Mittwoch, 30. Mai 2012

Zitate aus Dornenkuss von Bettina Belitz


Ich befürchte, mich hat noch nie ein Buch so mitgenommen wie dieses hier. Emotional war es eine Achterbahnfahrt und es gibt kaum ein Gefühl, das wohl nicht mit von der Partie war. Ein kleiner Einblick in "Dornenkuss" von Bettina Belitz, um die Wartezeit zu verkürzen bis ich meine Gedanken soweit sortiert habe, dass eine Rezension möglich ist.

„Dich kann nur töten, wer dich liebt“, bohrten sich Colins Worte in meinen Kopf. „Schmerz öffnet die Seele.“ (Seite 49)

„Mein Kater mag ihn. Damit ist die Sache für mich geklärt“, sagte Gianna wie zu sich selbst. (Seite 76)

Plötzlich glaubte ich ihn neben uns zu spüren. Er sah uns an, wie wir dicht beieinander schliefen, vollkommen vertraut. Mochte das, was er sah. Gestattete es uns ohne Eifersucht und Missgunst, weil niemand besser wusste als er, das ich nur ihn… nur ihn… Bevor ich meinen Gedanken zu Ende führen konnte, war ich eingeschlafen. (Seite 109)

„Ihr haltet mich wohl für total bescheuert, was?“ fragte Mama mit einer milde in der Stimme, die ich nicht einordnen konnte. War es jene mütterliche Milde, die meistens den bittersten Vorwürfen vorausging? Eine resignierte Milde? Eine zynische Milde? Mütter hatten so verwirrend viele unterschiedliche mildtätige Stimmungen parat. (Seite 123)

„Du hast nichts an“, bemerkte ich tadelnd. Colin und nackt – das war keine gute Grundlage für ein sachliches Gespräch. Doch vielleicht wollte er das ja gar nicht mit mir führen. (Seite 254)

„Zweifel gehören zu euren Überlebensmechanismen, genau wie Angst. Sie sollen euch davor schützen, gefährliche Fehler zu machen oder riskante Situationen falsch einzuschätzen, die mit eurem Tod enden können. Das ist der ewige Zirkel der Menschen. Ihr versucht, etwas zu verhindern, was früher oder später unvermeidbar ist. Solange du Mensch bist, wirst du zweifeln, das steckt in dir drin.“ (Seite 576)

War es also das, was den Tod eines geliebten Menschen unerträglich machte – die Zukunft? Die Angst davor, ohne ihn zu sein, Tag für Tag, Stunde für Stunde? Es war gar nicht die Trauer selbst, sondern die Angst vor ihr, die Angst vor dem niemals endenden Verlust? (Seite 628)

„Geh nicht, ohne dich zu verabschieden. Denn das würde ich nicht verkraften.“ (Seite 773)

„Wie viel kann ein Mensch ertragen? Wie viel?“
Er überlegte lange, bevor er antwortete, sachlich und durchdacht wie immer.
„Alles, glaube ich, solange man sich sicher ist, das Richtige zu tun. Auf dem richtigen Weg zu sein.“
„Hilfst du mir dabei?“
„Immer.“ (Seite 787)

1 Kommentar:

  1. Hach ja, ich hab immernoch dran zu knuspern... Möönsch!!
    Einige Zitate, darunter die letzten beiden, habe ich auch markiert :-) Bei Zitat 1 fehlt ein "t" bei liebt *grins*. Ich seh schon, du bist auch noch nicht ganz bei dir, hihi...
    Drück, bis nachher..
    Damaris

    AntwortenLöschen

Ich freue mich auf euren Kommentar!
Und verspreche: Ich werde sie alle beantworten :)