Titel: Ich würde dich so gerne küssen
Genre: Jugendbuch
Altersempfehlung: 13-16 Jahre
Altersempfehlung: 13-16 Jahre
Seiten: 269
Verlag: cbt
Veröffentlichung: 13. Februar 2012
ISBN:
978-3570307809
Preis: 7,99 Euro
Ich würde dich so gerne küssen - bei Amazon
Klappentext: In der Nacht zu ihrem 17. Geburtstag lernt die eigenwillige Frieda
jemanden kennen, den sie einfach nicht vergessen kann: Jeffer, einen gut
aussehenden, rebellischen Jungen und – wenn sie den warnenden Stimmen
glauben soll – Herzensbrecher. Als ihre Eltern verreisen, schlägt Frieda
all die wohlmeinenden, vernünftigen Ratschläge in den Wind und zieht
kurzerhand bei Jeffer ein. Gemeinsam feiern sie, hören Musik, reden bis
tief in die Nacht – nicht mehr. Beide spüren, dass sie etwas wirklich
Besonderes verbindet, doch genau das macht ihnen Angst, zumal Frieda
nicht versteht, was dieser ungewöhnliche Junge an ihr findet.
Schließlich ist es genau ein Kuss, der alles verändert …
Meine
Meinung:
Cover und Titel suggerieren eine romantische kleine Liebesgeschichte, die im Zweifelsfall durchaus vorhersehbar ist, aber trotzdem einige nette Lesestunden mit sich bringt, in denen man gemeinsam mit der Protagonistin schwärmen kann, um am Ende glücklich seufzend das Buch zu schließen.
Ganz so einfach ist es hier aber nicht. Natürlich geht es um Liebe, es geht um zwei junge Menschen, die sich zueinander hingezogen fühlen. Aber ihr Verhältnis ist weder einfach, noch vorhersehbar. Diese Geschichte zeigt vielmehr das wahre Leben.
Der Leser nimmt Friedas Blickwinkel ein, denn aus ihrer Perspektive wird im Ich-Erzähler gesprochen. Und so begegnet man gemeinsam mit ihr dem undurchschaubaren Jeffer und verliebt sich in ihn. Jeffer ist eigentlich Zivildienstleistender, aber viel wichtiger: Er ist Musiker. Rockmusiker. Er spielt Gitarre und liebt die alten Bands: Deep Purple, Johnny Cash und wie sie alle heißen. Musik spielt eine sehr große Rolle, denn auch Frieda kommt auf den Geschmack und so sind diese alten Lieder der Soundtrack der Geschichte.
Obwohl die wichtigen Charaktere, hier insbesondere eben Frieda und Jeffer, zumeist direkt und unverblühmt sind, sagen was sie denken und das Herz auf der Zunge tragen, werden sie im Umgang miteinander unsicher und können nicht das wichtige Gespräch miteinander führen, das auf jeden Fall angebracht wäre. Von Frieda weiß man, dass sie nicht mit sich im Reinen ist. Sie ist ein Mädchen von ganz normalem Äußeren und sehnt sich - wie so viele in ihrem Alter - nach der überdurchschnittlichen Modelschönheit, weil sie sich vorstellt, dann sei alles einfacher.
In ihrer Art überzeugen die Charaktere vollkommen. Besonders bei Frieda ist eine Weiterentwicklung innerhalb der Geschichte zu erkennen, dabei bleibt diese Entwicklung völlig realistisch und die junge Frau sie selbst. Jeffer verhält sich dauerhaft so, wie man es von ihm erwarten würde, bis hin zum Ende.
Insbesondere der Abschluss lässt die Personen noch glaubwürdiger aussehen. Es ist kein einfaches Happy End, wie man es sich vielleicht vor oder zu Beginn der Lektüre vorstellt und doch ist es das genau passende Ende, das so und nicht anders richtig ist. Es zeigt einige positive Zukunftsaussichten auf, aber lässt auch Möglichkeiten zur eigenen Spekulationen freien Raum. Ja, auch Möglichkeiten, um als Autorin noch einmal anzusetzen. Dies würde ich mir aber nicht wünschen, da ich befürchte, dass es dieses perfekte und doch ungewöhnliche Ende zunichte machen könnte.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und den Jugendlichen, die beinahe vollständig das Wort haben, gut angepasst. Man sieht sie förmlich vor sich, in der Küche sitzen und quatschen. Dies gelingt durch passende Wortwahl und auch durch die häufige szenische Darstellung. Oft zieht sich ein Dialog ohne Zwischenkommentare über eine Seite oder länger hin. Es wird etwas gesagt, darauf eine Reaktion, Gegenreaktion, Gegenfrage, Antwort und so weiter. Manchmal muss man gut aufpassen, um den Überblick zu behalten, wer denn nun gerade das Wort hat, aber vor dem inneren Auge werden solche Dialoge schnell in eine Art Film umgewandelt. Die Geschichte liest sich somit auch sehr zügig. Mit etwas Zeit reicht sicherlich ein freier Nachmittag, um mit Jeffer und Frieda auf eine kleine Reise zu gehen.
