Autor: Christopher Paolini
Titel: Eragon - Das Erbe der Macht
Originaltitel: Inheritance
Reihe: Eragon
1. Das Vermächtnis der Drachenreiter
2. Der Auftrag des Ältesten
3. Die Weisheit des Feuers
4. Das Erbe der Macht
Genre: Fantasy
Seiten: 960
Verlag: cbj
Veröffentlichung: 19. November 2011
ISBN:
978-3570138168
Klappentext: Ein schrecklicher Krieg wütet in Alagaësia. Alle Völker haben sich
zusammengeschlossen und ziehen in den Kampf gegen Galbatorix, den
grausamen Herrscher des Imperiums. Eragon weiß, dass er und Saphira ihm
irgendwann gegenüberstehen werden. Treue Gefährten kämpfen an seiner
Seite, allen voran die wunderschöne, kluge Elfe Arya. Doch der finstere
König ist nahezu unbesiegbar, denn er besitzt die Macht zahlloser
Drachen, deren Seelenhort, den Eldunarí, er an sich gerissen hat. Ein
neuer Drache und ein neuer Drachenreiter verändern das Kräfteverhältnis.
Wird Eragon Galbatorix besiegen können? Oder muss er sich geschlagen
geben? Eine Prophezeiung besagt, dass Eragon Alagaësia für immer
verlassen wird ...
Meine
Meinung:
Die Leser der Eragon-Trilogie, die dann überraschend zu einer Saga mit vier Bänden wurde, haben lange auf dieses vierte Buch gewartet. Der große Endkampf stand bevor. Wird Galbatorix besiegt und wenn ja wie? Dann erschien das Buch, wurde von den ersten Lesern verschlungen und die Enttäuschung war groß. Es fällt schwer dann noch unvoreingenommen an den Abschluss dieser Geschichte heranzugehen.
Erst einmal ist es schön nach Alagesia zurückzukehren. Man trifft alte Bekannte wieder, die man schätzen gelernt hat. In meinem Fall gehört da Eragon nicht dazu, aber Saphira, Nasuada und vor allem Angela und Solembum.
Doch diese Freude währt nur kurz. Denn so schön es ist die Charaktere wieder zu treffen, kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Handlung im Prinzip nicht voran getrieben wird. Es werden in der ersten Hälfte des Buches lediglich Kämpfe ausgetragen. Kämpfe um verschiedene Städte, einmal aus Eragons Sicht, einmal aus Rorans. Und dann kommen dann noch Übungskämpfe zwischen Eragon und den Elfen hinzu. Ohne dass etwas Bedeutendes passiert.
In jeder Situation, in der es etwas brenzlig werden könnte, kann der Leser gelangweilt abwinken: Eragon wird kaum nach dem ersten Drittel des vierten Buches schon sterben. Genauso wenig Saphira. Das bedeutet im Endeffekt wenig Spannung. Die meisten anderen Bücher hätte ich zu diesem Zeitpunkt sicherlich schon zur Seite gelegt, aber dann möchte man ja doch wissen, wie es mit den Charakteren zu Ende geht, die man ja nun auf einem langen Weg begleitet hatte.
Eragon bleibt im Übrigen wie er ist. Auch wenn im Buch behauptet wird, er hätte sich so stark verändert, kann ich dies nicht bestätigen. Zum Ende hin trifft er tatsächlich einmal selbst eine Entscheidung und setzt diese auch durch, aber das ist eine traurige Ausnahme.
Die Ergebnis der beiden Liebesgeschichten, die sich angebahnt haben, ist ungewöhnlich und deswegen hier zu erwähnen. Es ist schön, dass sich ein Autor einmal traut, nicht den gewohnten Weg zu gehen. Ohne zu viel spoilern zu wollen, muss aber gesagt werden, dass jedes romantische Herz zu bluten beginnt.
Die Entwicklungen der Handlung und auch zwischen den Charakteren bleiben über weite Teile vorhersehbar. Mit einem Geheimnis überrascht uns der Autor noch, doch der geübte Leser weiß, auf welches Ende diese Geschichte hinausläuft. Mir gefällt es sogar ziemlich gut. Es ist einerseits ein sehr gutes und friedvolles Ende, andererseits kein kitschiges "Sie lebten bis ans Ende ihrer Tage". Aber ich mochte auch das Ende vom größten und ersten aller Fantasyromane und diesem ähnelt Eragon sehr stark.
Am negativsten aufgefallen sind die vielen offenen Fragen, die sich auch nach Abschluss von Band vier stellen. Einige Beispiele, um einen Eindruck zu vermitteln: Der Leser weiß immer noch nicht, wer oder was Angela ist. Wo kommt sie her und wie ist sie zu der geworden, die sie ist? Dasselbe bei Solembum. Was bindet ihn an Angela?
Im Laufe von Band vier sehen Eragon und Saphira Männer in dunklen Umhängen aus der Ferne. Sie befinden sich an einem Ort, an dem es keine Menschen geben sollte. Es wird nie geklärt, was diese dort zu suchen hatten und wer sie überhaupt sind.
Roran wird im Kampf gegen Galbatorix Armee einmal beinahe umgebracht. Da taucht eine mysteriöse Retterin auf, die später nie wieder erwähnt wird oder gar einen Namen erhält.
