Mittwoch, 25. Juli 2012

Zitate aus "Ich fürchte mich nicht" von Tahereh Mafi

Ich denke immer wieder über Regentropfen nach.
Sie fallen vom Himmel, stolpern über ihre Füße, brechen sich die Beine, vergessen ihre Fallschirme, wenn sie heruntertaumeln, einem ungewissen Ende entgegen. Als entleere jemand seine Taschen über der Erde. Dem es egal ist, dass die Regentropfen zerplatzen, wenn sie auftreffen, dass sie zerspringen, wenn sie den Boden erreichen, dass die Menschen die Tage verwünschen, an denen die Tropfen so dreist sind, an ihre Tür zu klopfen.
Ich bin ein Regentropfen.
Meine Eltern haben mich aus ihren Taschen geleert und auf einer Betonplatte verdampfen lassen.  (Seite 13)

Ich weiß jetzt nur, dass die Wissenschaftler sich irren. 
Die Erde ist eine Scheibe.
Das weiß ich, weil ich vom Rand gestoßen wurde, und seit 17 Jahren versuche mich daran festzuhalten. Seit 17 Jahren versuche ich wieder auf die Scheibe zu klettern, aber man kann die Schwerkraft nicht bezwingen, wenn niemand einem die Hand reicht. (Seite 31)


Bestimmt tropft Herzblut aus meiner Brust. Ich schaue an mir herunter, verstehe nicht, dass da kein Blut ist. Der Schmerz in meiner Brust fühlt sich so echt an. (Seite 106/107)


Meine Hände gleiten unter sein T-Shirt, und sein ersticktes Stöhnen wird zu einem Kuss , der mich braucht, der nach mir verlangt, der mich so verzweifelt begehrt, dass es beinahe Folter ist. (Seite 169)


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