Montag, 30. April 2012

[Neuzugänge 04/03] Die letzten für den April

Vier neue Bücher konnte ich in den letzten Wochen bei mir willkommen heißen.


"Du oder der Rest der Welt" von Simone Elkeles
Kurzbeschreibung: Das Letzte, was Carlos Fuentes will, als er zu seinem Bruder Alex zieht, ist, es diesem gleichzutun. Denn weder ist Carlos bereit, auf sein Image als »Bad Guy« zu verzichten, noch mag er sich wie Alex und dessen Freundin Brittany in eine feste Beziehung begeben. Und schon gar nicht will Carlos sich auf seine Mitschülerin Kiara einlassen, denn sie ist das exakte Gegenteil der Mädchen, auf die er bislang abfuhr. Auch Kiara hat alles andere im Sinn, als mit einem arroganten Latino-Macho wie Carlos anzubandeln. Und doch ziehen sich Kiara und Carlos magisch an – und riskieren damit mehr, als sie je geglaubt hätten. Denn selbst wenn Carlos Kiara zuliebe sein ganzes bisheriges Leben über den Haufen wirft – in seiner ehemaligen Gang gibt es Leute, die das unter keinen Umständen zulassen wollen…

Gibt es irgendjemand da draußen, der nach dem ersten Band um Alex und Brit aufhören konnte und nicht wissen wollte wie es mit den Brüdern von Alex weitergeht? Ich glaube nicht. So geht es auch mir und da mir letztens so nach Liebesgeschichte war, musste dann unbedingt Band 2 hier einziehen, auch wenn ich noch nicht die Zeit hatte, es auch zu lesen.


Blutbraut von Lynn Raven
Kurzbeschreibung: Magie macht ihn stark, Liebe verletzlich
Seit sie denken kann, ist Lucinda Moreira auf der Flucht vor Joaquín de Alvaro, denn sie ist eine „Blutbraut", und nur sie kann den mächtigen Magier davor bewahren, zum Nosferatu zu werden. Dazu aber müsste sie ihm ihr Blut geben und sich auf ewig an den Mann binden, der für sie die Verkörperung alles Bösen scheint.
Doch dann tritt genau das ein, wovor sie sich fürchtet: Gerade als Lucinda sich erstmals verliebt hat, und zwar in den charmanten Cris, wird sie entführt und auf das Anwesen Joaquíns gebracht. Lucinda ist in eine Falle gelaufen, denn Cris ist kein anderer als Joaquín de Alvaros Bruder, und auch er sucht eine Blutbraut …
Doch die beiden Brüder sind nicht die einzigen. Auch andere Mitglieder ihres Konsortiums begehren Lucindas Blut. Als Lucinda in die Gewalt eines von ihnen gerät und Joaquín sie unter Einsatz seines Lebens befreit, beginnt Lucinda sich zu fragen, welches die wahren Motive für sein Handeln sind …

Schon das zweite Buch von Frau Raven, das in kürzester Zeit hier einzieht. Eher ein Zufallstausch, weil da jemand keine Tickets mehr hatte bei Tauschticket und wir dann kurzerhand einen eins zu eins Tausch gemacht haben. Ich bin happy. Das Buch stand sowieso auf meiner Wunschliste. :)



Die Unschuldigen von Jürgen Seidel
Kurzbeschreibung: Mitreißend – bewegend – erschütternd: Eine tragische Liebe in den Wirren des Kriegsende
Aachen, November 1944: Die Partisanengruppe »Werwolf« soll den von den Aliierten eingesetzen Oberbürgermeister Franz Corneli ermorden. Zu dem SS-Mordkommando gehört auch die 19-jährige Heidrun. Als sie Cornelis Haus auskundschaftet, bekommt sie Gewissensbisse – erst recht, als sie den anziehenden Manfred kennenlernt. Ohne zu ahnen, dass er Cornelis Sohn ist, beschließt sie, sich von den Partisanen loszusagen. Doch die »Werwölfe« spüren Heidrun auf, und sie verrät ihnen Cornelis Adresse – sein Todesurteil. Heidrun wird mit dieser Schuld kaum fertig, Zugleich fühlt sie sich immer stärker zu Manfred hingezogen – bis sie erfährt, wessen Sohn er ist ...

Bewegende und ernste Jugendbücher suche ich immer wieder. Lange habe ich mich aber vor allen Büchen mit der Thematik des zweiten Weltkriegs gedrückt. In der Schulzeit wurde das Thema einmal zu oft durchgenommen, hatte ich das Gefühl. Die Schulzeit liegt nun einige Jahre zurück, meine Ablehnung ist geschwunden und da kam mir Jürgen Seidels neues Buch gerade Recht. cbj hat es mir auch prompt nach einer Anfrage zugeschickt.


Das Schwert des Königs von Alex Bledsoe
Kurzbeschreibung: Für den Schwertkämpfer und Privatermittler Eddie LaCrosse sah alles nach einem ganz normalen Fall aus: Der Mord an dem jungen Prinzen des Nachbarlandes muss aufgeklärt werden. Doch der König ist LaCrosses Jugendfreund, und je mehr er nachbohrt, desto rätselhafter wird die Geschichte – bis der Ermittler in einem Netz aus uralten Geheimnissen, tödlichen Racheintrigen und falschen Informationen gefangen ist und Wahrheit und Lüge einander gefährlich nahe kommen. Denn auch Eddie LaCrosse hat eine dunkle Vergangenheit…

Aktuell kommen einige neue High-Fantasy-Romane auf den Markt. "Wind" Alexey Pehov habe ich letzte Woche schon rezensiert. Nun also dieses hier, das ich auch schon begonnen habe. Ich konnte schnell einen Einstieg geben. Eine Rezi gibts also sicherlich noch in dieser Woche. Ihr dürft gespannt sein. Das Cover finde ich persönlich ja schon mal genial. 


Bevor ihr euch alle Cover noch einmal anschauen könnt, an euch die Frage:
Welche Bücher kennt ihr und könnt ihr besonders empfehlen? Welche Rzension interessiert euch besonders? Oder ist eins dabei, von dem ihr mir sogar eher abraten würdet?


