Freitag, 3. Juli 2015

[Rezension] Jennifer Rush - Escape

Autor: Jennifer Rush
Titel: Escape
Originaltitel: Altered
Reihe: 
1. Escape
2. Hide
3. Reborn (engliches Original)
Genre:
Jugendbuch
Seiten:
320
Verlag:
Loewe
Veröffentlichung: 16. Januar 2013
ISBN:
978-3785575161
Preis: 12,95 Euro
Oder beim Buchhändler vor Ort!

Klappentext: Du kannst nicht mehr nach Hause.
Du musstest deinem Vater schwören, nie wieder zurückzukommen.
Alles, woran du bisher geglaubt hast, entpuppt sich als Lüge.
Du weißt weder, wer du bist, noch, wem du trauen kannst.
Du weißt nur eins: Du rennst um dein Leben!
Wer sind die vier jungen Männer, die im Keller von Annas Haus gefangen gehalten werden? Tag für Tag führen Anna und ihr Vater im Auftrag der „Sektion“ medizinische Tests mit ihnen durch. Und Nacht für Nacht schleicht sich Anna in den Keller, um sich heimlich mit Sam, dem Anführer, zu treffen. Denn in ihn ist sie verliebt.
Niemand weiß, warum die vier für diese Versuche ausgewählt wurden. Am wenigsten sie selbst, denn ihre Erinnerung reicht nur exakt fünf Jahre zurück. Als sich für Sam und die anderen die Gelegenheit zur Flucht ergibt, schließt Anna sich ihnen an. Es beginnt eine atemlose Jagd quer durch die Vereinigten Staaten, immer auf der Suche nach der wahren Identität der vier Jungen. Und die einzige Spur, die sie haben, ist ein rätselhaftes Tattoo auf Sams Rücken. (Quelle)

Meine Meinung:

"Der Himmel - mit welcher Farbe hättest du ihn gemalt?"
"Azur. Dem Blau, das man fast schmecken kann."  (Seite 11)
Die vier Jungs, die bei einem Projekt mitmachen, von dem sie selbst auch nichts wissen, dürfen niemals das Labor verlassen und haben damit auch keine Chance den Himmel real wieder zu sehen. Darum ist es gerade Sam so wichtig, dass er ihm beschrieben wird. 
Sam ist - gemeinsam mit Anna - auch eine der Hauptpersonen dieser Geschichte. Von Anfang an ist nicht zu übersehen, dass es zwischen ihnen beiden funkt. Anna hält mit ihren Gefühlen auch nicht hinter dem Berg. Aber es ist irgendwie kompliziert - wie soll es auch anders sein?
Gemeinsam mit den jungen Männern flieht Anna. Sie gehört eigentlich zur anderen Seite, denn sie hat mit ihrem Vater zusammen Test an den Jungen vorgenommen. Aber auch sie kannte nicht das Ziel dieses Projekts. 
 Nun beginnt tatsächlich eine Jagd und auch ein gewisses Rätselraten. Die Jungs wissen nicht, wer sie sind und dem Leser wird auch recht schnell deutlich, dass Anna da stärker mit verstrickt ist, als zunächst angenommen. 
Immer wieder finden sich wahre Satzschätze in diesem Jugendroman, die ihn deutlich aufwerten und ein wunderbares Stimmungsbild malen:
"Die Fenster waren von einer feinen Staub- und Schmutzschicht bedeckt, dahinter war es dunkel. Das einzige Auto in der Nähe war unseres. Das Haus sah nicht nur verlassen aus, es fühlte sich sogar verlassen an. Einsamkeit hing in der Luft wie alter Zigarettenqualm, der nur darauf wartete, vertrieben zu werden." (Seite 115/116)
Leider geht dieses positive Gefühl aber verloren. Im Ganzen wirkt der Roman eher aufgesetzt und konnte mich nicht in seinen Bann schlagen. Die Reaktionen der Charaktere wirken deplaziert. Manches lässt sich im Nachhinein klären, aber die Gedanken der Ich-Erzählerin Anna sind teilweise absurd - selbst unter der Annahme, dass sich Verliebte öfter in diesem Zustand befinden. 
Die Verfolgungsjagd ist zum Glück nur an wenigen Stellen vorhersehbar, sodass dann doch noch zum Ende hin Spannung aufkommt. Die Wendung war jedoch vollständig vorhersehbar und nimmt dann wieder den Leisereiz weg.
"Es schadet nicht, mehr Schokolade zu nehmen - niemals. (Seite 15)
Fazit: Alles in allem ist das ein solider Jugendroman, der das Sprachvermögen der Autorin immer wieder aufblitzen lässt. Die Geschichte konnte mich in keinem Moment atemlos gefangen nehmen, was für mich auch den Ausschlag gibt, dass ich nicht zum nächsten Band greifen werde:
Man kann es lesen, aber es gibt auch wirklich besseres.


Erinnert mich entfernt an:

Kommentare:

  1. Also, mich konnte diese Escape-Hide-Geschichte auch nicht überzeugen. Habe aber aus Neugier zum 2. Band gegriffen, der hat mich dann nicht umgehauen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Ich bin ja froh, dass es nicht nur mir so geht.
      Die Bücher wurden ja schon sehr hoch gelobt.

      Grüße

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