn es möglich ist, alles dorthin schicken. So ist mein Nachbar nicht gestresst und ich muss nicht zur Filiale, die weiter weg ist und sehr unpassende Öffnungszeiten hat, rennen, um meine Post zu holen.
Auch das Paket verschicken von der Packstation aus funktioniert sehr leicht und problemlos. 
Ich bin begeistert und würde es jedem empfehlen, der in seiner Nähe eine Packstation hat und einfach nicht sooft zu Hause ist, um die Sendungen annehmen zu können.

Wie sind eure Erfahrungen mit der Packstation? Nur gute oder auch schlechte? Schreibt doch einen Kommentar, um meinen Erfahrungsbericht zu erweitern und jedem zu helfen, der noch mit der Entscheidung hadert, ob er sich anmelden soll oder nicht. 

 
Mit einem Klick auf das Banner könnt ihr mir eine Freude machen. Euch kostet es natürlich nichts!

Kommentare:

  1. Hey, interessant, dein Erfahrungsbericht. Ich kann deine positiven Erfahrungen allerdings nicht ganz teilen. Ich hatte vor Jahren auch mal eine Packstation und habe mich irgendwann abgemeldet. Ich habe manchmal Nachrichten bekommen, obwohl gar nichts drin war in meiner Packstation. Oder ich bin hingefahren, und die Packstation war kaputt (randalierende Jugendliche oder so), das war auch sehr nervig und kam mehrmals vor. Und dann waren auch manchmal Briefe drin, obwohl die da eigentlich nicht reingehören. Man fährt hin und freut sich auf ein Päckchen und dann ist nur ein Werbebrief drin!!! Boah, also ich weiß nicht. Wie gesagt, das ist einige Jahre her. Vielleicht gebe ich der Packstation noch mal eine Chance, aber im Grunde war ich damals total enttäuscht davon und habe mich irgendwann entnervt abgemeldet.

    AntwortenLöschen
  2. Ich nutze die Packstationen ebenfalls und habe bis auf eine komische Aktion nie ein Problem gehabt. Ich hatte aber mal eine Bestellung von Medimops dorthin geordert, die in zwei Päckchen verschickt wurde. Für beide hatte ich die Sendungsnummer, so dass ich genau verfolgen konnte, wann beide in der Packstation angekommen sind. Für das eine Päckchen hab ich auch per Mail Bescheid bekommen und konnte es abholen. Das andere Päckchen, dass zeitgleich angekommen war, wurde mir per Mail nicht mitgeteilt und ich konnte es auch nicht abholen! Im Endeffekt musste ich morgens in eisiger Kälte mit meiner Sendungsnummer auf den DHL-Wagen warten, damit der Fahrer mit mir zusammen die eingespeicherten Sendungsnummern durchgehen und mir das richtige Päckchen rausgeben konnte. Irgendwas muss bei der Übertragung zu meinem Account schief gegangen sein. Nun ist die Angst immer dabei, dass ich mal ne Büchersendung geliefert bekommen und nichts davon erfahre, weil mir wieder keine Nachricht zugestellt wird. :-(
    Aber sonst bin ich, wie gesagt total zufrieden. ;-)
    LG Mareike

    AntwortenLöschen
  3. Ehrlich gesagt bin ich hin und her gerissen. Denn die nächste erreiche ich zu Fuß in gut 25 Minuten, also muß ich mit dem Auto hin (nein, ein Fahrrad habe ich aus logistischen Gründen leider nicht). Es ist aber auch nichts, wo ich auf dem Nach Hause Weg vorbei komme, da es eine riesige Straße ist, mit Grünstreifen und ich riesige Schleifen fahren muß um auf die andere Seite zu kommen. Daher wollte ich mich bislang nicht damit anfreunden. Eigentlich ist auch jeden 2. Tag jemand hier, wenn die Post bzw. Pakete kommen. Leider sind die Boten nur so faul und klingeln gar nicht erst bei uns im vierten sondern direkt bei den Nachbarn. Naja .. und da hab ich mir angewöhnt ab und an kleine Geschenke vorbeizubringen. Bislang haben sie mich noch nicht erschlagen :) ...

    Aber einfacher find ich so eine Station zum selbstabholen eigentlich schon ... ich überlege also weiter :)

    AntwortenLöschen

Ich freue mich auf euren Kommentar!
Und verspreche: Ich werde sie alle beantworten :)