Sonntag, 29. April 2012

[Rezension] Patrycja Spychalski: Ich würde dich so gerne küssen


Autor: Patrycja Spychalski
Titel: Ich würde dich so gerne küssen
Genre: Jugendbuch
Altersempfehlung: 13-16 Jahre
Seiten: 269
Verlag: cbt
Veröffentlichung: 13. Februar 2012
ISBN: 978-3570307809

Klappentext: In der Nacht zu ihrem 17. Geburtstag lernt die eigenwillige Frieda jemanden kennen, den sie einfach nicht vergessen kann: Jeffer, einen gut aussehenden, rebellischen Jungen und – wenn sie den warnenden Stimmen glauben soll – Herzensbrecher. Als ihre Eltern verreisen, schlägt Frieda all die wohlmeinenden, vernünftigen Ratschläge in den Wind und zieht kurzerhand bei Jeffer ein. Gemeinsam feiern sie, hören Musik, reden bis tief in die Nacht – nicht mehr. Beide spüren, dass sie etwas wirklich Besonderes verbindet, doch genau das macht ihnen Angst, zumal Frieda nicht versteht, was dieser ungewöhnliche Junge an ihr findet. Schließlich ist es genau ein Kuss, der alles verändert …

Meine Meinung: 
Cover und Titel suggerieren eine romantische kleine Liebesgeschichte, die im Zweifelsfall durchaus vorhersehbar ist, aber trotzdem einige nette Lesestunden mit sich bringt, in denen man gemeinsam mit der Protagonistin schwärmen kann, um am Ende glücklich seufzend das Buch zu schließen.
Ganz so einfach ist es hier aber nicht. Natürlich geht es um Liebe, es geht um zwei junge Menschen, die sich zueinander hingezogen fühlen. Aber ihr Verhältnis ist weder einfach, noch vorhersehbar. Diese Geschichte zeigt vielmehr das wahre Leben.
Der Leser nimmt Friedas Blickwinkel ein, denn aus ihrer Perspektive wird im Ich-Erzähler gesprochen. Und so begegnet man gemeinsam mit ihr dem undurchschaubaren Jeffer und verliebt sich in ihn. Jeffer ist eigentlich Zivildienstleistender, aber viel wichtiger: Er ist Musiker. Rockmusiker. Er spielt Gitarre und liebt die alten Bands: Deep Purple, Johnny Cash und wie sie alle heißen. Musik spielt eine sehr große Rolle, denn auch Frieda kommt auf den Geschmack und so sind diese alten Lieder der Soundtrack der Geschichte.
Obwohl die wichtigen Charaktere, hier insbesondere eben Frieda und Jeffer, zumeist direkt und unverblühmt sind, sagen was sie denken und das Herz auf der Zunge tragen, werden sie im Umgang miteinander unsicher und können nicht das wichtige Gespräch miteinander führen, das auf jeden Fall angebracht wäre. Von Frieda weiß man, dass sie nicht mit sich im Reinen ist. Sie ist ein Mädchen von ganz normalem Äußeren und sehnt sich - wie so viele in ihrem Alter - nach der überdurchschnittlichen Modelschönheit, weil sie sich vorstellt, dann sei alles einfacher.
In ihrer Art überzeugen die Charaktere vollkommen. Besonders bei Frieda ist eine Weiterentwicklung innerhalb der Geschichte zu erkennen, dabei bleibt diese Entwicklung völlig realistisch und die junge Frau sie selbst. Jeffer verhält sich dauerhaft so, wie man es von ihm erwarten würde, bis hin zum Ende.
Insbesondere der Abschluss lässt die Personen noch glaubwürdiger aussehen. Es ist kein einfaches Happy End, wie man es sich vielleicht vor oder zu Beginn der Lektüre vorstellt und doch ist es das genau passende Ende, das so und nicht anders richtig ist. Es zeigt einige positive Zukunftsaussichten auf, aber lässt auch Möglichkeiten zur eigenen Spekulationen freien Raum. Ja, auch Möglichkeiten, um als Autorin noch einmal anzusetzen. Dies würde ich mir aber nicht wünschen, da ich befürchte, dass es dieses perfekte und doch ungewöhnliche Ende zunichte machen könnte.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und den Jugendlichen, die beinahe vollständig das Wort haben, gut angepasst. Man sieht sie förmlich vor sich, in der Küche sitzen und quatschen. Dies gelingt durch passende Wortwahl und auch durch die häufige szenische Darstellung. Oft zieht sich ein Dialog ohne Zwischenkommentare über eine Seite oder länger hin. Es wird etwas gesagt, darauf eine Reaktion, Gegenreaktion, Gegenfrage, Antwort und so weiter. Manchmal muss man gut aufpassen, um den Überblick zu behalten, wer denn nun gerade das Wort hat, aber vor dem inneren Auge werden solche Dialoge schnell in eine Art Film umgewandelt. Die Geschichte liest sich somit auch sehr zügig. Mit etwas Zeit reicht sicherlich ein freier Nachmittag, um mit Jeffer und Frieda auf eine kleine Reise zu gehen.
Der einzige etwas fragwürdige Punkt, den ich anführen kann, sind die Zeitabläufe innerhalb der Geschichte. Mehr als einmal dachte ich es wäre er deutlich weniger Zeit vergangen, als es dann von der Autorin beabsichtigt war. Am Ende sind es offiziell gute zwei beziehungsweise drei Wochen. Gefühlt für den Leser waren es wohl eher vier oder maximal fünf Tage. Das ist aber ein Mini-Kritikpunkt, der keinesfalls vom Lesen abhalten sollte.

Fazit: Eine überzeugende Geschichte, die gut und gerne mitten aus dem Leben gegriffen sein kann und trotzdem so ganz anders ist als der Leser im ersten Moment erwartet. Klar gezeichnete Charaktere, die vollständig überzeugen und eine bewegende Handlung bringen viel Lesespaß und eine klare Leseempfehlung mit sich.

Gesamtnote: 1
Charaktere: 1
Handlung: 1
Lesespaß: 1-2

Über die Autorin: Patrycja Spychalski, geboren 1979 in Starogard, Polen, zog im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern nach Berlin. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Schauspielausbildung, wandte sich dann aber einem ganz anderen Bereich zu: Seit 2002 arbeitet sie in vielfältigen sozial-kulturellen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Sie schrieb schon mehrere Kurzgeschichten für Anthologien, bevor sie ihren ersten Roman „Ich würde dich so gerne küssen“ verfasste. Spätesten nachdem man dieses Buch gelesen hat, merkt man, dass ihre große Liebe der Rockmusik gilt - selbstverständlich neben ihrem Freund, ihrem kleinen Sohn Juri und ihren beiden neurotischen Katzen, mit denen sie in Berlin lebt. (Quelle)

Samstag, 28. April 2012

Wie versprochen: Ein neues Design

Ich hätte es letztens ja schon angedeutet, dass dieses beigefarbene Design nur eine Zwischenlösung für ein paar Wochen sei. Das alte Design konnte ich nicht mehr sehen. Daher musste so ein Standard her, bevor es auf "Asaviels Bücher-Allerlei" endlich ein ganz eigenes Design gibt. 