Die Leser der Eragon-Trilogie, die dann überraschend zu einer Saga mit vier Bänden wurde, haben lange auf dieses vierte Buch gewartet. Der große Endkampf stand bevor. Wird Galbatorix besiegt und wenn ja wie? Dann erschien das Buch, wurde von den ersten Lesern verschlungen und die Enttäuschung war groß. Es fällt schwer dann noch unvoreingenommen an den Abschluss dieser Geschichte heranzugehen.
Erst einmal ist es schön nach Alagesia zurückzukehren. Man trifft alte Bekannte wieder, die man schätzen gelernt hat. In meinem Fall gehört da Eragon nicht dazu, aber Saphira, Nasuada und vor allem Angela und Solembum.
Doch diese Freude währt nur kurz. Denn so schön es ist die Charaktere wieder zu treffen, kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Handlung im Prinzip nicht voran getrieben wird. Es werden in der ersten Hälfte des Buches lediglich Kämpfe ausgetragen. Kämpfe um verschiedene Städte, einmal aus Eragons Sicht, einmal aus Rorans. Und dann kommen dann noch Übungskämpfe zwischen Eragon und den Elfen hinzu. Ohne dass etwas Bedeutendes passiert.
In jeder Situation, in der es etwas brenzlig werden könnte, kann der Leser gelangweilt abwinken: Eragon wird kaum nach dem ersten Drittel des vierten Buches schon sterben. Genauso wenig Saphira. Das bedeutet im Endeffekt wenig Spannung. Die meisten anderen Bücher hätte ich zu diesem Zeitpunkt sicherlich schon zur Seite gelegt, aber dann möchte man ja doch wissen, wie es mit den Charakteren zu Ende geht, die man ja nun auf einem langen Weg begleitet hatte.
Eragon bleibt im Übrigen wie er ist. Auch wenn im Buch behauptet wird, er hätte sich so stark verändert, kann ich dies nicht bestätigen. Zum Ende hin trifft er tatsächlich einmal selbst eine Entscheidung und setzt diese auch durch, aber das ist eine traurige Ausnahme.
Die Ergebnis der beiden Liebesgeschichten, die sich angebahnt haben, ist ungewöhnlich und deswegen hier zu erwähnen. Es ist schön, dass sich ein Autor einmal traut, nicht den gewohnten Weg zu gehen. Ohne zu viel spoilern zu wollen, muss aber gesagt werden, dass jedes romantische Herz zu bluten beginnt.
Die Entwicklungen der Handlung und auch zwischen den Charakteren bleiben über weite Teile vorhersehbar. Mit einem Geheimnis überrascht uns der Autor noch, doch der geübte Leser weiß, auf welches Ende diese Geschichte hinausläuft. Mir gefällt es sogar ziemlich gut. Es ist einerseits ein sehr gutes und friedvolles Ende, andererseits kein kitschiges "Sie lebten bis ans Ende ihrer Tage". Aber ich mochte auch das Ende vom größten und ersten aller Fantasyromane und diesem ähnelt Eragon sehr stark.
Am negativsten aufgefallen sind die vielen offenen Fragen, die sich auch nach Abschluss von Band vier stellen. Einige Beispiele, um einen Eindruck zu vermitteln: Der Leser weiß immer noch nicht, wer oder was Angela ist. Wo kommt sie her und wie ist sie zu der geworden, die sie ist? Dasselbe bei Solembum. Was bindet ihn an Angela?
Im Laufe von Band vier sehen Eragon und Saphira Männer in dunklen Umhängen aus der Ferne. Sie befinden sich an einem Ort, an dem es keine Menschen geben sollte. Es wird nie geklärt, was diese dort zu suchen hatten und wer sie überhaupt sind.
Roran wird im Kampf gegen Galbatorix Armee einmal beinahe umgebracht. Da taucht eine mysteriöse Retterin auf, die später nie wieder erwähnt wird oder gar einen Namen erhält.
Fazit: Die Geschichte wurde zu einem Ende gebracht und ich bin jetzt froh, dass ich weiß wie es ausgeht für all die Charaktere, die ich im Laufe der Zeit lieb gewonnen habe. Obwohl der Autor noch blutjung war, als er den ersten Band verfasste, ist dies eindeutig der stärkste und überaus lesenswert. Schade, dass das Niveau stetig sinkt. Lest "Das Erbe der Macht", um zu einem Ende zu finden, aber erwartet nicht zu viel.
Gesamtnote: 4
Charaktere: 3
Handlung: 4
Lesespaß: 3
Lesespaß: 3
Zusatz:
Über den Autor: Christopher Paolini hat nie eine öffentliche Schule besucht, sondern
wurde von seiner Mutter zu Hause unterrichtet. Als Jugendlicher entdeckt
er die Welt der Bücher. Hingerissen verschlingt er J. R. R. Tolkien,
Raymond Feist, die nordischen Heldensagen - und erschafft mit 15 Jahren
eine ganz eigene, komplexe Fantasy-Welt, Alagaësia. »Eragon« erscheint
zunächst im Selbstverlag der Eltern und avanciert durch Mundpropaganda
zum heimlichen Bestseller. Durch den Schriftsteller Carl Hiaasen auf das
Buch aufmerksam gemacht, veröffentlicht Random House USA im September
2003 die Buchhandelsausgabe, die seitdem alle Rekorde bricht. Heute wird
Christopher Paolini weltweit als Autor gefeiert. Er lebt mit seiner
Familie in Paradise Valley, Montana. (Quelle
)


















