Samstag, 3. März 2012

[Kino] Gefährten


Filmdaten:


Deutscher Titel:  Gefährten
Originaltitel: War Horse
Produktionsland: Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2011
Länge: 146 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Steven Spielberg
(Quelle)
Trailer 1

Der Film beruht auf einer Vorlage: "Gefährten" von Michael Morpurgo (Bei Amazon)

Meine Meinung:
Ich kenne die Vorlage nicht und werde daher im Folgenden ausschließlich den Film beurteilen.

Ein Pferdefilm, der während des 1. Weltkriegs spielt. Hm, kann das was sein? Lohnt es sich, so etwas anzuschauen? Die Trailer waren meines Erachtens nach schon sehr vielversprechend. 
Kriegsfilme sind ja eigentlich nicht so mein Ding, aber die Altersfreigabe von 12 deutete auch darauf hin, dass hier der Zuschauer von den meisten der Gräueltaten verschont bleibt und so ist es dann auch. Natürlich gibt es viele Tote, beinahe alle Charaktere, die man etwas näher kennen lernt, sind am Ende tot und viele der Statisten müssen sterben. Dabei gibt es aber wenig Blut zu sehen, was ich persönlich als sehr angenehm empfunden habe, denn es wird gleichzeitig keineswegs verharmlost, was wirklich geschehen ist. 
Zu Albert und seinem Pferd Joey baut man schnell eine Beziehung auf, fühlt mit ihnen, lacht mit ihnen, kämpft mit ihnen und weint auch mit ihnen. Es ist auf jeden Fall angebracht Taschentücher mitzunehmen, um an zwei bis drei Schlüsselszenen schamlos auch einige Tränen zu verdrücken. Es geht einfach nahe ans Herz, was man dort auf großer Leinwan sieht. 
Hinweg sehen muss  man über einige Punkte, die übertrieben sind. Albert und sein Pferd schaffen oftmals das Undmögliche und Joey ist deutlich intelligenter, als es für ein Pferd normalerweise möglich ist, sodass man ab und zu schon denkt: "Naja, nicht ganz logisch... aber was solls." 
Dieser Film ist, sobald das Pferd sich dann im Krieg befindet, ein Wechselbad der Gefühle. Mal sieht es wirklich schlecht für ihn aus, dann scheint er wie durch ein Wunder wieder gerettet. Das Glück wendet sich wieder und er wird im Krieg erneut zugrunde gerichtet. 
Zwischen all der Dramatik und der sehr ernsten Thematik ist es aber trotzdem immer wieder auch gelungen Szenen einzubauen, die den Zuschauer lächeln lassen, ohne dass sie unfreiwillig komisch wirken. 

Für mich war dies ein sehr gelungener Film mit einer ungewöhnlichen Perspektive auf einen Krieg. Obwohl es einige Ungereimtheiten gibt, bin ich gewillt darüber hinwegzusehen und habe Albert und Joey in mein Herz geschlossen. Ich empfehle diesen Film somit gerne weiter.

Ab dem 30. August ist dieser Film als DVD und Blue-Ray erhältlich. (Jetzt vorbestellen)

Trailer 2

Kommentare:

  1. Ohje, am 30.8. erst auf DVD? Da muß ich ja noch endlos warten .. da ich fast nie ins Kino gehe :(

    Ich habe vor Monaten schon den englischen Trailer gesehen und dabei schon fast geheult. Ich bin soo auf den Film gespannt.

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  2. Hach je, bei diesem Film würde ich sicher nur heulen.. ich bin viel zu emotional..vor allem wenn es auch noch um Tiere geht. Habe letztens erst einen Artikel gelesen, wie viele Tiere im Krieg sterben mussten, weil sie für einiges Eingesetzt und benutzt wurden.

    Krieg ist sowieso etwas, was nicht in meinen Kopf gehen möchte, warum tuen sich Menschen so etwas an, was so grausam ist und so unnötig? Die Frage kommt immer wieder, wenn ich etwas von Krieg höre in meinen Kopf.

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