Und hier ist es nun. 

Was hat sich für eucht geändert? 
Im Prinzip ist es gar nicht so viel, wenn man vom Offensichtlichen absieht: Es gibt einen neuen Hintergrund und einen neuen Header. Daran angepasst wurden natürlich die Schriftfarben. Hier kann es auch eventuell noch zu Schwierigkeiten kommen. Ich werde nach und nach überprüfen, ob auch alle Schriftfarben stimmen und alles lesbar ist. Das kann aber ein wenig dauern, bei knapp 400 Posts, die es auf diesem Blog schon gibt. ;)

Alle Bilder haben nun einen schicken Rahmen und im Ganzen sieht man das Design komplett. Also das heißt: Hinter der Schrift der Blogposts gibts keinen festen Kasten, der das Design verdeckt. So kann jeder das komplette Design bewundern. 
Dieses ist auch nicht durch meine Hand entstanden, sondern wurde von einem Freund für mich gemacht. An dieser Stelle: Vielen lieben Dank für die Mühe! :)

Nun aber natürlich die Frage an euch:
Wie gefällt es euch? Könnt ihr alles lesen oder gibt es irgendwo Probleme? Habt ihr sonst noch etwas zu sagen? Immer nur raus damit! :-)

Viele Grüße
Asaviel

Donnerstag, 26. April 2012

Zitate aus "Ich würde dich so gerne küssen" von Patrycja Spychalski


Es fiel mir schwer, hier einige Zitate auszuwählen. Es gibt so viele witzige und auch so viele
nachdenkliche Szenen. Aber ich will ja auch keine 15 Zitate aufführen und dann sogar spoilern. Dieses Buch ist so ganz anders, als erwartet. Mehr dazu dann in der Rezension. 
"Teenagerprobleme", würde meine Mutter jetzt sehnsuchtsvoll hauchen, so als ob das was Tolles wäre. Ich glaube, die Erwachsenen verklären die Zeit, als sie selber noch jung waren. Ich glaube, sie haben ganz vergessen, wie schwierig das ist." (Seite 47)
Warum ist mir dieser Mensch so vertraut, obwohl ich ihn doch eigentlich gar nicht kenne? Warum warnen mich alle Leute davor, mich auf ihn einzulassen, und warum übergehe ich diese Warnungen einfach? Und warum habe ich dieses starke Gefühl, dass das Leben jetzt erst richtig anfängt? (Seite 95/96)

Aber es ist tatsächlich aufregend, weil es nicht so sehr darauf ankommt, was man macht, sondern mit wem. (Seite 111)

Sobald sie Musik machen, werden sie versöhnlich, sanft, wunderschön. Es ist eine ganz andere, mir fremde Welt, in die sie abtauchen. Ich bin nicht musikalisch, ich spiele kein Instrument, ich werde niemals in diese Welt abtauchen können - niemals -, und dieser Gedanke verursacht mir Bauchweh und eine Sehnsucht, die nicht greifbar ist. (Seite 150)

Dienstag, 24. April 2012

[Rezension] Alexey Pehov: Die Chroniken von Hara - Wind


Autor: Alexey Pehov
Titel: Die Chroniken von Hara - Wind
Originaltitel: Iskateli vetra
Reihe: Die Chroniken von Hara
1. Wind
2. Blitz
(weitere in Planung)
Genre: High-Fantasy
Seiten: 475
Verlag: Piper
Veröffentlichung: April 2012
ISBN: 978-3492702584

Kurzbeschreibung: Lahen ist eine Windsucherin, eine der wenigen, die jenen Funken noch in sich trägt. Doch sie und der Bogenschütze Ness werden verfolgt von den Verdammten, den Anhängern der schwarzen Magie, die sich Lahens Gabe bemächtigen wollen. Können Lahen und Ness verhindern, dass der dunkle Funke erneut entzündet und Hara ins Chaos gestürzt wird? Es beginnt ein Wettlauf um ihr Leben – und der Kampf um die Magie in ihrer Welt …

