Dienstag, 31. Juli 2012

Monatsrückblick Juli 2012

Dieses Mal kann ich euch kein Bild von dem Bücherstapel zeigen, den ich im Juli gelesen habe, weil davon einige Bücher schon nicht mehr bei mir sind. Also muss die Auflistung reichen:

Juli 2012
Gelesene Bücher:  8
Gelesene Seiten: 3200
Das sind 103 Seiten/Tag
1. Markus Heitz: Oneiros (beendet)
2. Alexandra Monir: Timless
3. Tahereh H. Mafi: Ich fürchte mich nicht
4. Wulf Dorn: Trigger
5. Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind
6. Jonas Joasson: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
7. Lynn Raven: Blutbraut 
8. Jennifer Benkau: Dark Canopy (Rezension folgt)

Hörbücher: 
19 Stunden und 10 Minuten

1. Jennifer Fallon: Gezeitensternsaga 2 - Die Götter von Amyrantha (Rezension folgt)


SuB Anfang:: 34
Wunschzettel Anfang: 102

SuB Ende: 36
Wunschzettel Ende: 101

Die große Erkenntnis ist, dass es diesen Monat extrem wenige Rezensionen gab. Ich habe mehr gelesen als im Juni, aber fast nichts davon rezensiert. Dafür hatte ich einfach keinen Kopf und keine Lust, weil ich zu viel damit beschäftigt war auf das Examen zu lernen. Zumindest das Schriftliche ist in Deutsch jetzt geschafft, daher hoffe ich, dass das im August wieder besser wird. 

Zumindest zur Gezeitensternsaga und zu Dark Canopy werde ich aber auf jeden Fall die Rezensionen noch nachreichen. Geplant ist dies in den nächsten Tagen :)

Da es also zum Juli nicht sehr viel zu berichten gibt, wagen wir einen kleinen Ausblick in den August.
Ich habe mir schon ein paar Gedanken gemacht, was ich so im August lesen möchte. Es werden hauptsächlich Rezensionsexemplar, wie es aussieht, aber auch ein Buch, das schon lange auf meinem SuB lagert und ziemlich dick ist:

 
1. Boris Koch: Feuer im Blut
2. Dan Simmons: Terror
3. Michael Römling: Schattenspieler
4. Ursula Poznanski: Saeculum
5. Marie Lu: Legend - Fallender Himmel
6. Amanda Hocking: Die Tochter der Tyrell - Verborgen
 
"Feuer im Blut" ist schon fast beendet. Das liest sich sehr flott und ist auch relativ dünn. Zwei der Bücher habe ich euch noch gar nicht näher vorgestellt. Hole ich dann Mitte des Monats nach. Ein Reziexemplar flattert noch ins Haus wurde mir eben bestätigt. Ist also ganz schön was zu tun, aber ich freue mich darauf den August zu nutzen wieder mehr zu lesen und zu rezensieren. Auch wenn das Lernen auf die mündliche Prüfung schon losgeht. :)

Montag, 30. Juli 2012

[Buchgedanken] Das Nibelungenlied

Was wäre passender als euch gerade heute, gerade jetzt ein bisschen was über das Nibelungenlied zu erzählen? Warum gerade heute und jetzt? Naja, in dem Moment, in dem dieser Post auf dem Blog hier erschien, habe ich mein Staatsexamen begonnen. 30. Juli 2012, 13 Uhr - Staatsexamen Deutsch. Thema: Nibelungenlied und 'Kudrun'.

Das die 'Kudrun' euch nichts sagt, ist verständlich. Sie ist wenig bekannt und auch nur einmal überliefert. Aber:

"Das Nibelungenlied" ist DAS Werk, das im Mittelalter auf deutsch geschrieben wurde und noch bis heute zumindest in manch einem Kopf herumspukt. In manch einem. Doch viele wissen schon nicht mehr worum es geht, was die Handlung und welches die großen Themen sind.
Lange Zeit wurde dieses Epos als Nationalgut gehandelt, dann wurde damit auch viel Schwachsinn begründet (während des dritten Reichs) und nun scheint es mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten, wenn man nicht gerade Germanistik studiert. 

Ich dachte mir, dass ich zumindest in kleinem Rahmen daran etwas ändern könnte. "Das Nibelungenlied" ist mein schriftliches Prüfungsthema fürs Examen. Das heißt, ich schreibe gerade 5 Stunden darüber und habe mich seit Monaten darauf vorbereitet. Soll heißen, dass ich doch mit Fug und Recht von mir behaupten kann, inzwischen etwas Ahnung vom Thema zu haben. ;)

Das werde ich nun nutzen, um euch von dieser Geschichte zu erzählen. Von Siegfried und Kriemhilt, von Gunther und Brünhilt. Von Liebe. Von Mord und Totschlag. Von Rache, Intrigen und Schlachten. 
Um zumindest ein bisschen den Prozess des Vergessens aufzuhalten.
Außerdem seht ihr dann mal, warum es hier in den letzten Monaten so still geworden ist ;)

Man weiß nicht, wer das Nibelungenlied verfasst hat. Sicher ist, dass es vor der Niederschrift eine mündliche Tradition gab, dass also die Geschichte oder zumindest Teile der Geschichte vorgetragen, erzählt, vielleicht auch gesungen wurden. Niedergeschrieben wurde es dann um 1200, auch hier weiß man nicht wann genau. Vermutlich in den Jahren zwischen 1180 und 1200. Auch das wo ist fraglich. Worms? Xanten? Vermutlich irgendwo im Süden "Deutschlands", also dem, was wir heute Deutschland nennen.
Wir haben heute 35 Handschriften, die uns das Nibelungenlied überliefern. Davon sind 11 (mehr oder weniger) vollständig. 24 zeigen nur Bruchstücke der Geschichte. 35 Handschriften klingt wenig, ist aber relativ viel, wenn man überlegt, dass sie ungefähr 800 Jahre überdauert haben. Wenige andere Werke sind so gut überliefert, wie das Nibelungenlied. So kann man darauf schließen, dass es schon zu seiner Zeit beliebt war, oft abgeschrieben und rezipiert wurde.
Die drei wichtigsten Handschriften werden A, B, und C genannt. Ursprünglich sollte es ihre Wichtigkeit symbolisieren. Heute geben aber die meisten Wissenschaftler B vor A den Vorzug und setzen C als eine spätere Niederschrift an, weil sich dort viele Veränderungen finden. 

Worum geht es aber nun?
Reproduktion einer Handschrift (C)
Uns ist in alten mæren   wunders vil geseit
von helden lobebæren,   von grôzer arebeit,
von freuden, hôchgezîten,   von weinen und von klagen,

von küener recken strîten   muget ir nû wunder hœren sagen.