Der einzige etwas fragwürdige Punkt, den ich anführen kann, sind die Zeitabläufe innerhalb der Geschichte. Mehr als einmal dachte ich es wäre er deutlich weniger Zeit vergangen, als es dann von der Autorin beabsichtigt war. Am Ende sind es offiziell gute zwei beziehungsweise drei Wochen. Gefühlt für den Leser waren es wohl eher vier oder maximal fünf Tage. Das ist aber ein Mini-Kritikpunkt, der keinesfalls vom Lesen abhalten sollte.
Cover und Titel suggerieren eine romantische kleine Liebesgeschichte, die im Zweifelsfall durchaus vorhersehbar ist, aber trotzdem einige nette Lesestunden mit sich bringt, in denen man gemeinsam mit der Protagonistin schwärmen kann, um am Ende glücklich seufzend das Buch zu schließen.
Ganz so einfach ist es hier aber nicht. Natürlich geht es um Liebe, es geht um zwei junge Menschen, die sich zueinander hingezogen fühlen. Aber ihr Verhältnis ist weder einfach, noch vorhersehbar. Diese Geschichte zeigt vielmehr das wahre Leben.
Der Leser nimmt Friedas Blickwinkel ein, denn aus ihrer Perspektive wird im Ich-Erzähler gesprochen. Und so begegnet man gemeinsam mit ihr dem undurchschaubaren Jeffer und verliebt sich in ihn. Jeffer ist eigentlich Zivildienstleistender, aber viel wichtiger: Er ist Musiker. Rockmusiker. Er spielt Gitarre und liebt die alten Bands: Deep Purple, Johnny Cash und wie sie alle heißen. Musik spielt eine sehr große Rolle, denn auch Frieda kommt auf den Geschmack und so sind diese alten Lieder der Soundtrack der Geschichte.
Obwohl die wichtigen Charaktere, hier insbesondere eben Frieda und Jeffer, zumeist direkt und unverblühmt sind, sagen was sie denken und das Herz auf der Zunge tragen, werden sie im Umgang miteinander unsicher und können nicht das wichtige Gespräch miteinander führen, das auf jeden Fall angebracht wäre. Von Frieda weiß man, dass sie nicht mit sich im Reinen ist. Sie ist ein Mädchen von ganz normalem Äußeren und sehnt sich - wie so viele in ihrem Alter - nach der überdurchschnittlichen Modelschönheit, weil sie sich vorstellt, dann sei alles einfacher.
In ihrer Art überzeugen die Charaktere vollkommen. Besonders bei Frieda ist eine Weiterentwicklung innerhalb der Geschichte zu erkennen, dabei bleibt diese Entwicklung völlig realistisch und die junge Frau sie selbst. Jeffer verhält sich dauerhaft so, wie man es von ihm erwarten würde, bis hin zum Ende.
Insbesondere der Abschluss lässt die Personen noch glaubwürdiger aussehen. Es ist kein einfaches Happy End, wie man es sich vielleicht vor oder zu Beginn der Lektüre vorstellt und doch ist es das genau passende Ende, das so und nicht anders richtig ist. Es zeigt einige positive Zukunftsaussichten auf, aber lässt auch Möglichkeiten zur eigenen Spekulationen freien Raum. Ja, auch Möglichkeiten, um als Autorin noch einmal anzusetzen. Dies würde ich mir aber nicht wünschen, da ich befürchte, dass es dieses perfekte und doch ungewöhnliche Ende zunichte machen könnte.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und den Jugendlichen, die beinahe vollständig das Wort haben, gut angepasst. Man sieht sie förmlich vor sich, in der Küche sitzen und quatschen. Dies gelingt durch passende Wortwahl und auch durch die häufige szenische Darstellung. Oft zieht sich ein Dialog ohne Zwischenkommentare über eine Seite oder länger hin. Es wird etwas gesagt, darauf eine Reaktion, Gegenreaktion, Gegenfrage, Antwort und so weiter. Manchmal muss man gut aufpassen, um den Überblick zu behalten, wer denn nun gerade das Wort hat, aber vor dem inneren Auge werden solche Dialoge schnell in eine Art Film umgewandelt. Die Geschichte liest sich somit auch sehr zügig. Mit etwas Zeit reicht sicherlich ein freier Nachmittag, um mit Jeffer und Frieda auf eine kleine Reise zu gehen.