Meine Meinung:
Der Einstieg ist - wie in so viele High-Fantasy Geschichten - etwas kompliziert. Das beruht einfach auf der Tatsache, dass der Leser sich von seiner gewohnten Welt lösen muss und eintaucht in Geschehnisse, die bei uns unmöglich sind. Alle gewohnten Annahmen werden abgelöst und man muss sich ein neues Bild schaffen. Das wird noch etwas dadurch erschwert, dass es gleich zu Beginn eine Menge Charaktere gibt. Die Protagonisten sind zwar mit Hilfe des Klappentextes schnell ausgemacht, aber es ist gar nicht so einfach zu durchschauen, in welcher Beziehung die restlichen Handelnden zueinander stehen. Zusätzlich eine oft abschreckende Wirkung hat ein Glossar mit Eigennamen und Bezeichnungen in dieser unbekannten Welt. Hier findet man eben dieses Register am Ende des Buches. Keine Sorge, viele Bezeichnungen erschließen sich auch aus dem Textzusammenhang und am Ende werden nur weitere Zusatzinformationen geliefert, andere fallen sooft, dass man sich schnell merken kann, mit wem oder was man es nun zu tun hat.
Hat man die ersten Seiten geschafft wächst einem Ness, der männliche Protagonist, mit dem die Geschichte aber nicht beginnt, so schnell ans Herz, das er vieles wieder wett macht. Man sei nur gewarnt: Auch dieser Autor hat keine Skrupel Charaktere zu töten, aus deren Perspektive der Leser schon auf die Geschichte gesehen hat, die er unter Umständen sogar mochte. 
Sehr eindrucksvoll sind die Perspektivwechsel. Die Perspektiven aller Charaktere benutzen den personalen (Er-) Erzähler, nur Ness beschreibt mit dem Ich-Erzähler ganz nah am Geschehen auch was er persönlich fühlt. Dem Autor gelingt es tatsächlich bei den verschiedenen Perspektiven auch unterschiedliche Schreibstile zu liefern. Das ist besonders auffällig bei Pork, der nur als Dorftrottel dargestellt wird. So gibt es in seinen Abschnitten auch nur sehr einfache und kurze Sätze. Aber auch bei den anderen Charakteren werden in der Sprache Unterschiede gemacht, oft nur in kleinen Nuancen, die sicherlich nur aufmerksame Leser finden werden. 
Erstaunlicherweise ist lange Zeit nicht zu erkennen, wohin das große Ganze führen soll. Was machen die Charaktere? Sollen sie die Welt retten? Oder geht es wirklich einzig und allein um Ness und Lahens Flucht? Bis zum Ende scheint es - mit wenigen Ausnahmen - eher um das Einzelschicksal dieser beiden zu gehen. Dadurch entsteht die eine oder andere Länge, weil man in manchen Szenen nicht umhin kann zu fragen, was das alles überhaupt soll. Dieses Gefühl vergeht nach einigen Seiten wieder, aber ist nicht abzustreiten.
Kurzbeschreibungen sind übrigens immer eine Sache für sich. An der zu diesem Buch fällt mir besonders der Begriff "Windsucherin" ins Auge. Lahen wird innerhalb des Buches nicht einmal so bezeichnet. Es gibt im letzten Viertel ein eindrucksvolles Gespräch mit Bezug auf den Wind. Bei diesem ist Lahen aber nicht einmal anwesend. 
Am Ende wird der Leser mit einem mächtigen Cliffhanger zurückgelassen. Es fehlt lediglich ein "Fortsetzung folgt", denn die Geschichte hat hier kein Mini-Ende. Sie wird lediglich gemeinsam mit der Beantwortung einiger Fragen und dem Aufwerfen sehr vieler neuer Fragen unterbrochen.
Zu einem Erscheinungstermin von Band 2 - mit Namen "Blitz" - ist mir noch nichts bekannt. Aber einen kleinen Eindruck erhält man schon im ersten Band durch eine Leseprobe, die das erste Kapitel umfasst.

Fazit: Eine High-Fantasy Geschichte, die eine vollkommen neue Welt erschafft, mit einem neuen Magiesystem, das durch Schlichtheit überzeugt. Es ist erfrischend, dass die Handlung sich - zumindest vorerst - nicht um die Rettung der Welt kümmert, sondern zwei Charaktere in den Mittelpunkt stellt, auch wenn das über weite Teile den Eindruck vermittelt, hier nur einen 500 Seiten lange Einleitung für die "echte" Geschichte vor sich zu haben.
 
Gesamtnote:2
Charaktere:1
Handlung: 2
Lesespaß: 2

Die Chroniken von Hara: Wind - bei Amazon 


Über den Autor: Alexey Pehov, geboren 1978 in Moskau, studierte Medizin. Seine wahre Leidenschaft gilt jedoch dem Schreiben von Fantasy- und Science-Fiction-Romanen. Er ist neben Sergej Lukianenko der erfolgreichste phantastische Schriftsteller Russlands. »Die Chroniken von Siala« wurden zu millionenfach verkauften, mit mehreren Preisen ausgezeichneten Bestsellern. Zuletzt erschien mit »Wind« der erste Band seiner neuen Serie »Die Chroniken von Hara«. Gemeinsam mit seiner Ehefrau, die ebenfalls Schriftstellerin ist, lebt Pehov in Moskau.(Quelle)

Montag, 23. April 2012

Zitate aus "Die Chroniken von Hara - Wind" von Alexey Pehov

Aller Wahrscheinlichkeit nach kommt die Rezension auch heute noch im Laufe des Tages. Spätestens aber morgen. Aber vorher möchte ich euch noch schnell einen kleinen Einblick geben:

"Woher kamen diese Untoten? Bleiben die nicht eigentlich immer in der Nähe des Nekromanten, der sie zum Leben erweckt hat?"
"Normalerweise schon. Aber manchmal laufen sie ihm weg."
"Wie das?"
"Auf ihren Füßen." (Seite 88)

"Dann trennte ihn nur noch ein Fingerbreit von seinem Traum: Erst würde er sich Unmengen von Süßigkeiten kaufen und dann Ritter werden." (Seite 130)

"Nach einer Weile merkte ich, dass ich keine Angst mehr vor ihnen hatte. Aber so ist es ja immer, wenn das Schreckliche überhandnimmt. Dann verbrennt die Angst sich selbst. Dann spürst du nur noch dumpfe Müdigkeit - selbst wenn das angesichts der Horden von Untoten sonderbar klingen mag." (Seite 275)

"Mit einem leisen Knurren biss sie mir ins Ohrläppchen. Wie eine kleine Katze. Eine anschmiegsame Katze. Aus der Gattung der Raubkatzen. Mitunter also ganz schön wild." (Seite 334)

"Ich nenne Menschen wie euch insgeheim immer Windsucher. Ihr jagt blindlings dem Wind hinterher. Aber was macht ihr eigentlich, wenn ihr ihn erwischt? Ihr denkt nie darüber nach, wohin euch diese Suche führt. Möglicherweise findest du nämlich etwas ganz anderes als das, was du gesucht hast. Und statt den Wind zu fangen, gerätst du in einen Sturm." (Seite 444)

Mittwoch, 18. April 2012

[Rezension] Anika Beer - Als die schwarzen Feen kamen


Autor: Anika Beer
Titel: Als die schwarzen Feen kamen
Genre: Fantasy/Jugendbuch
Altersempfehlung: 12-15 Jahren
Seiten: 448
Verlag: cbj
Veröffentlichung: 12. März 2012
ISBN: 978-3570401477

Kurzbeschreibung: Völlig unerwartet wird die fünfzehnjährige Marie von Gabriel, dem Schwarm ihrer Mitschülerinnen, angesprochen. Gabriel vermag die Wesen zu sehen, die sich im Schatten der Menschen verbergen, und in Maries Schatten bemerkt er etwas Beunruhigendes: einen Schwarm gefährlich anmutender schwarzer Feen. Gabriels Angebot, ihr zu helfen, lehnt Marie zunächst ab, doch als es den Feen gelingt, in die Realität einzubrechen, geht sie erneut auf ihn zu. Gemeinsam versuchen sie, das Wesen der schwarzen Feen zu ergründen. Dabei stoßen sie auf eine düstere Stadt aus Obsidian, die Marie einst in ihrer Phantasie erschuf, die jetzt aber von den schwarzen Feen beherrscht wird. Mit Gabriels Hilfe will Marie es wagen, die Obsidianstadt zu betreten, um sich den Feen zu stellen …