Zumindest in der Handschrift C ist das der Leitsatz, mit dem das Nibelungenlied beginnt. Wie? Ihr versteht nichts? Lest euch mal laut vor, was da steht, dann versteht ihr bestimmt mehr. 

Das ist Mittelhochdeutsch. (Wie es zu dem Begriff Mittelhochdeutsch kommt, würde jetzt zu weit führen, falls ihr an so etwas Interesse habt, sagt mal in den Kommentaren Bescheid ;) ) Die Sprache, die im Mittelalter in Deutschland gesprochen wurde. Zumindest in Süddeutschland. Sie ähnelt unserem Deutsch und ist doch ganz anders. Ihr habt bestimmt nach dem lauten Vorlesen jetzt schon verstanden, worum es geht, aber trotzdem nochmal die Übersetzung:

Uns wird in alten Erzählungen viel Wunderbares berichtet,
von rühmenswerten Helden, großer Kampfesmühe,
von Freuden, Festen, von Weinen und von Klagen;

von den Kämpfen kühner Helden könnt ihr nun Wunderbares erzählen hören.

Nach dieser Einführungsstrophe, die ein sehr weites Feld eröffnet lernt der Leser gewissermaßen die Protagonistin kennen. Die wunderschöne Königstochter Kriemhilt aus Worms wird vom Erzähler vorgestellt. Schon hier wird - wie auch oft später auf das schreckliche Ende der Geschichte vorausgedeutet, denn Kriemhilt hat einen Traum, in dem ihr Falke von zwei Adlern zerfleischt wird. Da der Falke oft für den Geliebten steht, fällt es ihrer Mutter nicht schwer zu deuten, dass ihr Liebster umkommen wird. Kriemhilt schwört als junges Mädchen, das sie noch ist, der Liebe ab. 
Im Folgenden ist es Siegfried, der vorgestellt wird. Er ist Königssohn in Xanten, ein höfischer und tapferer Recke, der sich unsterblich in Kriemhilt verliebt, obwohl er sie nie vorher gesehen hat. So etwas ist in den Geschichten des Mittelalters durchaus nicht ungewöhnlich. Er reist nach Worms, um um Kriemhilt zu werben, fordert dort aber den König Gunther - Kriemhilts Bruder - heraus. Hier gab es in der Forschung viele Zwistigkeiten, warum Siegfried so vorgeht. Ich würde der Interpretation folgen, dass er seine Tapferkeit damit unter Beweis stellen wird. Erst hier in Worms erfährt der Leser übrigens von Siegfrieds Abenteuern, die er vor unserer Geschichte erlebt habt. Dazu gehört die Eroberung des Nibelungenhorts, der Kampf gegen den Drachen und das Bad in dessen Blut. 
Der Streit zwischen den Königen kann geschlichtet werden, Siegfried bleibt am Hof, aber bekommt Kriemhilt nie zu sehen. Gemeinsam mit Gunther zieht er in den Krieg und wird zu einem verdienten Mann an dessen Hof.
Als Gunther sich nun in Brünhilt von Isenstein verliebt, kommt Siegfrieds Möglichkeit Kriemhilt für sich zu gewinnen. Er sagt zu, Gunter bei der Brautwerbung zu helfen, wenn er danach Kriemhilt zur Frau nehmen kann. Brünhilt ist nämlich besonders. Um sie zu gewinnen, muss man sie in einem Wettbewerb besiegen. Gelingt dies nicht, wird der Werber mit seinem gesamten Gefolge getötet. Versteckt unter seiner Tarnkappe, die ihn unsichtbar macht, besiegt Siegfried an Gunthers Stelle Brünhilt. Gemeinsam kehren sie nach Worms zurück. Dort gibt es eine große Doppelhochzeit, die einzig davon überschattet ist, dass Brünhilt sehr bedauert, dass Kriemhilt unter ihrem Stand heiratet. Das stimmt nicht, doch sie muss es glauben, denn als Gunther bei ihr eintraf, um um sie zu werben, gibt sich Siegfried als sein Gefolgsmann aus, obwohl er selbst ja ebenfalls König ist. Außerdem gibt es einen weiteren Betrug, denn Gunther gelingt es nicht in der Hochzeitsnacht Brünhilt zu besiegen, denn sie weigert sich, sich ihm hinzugeben. In der folgenden Nacht ist es erneut Siegfried, der sie im Kampf besiegt, damit Gunther die Ehe vollziehen kann.
Die Familien trennen sich nach der Hochzeit. Siegfried führt Kriemhilt nach Worms. Beiden Paaren wrid ein Sohn geboren. Jahre später wundert sich Brünhilt immer noch über Siegfried Status und warum er keine Dienste leistet als Mann Gunthers. Sie schlägt vor die Xantener einzuladen. Dies geschieht auch, doch zwischen den Frauen kommt es zum Streit. Brünhilt wirft Kriemhilt vor, sie sei die Frau eines Lehensmann und damit nicht mehr frei. Kriemhilt hält entgegen, dass Brünhilt eine "Kebse" sei, also eine Konkubine. Sie weiß, dass Siegfried in der zweiten Nacht nach der Hochzeit bei ihr war. Ob sie wirklich denkt, dass ihr Mann auch mit Brünhilt geschlafen hat oder dies im Zorn sagt, kann nicht entschieden werden. 
Aber dieser Vorwurft verärgert den gesamten Hof in Worms. Insbesondere auch Hagen, den tapfersten und angesehensten Mann unter Gunthers Gefolgsleuten. Gemeinsam beschließen sie, dass Siegfried für diese Beleidigung, die seine Frau ausgesprochen hat, sterben muss. Mit einer List erfährt Hagen von Kriemhilt, wo Siegfried nach dem Bad im Drachenblut verwundbar ist, denn dort hatte sich ein Lindenblatt auf seine Haut gelegt. Gunther, Hagen und Siegfried gehen gemeinsam auf die Jagd und hier ersticht Hagen Siegfried mit einem Speer.
Kriemhilt weiß sofort, wer der Mörder ist, übt aber keine Rache, da sie in der schlechteren Position ist. Der Schatz aus dem Nibelungenhort wird ihr weggenommen von Hagen, obwohl er ihr gewissermaßen als Witwenrente zusteht. 
Es wird eine Zeit nun übersprungen und es beginnt der zweite Teil der Geschichte. Ging es bis jetzt um den Sagenkreis um Siegfried, wird mit der 20. Aventiure (Erzählung) die Geschichte um den Untergang der Burgunden begonnen.
Etzel, König der Hunnen wirbt um die Witwe Kriemhilt. Sie lässt sich nur schwer überzeugen ihn zu heiraten, insbesondere weil er kein Christ ist. Dietrich, der geschickt wurde, um als Werber zu fungieren, kann sie nun aber doch überzeugen. Kriemhilt gelingt es nun ihre Macht zu mehren und nach Jahren, die sie an Etzels Hof verbracht hat, ihm auch einen Sohn geboren hat, lädt sie ihre Brüder und auch Hagen zu einem Fest ein. Ihre Absichten sind deutlich: Sie will sich an Hagen rächen.
Tatsächlich kommt es nach einigen Provokationen zum Kampf, der sich über drei Tage hinzieht. Eines der ersten Opfer ist Ortwin, Kudruns Sohn. Aber auch ihr Bruder Gunter stirbt im Kampf. Sie selbst erschlägt eigenhändig den großen Helden Hagen, was alle Anwesenden bestürzt und einen engen Vertrauen Etzels dazu veranlasst ebenfalls Kriemhilt zu erschlagen.
Die Rache, die eigentlich nur Hagen treffen sollte, vernichtet das gesamte Volk der Burgunden, die hier im zweiten Teil der Geschichte oft auch Nibelungen genannt werden und zudem auch die meisten von Etzels Mannen. Er selbst ist einer der wenigen Überlebenden.
Das Nibelungenlied endet tragisch und mit der ernüchternden Erkenntnis, dass jede Freude immer wieder in Leid umschlagen wird.