Der einzige etwas fragwürdige Punkt, den ich anführen kann, sind die Zeitabläufe innerhalb der Geschichte. Mehr als einmal dachte ich es wäre er deutlich weniger Zeit vergangen, als es dann von der Autorin beabsichtigt war. Am Ende sind es offiziell gute zwei beziehungsweise drei Wochen. Gefühlt für den Leser waren es wohl eher vier oder maximal fünf Tage. Das ist aber ein Mini-Kritikpunkt, der keinesfalls vom Lesen abhalten sollte.
Fazit: Eine
überzeugende Geschichte, die gut und gerne mitten aus dem Leben
gegriffen sein kann und trotzdem so ganz anders ist als der Leser im
ersten Moment erwartet. Klar gezeichnete Charaktere, die vollständig
überzeugen und eine bewegende Handlung bringen viel Lesespaß und eine
klare Leseempfehlung mit sich.
Gesamtnote: 1
Charaktere: 1
Handlung: 1
Lesespaß: 1-2
Über
die Autorin: Patrycja Spychalski, geboren 1979 in Starogard, Polen, zog im Alter von
neun Jahren mit ihren Eltern nach Berlin. Nach dem Abitur absolvierte
sie eine Schauspielausbildung, wandte sich dann aber einem ganz anderen
Bereich zu: Seit 2002 arbeitet sie in vielfältigen sozial-kulturellen
Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Sie schrieb schon mehrere
Kurzgeschichten für Anthologien, bevor sie ihren ersten Roman „Ich würde
dich so gerne küssen“ verfasste. Spätesten nachdem man dieses Buch
gelesen hat, merkt man, dass ihre große Liebe der Rockmusik gilt -
selbstverständlich neben ihrem Freund, ihrem kleinen Sohn Juri und ihren
beiden neurotischen Katzen, mit denen sie in Berlin lebt. (Quelle)

Hey,
AntwortenLöschenich habe das Buch auch gelesen und ich liebe dieses Buch, weil es nicht eine wirkliche Liebesgeschichte beinhaltet.
Es ist einfach etwas ganz Besonderes.
Alles Liebe Marcia ♥
http://www.teabooksandfairytales.blogspot.com
Ja genau.
LöschenEs ist etwas ganz besonderes. Du sagst es. :-)
Bisher habe ich genau das was du gesagt hast von dem Buch erwartet - eine kleine nette Liebesgeschichte. Jetzt sollte ich mir das Buch wohl mal genauer ansehen!
AntwortenLöschenLG Anni
Es lohnt sich wirklich diesem Buch einen zweiten Blick zu schenken. Es bietet deutlich mehr, als man erwartet :)
LöschenGrüße
Asaviel
Schöne Rezi!! Na gut, dann kommt es nun auch auf meine WuLi. Ich wollte es vermeiden, aber jetzt hast du mich doch endgültig neugierig gemacht. Außerdem kann man mich mit cbt/cbj Büchern eh immer wieder catchen ;)
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Anka
klingt ja echt nicht übel :) ich liebe solche geschichten und nach deiner rezi wandert es gleich mal auf meinen wunschzettel :D
AntwortenLöschenLG july
Erstmal: schönes Design, sehr stimmig und nicht zu unruhig! Und eine tolle Rezi, ich habe das Buch bei Amazon auch schon entdeckt und nach deiner Rezi scheint es sich wirklich zu lohnen--- ach ja unerschöpflicher Wunschzettel-Nachschub trotz hohem SuB ;)
AntwortenLöschenLG und einen schönen Abend,
Patricia
@Anka
AntwortenLöschenWir haben ja schon drüber gesprochen. ;) Ich bringe das Päckchen bald auf den Weg ;)
@Dreamer
Gutgut. Wunschzettel ist der richtige Weg! :)
@Patricia
Danke schön für das Lob zum Design
Ja, der Wunschzettel platzt aus allen Nähten. Schlimmer noch als der SuB. :-D
Grüße
Asaviel