Meine Meinung:
Den Ausschlag dieses Buch zu kaufen gab ganz eindeutig das Cover und die komplette Aufmachung. Die Schmetterlinge, die sich in der Geschichte als schwarze Feen entpuppen und nicht nur das Cover zieren, sondern auch den Innenteil der Klappbroschur und die Kapitelanfänge. All das gemeinsam mit dem Klappentext oder der Kurzbeschreibung laden zum Verweilen ein.
Und tatsächlich findet sich im Inneren dann eine spannende Welt. Nein, sogar zwei Welten. In der einen lebt Marie, in der anderen Lea und irgendwie sind sie miteinander verbunden. In dieses Geflecht spielen dann die Schatten eines jedes Menschen hinein und insbesondere die Feen. Zusammen mit Gabriel will Marie dem auf den Grund gehen, denn irgendetwas ist nicht in Ordnung.
Leider wird die Geschichte nicht an den spannenden Punkten soweit ausgeführt und erzählt, wie ich es mir gewünscht hätte. Gabriel ist der interessanteste Charakter, er und seine Gabe. Die Schatten der Menschen wecken neben Neugier zwar auch eine große Portion Abscheu, aber das macht ja den Reiz aus. Statt aber hier weiter einzugehen, mehr auszuführen, werden viel mehr typische Probleme geschildert. Marie verliebt sich in den gleichen Jungen, den ihre beste Freundin schon seit Jahren anhimmelt und es kommt zum Streit. Das ist natürlich nicht völlig unerheblich für den Fortgang der Geschichte, hätte aber keineswegs in der Ausführlichkeit dargestellt werden müssen.
Maries Freundinnen und die Liebesgeschichte nehmen einen zu großen Platz ein, sodass man immer wieder nur darauf wartet, dass das Wichtige wieder in den Vordergrund rückt: Was ist mit den Feen? Was ist mit den Schatten? Und was ist mit Gabriels Gabe und seiner Vergangenheit? Stattdessen ergibt sich Marie einer Weile dem Selbstmitleid und die Handlung stockt. Zum Ende hin wird dies natürlich besser und dann überschlagen sich die Ereignisse geradezu, sodass der Autorin scheinbar kaum noch Zeit blieb auch wirklich alles ausreichend zu erklären.
Die Prioritäten hätten etwas anders verteilt werden müssen und das Buch könnte mich voll auf überzeugen, denn die Geschichte und die Thematik haben durchaus Potenzial. Etwas schade, dass dieses nicht vollkommen genutzt wurde.
Die Sprache ist dem jungen Zielpublikum angepasst, könnte aber mit der Feenthematik etwas verschnörkelter, metaphernreicher sein. Zumindest hätte ich das erwartet. So ist sie lediglich sehr einfach und erleichtert damit den Lesefluss. Die Perspektive wechselt, mal wird aus Maries und mal aus Gabriels Sicht erzählt. Besondere Leckerbissen sind die Zwischenspiele, die den Leser in diese fremde zweite Welt entführen und aus Leas Perspektive geschildert werden.
Erfreulich ist, dass diese Geschichte in sich abgeschlossen scheint. Es gäbe zwar durchaus Ansatzpunkte, um die Fäden für einen nächsten Band neu aufzunehmen, aber dies ist meines Wissens nach nicht geplant und auch nicht notwendig, denn der Autorin ist ein befriedigendes Ende geglückt. 

Fazit: Damit findet der Leser in diesem Buch eine wunderbare Grundidee mit spannenden Ansätzen, die leider in den meisten Punkten von der typischen Teenager-Problematik überdeckt werden. "Als die schwarzen Feen kamen" ist damit selbst keine "schwarzes" Buch, das glückliche Erinnerungen frisst, aber wird mir auch nicht allzu lange im Gedächtnis haften bleiben.


  Gesamtnote: 3
Charaktere: 2-3
Handlung: 2-3
Lesespaß: 3 

Als die schwarzen Feen kamen - bei Amazon

Ein kleiner Einblick ins Buch? Hier gibts Zitate 


Über die Autorin: Anika Beer ist ein Herbstkind des Jahres 1983 und wuchs in der Bergstadt Oerlinghausen am Teutoburger Wald auf. Die Welt der fantastischen Geschichten begleitet sie seit frühester Kindheit: Sie lernte mit 3 Jahren lesen, im Alter von 8 bekam sie eine Schreibmaschine und fing an, erste Geschichten zu schreiben. Anika Beer begeistert sich für Kampfkunst und fremde Kulturen und lebte nach dem Abitur einige Zeit in Spanien, bevor sie in Bielefeld eine Stelle an der Universität annahm. „Als die schwarzen Feen kamen“ ist ihr erster Jugendroman. (Quelle)

Dienstag, 17. April 2012

Zitate aus "Als die schwarzen Feen kamen" von Anika Beer

Auch in diesem Buch gibt es einige schöne Zitate, die ich mit euch teilen möchte, bevor es meine Rezension gibt.

"Dicht bei ihr schlug das Herz des Maskierten, langsam und dumpf: ein sterbendes Herz." (Seite 13)

"Aus jedem bösen oder traurigen Gedanken schlüpft eine schwarze Fee, die deine glücklichen Erinnerungen frisst." (Seite 60)

"Mein... mein Vater hätte gesagt, ich muss sie mit einem Lachen erschrecken, aber ich kann nicht mehr lachen, verstehen Sie das?" (Seite 178)

[Neuzugänge 04/2] Das war mehr so Zufall mit den Büchern

Als erstes kurz etwas zum Design:
Das hier ist nur eine äußerst schlichte Übergangslösung. Es bastelt mir da gerade jemand ein ganz wunderbar schönes Design. <3
Das dauert aber noch ein wenig und ich konnte mein altes nicht mehr sehen. Daher hier die Zwischenlösung bis es etwas Schöneres für die Augen gibt. ;-)

Jetzt zu den Neuzugängen:

Ja, tatsächlich kamen die Bücher zwar nicht ungewollt, aber doch nebenbei und zumindest nicht so richtig geplant bei mir an. Aber seht selbst. Ich erkläre es Buch für Buch:



Kopfschuss von Susan Vaught
Kurzbeschreibung: Er hat sich eine Kugel in den Kopf gejagt, soviel weiß er. Er ist halbseitig gelähmt, hat Erinnerungslücken und schleudert Wörter heraus, die er nicht sagen will und nicht sagen sollte. Das weiß er nur zu genau. Er ist ein Freak, auch das weiß er. Was er nicht weiß, ist: WARUM. Warum hat er das getan? Seine Mutter ist zerbrochen, seine Freunde gehen ihm aus dem Weg – und ihm fehlen anderthalb Jahre in seinem Hirn. Wird er die Wahrheit herausfinden? Eine verzweifelte Suche nach Indizien und Beweisen beginnt. Es ist das Puzzle seines Lebens ...