Natürlich ist das nur eine Kurzfassung der Geschichte, aber so ungefähr wisst ihr also nun, was in diesem Werk, das insgesamt 2376 Strophen umfasst, passiert. Viel Krieg, viel Leid, viel geübte Rache. Aber auch die ganz große Liebe.
Nur als kleine Ergänzung: "Kudrun" (der zweite Teil meines Examens) ist gewissermaßen ein Gegenentwurf. Sie erleidet ebenso große Schicksalsschläge wie Kriemhilt im Nibelungenlied, nimmt diese aber viel mehr hin, stiftet Frieden und fungiert als Versöhnerin. Das Ende der Geschichte bildet eine grandiose dreifache Hochzeit. Also im Ganzen antithetisch zum Nibelungenlied.

So, jetzt seid ihr also auf dem Laufenden. Ich hoffe, es hat euch etwas interessiert und dass zumindest manch einer die langen, langen Text gelesen hat.
Jetzt bleibt mir nur noch, euch zu bitten mir die Daumen zu drücken, dass bei mir gerade alles super läuft. :)

Mittwoch, 25. Juli 2012

Zitate aus "Ich fürchte mich nicht" von Tahereh Mafi

Ich denke immer wieder über Regentropfen nach.
Sie fallen vom Himmel, stolpern über ihre Füße, brechen sich die Beine, vergessen ihre Fallschirme, wenn sie heruntertaumeln, einem ungewissen Ende entgegen. Als entleere jemand seine Taschen über der Erde. Dem es egal ist, dass die Regentropfen zerplatzen, wenn sie auftreffen, dass sie zerspringen, wenn sie den Boden erreichen, dass die Menschen die Tage verwünschen, an denen die Tropfen so dreist sind, an ihre Tür zu klopfen.
Ich bin ein Regentropfen.
Meine Eltern haben mich aus ihren Taschen geleert und auf einer Betonplatte verdampfen lassen.  (Seite 13)

Ich weiß jetzt nur, dass die Wissenschaftler sich irren. 
Die Erde ist eine Scheibe.
Das weiß ich, weil ich vom Rand gestoßen wurde, und seit 17 Jahren versuche mich daran festzuhalten. Seit 17 Jahren versuche ich wieder auf die Scheibe zu klettern, aber man kann die Schwerkraft nicht bezwingen, wenn niemand einem die Hand reicht. (Seite 31)


Bestimmt tropft Herzblut aus meiner Brust. Ich schaue an mir herunter, verstehe nicht, dass da kein Blut ist. Der Schmerz in meiner Brust fühlt sich so echt an. (Seite 106/107)


Meine Hände gleiten unter sein T-Shirt, und sein ersticktes Stöhnen wird zu einem Kuss , der mich braucht, der nach mir verlangt, der mich so verzweifelt begehrt, dass es beinahe Folter ist. (Seite 169)


Dienstag, 24. Juli 2012

[Rezension] Tahereh Mafi - Ich fürchte mich nicht

Autor: Tahereh Mafi
Titel:
Ich fürchte mich nicht
Originaltitel:
Shatter me
Reihe:
ja
Genre:
Dystopie
Seiten:
320
Verlag:
Goldmann
Veröffentlichung: 23. Juli 2012
ISBN: 978-3442313013
Preis: 16,99 Euro
Ich fürchte mich nicht - bei Amazon

Klappentext: Ich habe eine Gabe. Ich bin das Leben. Berühr mich.
»"Du darfst mich nicht anfassen", flüstere ich. "Bitte fass mich an", möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes.«
Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht ...

Meine Meinung: Schon auf der ersten Seite wundert der Leser sich über die Ungewöhnlichkeiten. Warum sind da Worte, ja ganze Sätze durchgestrichen? Kurzes Blättern informiert darüber, dass dieses Phänomen im gesamten Buch auftritt. Aber warum? Warum schreibt ein Autor ein Buch, bei dem dann Sätze wieder weggestrichen werden und diese bleiben dann stehen? Also man kann sie noch lesen, aber sie sind durchgestrichen. Soll man sie auch lesen? Natürlich soll man.
Und natürlich hat es Gründe, dass diese Worte weggestrichen sind. Es sind die Teile, die nur gedacht werden, die nicht ausgesprochen werden. Teilweise werden sie gedacht, obwohl es nicht gedacht werden darf oder unsere Protagonistin es sich nicht eingestehen will, dass sie dies denkt oder fühlt. Ein kleines Beispiel?
"Er fasst mich nicht an, und ich bin enttäuscht froh, dass er es nicht tut. Ich wünschte, er würde mich berühren. Er sollte es lieber nicht tun. Niemand sollte mich berühren."
(Seite 25) 
Der Leser ist ganz nah an Juliette, er verfolgt jede ihrer Bewegungen, jede Gefühlsregung, jeden Gedanken und er wird nur nach und nach aufgeklärt, was tatsächlich um sie herum geschieht, was mit ihr geschehen ist und auch wie sich die Welt verändert hat.
So stellt sich heraus, dass wir es hier mit einer Dystopie zu tun haben. Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Es gibt eine Zentralregierung, die die Macht inne hat und mit Gewalt durchsetzt, die unterjocht, wer nicht gehorchen will. Gewalt und Hunger sind an der Tagesordnung.
Und in dieser Zeit wurde Juliette weggesperrt, denn ihre Gabe ihr Fluch kann Menschen töten. Wenn sie andere berührt, erleiden diese starke Schmerzen bis hin zum Tod. Die Machthaber denken sich nun, dass man diese Fähigkeit doch nutzen könnte. So lassen sich zügiger Geständnisse erlangen und das foltern ist nicht mehr so langwierig. Juliette sträubt sich - zu Recht. Und währenddessen entsteht eine Liebesgeschichte, die den Leser in ihren Bann zieht.
Juliette und Adam, ein Paar das es nicht geben dürfte, eigentlich nicht einmal geben könnte und doch weiß man sofort: Es ist Liebe und sie gehören zusammen. So gut es geht, müssen sie es verbergen, müssen gegen die Widrigkeiten und das Regime ankämpfen.
Jeder Charakter ist für sich genommen fein ausgearbeitet. Natürlich lernt der Leser die Ich-Erzählerin Juliette am besten kennen, doch auch Adam, andere Nebencharaktere oder die gegnerische Seite erscheinen immer gut durchdacht und vielschichtig. 
Die Handlung an sich ist schon sehr spannend, weil der Leser viele Informationen nur häppchenweise aus Juliettes Sicht bekommt und sich gegen den Sog ihrer Gefühle gar nicht wehren kann. Zum Ende hin nimmt die Geschichte eine Wendung, mit der man nicht rechnen konnte und die hinleitet zu weiteren Teilen, in denen wir weiter an Juliettes Seite gehen können.
Doch die wirkliche Stärke ist die gewaltige und besondere Sprache, die Tahereh Mafi hier verwendet. Wörter und Sätze werden gestrichen, Wörter und Sätze werden wiederholt, wenn es notwendig erscheint, wenn es genau das ist, was in Juliette vorgeht. Und gleichzeitig wirkt die Sprache nicht überladen, die Sätze bleiben zumeist kurz, prägnant, aber gehen tief und berühren den Leser. Auffällig und gut umgesetzt ist, dass die gestrichenen Sätze im Laufe der Geschichte abnehmen. Juliette hat weniger Gründe sich die eigenen Gedanken zu verbieten, sie findet mehr zu sich selbst und dabei eine gute Portion Selbstbewusstsein. Die bedrückende Stimmung vom Anfang nimmt auf vom Leser Besitz, aber dieser kann nach und nach - ähnlich wie die Protagonistin - befreiter atmen, mit ihr kämpfen und am Ende mit ihr hoffen.

