Titel: Nachricht von dir
Originaltitel:
L`Appel de l`ange
Genre: Belletristik
Seiten: 465
Verlag: Pendo
Veröffentlichung: März 2012
ISBN:
978-3866123137
Klappentext: New York, John-F.-Kennedy-Flughafen. Ein Mann und eine Frau prallen im
Schnellrestaurant aufeinander – und fluchen. Ein Sandwich fällt zu
Boden, ein Glas Cola wird verschüttet, beide kehren sich den Rücken, um
sich nie wiederzusehen. Doch zuhause angekommen – er in San Francisco,
sie in Paris – , stellen sie fest, dass sie ihre Handys vertauscht
haben. Handys, in denen intimste Informationen gespeichert sind. Sie
beginnen, das Telefon des anderen zu durchstöbern, und was sie dort
entdecken, erscheint ihnen wie ein Wink des Schicksals: Denn ihre Leben
sind bereits seit langer Zeit miteinander verknüpft – durch ein
Geheimnis aus der Vergangenheit, das sie nun einzuholen droht. Es
beginnt eine atemlose Jagd, bei der die beiden alles riskieren, an ihre
Grenzen gehen und das Unmögliche möglich machen.
Meine
Meinung:
Obwohl der Klappentext es ja schon verspricht, war ich dann doch trotzdem ganz erstaunt, dass sich da zwischen den Buchdeckel nicht nur eine gewöhnliche Liebesgeschichte findet, sondern handfeste Thrillerelemente, die den Leser mitreißen und eine Spannung aufbauen, die beinahe verbietet dieses Buch noch einmal aus den Händen zu legen.
Der Grundgedanke ist schon einmal sehr amüsant. Zwei Menschen, zufällig Mann und Frau vertauschen bei einem Zusammenstoß ihre Handys, am Flughafen. Sie stellen es erst fest, nachdem sie ungefähr 10 000 Kilometer trennen. Das hat was, unbestreitbar. Und da die Chemie zwischen den beiden Protagonisten auch erst einmal nicht zu stimmen scheint, hat der Kontakt, der sich nun aufbaut eine Menge Spannungspotenzial bereit. Der SMS-Austausch, der direkt im Buch abgedruckt wird, ist humorvoll und lässt wohl jeden Leser mal schmunzeln.
Interessant und unerwartet ist, dass sich die Geschichten nach diesem zweiten Kontakt über die Handys lange Zeit getrennt voneinander entwickeln, ohne das Madeline und Jonathan noch einmal direkt miteinander sprechen. Nein, sie wühlen in der Vergangenheit des jeweils anderen und bringen dabei Erstaunliches zu Tage.
Und genau an diesem Punkt setzen auch die Thrillerelemente an, die den Leser dann in Atem halten, immer wieder unterbrochen durch gewisse Situationskomik, einerseits durch Madelines forsche und sehr direkte Art. Andererseits insbesondere dann, wenn sie jeweils beschließen, den anderen zu treffen. Und plötzlich die Rollen vertauscht sind: Er ist in Paris, sie in San Francisco, im Heimatort des jeweils anderen.
Die Sprache wird in weiten Teilen von Dialogen dominiert, was die Handlung schnell vorantreibt und ein hohes Lesetempo ermöglicht, da die Charaktere ganz typisch für die heutige Zeit eher in kurzen Sätzen sprechen, was sie sehr glaubwürdig erscheinen lässt. Das Besondere ist noch, dass die Perspektiven immer wieder ganz schnell von Jonathan auf Madeline oder auch wieder umgekehrt wechseln. So werden die Kapitel viel in kurze Abschnitte unterteilt, was den Leser mit der Devise "ach, ein Absatz geht noch" von einer Seite zur nächsten treibt.
Der große Kritikpunkt, den sich dieser Roman gefallen lassen muss, sind die vielen Zufälle, die sich dann am Ende häufen, um ein sinnvollen Abschluss zu kreieren. Es ist schon äußerst erstaunlich wie am Ende alles zusammenhängt und wirklich jeder Charakter, der einmal Erwähnung fand seine Finger dann mit ihm Spiel hat. So reiht sich ein Zufall an den nächsten, um ein Ende zu finden, das sehr versöhnlich ist und weniger an die Thrillerkomponenten anschließt, als vielmehr die Liebesgeschichte erneut aufgreift, aber es ist doch etwas zu viel des Guten. Man kann keineswegs mehr von Glaubwürdigkeit reden. Ein paar Zufälle ja. Es wird sich keiner beschweren, aber Musso greift etwas zu oft in die Trickkiste.
Obwohl der Klappentext es ja schon verspricht, war ich dann doch trotzdem ganz erstaunt, dass sich da zwischen den Buchdeckel nicht nur eine gewöhnliche Liebesgeschichte findet, sondern handfeste Thrillerelemente, die den Leser mitreißen und eine Spannung aufbauen, die beinahe verbietet dieses Buch noch einmal aus den Händen zu legen.
Der Grundgedanke ist schon einmal sehr amüsant. Zwei Menschen, zufällig Mann und Frau vertauschen bei einem Zusammenstoß ihre Handys, am Flughafen. Sie stellen es erst fest, nachdem sie ungefähr 10 000 Kilometer trennen. Das hat was, unbestreitbar. Und da die Chemie zwischen den beiden Protagonisten auch erst einmal nicht zu stimmen scheint, hat der Kontakt, der sich nun aufbaut eine Menge Spannungspotenzial bereit. Der SMS-Austausch, der direkt im Buch abgedruckt wird, ist humorvoll und lässt wohl jeden Leser mal schmunzeln.