Immer mal wieder kommt mir der Gedanke, dass es genial wäre die Jugendbücher des "Deutschen Jugendliteraturpreises" zu lesen. Also die nominierten Jugendbücher von Kritikerjury und Jugendjury. Jetzt habe ich mir die mal angeschaut und das erste Buch, das ich mir gekauft habe, ist eben "Kopfschuss". Schon der Klappentext geht mir unter die Haut und ich bin gespannt. Vielleicht schaffe ich es ja sogar bis Oktober alle nominierten Bücher zu lesen? 
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Trigger von Wulf Dorn

Kurzbeschreibung: Der Fall einer misshandelten Patientin wird für die Psychiaterin Ellen Roth zum Alptraum: Die Frau behauptet, vom Schwarzen Mann verfolgt zu werden. Kurz darauf verschwindet sie spurlos. Bei ihren Nachforschungen wird auch Ellen zum Ziel des Unbekannten. Er zwingt sie zu einer makaberen Schnitzeljagd um ihr Leben und um das ihrer Patientin. Für Ellen beginnt ein verzweifelter Kampf, bei dem sie niemandem mehr trauen kann. Immer tiefer gerät die Psychiaterin in ein Labyrinth aus Angst, Gewalt und Paranoia. Und das Ultimatum läuft …

Nichts Böses ahnend war ich gestern in der Uni. Das Semester hat begonnen. Und dabei lief ich auch am Schnäppchenmarkt meines Buchhändlers vorbei. Und was sehe ich? Studentenaktion, weil Semesterbeginn und so. Auf jedes Mängelexemplar noch einmal 10% Rabatt. Also kann ich eigentlich gar nichts dafür. XD
Ich stöberte also durch die Bücher und lese hier plötzlich: Wulf Dorn - Trigger. Halt. Da war doch was? Ja... die liebe Anka hat doch in Leipzig etwas erzählt. Das Buch soll so verdammt gut sein. Aber Psychothriller? Hm... naja, für gut 3 Euro kann man nichts falsch machen. Also habe ich es mal mitgenommen und bin gespannt, wann ich mich herantraue und ob ich danach noch schlafen kann. ;)
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Sie da oben, er da unten von Cordula Stratmann

Kurzbeschreibung: Totsein hatte sich Sabine immer ganz anders vorgestellt. Das ist ja doch etwas sehr Spezielles. Und der Weg dahin: Ausgerechnet Dieter, ihr Dieter, der nie in die Puschen kommt, ist ihr nach zig Jahren Ehe so mir nichts dir nichts an die Gurgel gesprungen! Eben noch in der Straßenbahn, und nur einen Wimpernschlag später die eigene Frau umgelegt!
Da liegt man plötzlich erwürgt im Flur - und gerät natürlich ins Grübeln: Wie ist das überhaupt geregelt da oben im Himmel, mit dem Sein, ähm Nichtsein? - Bestens, darf Sabine nach unappetitlicher Zwischenlagerung bei der Gerichtsmedizin feststellen. Sogar so gut, dass man bald seine Rachegelüste gegenüber mörderischen Gatten vergisst. Und wen man hier so alles kennenlernt ...
Da unten realisiert Dieter in der Zwischenzeit: Wer keine echten Steherqualitäten hat, der sollte die Finger vom Töten lassen! Man hat in der Zeit danach so viel Hudelei, das sollte man sich vorher wirklich ganz genau überlegen ...


Ich hatte irgendwann mal in "Die Zeit" eine Rezension dazu gelesen und schon da hat es mich irgendiwe angesprochen, auch weil ich die Autorin mag. Naja, die Bewertungen auf Amazon sind nicht die Besten und im regulären Preis war es mir dann auch zu teuer. Aber nur wars reduzierte plus Rabatt. Ich hab es mal mitgenommen. Ich glaub, das ist etwas für den Sommerurlaub, der auch irgendwann kommt, auch wenns noch etwas hin ist. ;-)
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Die Chroniken von Hara 1 - Wind von Alexey Pehov

Kurzbeschreibung: Lahen ist eine Windsucherin, eine der wenigen, die jenen Funken noch in sich trägt. Doch sie und der Bogenschütze Ness werden verfolgt von den Verdammten, den Anhängern der schwarzen Magie, die sich Lahens Gabe bemächtigen wollen. Können Lahen und Ness verhindern, dass der dunkle Funke erneut entzündet und Hara ins Chaos gestürzt wird? Es beginnt ein Wettlauf um ihr Leben – und der Kampf um die Magie in ihrer Welt … 

Mit diesem Buch habe ich schon überhaupt nicht mehr gerechnet. Ich habe es Anfang März bei Piper angefragt und naja, viele von euch kennen es: Von Piper gibts keine Antworten. Gestern schrieb ich dann gerade an Damaris, dass ich derzeit reziexemplarfrei bin und einen SuB unter 30 habe. Also war mächtig stolz. Und was ist? Keine fünf Minuten später und wie auf Kommando klingelt es an meiner Tür. Mein Postbote mit diesem Buch. XD Aber ich freue mich natürlich sehr und werde "Wind" heute noch in Angriff nehmen. Mal wieder High-Fantasy. <3
Die Chroniken von Hara: Wind - bei Amazon


Und dann hab ich gestern noch 10 kg Bücher nach Hause geschleppt. Ja, 10 Kilogramm. 30 Stück. 30 Exemplare desselben Buches. Na, worum gehts? ;-)