Originalcover
Fazit: Und dann hofft der Leser nach 316 Seiten, dass bald der zweite Band erscheint, denn dieser Auftakt hat es in sich und wenn das Buch zur Seite gelegt wurde, kann man kaum ein neues beginnen, denn welches soll mit diesem mitreißenden Auftakt mithalten können?
Spannend, sprachgewaltig, innovativ und sehr berührend gelingt es der Autorin die Leser in ihren Bann zu ziehen, sodass er das Buch kaum zur Seite legen kann. Mehr davon bitte!

Gesamtnote: 1
Charaktere: 1
Handlung: 1-2
Lesespaß: 1
Zusatz: 
Eine ganz besonderer Sprache, die vollkommen überzeugt


Ich fürchte mich nicht - bei Amazon

 

Sonntag, 15. Juli 2012

Neuzugänge im Juni/Juli 2012

Auch im vergangenen Monat sind neue Bücher bei mir eingezogen, die ich euch nun heute pünktlich zur Mitte des Monats vorstellen möchte. Ich bin eigentlich sehr zufrieden, denn es sind nur sechs Stück, davon drei selbst gekauft und diese drei sind Mängelexemplare gewesen. Das schont doch den Geldbeutel ;)



Marie Lu: Legend - Fallender Himmel
Kurzbeschreibung: Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende! Der unbändige Wunsch nach Rache führt June auf Days Spur. Sie, ausgebildet zum Aufspüren und Töten von Regimegegnern, erschleicht sich sein Vertrauen. Doch Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, erweist sich als loyal und selbstlos angetrieben von einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen. Ist Day tatsächlich der Mörder ihres Bruders? Fast zu spät erkennt June, dass sie nur eine Spielfigur in einem perfiden, verräterischen Plan ist.

Einige von euch haben es bestimmt auf Facebook oder Legendfans.de gesehen, dass ich zu den 20 glücklichen Gewinnern eines Rezensionsexemplars von Legend gehöre. Zusammen mit einem schicken Notizbuch ist es bei mir eingetroffen und ich werde es im August ganz sicher lesen. :)

Jones Jonasson: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Kurzbeschreibung: Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: er verschwindet einfach – und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schließlich in jungen Jahren die ganze Welt durcheinander gebracht. Jonas Jonasson erzählt in seinem Bestseller von einer urkomischen Flucht und zugleich die irrwitzige Lebensgeschichte eines eigensinnigen Mannes, der sich zwar nicht für Politik interessiert, aber trotzdem irgendwie immer in die großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt war.
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand - bei Amazon

Ein Überraschungserfolg ist dieses Buch und auch wenn ich eher wenig zeitgenössische Literatur in meiner Freizeit lese (eher im Studium), reizt mich dieses Buch. Ich habe es mir nun geliehen und bin schon gespannt, ob es mich überzeugen kann. Allan Karlsson hat ja wohl überall seine Finger mit im Spiel. Da es - wie gesagt - eine Leihgabe ist, werde ich mich bemühen es bald zu lesen. 

Christoph Marzi: Lyra
Kurzbeschreibung:  Nichts läuft mehr richtig im Leben von Danny Darcy, Sänger der Folkband »Dylan’s Dogs«. Soozie, seine geliebte Frau, will sich scheiden lassen, und seine Lieder sind chronisch erfolglos. Doch anders als bei vielen verlassenen Männern ist es bei ihm ein Familienfluch. Um ihn aufzuheben, reist Darcy in die Sümpfe Louisianas – und findet eine Welt, in der Wespenkinder, lesende Baumwollspinnen und Sirenen über Leben und Tod entscheiden ...
Lyra - bei Amazon



Ich arbeite ja in einem Gummibärchen-Laden. Das ist kein Geheimnis. Gegenüber ist eine Buchhandlung, die nur preisreduzierte Bücher verkauft. Ja, da habe ich mal ein wenig gestöbert und dieses Buch von Christoph Marzi als Mängelexemplar entdeckt. Ich liebe seinen Schreibstil und daher konnte ich nicht daran vorbeigehen. 