Interessant und unerwartet ist, dass sich die Geschichten nach diesem zweiten Kontakt über die Handys lange Zeit getrennt voneinander entwickeln, ohne das Madeline und Jonathan noch einmal direkt miteinander sprechen. Nein, sie wühlen in der Vergangenheit des jeweils anderen und bringen dabei Erstaunliches zu Tage.
Und genau an diesem Punkt setzen auch die Thrillerelemente an, die den Leser dann in Atem halten, immer wieder unterbrochen durch gewisse Situationskomik, einerseits durch Madelines forsche und sehr direkte Art. Andererseits insbesondere dann, wenn sie jeweils beschließen, den anderen zu treffen. Und plötzlich die Rollen vertauscht sind: Er ist in Paris, sie in San Francisco, im Heimatort des jeweils anderen.
Die Sprache wird in weiten Teilen von Dialogen dominiert, was die Handlung schnell vorantreibt und ein hohes Lesetempo ermöglicht, da die Charaktere ganz typisch für die heutige Zeit eher in kurzen Sätzen sprechen, was sie sehr glaubwürdig erscheinen lässt. Das Besondere ist noch, dass die Perspektiven immer wieder ganz schnell von Jonathan auf Madeline oder auch wieder umgekehrt wechseln. So werden die Kapitel viel in kurze Abschnitte unterteilt, was den Leser mit der Devise "ach, ein Absatz geht noch" von einer Seite zur nächsten treibt.
Der große Kritikpunkt, den sich dieser Roman gefallen lassen muss, sind die vielen Zufälle, die sich dann am Ende häufen, um ein sinnvollen Abschluss zu kreieren. Es ist schon äußerst erstaunlich wie am Ende alles zusammenhängt und wirklich jeder Charakter, der einmal Erwähnung fand seine Finger dann mit ihm Spiel hat. So reiht sich ein Zufall an den nächsten, um ein Ende zu finden, das sehr versöhnlich ist und weniger an die Thrillerkomponenten anschließt, als vielmehr die Liebesgeschichte erneut aufgreift, aber es ist doch etwas zu viel des Guten. Man kann keineswegs mehr von Glaubwürdigkeit reden. Ein paar Zufälle ja. Es wird sich keiner beschweren, aber Musso greift etwas zu oft in die Trickkiste.
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| Originalcover |
Über den Autor: Guillaume Musso, geboren 1974 in Antibes, arbeitete als Dozent und
Gymnasiallehrer. Musso ist einer der erfolgreichsten Gegenwartsautoren
Frankreichs, seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und
haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt.(Quelle)


Hey Asaviel,
AntwortenLöschendanke für die Rezi!
Ich bin echt schwer am überlegen, ob das Buch wirklich was für mich ist :(
Ich hab jetzt schon so viele Rezis gelesen, aber so richtig überzeugt hat mich noch keine, obwohl die meisten nichts schlechtes über das Buch schreiben :)
Ich glaube, das Buch muss erst mal ein paar Monate auf der amazon.de Liste verweilen, ehe ich es wirklich kaufe (oder auch nicht) :D
LG und einen schönen Sonntag,
EMMA
Hey,
Löschenich weiß nicht so recht, ob es sich lohnt, das Buch zu kaufen. Irgendwo leihen auf jeden Fall. Da würde ich sofort zustimmen, weil es wirklich nett ist.
Aber es gibt auch einige Bücher, die besser sind :-)
Grüße
Asaviel
Hmmmm wenn ich das hier so lese ... ich glaub es muss doch auf meinen Wunschzettel ... wollt ich doch gar nicht :)
AntwortenLöschen*hihi*
LöschenSchön wie auch ganz normale nicht überschwängliche Rezensionen überzeugen können. :-)
Freut mich auch irgendwie.
Grüße
Asaviel
Schöne Rezi, der ich voll und ganz zustimmen kann. Wirklich ein nettes Buch, und wie du sagst, anders als erwartet, das man sehr gut mal schnell zwischen durch lesen kann. Ich denke, ich werde auch die anderen Bücher des Autors lesen.
AntwortenLöschenIch wünsche dir einen schönen Sonntag :)
Nanni
Hey,
Löschenja, seine Art zu schreiben gefällt mir auch. Ich werde mal sehen, ob sich da über Tauschticket was machen lässt wegen den anderen Büchern. So für zwischendurch eben. ;)
Grüße
Asaviel
Hi du,
AntwortenLöscheneigentlich mag ich ja so Zufallsgeschichten. Aber wenn wirklich fast JEDE Person irgendwie die Finger beim "großen Ganzen" im Spiel hat, ist es doch recht unglaubwürdig, bzw. gekünstelt. Aber schön, dass es sich schnell und gut gelesen hat. So, jetzt aber schnell zurück zu Colin & Ellie :-)
LG,
Damaris
Colin & Ellie sind da natürlich überhaupt kein Vergleich. :-D
LöschenEs waren mir einfach zu viele Zufälle in dieser Geschichte, aber wie gesagt: Gut für zwischendurch wirklich gut. Und ja: Zurück zu Scherbenmond ;)
Grüße
Asaviel
Klingt echt gut! Werde ich mir mal merken, obwohl meine Leseliste noch recht lang ist ;)
AntwortenLöschenLiebe Grüße!
- Ich freue mich, wenn du vorbeischaust!