Ich wollte euch gerne noch eine weitere neue Errungenschaft zeigen, die kein Buch ist. ;-) Ich schaue nicht gerne fernsehen. Schon allein weil mich die Werbung irre nervt. Also habe ich auch GoT (Games of Thrones) an diesem Wochenende im März nicht gesehen. Aber ich will die Serie schon gerne mal schauen. Was bleibt? Genau DVDs kaufen. Für mich gabs also die limitierte Erstauflage mit Fotobuch. Hier einige Eindrücke von der schönen Box:



























Sonntag, 15. April 2012

[Rezension] Susan Ee - Angelfall


Autor: Susan Ee
Titel: Angelfall
Reihe: Penryn & the End of Days
1. Angelfall
(weitere Bände in Vorbereitung)
Genre: postapokalyptische Fantasy
Altersempfehlung: ab 16
Seiten: 256
Verlag: Feral Dream (Selbstverlag)
Veröffentlichung: 21. Mai 2011
Preis: 1,54 Euro

Kurzbeschreibung: It's been six weeks since angels of the apocalypse descended to demolish the modern world. Street gangs rule the day while fear and superstition rule the night. When warrior angels fly away with a helpless little girl, her seventeen-year-old sister Penryn will do anything to get her back.
Anything, including making a deal with an enemy angel.
Raffe is a warrior who lies broken and wingless on the street. After eons of fighting his own battles, he finds himself being rescued from a desperate situation by a half-starved teenage girl.
Traveling through a dark and twisted Northern California, they have only each other to rely on for survival. Together, they journey toward the angels' stronghold in San Francisco where she'll risk everything to rescue her sister and he'll put himself at the mercy of his greatest enemies for the chance to be made whole again.

Freie Übersetzung der Kurzbeschreibung:  Vor sechs Wochen brachten die Engel die Apokalypse über die Menschen, um die moderne Welt zu zerstören. Straßengangs regieren am Tag, nachts regiert die Angst vor den Engeln. Als krigerische Engel mit Paige, einem siebenjährigen hilflosen Mädchen davonfliegen, wird ihre Schwester Penryn alles tun, um sie zurückzuholen. Sie geht einen Deal mit einem der feindlichen Engel ein. 
Raffee ist ein Krieger, der verletzt und ohne seine Flügel auf der Straße liegt. Nach Äonen, in denen er seine eigenen Schlachten schlug, findet er sich nun gerettet von einem halbverhungerten Teenager. 
Gemeinsam reisen sie durch Nordcalifornien und müssen sich auf den anderen verlassen, um zu überleben. Zusammen wollen sie zum Engelshort ind San Francisco, wo sie alles riskieren will, um ihre Schwester zu retten und er will sich der Gnade seiner größten Feinde übergeben, um seine Schwingen zurückzuerhalten.

Meine Meinung:
Penryn trägt die Verantwortung für die kleine Familie, die aus ihrer psychisch labilen Mutter und ihrer an den Rollstuhl gefesselten Schwester Paige besteht, seit ihr Vater sie verlassen hat. Jetzt nach der Katastrophe schlagen sie sich irgendwie durch, aber als die Essenvorräte knapp werden, wird klar, dass sie die Stadt verlassen müssen. In genau diese Situation wird der Leser entlassen. Ohne Erklärungen, einfach mitten in das kalte Wasser. Beinahe sofort kann man sich jedoch mit der Protagonistin Penryn, die die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, identifizieren. Sie ist äußerst taff, was anfangs etwas merkwürdig anmutet, aber einleuchtend erklärt wird und am Ende auch erstaunlich gut zu der jungen Frau passt.
Die Ich-Perspektive wird von der Autorin sehr konsequent eingehalten. Es gibt weder Einschübe mit der Sichtweise anderer Charaktere, noch werden Informationsbrocken in die Erzählung geschmuggelt, die Penryn nicht haben kann. Das hat Vor- und Nachteile. Einerseits muss der Leser selbst spekulieren, was in Penryns Vergangenheit geschehen ist, aber auch über die Absichten von Raffe. Andererseits erfährt man somit auch wenig über den Weltuntergang. Die Apokalypse ist vor sechs Wochen hereingebrochen und die Engel sind Schuld. Warum sie es taten und wie ihr Vorgehen war, bleibt völlig im Unklaren. Man sieht nur die Konsequenzen: Das Stromnetz ist zusammengebrochen, es gibt jede Menge Tote, Angst und Schrecken.
Penryn und Raffee sind grundsätzlich so etwas wie natürliche Feinde, aber jetzt aufgrund der Situation aufeinander angewiesen. Da sie nicht auf den Mund gefallen ist und er einen sarkastischen Humor besitzt, ergeben sich damit immer wieder Gespräche, die zum Schmunzeln einladen. Und ja, irgendetwas scheint sich da anzubahnen zwischen dem flügellosen Engel und dem Teenager, wobei gleich gesagt werden kann und muss: Hier liegt keineswegs eine schnulzige Liebesgeschichte vor.
Die Liebe spielt wenn überhaupt nur eine sehr untergeordnete Rolle. Beide Hauptcharaktere haben ihre persönlichen Ziele, die sie hartnäckig verfolgen. Und da die Engel deutlich brutaler und blutrünstiger sind, als wir es uns im ersten Moment vorstellen, sollte man durchaus die Altersempfehlung ab 16 Jahren beachten. Manche Szenen gehen deutlich unter die Haut und malen Bilder vor das innere Auge, die man sich vielleicht doch nicht so genau ansehen möchte.
An diesem Punkt ist auch das Ende etwas "to-much". Es tauchen weitere Abstrusitäten auf, die zwar Vorangegangenes erklären, aber in dieser krassen und brutalen Kombination vielleicht nicht nötig gewesen wären. Hier wäre etwas weniger mehr gewesen.
"Angelfall" endet mit einem Cliffhanger und weist deutlich daraufhin, dass weitere Teile folgen sollen und folgen werden. Dabei ist dies aber ein günstig gewählter Zeitpunkt, um eine Pause einzulegen und die Erwartungen des Lesers an Band zwei zu schüren.

Während der gesamten Handlung bleibt die Sprache auf einem niedrigen Niveau, was vielleicht einer der Gründe ist, warum das Buch bisher wenig Bekanntheit erreicht hat. Wäre es in deutscher Sprache geschrieben hätte mich dieser einfache Schreibstil vermutlich gestört. Hier im Englischen kam es mir aber entgegen und ich möchte in der Rezension zwar darauf hinweisen, aber es hat keinen negativen Einfluss auf meine Bewertung.