Michael Robotham: Dein Wille geschehe
Kurzbeschreibung:  Dein Wille geschehe, mein Tod komme! Der renommierte Psychotherapeut Joe O’Loughlin wird zu einem erschreckenden Vorfall gerufen: Im strömenden Regen steht eine Frau nackt auf der Clifton Bridge in Bristol, High Heels an den Füßen und ein Handy am Ohr. Auf Joes beschwichtigende Worte reagiert sie nicht, sondern springt direkt in den Tod – ferngesteuert und willenlos. Der erfahrene Psychologe Joe steht vor einem Rätsel. Wurde die Frau tatsächlich von ihrem Anrufer in den Selbstmord getrieben? Als wenige Tage später die Geschäftspartnerin der Toten erfroren aufgefunden wird, an einen Baum gekettet, unbekleidet und mit einem Handy zu ihren Füßen, hat Joe Gewissheit: Hier ist ein gefährlicher Psychopath am Werk, ein Experte für Menschenmanipulation, der die Seele seiner Opfer bricht. Weil der mysteriöse Unbekannte jedoch keine Spuren hinterlässt, bleibt Joe nur eines: Er muss seinen Freund und Vertrauten, den pensionierten Detective Vincent Ruiz um Hilfe bitten. Noch kann Joe nicht ahnen, dass er selbst ins Visier des Täters geraten ist …
Dein Wille geschehe - bei Amazon

Auch dies ist ein Mängelexemplar. Ich will mehr Bücher lesen, die  nichts mit Fantasy zu tun haben. Da kommen dann Thriller gerade richtig. Dieser hat mich angesprochen und die Bewertungen bei Amazon sind auch über dem Durchschnitt. Also werde ich mich bald mit den Abgründen der menschlichen Psyche beschäftigen. 

Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind
Kurzbeschreibung:  Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?
Gut gegen Nordwind - bei Amazon

Ebenfalls ein Mängelexemplar und durch Zufall am Bahnhof entdeckt. Dieses Buch wird in den Himmel gelobt. Hat beinahe 1000 Rezension bei Amazon und dabei 4 1/2 Sterne. Das muss etwas zu bedeuten haben. Ich bin nun schon bis zur Hälfte durch, denn es liest sich sehr schnell und habe sehr viel Spaß mit Emmi und Leo. 

Boris Koch: Feuer im Blut
Kurzbeschreibung: Der Fußballer Mark, 16, würde für seinen drei Jahre jüngeren Stiefbruder Sandro durchs Feuer gehen. Zusammen mit dem Heavy-Metal-Fan "Bender" schreiben sie für die Schülerzeitung. Mark, Sandro und Bender hängen auf einmal mittendrin in den Ermittlungen zur Brandstiftung an der Turnhalle ihres Gymnasiums. Ist sie ein Racheakt des gegnerischen Mittelfeldspielers Nr. 6? Oder steckt der Sprayer dahinter, der die Schulwände mit seltsamen Botschaften beschmiert? Über www.schwarzlichter.com erhalten sie wertvolle Hinweise. Doch dann nimmt die Sache ungeahnte Ausmaße an …
Feuer im Blut - bei Amazon

Das einzige Jugendbuch dieses Mal. Ich habe es im aktuellen Katalog des Gulliver-Verlags entdeckt und bin gespannt, ob er mich mitreißen kann, wie ich es mir erhoffe, wird sich vermutlich schon in den nächsten Wochen zeigen.

Ist für euch etwas dabei? Kennt ihr schon einige der Bücher? Interessieren euch manche Rezensionen besonders? Oder wollt ihr lieber von der Lektüre abraten? Ich bin gespannt auf eure Kommentare. 

Donnerstag, 12. Juli 2012

[Rezension] Alexandra Monir - Timeless

Autor: Alexandra Monir
Titel:
Timeless
Originaltitel:
Timeless
Reihe:
Timeless
Genre:
Jugendbuch
Altersempfehlung: 14-16 Jahre
Seiten:
352
Verlag:
Heyne fliegt
Veröffentlichung: 18. Juni 2012
ISBN:
978-3453267589
Preis: 14,99 Euro

Klappentext:

Nacht für Nacht hat die 17-jährige Michele denselben Traum: In einem Spiegelsaal steht sie einem jungen Mann mit saphirblauen Augen, rabenschwarzen Haaren und einem geheimnisvollen Lächeln gegenüber. Kurz bevor sie erwacht, sagt der Fremde stets: »Ich warte auf dich.« Aber als ein furchtbares Unglück Micheles Leben für immer verändert, begegnet sie dem Mann ihrer Träume plötzlich in der Wirklichkeit ...
Als die Mutter der 17-jährigen Michele Windsor bei einem Unfall ums Leben kommt, verliert Michele auf einen Schlag alles, was ihr lieb war: ihre Familie, ihre Freunde, ihre gewohnte Umgebung. Denn sie muss zu ihren Großeltern, die sie nie kennengelernt hat, nach New York ziehen. In deren luxuriösem Appartement fühlt Michele sich verloren – bis sie bei ihren Streifzügen durch die mit Antiquitäten vollgestellten Räume auf das Tagebuch eines ihrer Vorfahren stößt. Was Michele nicht ahnt: Das Tagebuch ist ein magisches Portal in die Vergangenheit. Ehe sie sichs versieht, findet sie sich plötzlich auf einem Maskenball im New York des Jahres 1910 wieder. Dort begegnet sie einem jungen Mann, den sie nur zu gut kennt. Nacht für Nacht blickt sie in seine tiefblauen Augen, ist gebannt von seinem umwerfenden Lächeln – in ihren Träumen. Dass Michele ihm jetzt leibhaftig gegenübersteht, verändert alles. Sie begibt sich auf eine abenteuerliche Reise zwischen Gegenwart und Vergangenheit, um eine unmögliche Liebe wahr werden zu lassen.

Meine Meinung:
Zeitreisegeschichten erfreuen sich aktuell großer Beliebtheit. Das wird in weiten Teilen daran liegen, dass man ab und an selbst den Wunsch verspürt die Zeit zurück zudrehen, Momente noch einmal zu erleben oder geschichtliche Ereignisse mit eigenen Augen zu sehen. Michele hat sich diese Zeitreisen aber nicht gewünscht. Sie gerät vielmehr zufällig in diese Situation und muss damit nun zurechtkommen.
Dem Leser geht es ähnlich. Es wird beinahe nichts erklärt und die Szenen fliegen nur so dahin. Das hat zum Einen einen Pageturnereffekt, sodass die Seiten sich beinahe von selbst umzublättern scheinen, andererseits kommt auch oft das Gefühl auf, dass nicht genug Zeit bleibt, um wirklich in die Geschichte zu finden. Die Charaktere bleiben blass, das Geschehen wird oft nur umrissen und die Szene ist schon wieder vorbei, bevor der Leser in ihr ankommt. Dadurch sind es die Gefühle, die auf der Strecke bleiben, denn sie wirken nicht authentisch. Selbst wenn von Liebe oder Trauer gesprochen wird, erscheinen die Worte wie Floskeln und erreichen nicht das Herz des Lesers.
Umso mehr Zeit lässt sich die Autorin aber mit der Beschreibung von New York. Die Bilder, die hier mit Worten gezeichnet werden sind äußerst stimmungsvoll und lassen nicht nur die Stadt des 21. Jahrhunderts vor dem inneren Auge erscheinen, sondern auch aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts, die Zeit, in die Michelle immer wieder mit Hilfe eines Schlüssels reist. Wie die Autorin selbst im Nachwort schreibt, ist die Stadt an sich beinahe ein weiterer Charakter und dieser eigentlich ja leblose Charakter spielt die Protagonisten immer wieder aus.
Leider ist die Sprache nicht immer so konsequent wie die passenden Beschreibungen der Architektur und Kleidung der vergangenen Zeit. So wird ein junger Gentleman 1910 nicht von sich als Teenager sprechen. Ich kann leider nicht beurteilen, ob es ein Fehler der Autorin oder der Übersetzer ist. Aber solche kleinen Fehler schlagen sich dann direkt darin nieder, dass nicht das Flair des beginnenden 20. Jahrhunderts aufkommen kann. 
Die Liebesgeschichte, die sich entwickelt und eng mit Michelles eigener Vergangenheit, ja mit ihrer Herkunft verwoben ist, ist ganz nett, aber über weite Phasen wenig greifbar. Die Liebe auf den ersten Blick trägt natürlich wenig dazu bei die Gefühle authentischer wirken zu lassen.
So ist die Geschichte wohl nur etwas für jugendliche Leser, die sich schnell begeistern und von dem hohen Tempo der Geschichte mitreißen lassen.

Fazit: Eine ansprechende Idee, die für mich leider nur unzureichend umgesetzt wurde. Mit mehr Zeit und Ruhe wäre mehr aus der Geschichte herauszuholen gewesen. So sind es einige wenige Lesestunden, die ein etwas unbefriedigendes Gefühl hinterlassen, weil man mehr erwartet hätte. Trotzdem werden sich vermutlich gerade die jüngeren Leser von den Charakteren und der schnellen Erzählweise angesprochen fühlen.

Gesamtnote: 3-4
Charaktere: 3-4
Handlung: 3
Lesespaß: 3-4

Über die Autorin: Alexandra Monir wuchs in der Nähe von San Francisco auf und endeckte schon als Kind ihre Liebe zu Musik, Theater und Literatur. Sie nahm Gesangs- und Schauspielunterricht, bevor sie im Alter von siebzehn nach Los Angeles zog, um dort Sängerin und Songrwiterin zu werden. Sie arbeitete unter anderem mit den Produzenten von Aretha Franklin und Mariah Carey zusammen. Mit ihrem Romandebüt Timeless verwirklichte sich Alexandra Monir ihren großen Traum und wurde Schriftstellerin. Die Autorin lebt in New York und Los Angeles. (Quelle)

Freitag, 6. Juli 2012

Meine Filme im Juni 2012

Ich hatte schon einmal versucht hier auch über die Filme zu berichten, die ich gesehen habe. Damals waren Kinofilme angedacht und auch Kinofilmstarts, aber das konnte ich nicht durchhalten. Der neue Plan lautet nun, dass ich einmal Ende des Monats oder Anfang des neuen Monats eine Kurzvorstellung all der Filme mache, die ich im Monat gesehen habe. Das können Kinofilme sein, aber auch DVDs bei Freunden oder DVDs, die ich über mein neus Lovefilm-Abo bekomme, zusätzlich Serien oder auch mal ein Film, den ich im TV schaue, was eher selten ist. ;)
Ich habe viele gute Filme der letzten Jahre nicht gesehen. Das werde ich nun hoffentlich nach und nach aufholen können, also sind in dieser kleinen Vorstellungsrunde sicherlich häufiger auch mal ältere Filme zu finden. 

Diesen Monat sind es dann also folgende Filme (In der Reihenfolge, in der ich sie gesehen habe):

1. Games of Thrones Staffel 1 (Folge 1-8)
Die Verfilmung des Bestsellers "Das Lied von Eis und Feuer" aus der Feder von Georg R. R. Martin wird bekanntlich nun als Serie verfilmt. Den Anfang macht die erste Staffel mit 10 Folgen, von denen ich nun 8 gesehen habe. 
Die Umsetzung ist grandios. Die Serie bleibt dicht am Buch, lässt nichts Wichtiges aus und stellt die meisten Charaktere genauso dar, wie ich sie mir beim Lesen vorgestellt hatte. Für mich war die Spannung in den Folgen 1-6 höher als in 7 und 8, was ich aber nicht als Maßstab betrachten möchte, weil ich schließlich durch die Bücher auch weiß, was passiert. 
Meine Meinung: Sehenswert! 
The Avengers lief gerade im Kino. Da bekamen die Superhelden also einen Auftrieb und das Interesse wurde geweckt. Mir wurde die Möglichkeit gegeben aus einer DVD-Sammlung zu wählen, was geschaut wird. Okay, habe ich mich also für Thor entschieden. 
Und so war es auch am Ende: Okay. Die Bilder - gerade von Asgard - sind sehr beeindruckend. Die Geschichte ist dafür aber sehr 08-15 und die Charaktere konnten mich nicht überzeugen, selbst mit dem Wissen, dass Thor mit voller Absicht erstmal so arrogant ist. 
Meine Meinung:  Ist Okay.

3. I am Legend
Ich bin ganz ehrlich: Ich wusste nicht, was mich erwartet. Ja, ich hatte immer mal wieder gehört: "Hey, der Film ist gut. Hast du den schon gesehen?" Dann kam von mir nur ein nachdenkliches Stirnrunzeln und ein Kopfschütteln. Nein, hatte ich nicht. Nun habe ich Lovefilm und es war der erste Film, der mir zugeschickt wurde. Also gut. Schaue ich ihn mir halt mal an. 
Und am Ende muss ich nun sagen: Wow! Obwohl ich kein so großer Fan von Will Smith bin: Super Leistung! Das schauspielerische Können zeigt sich hier in vollem Maße, insbesondere weil kaum Menschen in diesem Film mitspielen. Über sehr weite Teile ist der Protagonist auf sich selbst gestellt. Und ohne dass man es so richtig merkt, nimmt ein die Situation gefangen. Will Smith verlassen in New York. Mit Rückblenden wird erklärt wie es dazu kam und auch diese Szenen jagen einem die Kälte durch die Glieder. Das Ende ist drastisch, aber konsequent und ebenfalls gut umgesetzt.
Meine Meinung: Äußerst sehenswert!
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4. Iron Man 1
Gut, ich hatte einmal mit dieser Superhelden-Sache angefangen, also soll das auch weiter geführt werden. Ich weiß: Falsche Reihenfolge, aber was solls. ;) Nun also Iron Man. Ich hatte ja immer etwas gegen diese High-Tech Superhelden, aber Iron Man ließ mich schon zu Beginn grinsen, wenn man Robert Jr. Downey alias Tony Stark in Afghanistan kennen lernt und so ging es auch weiter. Tony Stark macht eine Wandlung durch, wird zu Iron Man und bleibt dabei doch sich selbst treu: Ziemlich verrückt, ziemlich egozentrisch und narzistisch. Damit manchmal ein großes Arschloch, aber es macht Spaß ihm dabei zu zu sehen. Eben mal ein etwas anderer Superheld.
Meine Meinung: Sehenswert! 