Fazit: Dieses Buch ist wirklich noch ein Geheimtipp, wird aber gleichzeitig über die Rezensionen hoch gehandelt. Es ist im Selbstverlag erschienen, kostet gerade einmal 1,54 Euro und wartet mit einer spannenden Geschichte und überzeugenden Charakteren auf. Das können nur wenige Bücher, die bisher kein großer Verlag wollte, von sich behaupten. Penryn und Raffee verdienen es, dass ihre Geschichte gelesen wird!

Gesamtnote: 1-2
Charaktere: 1
Handlung: 2
Lesespaß:1-2
Anmerkung: sehr einfacher Schreibstil

Über die Autorin: Susan Ee is the author of Angelfall (Penryn & the End of Days, Book 1). Her short stories have been in various publications including Realms of Fantasy and The Dragon and the Stars anthology. She is also a filmmaker whose latest film played at major film festivals and on cable TV stations throughout the U.S. She studied creative writing through workshops at Stanford, The Iowa Writers' Workshop and Clarion West. (Quelle)

Samstag, 14. April 2012

Zitate aus "Angelfall" von Susann Ee

Heute gibt es mit sechs kurzen Zitaten einen Einblick in "Angelfall". Morgen stelle ich dann die passende Rezension dazu online.

"Big words form a guy who's trussed up like a turkey. What are you going to do, wobble over here like an upside-down turtle to snap me in half?" (Seite 32)

"I shove the horrible, screaming images in my head into the dark silent place in my mind that is getting deeper and more crowded each day. One day soon, the things I stuff in there will burst out and infect the rest of me." (Seite 40)

"Talkative, but talented. Who would have thought?" (Seite 89)

"When you're small enough to have to look up at everyone around you, there's no such thing as a dirty fight." (Seite 99)

"He kisses me with the desperation of a dying man who believes the magic of eternal life is in this kiss." (Seite 158)

"Are you really an archangel?" I whisper.
He gives me a cocky grin. "Impressed?" (Seite 177)

Freitag, 13. April 2012

[Asaviels-Schnack] Von gelesenen und abgebrochenen Büchern

Stiller ist es hier nun wieder geworden. Wie angekündigt. 
Für meinen Urlaub hatte ich die eine oder andere Rezension vorbereitet, aber im Urlaub selbst keine geschrieben. Das hat auch mehrere Gründe. 
Zum einen habe ich einen dicken Wälzer gelesen:

Das Spiel der Könige von Rebecca Gablé
Fast 1200 Seiten hat dieser historische Roman von Rebecca Gablé, das perfekte Buch, um es im Urlaub zu lesen. Gesagt getan. Die Geschichte um die dritte Generation Waringhams - der Protagonist heißt nun Julian - ist spannend und unterhaltsam wie immer. Keine andere Autorin versteht es wie Gablé den Leser in das Mittelalter zu entführen. 
Doch es gibt kaum etwas, was nicht schon gesagt wurde zu diesen Büchern. Wenn ihr auch nur ansatzweise Spaß an historischen Romanen habt oder Interesse an der englischen Geschichte, lest diese Bücher. Es ist wirklich jedem wärmstens ans Herz zu legen.
Alles, was für Band 2 gilt, gilt auch für Band 3 und die Rezension zu ersterem findet ihr hier: Die Hüter der Rose
Es gibt ja inzwischen einen Band 4, der in Englands Früher Neuzeit spielt, also unter Henry VIII. "Der dunkle Thron" werde ich mir am nächsten Hörbuch-Tag bei audible als ungekürztes Hörbuch downloaden. :-)


Zwei weitere Bücher hatte ich mit in den Urlaub genommen. Vom Kindle einmal abgesehen. Dazu komm ich dann gleich. ;-)

Trix Solier. Zauberlehrling voller Fehl und Adel von Sergej Lukianenko 

Trix Solier hatte mich von Anfang an angesprochen. Der Titel war vielversprechend, auch der Inhalt klang gut.
Leider konnte es mich dann am Ende so gar nicht überzeugen. Bis Seite 280 bin ich gekommen, ohne dass der Funke übergesprungen ist und ich habe dann am Ende beschlossen, dass ich es damit abbrechen werde. Die Witze und lustigen Szenen wirkten für mich eher gestellt und unglaubwürdig. Die Handlung kam bis zur Hälfte nicht in Gang meiner Meinung nach.
Und das, obwohl ja sehr viele das Buch loben und sich gerade über den zweiten Band freuen konnten. Naja, die Geschmäcker sind ja (zum Glück) verschieden. Und ich wende mich einfach den anderen Büchern auf meinem SuB zu. :-)
Zauberlehrling voller Fehl und Adel. Trix Solier 01 - bei Amazon



Als die schwarzen Feen kamen von Anika Beer



Damit starte ich nun den nächsten Versuch. Die ersten 50 Seiten lesen sich flüssig weg. Typisch Jugendbuch eben und die verschiedenen Perspektiven sagen mir durchaus zu. Wir werden sehen wie es weitergeht.
Kurzfristig muss auch dieses Buch noch einmal pausieren und Platz machen für ein Leserundenbuch. 

Als die schwarzen Feen kamen - bei Amazon



Angelfall von Susan EE

Das Buch habe ich über Goodreads.com entdeckt und lese es da in der Leserunde. Oder eher: Ich hänge ganz schön hinterher. Die Leserunde läuft nur bis zum 15. April und ich hänge noch im zweiten von vier Teilen rum. *hüstel*
Aber es liest sich sehr gut. Sehr einfaches Englisch, was mir entgegen kommt und spannende Geschichte. Engel und so. ;-)
Hierzu, wie auch zu "Als die schwarzen Feen kamen" wird es aber auch definitv noch eine Rezension geben.

Angelfall - Bei Amazon


Ebenfalls rezensieren werde ich aller Wahrscheinlichkeit nach auch noch "Starters", das ich ja noch vor meinem Urlaub als Hörbuch gehört habe. Da werde ich mal sehen, dass ich mich die Tage dran mache.

Und naja. Montag beginnt schon die Uni wieder und für mich nicht nur mit dem normalen Wahnsinn. Es ist das Semester, in dem ich dann am Ende mein Examen in Deutsch schreiben werde. Wie die Zeit vergeht... ihr kennt das. ;-)