5. Unkown Identity
Auch hier wusste ich nicht wirklich, was mich erwartet und bin daher unvoreingenommen an die Geschichte herangegangen. Ein Mann hat ein Autounfall, ein Forscher und wacht im Krankenhaus auf. Danach stellt er fest, dass man ihm sein Leben "weggenommen" hat. Seine Frau, seine Karriere, ja sogar seinen Namen. Und dann will man ihn auch noch töten. Der Grundgedanke ist spannend und auch gruselig, wenn man sich vorstellt, dass einem selbst so etwas passiert. Das Ende ist gut, da die Auflösung überraschend, aber gut durchdacht ist. Wirkliche Action und große Spannung kamen bei  mir im Verlauf des Films aber leider nicht auf. Gut, aber nicht herausragend.
Meine Meinung: Ist Okay.

6. Iron Man 2
Was folgt nach Iron Man 1? Genau Iron Man 2. ;) Das war die logische Schlussfolgerung und so habe ich mich auf ein zweites Abenteuer mit Robert Jr. Downey gefreut und es auch bekommen. Dieses Mal muss er erst einmal dafür sorgen, dass das, was ihn am Leben erhält, nicht dann am Ende tötet. Es vergiftet nämlich nach und nach sein Blut. Außerdem ist die Regierung gegen ihn und es gibt natürlich einen Oberbösewicht und so etwas wie eine Liebesgeschichte. Viel zu tun für Tony Stark. Dabei geht der Witz aus dem ersten Teil ein wenig verloren, wie ich finde. So kann Teil 1 etwas mehr überzeugen, aber wer den gesehen hat, will und muss auch sehen wie die Geschichte weitergeht!
Meine Meinung: Sehenswert!  

Mittwoch, 4. Juli 2012

[Rezension] Markus Heitz - Oneiros

Autor: Markus Heitz
Titel:
Oneiros - Tödlicher Fluch
Genre:
Horror
Seiten:
624
Verlag:
Droemer-Knaur

Veröffentlichung: 2. Mai 2012
ISBN:
978-3426505908
Preis: 14,99 Euro
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Kurzbeschreibung: In Leipzig hütet ein Bestatter ein grausames Geheimnis, in Minsk führt eine skrupellose Wissenschaftlerin tödliche Experimente durch, in Paris rast ein Airbus ungebremst in ein Flughafenterminal … Die Ermittlungen zu dem Unglück beginnen sofort – aber die Ergebnisse sind rätselhaft: Sämtliche Insassen waren schon tot, bevor das Flugzeug auf das Gebäude traf. Was die Polizei jedoch nicht herausfindet, ist, dass es einen Überlebenden gibt. Konstantin Korff, der Bestatter aus Leipzig, kommt diesem Überlebenden hingegen schnell auf die Spur, ebenso wie die Wissenschaftlerin – denn diese drei Menschen tragen denselben tödlichen Fluch in sich. Einen Fluch, der sie zu einer Gefahr für jeden in ihrer Umgebung macht …

Meine Meinung:
Zu Beginn sieht man sich dem Gegenüber, was schon beinahe als "typisch Heitz" bezeichnet werden kann. Es gibt nicht einen einzelnen Handlungsstrang. Nein, Heitz hat gerne viele Fäden in der Hand, die dann am Ende kunstvoll zusammengeführt werden müssen. So gibt es viele Charaktere, alleine drei Protagonisten in unterschiedlichen Orten der Welt. Sie alle haben ihre eigenen Ziele, Ansichten und Absichten. Insbesondere die Wissenschaftlerin und von dem Autor selbst als Anti-Heldin bezeichnete Kristin von Windau geht völlig skrupellos über Leiche, um ans Ziel zu gelangen. Dabei ist sie nicht unbedingt sympathisch, aber man lernt im Laufe der Zeit verstehen, warum sie auf diese Weise handelt und kaum eine andere Wahl hat. Der Geschichte fehlt ein wenig der absolute Sympathieträger. Konstantin Korff, der Bestatter, lässt den Leser nicht soweit an sich heran, dass er sich dazu mausern könnte. Es scheint über weite Teile so, dass man etwas auf Abstand gehalten wird. Und Bent Actander, nun ja... Was er der Menschheit antut, ist einfach zu erschreckend, um in ihm je den Helden einer Geschichte zu sehen. Es ist gut vorstellbar, dass einige Leser den Sympathieträger vermissen werden, denn nur wenige Geschichten kommen ohne ihn aus. 
Aber es gelingt der Geschichte anders zu überzeugen. Geschickt ist in die spannende Handlung, in der es viele Kampf- und Fluchtszenen gibt, die immer wieder auch äußerst brutal verlaufen, eine Todesmystik eingewebt. Mit Märchen über den Tod, die dem Volksglauben entnommen wurden, mit Zitaten zu Beginn der Kapitel und mit Edelsteinen, die den Tod anlocken oder ihn besänftigen sollen, wird es geheimnisvoll, ohne dass der Tod damit lächerlich oder kitschig dargestellt wird. Hierzu trägt vor allem bei, dass der Tod kein Gesicht erhält. Der typische Sensenmann ist für die meisten kaum noch gruselig. Dem Autor gelingt es anders das Nahen des Todes kenntlich zu machen und überzeugt auf diese Weise. 
Es ist schon angeklungen: Wir haben es hier mit einem Buch für Leser ab 18 Jahren zu tun. Die Geschichte ist erschreckend, brutal und oft auch gruselig. Es schockiert, was Menschen sich gegenseitig antun können. Am Ende gibt es auch eine Szene, die stark sexuell aufgeladen ist, mit der ich bis dato überhaupt nicht gerechnet hätte, die aber auch nichts mehr für jugendliche Leser ist. 
Markus Heitz gelingt dann ein sauberer Abschluss. Nachdem man viele verschiedene Charaktere kennen gelernt, sich in beinahe einem Dutzend Städten herumgetrieben hat und so viele Fäden, Informationen vermittelt wurden, wird am Ende alles zu einem großen Finale zusammengeführt. Ein Final, das Sinn ergibt und vollständig überzeugen kann. Es ist am Ende nicht alles gut, aber es ist befriedigend. Eine Rückkehr in die Welt der Todesschläfer ist nicht ausgeschlossen, aber diese Geschichte ist dafür in sich abgeschlossen, auch wenn der eine oder andere Faden erneut aufgenommen werde kann, um sich noch einmal an Korffs Seite mit dem Schnitter herumzuschlagen.

Fazit: Ein spannender Thriller, der mit seinem Szenario unter die Haut zu gehen weiß. Mit drei Protagonisten und einer Menge weiteren wichtigen Charakteren muss der Leser manchmal den Überblick behalten, wird dafür aber auf über 600 Seiten blendend unterhalten. Markus Heitz gelingt es sich selbst treu zu bleiben gleichzeitig neue Ideen und Elemente vorzuführen.


Gesamtnote: 2
Charaktere: 2-3
Handlung: 1-2
Lesespaß: 1-2

Über den Autor: Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Kein anderer Autor wurde so oft wie er mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet, weshalb er zu Recht als Großmeister der deutschen Fantasy gilt. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" drückte er der klassischen Fantasy seinen Stempel auf und eroberte mit seinen Werwolf- und Vampirthrillern auch die Urban Fantasy. Markus Heitz lebt in Homburg.(Quelle)

Montag, 2. Juli 2012

Zitate aus "Oneiros" von Markus Heitz

So langsam finde ich in meinen Rhythmus zurück bzw. einen neuen für mich. ;) 
Das heißt für euch: Wieder mehr Blogbeiträge in der nächsten Zeit. Und zur Einstimmung nun einige Zitate aus "Oneiros":
"Monsieur?" Sie bleckte die Zähne und präsentierte ihr "Leck mich am Arsch"-Lächeln, das unverzichtbar zum Repertoire einer guten Stewardess gehörte. Eine Beleidigung, die keine war. (Seite 11)

Er versuchte, sich zu erinnern, was geschehen war. Ein Blick auf die Uhr zeigte ihm, dass er erst eine Stunde bei Kristin verbracht hatte. Sie hatte ihn geküsst, hatte begonnen, sich auszuziehen, und ihm etwas zu trinken gegeben und...
Tommaso wurde etwas wacher. "Bin ich eingeschlafen? Vor dem Sex?" (Seite 81)

Der Tod ist ein Egoist. Er umgibt sich zu gern mit hübschen jungen Menschen. Lilou de Girardin war eine Schönheit mit einer guten Seele gewesen. Und der Tod ist ein Arschloch. (Seite 90)

"Do not fall asleep, until your are all alone. Schlafe nicht ein, bis du absolut alleine bist. Es ist ein Befehl an mich, eine Regel, eine Mahnung, vielleicht mein Lebensmotto." (Seite 138)

Die Stille auf dem Platz flößte ihm Angst ein - weil sie absolut war. Weder gab es Wimmern von Verwundeten noch Hilfeschreie der Überlebenden. Der Tod in seiner reinsten, natürlichsten Form hatte die Lebensfäden der Menschen gekappt. Ihre Lebenslichter ausgelöscht. Die Herzen angehalten. (Seite 304)

"Aber ich möchte es", erwiderte sie mit belegter Stimme. "Lass es uns tun. Morgen können wir uns damit rausreden, dass wir besoffen waren." (Seite 576)

Sonntag, 1. Juli 2012

Monatsrückblick Juni 2012

Juni 2012
Gelesene Bücher: 4
Gelesene Seiten: 2369

Das sind 79 Seiten/Tag


1.Michael Peinkofer: Splitterwelten
2. Kerstin Gier: Rubinrot
3, Kerstin Gier: Saphirblau
4. Kerstin Gier: Smaragdgrün 
-. Markus Heitz: Blutportale (pausiert - 150 Seiten)
5. Markus Heitz (420 Seiten)

SuB Anfang: 35
Wunschzettel Anfang: 105

Hörbücher:

1. Rebecca Gablé: Der dunkle Thron

Stunden: 35 Stunden und 1 Minute

SuB Ende: 34
Wunschzettel Ende: 102

Wow... nicht einmal 2500 Seiten habe ich diesen Monat geschafft. Das ist für extrem wenig und wenn ich mir manch andere Statistiken anschaue, ist es so gut wie gar nichts. Mehrmals habe ich es schon gesagt: Ich habe viel um die Ohren. Außerdem habe ich mit "Splitterwelten" und den Heitz Büchern welche am Wickel gehabt, die sich nicht einfach innerhalb weniger Stunden runterlesen lassen. 
Blutportale habe ich auf Eis gelegt, weil mir dann "Oneiros" dazwischen kam, was mir einfach in dem Moment mehr zu sagte. Bisher finde ich es auch richtig gut. Die Rezension folgt in den nächsten Tagen. Ich werde es heute oder morgen sicherlich zu Ende lesen. 

Bei den Hörbüchern steht jetzt so offiziell 35 Stunden. Das habe ich aber nicht im Juni gehört, sondern seit April. Auch hier habe ich ziemlich lange gebraucht. Trotzdem war die Geschichte von Rebecca Gablé gewohnt gut, wenn auch vielleicht nicht ganz so stark wie von ihr gewohnt.

Kleiner Ausblick:

Heute ist der 1. Juli. Wenn ich darüber nachdenke, beschleunigt sich automatisch mein Pulsschlag. Warum? Weil ich am 30. Juli mein Examen in Deutsch schreibe. Mein Lesetempo wird also im Keller bleiben, zumindest was die private Lektüre angeht. 

Aber ich versuche trotzdem eine kleine Leseliste:


1. Markus Heitz: Oneiros (fertig lesen)
2. Alexandra Monir: Timeless
3. Tahereh Mafi: Ich fürchte mich nicht
4. Lynn Raven: Blutbraut
5. Wulf Dorn: Trigger
6. Jennifer Benkau: Dark Canopy

Wenn ich die Bücher schaffe, bin ich erst einmal schon zufrieden. Mal sehen, ob eventuell noch REs reinflattern, die werden dann natürlich vorrangig behandelt. Und dann ist da ja noch "Shades of Grey", aktuell in aller Munde. Ob ich mich noch lange beim Kauf zurückhalten kann?

Was steht sonst an? 
Ich schaue aktuell vermehrt Filme. Das liegt zum einen daran, dass ich "Zugriff" auf eine DVD-Sammlung habe, zum anderen daran, dass ich seit diesem Monat ein LoveFilm-Abo besitze. Erneut möchte ich versuchen euch an den Filmen, die ich gesehen habe, teilhaben zu lassen. Ich stelle mir das so vor, dass ich euch einmal im Monat in einem längeren Post all die Filme zeige, die ich gesehen habe und in aller Kürze meine Meinung dazu kund tue. Der erste Post dieser Art wird in den nächsten Tagen kommen. :)
Außerdem möchte ich eine kleinen Info-Post zum Nibelungenlied machen. Dieses Werk war mal "deutsches Nationalepos", heute kennt es kaum jemand. Vielleicht habt ihr ja aber daran Intersse, zumindest an einer kurzen Zusammenfassung und einem Statement. ;) 
Dann bin ich gewillt auch die Rezensionen aufzuholen, die derzeit noch ausstehen. Mal sehen, ob und wann ich das schaffe. 

Wie war euer Lesemonat Juni? Seid ihr zufrieden? Habt ihr euch mehr vorgestellt?